- Hund mit Bromadiolon angeblich vergiftet und der Tierarzt konnte nicht helfen? Beitrag #1
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olen
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Hallo,
ich bin neu hier und habe leider ein trauriges Thema: unsere liebe junge Hündin (Mischling, 7 Mo. alt, 12 Kg) ist vor ein paar Tagen an einer Vergiftung angeblich gestorben! Da wir noch zwei weitere Hunde haben, die bisher gesund aussehen, möchte ich nach Rat fragen, damit wir in der Zukunft besser darauf vorbereitet sind, falls so etwas nochmal passieren sollte.
Wir leben in einem osteuropäischen Land, die hiesigen Ärzte sind leider nicht so erfahren wie deutsche Ärzte z.B. Es gibt wenige Tierarzt-Praxen in der Stadt, und diese sind auch ziemlich primitiv ausgestattet. Trotzdem haben wir durch Empfehlungen von Bekannten einen Tierarzt gefunden, seit zwei Jahren kennen wir ihn, und wir waren mit ihm zufrieden.
Unsere gestorbene Hündin war von ihm Anfang des Jahres voll geimpft (Tollwut, Staupe u.a.) Sie war bis vor kürzer Zeit ein gesundes und aktives Tier, Futter hat sie nie verweigert. Nun hatte sie vor ca. 2 Wochen etwas Durchfall. Da es nicht sehr stark war, haben wir gemeint, das sei von Joghurt gewesen. Das hat sich auch beruhigt. Danach kam eine eitrige Bindehautentzündung, dafür bekam sie eine Salbe. Ich habe noch bemerkt, dass sie am rechten Hintenbein Zuckungen hatte, als sie lag, und hatte auch den Eindruck, dass sie irgendwie beim Laufen ein bisschen stolpert. Am Sonntag abend hat sie mehrmals kurz gewinzelt und hat sich auf dem Boden gestreckt, vielleicht hatte sie Bauchschmerzen? Auf jeden Fall habe ich bemerkt, dass sie ab und zu Zuckungen im Bauchbereich hatte. Die Nacht hat sie aber noch ruhig geschlafen. Am Montag sind wir mit ihr gleich zum Tierarzt gegangen, er war nicht begeistert, da die Bindehautentzündung sich nicht verbessert hat. Er hat ihr die Temperatur gemessen: 40,7°C. Dann einen Staupe-Test gemacht, Ergebniss war negativ. Sie hat ein Antibiotikum gespritzt bekommen (Cephaloxin) und wir sind mit ihr nach hause gegangen. Halbe Stunde später hat sie komischen Schaum am Mund bekommen. Ich dachte, das sei eine Antibiotikum-Allergie und habe den Tierarzt angerufen, er sagte nein, das kann nicht sein. Danach ging ihr anscheinend wieder gut. Gegen Abend hat sie wieder weissen zähen Schaum am Mund bekommen. Kot hat sie einfach zweimal sehr kleine Mengen verloren, einmal sah das wie einen hellen Brei, mit etwas rötliche Flächen, danach war das dunkler. Später hat sie eine Art Zuckungen an der Schnauze bekommen, es sah so aus, als sie ganz böse gegrinst hätte, so wie sich die Hunde ihre Zähne zeigen wenn sie agressiv sind. Sie war aber überhaupt nicht agressiv. Und danach hatte sie einen epileptischen Anfall, das hat ca. 2 Minuten gedauert, dann ist sie wieder aufgestanden. Es war ca. 7 Stunden nachdem sie die Antibiotikum-Spritze bekommen hat. Wir sind sofort mit ihr zum Tierarzt gefahren, ich habe ihn gefragt, ob die Hündin nicht vergiftet sein konnte, er hat eher an Staupe gedacht. Er hat ihre Temperatur wieder gemessen, diesmal war die Temperatur normal, meinte er. Die Zuckungen an der Schnauze hatte sie aber weiter, immer mit viel Speichelfluss und in fast regelmäßigen Abständen (jede ca. 5 Min.). Der Tierarzt hat noch ein paar einfache Blutteste schnell gemacht, meinte, dass die weissen Blutkörperchen etwar weniger wären, sonst wäre ihr Blut ok, hat der Hündin eine halbe Tablette Phenobarbital gegeben und meinte, sie wird sich beruhigen und mehr könnte er sowieso nicht machen... Wir sind mit ihr nach hause gefahren, die Zuckungen an der Schnauze (mit viel Speichelfluss!) sind immer intensiver geworden. Zuhause hatte sie aber immer noch Appetit und hat etwas Feuchtfutter zum Abendessen bekommen. Wasser hat sie nicht getrunken. Nun hat sie sich aber irgendwie komisch verhalten, als sie etwas Angst von uns gehabt hätte. Sie hat sich aber überhaupt nicht beruhigt, hat gar nicht geschlafen und später in die Nacht ist sie immer unruhiger geworden. Ihr Herz hat so stark geschlagen, dass ich das schon von ein Meter Entfernung hören konnte! Ich habe sie raus in den Garten gelassen, ich dachte vielleicht muss sie was machen und dann habe ich bemerkt, dass sie schon total orientierungslos war, und vielleicht auch nicht mehr sehen konnte, da sie immer rund um sich geschnupft hat. Im Garten ist sie einfach rund um das Haus mehrmals schnell gelaufen, konnte sich nicht mehr beruhigen, ich habe sie immer gerufen, sie hat aber nicht gehört und ist immer von mir weggerannt. Dann ist sie plötzlich einfach umgestürzt, konnte nicht mehr aufstehen und hat sofort ihr Bewusstsein verloren. Hatte furchtbare Zuckungen im ganzen Körper, schwere schnelle Atmung, hat viel Wasser aus dem Maul verloren. Dieser ganzer Anfall hat vielleicht ca. 15 Minuten gedauert, dann war sie schon gestorben. Halbe Stunde später ihr Körper war fast steif, aber noch warm (sie hatte wahrscheinlich hohe Fieber?). Schleimhaut im Mund war dunkelblau. Es war so ein schlimmes Tod, aber ich bin neben ihr bis am bitteren Ende geblieben, konnte sie einfach nicht alleine lassen.
Nun leidet die arme jetzt nicht mehr, aber wir haben immer noch keine Ruhe, da wir uns nicht erklären konnten, warum das passiert ist. Obdunktion beim Veterinär-Amt hat ergeben, dass sie mit Bromadiolon vergiftet wurde! Die Symptome entsprechen aber nicht ganz, da sie doch keine Blutungen hatte (bis zu dem wenigen Blut im Kot am abend bevor sie starb?). Tollwut test war negativ, wir erwarten jetzt vom Veterinär-Amt noch weitere Ergebnisse (Staupe-Test u.a.)
Wegen der Vergiftung, wir sind der Meinung, dass sie eine vergiftete Maus oder Ratte gefressen hat. Sie war immer sehr gefressig. Die anderen zwei würden toten Tiere nie fressen. Wir haben nach ihrer Tod eine tote Ratte im Garten gefunden, von unserem Rüde mit einem Biss getötet. Da wir ein paar Restaurante in der Nähe haben, gehen wir davon aus, dass die Restaurant-Leute Rattengift gelegt haben.
Was wir aber überhaupt nicht verstehen können: wieso dass sie erst nach der Antibiotikum-Spritze Schaum am Mund bekommen hat, und ihr Zustand sich danach so rasch verschlechtert hat?
Der Tierarzt meinte, er hätte solche Vergiftungen noch nie gehabt, und auch wenn die weiteren zwei Hunde ähnliche Symptome entwickeln würden, könnte er ihnen leider nicht helfen, da er keine Möglichkeit hat, einen Test für die Blutgerinnung zu machen, und Vitamin K vorsorglich zu verabreichen wäre nicht gut für den Hund...
Dankeschön im voraus für eure Antwort!
ich bin neu hier und habe leider ein trauriges Thema: unsere liebe junge Hündin (Mischling, 7 Mo. alt, 12 Kg) ist vor ein paar Tagen an einer Vergiftung angeblich gestorben! Da wir noch zwei weitere Hunde haben, die bisher gesund aussehen, möchte ich nach Rat fragen, damit wir in der Zukunft besser darauf vorbereitet sind, falls so etwas nochmal passieren sollte.
Wir leben in einem osteuropäischen Land, die hiesigen Ärzte sind leider nicht so erfahren wie deutsche Ärzte z.B. Es gibt wenige Tierarzt-Praxen in der Stadt, und diese sind auch ziemlich primitiv ausgestattet. Trotzdem haben wir durch Empfehlungen von Bekannten einen Tierarzt gefunden, seit zwei Jahren kennen wir ihn, und wir waren mit ihm zufrieden.
Unsere gestorbene Hündin war von ihm Anfang des Jahres voll geimpft (Tollwut, Staupe u.a.) Sie war bis vor kürzer Zeit ein gesundes und aktives Tier, Futter hat sie nie verweigert. Nun hatte sie vor ca. 2 Wochen etwas Durchfall. Da es nicht sehr stark war, haben wir gemeint, das sei von Joghurt gewesen. Das hat sich auch beruhigt. Danach kam eine eitrige Bindehautentzündung, dafür bekam sie eine Salbe. Ich habe noch bemerkt, dass sie am rechten Hintenbein Zuckungen hatte, als sie lag, und hatte auch den Eindruck, dass sie irgendwie beim Laufen ein bisschen stolpert. Am Sonntag abend hat sie mehrmals kurz gewinzelt und hat sich auf dem Boden gestreckt, vielleicht hatte sie Bauchschmerzen? Auf jeden Fall habe ich bemerkt, dass sie ab und zu Zuckungen im Bauchbereich hatte. Die Nacht hat sie aber noch ruhig geschlafen. Am Montag sind wir mit ihr gleich zum Tierarzt gegangen, er war nicht begeistert, da die Bindehautentzündung sich nicht verbessert hat. Er hat ihr die Temperatur gemessen: 40,7°C. Dann einen Staupe-Test gemacht, Ergebniss war negativ. Sie hat ein Antibiotikum gespritzt bekommen (Cephaloxin) und wir sind mit ihr nach hause gegangen. Halbe Stunde später hat sie komischen Schaum am Mund bekommen. Ich dachte, das sei eine Antibiotikum-Allergie und habe den Tierarzt angerufen, er sagte nein, das kann nicht sein. Danach ging ihr anscheinend wieder gut. Gegen Abend hat sie wieder weissen zähen Schaum am Mund bekommen. Kot hat sie einfach zweimal sehr kleine Mengen verloren, einmal sah das wie einen hellen Brei, mit etwas rötliche Flächen, danach war das dunkler. Später hat sie eine Art Zuckungen an der Schnauze bekommen, es sah so aus, als sie ganz böse gegrinst hätte, so wie sich die Hunde ihre Zähne zeigen wenn sie agressiv sind. Sie war aber überhaupt nicht agressiv. Und danach hatte sie einen epileptischen Anfall, das hat ca. 2 Minuten gedauert, dann ist sie wieder aufgestanden. Es war ca. 7 Stunden nachdem sie die Antibiotikum-Spritze bekommen hat. Wir sind sofort mit ihr zum Tierarzt gefahren, ich habe ihn gefragt, ob die Hündin nicht vergiftet sein konnte, er hat eher an Staupe gedacht. Er hat ihre Temperatur wieder gemessen, diesmal war die Temperatur normal, meinte er. Die Zuckungen an der Schnauze hatte sie aber weiter, immer mit viel Speichelfluss und in fast regelmäßigen Abständen (jede ca. 5 Min.). Der Tierarzt hat noch ein paar einfache Blutteste schnell gemacht, meinte, dass die weissen Blutkörperchen etwar weniger wären, sonst wäre ihr Blut ok, hat der Hündin eine halbe Tablette Phenobarbital gegeben und meinte, sie wird sich beruhigen und mehr könnte er sowieso nicht machen... Wir sind mit ihr nach hause gefahren, die Zuckungen an der Schnauze (mit viel Speichelfluss!) sind immer intensiver geworden. Zuhause hatte sie aber immer noch Appetit und hat etwas Feuchtfutter zum Abendessen bekommen. Wasser hat sie nicht getrunken. Nun hat sie sich aber irgendwie komisch verhalten, als sie etwas Angst von uns gehabt hätte. Sie hat sich aber überhaupt nicht beruhigt, hat gar nicht geschlafen und später in die Nacht ist sie immer unruhiger geworden. Ihr Herz hat so stark geschlagen, dass ich das schon von ein Meter Entfernung hören konnte! Ich habe sie raus in den Garten gelassen, ich dachte vielleicht muss sie was machen und dann habe ich bemerkt, dass sie schon total orientierungslos war, und vielleicht auch nicht mehr sehen konnte, da sie immer rund um sich geschnupft hat. Im Garten ist sie einfach rund um das Haus mehrmals schnell gelaufen, konnte sich nicht mehr beruhigen, ich habe sie immer gerufen, sie hat aber nicht gehört und ist immer von mir weggerannt. Dann ist sie plötzlich einfach umgestürzt, konnte nicht mehr aufstehen und hat sofort ihr Bewusstsein verloren. Hatte furchtbare Zuckungen im ganzen Körper, schwere schnelle Atmung, hat viel Wasser aus dem Maul verloren. Dieser ganzer Anfall hat vielleicht ca. 15 Minuten gedauert, dann war sie schon gestorben. Halbe Stunde später ihr Körper war fast steif, aber noch warm (sie hatte wahrscheinlich hohe Fieber?). Schleimhaut im Mund war dunkelblau. Es war so ein schlimmes Tod, aber ich bin neben ihr bis am bitteren Ende geblieben, konnte sie einfach nicht alleine lassen.
Nun leidet die arme jetzt nicht mehr, aber wir haben immer noch keine Ruhe, da wir uns nicht erklären konnten, warum das passiert ist. Obdunktion beim Veterinär-Amt hat ergeben, dass sie mit Bromadiolon vergiftet wurde! Die Symptome entsprechen aber nicht ganz, da sie doch keine Blutungen hatte (bis zu dem wenigen Blut im Kot am abend bevor sie starb?). Tollwut test war negativ, wir erwarten jetzt vom Veterinär-Amt noch weitere Ergebnisse (Staupe-Test u.a.)
Wegen der Vergiftung, wir sind der Meinung, dass sie eine vergiftete Maus oder Ratte gefressen hat. Sie war immer sehr gefressig. Die anderen zwei würden toten Tiere nie fressen. Wir haben nach ihrer Tod eine tote Ratte im Garten gefunden, von unserem Rüde mit einem Biss getötet. Da wir ein paar Restaurante in der Nähe haben, gehen wir davon aus, dass die Restaurant-Leute Rattengift gelegt haben.
Was wir aber überhaupt nicht verstehen können: wieso dass sie erst nach der Antibiotikum-Spritze Schaum am Mund bekommen hat, und ihr Zustand sich danach so rasch verschlechtert hat?
Der Tierarzt meinte, er hätte solche Vergiftungen noch nie gehabt, und auch wenn die weiteren zwei Hunde ähnliche Symptome entwickeln würden, könnte er ihnen leider nicht helfen, da er keine Möglichkeit hat, einen Test für die Blutgerinnung zu machen, und Vitamin K vorsorglich zu verabreichen wäre nicht gut für den Hund...
Dankeschön im voraus für eure Antwort!
