Hallo,
Inzucht hat erst die Farb- und Formenvielfalt bei den Tieren ermöglicht.
Das behalten einiger Tiere und die Verpaarung untereinander ist in Ordnung.
Dabei sollten aber winige Grundregeln beachtet werden.
Ich habe grundsätzlich versucht die schönsten und auch größten/gesündesten Tiere zu behalten.
Frühmännchen, welche kleiner bleiben ( alle Kraft in eine frühe Geschlechtsreife legen) habe ich immer versucht auszusondern.
Mir wurde damals von einem Züchter erklärt, daß letztere einen Stamm regelrecht "verzwergen " lassen könnne.
Klingt lustig, ist aber nicht gut.
Zudem sind kleine Aquarien vom Nachteil, denn: man kann nur wenige Erwachsene Guppys halten.
Dabei wäre es eigentlich sehr wichtig, wenn man viele unterschiedliche Männchen pflegt, um somit die Halbgeschwister zu reduzieren.
Ich habe immer mind. 10 Männchen gehabt, dazu natürlich die dementsprechende Anzahl an Weibchen, also mind. 20.
Das lässt sich natürlich nur in Aquarien ab 100 cm Kantenlänge gestalten.
Hier ist die Anzahl der Männchen auch hoch genug, daß sie sich unteinander mit Kommentkämpfen beschäftigen...und nicht permanent den Mädels nachsteigen. :mrgreen:
Dann sollte man ruhig ab und an mal Fische aus einem anderen Zuchtstamm zusetzen.
Dieser bringt frische Gene ein.
Wie oft dies nun passieren muß kann ich Dir nicht beantworten.
Ich habe es einfach nach Bauchgefühl getan.
Oft waren meine Arten auch gar nicht weiter zu bekommen.
Wichtig, gerade bei Guppys ist:
neue Fische nicht gleich mit ins AQ.
Setze sie in Quarantäne.
Noch besser wäre es Jungtiere von Privat zu bekommen und diese bei sich aufzuziehen, erst nach einigen Wochen zu den anderen.
Dabei schon im Vorfeld immer wieder mal Wasser untereinander in kleinen Mengen austauschen.
Das hat bei mir damals super geklappt...zumal ich dabei auch die gesunde und ausreichende Fütterung der Jungtiere selber übernehmen konnte.
Denn dies ist wichtig, damit später kräftige, schöne Tiere raus kommen.
Die Qualität der Lebendgebärenden im Handel ist hier unter aller Sau...mir blutet jedesmal das Herz, wenn ich das sehe.
Meist bringen sie Krankheiten mit und der Altbesatz geht daran kaputt, weil er die neuen Erreger nicht kennt ... oder aber die Neuen schaffen die Umstellung auf das neue AQ ( mit seinen eigenen Keimen/Erregern) nicht und erkranken/sterben.
Nicht selten passiert beides gleichzeitig.
Robuste, widerstandsfähige Tiere zu bekommen ist mittlerweile gar nicht so einfach.
Am besten ist es immer sich einen Züchter zu suchen.
LG Botia