Einer dieser Spaziergaenge

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  • Einer dieser Spaziergaenge Beitrag #1
snoopy-lover

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Hallo Foris,

heute war mal wieder einer dieser Spaziergaenge.
Nachdem ich die letzten beiden Tage ein bisschen ruhige Tage hatte mit nur kleineren Spaziergaengen wollte ich heute als Ausgleich eine schoenen Spaziergang im Wald machen. Also Hundis ins Auto, schnell tanken und dann in den Wald, ich hatte so ca 1,5-2h eingeplant. Kaum angekommen Girly und Nico aus dem Auto ohne Leine....nach ca 200metern gab ich auf. Nico war nicht aufgelegt zum springen und rennen, sondern wollte nur noch schnueffeln (es schien so als waeren die Huendinnen wieder laufig) also Nico an die Flexileine. Etwa 2minuten spaeter flug ein Jet ueber unsere Koepfe Nico blieb stehen, die Rute hing ploetzlich runter und er hatte genug. Ich bin weiter gelaufen und er auch, sehr widerwillig. So viele Jets koennen da ja nicht kommen, dachte ich. Aber sie flogen ueber unsere Koepfe im Minutentakt. (Nico hat Angst vor Gewitter und muss das wohl verwechselt haben) Nico versuchte sich hinter jedem kleinen Grashalm zu verstecken und kroch ins Unterholz, wo ich ihn dann wieder rausziehen musste. Ich ihm also gut zugeredet ein bisschen gestreichelt (kein Mitleid). Dann fingen die auf den Uebungsplaetzen an dinge in die Luft zu jagen, der Schall kam bei uns an also wars ganz vorbei Nico hatte genug ich musste ihn nur noch hnter mir herziehen und er wollte gar nichts mehr. Girly hingegen freute sich des Lebens.
Ich gab auf, Nico quaelen wollte ich ja auch nicht also umdrehen und zurueck zum Auto....einer dieser Spaziergaenge eben:roll:

Kennt ihr das auch?

Gruesse
 
  • Einer dieser Spaziergaenge Beitrag #2
Oh ja ich kenne eine Hund der vor allen lauten Geräuschen Angst hat !
Er kommt aus dem Tierheim und niemand weiß genau wieso das so ist !
Er hat sogar Angst vor dem Wasserkocher !
Dank Hundetrainerin klappt es jetzt schon besser !
Er gehört einer Bekannten von mir !
Immer wenn wir gemeinsame Spaziergänge machen und er irgendetwas hört läuft er zurück nach Hause und lässt sich nicht aufhalten .....!
Er hat dann einfach nur Panik !
Ist bei dir aber sicherlich auch noch das Problem das du nicht nur einen Hund hast und die anderen bestimmt gerne noch weiter getobt hätten im Wald ....! ?
 
  • Einer dieser Spaziergaenge Beitrag #3
Huhu,

ja, ich kenne solche Spaziergänge nur zu gut ....

Mein Hund ist auch so ein Angshase ....

Er ist aus dem TH, kommt eigentlich aus Ungarn. Ich habe ihn mit 12 Wochen übernommen, da kannte er nichts, gar nichts. Die Leute vom TH haben mich "vorgewarnt", aber ich dachte anfangs, daß man das alles lernen kann, aber dem ist nicht so. Mein Kleiner ist nun im Juni drei Jahre gewesen; es ist schon viel besser geworden, aber diese ersten wichtigen Wochen fehlen ihm einfach.

Er hat Angst vor z. B. allen lauten Geräuschen (Donner, Knall, Rufen oder Lachen von fremden Menschen, Musik usw.), Fahrradfahrern oder Fußgängern im Dunkeln, Vollmond, vorbeiziehenden Wolken, Heißluftballons, Mofas oder Motorrädern, Mülltonnen, Werbeplakaten (wie Wahlplakaten im Moment), Männern mit Hut, Regenschirmen, Besen oder sowas, Rasenmäher (außer unserem eigenen), Staubsauger, seinem Spiegelbild usw. usw.

Ein Spaziergang mit ihm kann zum Spießrutenlauf werden ... Wenn er seine "Anfälle" bekommt, geht gar nichts mehr. Er klemmt den Schwanz ein und zieht einfach nur noch an der Leine nach Hause. Ich muß dazu sagen, daß er an sich sehr gut erzogen ist. Sitz, Platz, Bleib, Aus, Nein, Heranrufen (auch aus der spielenden Hundemeute), Fuß ohne oder mit Leine, alles eigentlich kein Thema bei uns; ABER, wenn die Angst in packt, geht gar nichts mehr. Egal ob Leckerchen, Futtertube, Ablenkungsversuche, sogar zwei Hundetrainern fiel nichts mehr dazu ein.

Mittlerweile habe ich festgestellt, daß es ihm hilft, wenn ICH nicht mehr so auf seine Signale reagiere. Es gab Zeiten, da bin ich selbst wie ein Psycho durch die Gegend gelaufen und habe geschaut, wovor er nun wieder Angst haben könnte ... Mittlerweile sage ich ihm ein scharfes "Fuß" und weiter gehts. Ihm scheint das zu helfen ... Er fühlt sich dann zwar sichtlich unwohl und sieht aus wie geprügelt, aber er geht wenigstens weiter ...

Aber ich muß auch sagen, daß er ansonsten ein ganz toller Kerl ist. Er ist im Haus einfach nur lieb und ruhig, er bleibt problemlos alleine, er kann super mit meinen Kindern und auch mit fremden Kindern - egal ob in Haus oder Garten, sein Gehorsam ist klasse er versteht sich mit anderen Hunden (es sei denn sie sind schwarz und groß, dann hat er Angst) und außerdem finde ich ihn optisch wunderschön ;)

Ich habe mich damit "abgefunden", ich kenne seine Macke und akzeptiere sie mittlerweile einfach. Wenn wir unterwegs waren, wo viele Menschen sind und es hat geklappt, bin ich stolz auf ihn. Wenn es zu viel für ihn wird, gehen wir nach Hause und probieren es ein anderes Mal wieder.

Ich weiß nicht, was er als Welpe erleben mußte, aber ich bin froh, daß er jetzt - nach drei Jahren - ein wenig zur Ruhe kommt. Dieser Hund hat mich schon mehr Nerven gekostet als all die anderen Hunde, die ich vorher hatte, aber gerade deshalb liebe ich ihn wahrscheinlich so sehr ...

LG
 
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