Vergesellschaftung äußerst problematisch

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  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #1
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Zu unserer Zwergwidder-Dame „Schnuffele“ hatten wir zwecks Paarhaltung ein etwas jüngeres, kastriertes Männchen „Fritzle“ dazu geholt. Die Vergesellschaftung verlief gemäß Rat im Forum hier in neutralem Raum (Bad) relativ harmlos und war schon nach kurzer Zeit erfolgreich. Danach lebten die 2 unzertrennlich miteinander in unserem Hausflur, wo sie 2 zusammengestellte Käfige und ausreichend Auslaufmöglichkeit hatten. Leider starb Schnuffele dieses Jahr an EC und wir haben uns entschieden für den Hinterbliebenen Fritz wieder ein Partnertier zu holen. Wir haben uns für ein (Farbenzwerg ?)-Böckchen (relativ klein und kurze Stehohren) entschieden das zwar noch nicht kastriert war uns aber recht zahm vorkam.

Die Vergesellschaftung im neutralen Raum (wieder Bad) verlief anfangs deutlich heftiger als beim ersten Mal: viele Fellbüschel aber kein Blut, also ließen wir die Beiden auch ohne Aufsicht beieinander in der Hoffnung dass sich das einrenkt. Am 2ten Morgen saßen sie kampflos beieinander im Karton. Erst später entdeckten wir Kampfspuren an Fritzle`s rechtem Auge. Über- u. unter dem Auge wurde vermutlich durch eine Kralle das Augenlid weggerissen. Es musste genäht werden.

Der behandelnde TA meinte dass der Neuling unbedingt auch kastriert werden muß und daß die Vergesellschaftung unbedingt unter Aufsicht erfolgen muss. Auf Nachfrage ob man 2 Männchen überhaupt vergesellschaften kann meinte er ja, es müsse aber vorsichtig und unter ständiger Aufsicht erfolgen. Um dem Rat folge zu leisten also haben wir den Neuling umgehend kastrieren lassen. Beim Kastrieren stellte der TA fest dass er wohl von Fritzle in den Hoden gebissen wurde, weshalb es vermutlich in Folge zur Augenverletzung kam.

Nach 2 Wochen sind nun beide wieder gesund und munter so dass wir heute einen 2ten Versuch der Vergesellschaftung starten wollten. Da in den 2 Wochen der Neue im Bad quartiert wurde ist dies kein neutraler Raum mehr also haben wir ihn draußen im Gang in Fritzle`s Revier ausgesetzt. Fritzle kam sofort raus, sprang auf ihn. Es gab sofort 2 Fellbüschel und Fritzle beisst ihn ihn in den Hintern. Da sich Fritzle sehr aggressiv (bissig) verhält haben wir natürlich Angst daß er Karlchen wieder verletzen wird. Deshalb haben wir sofort abgebrochen.
Jetzt wissen wir nicht weiter. Aus Platzgründen können wir die Beiden unmöglich in 2 separaten Räumen halten. Wenn wir sie separat im Gang halten würde wohl Jeder wenn er grad Ausgang hat „sein“ Revier markieren, was in der Wohnung auch nicht akzeptabel ist. Abgeben wollen wir auch Keinen von den Beiden.

Was würdet Ihr uns raten?
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #2
Hallo,

Du solltest den Neuen unbedingt kastrieren lassen und das VOR dem zweiten Vergesellschaftungsversuch, ansonsten wird es nichts.

Meine Beiden Böcke sind sich auch dermaßen angegangen (der neue Bock, sollte eig eine Häsin sein ) und das hat sich erst nach der Kastration gelegt.

Warum habt ihr euch eigentlich keiene Häsin geholt. da Fritle ja schon kastriert ist ?
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #3
Der Neue ist bereits kastriert, vor dem 2ten Versuch
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #4
Achso, sorry das konnte ich nicht rauslesen - Ja ich hab den Satz gerade nachgelesen, sorry :uups:

Da kannst du eigentlich nur die Vergesellschaftungsregeln weiterhinh befolgen.
Natürlich ist es nun schlecht, dass du keinen neutralen Boden hast und ihn bei Fritzle ins Revier gesetzt hast.
Hast du vielleicht einen Platz, wo Fritzle auch nicht sooft ist ?
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #5
Ich würde beide in unterschiedliche Zimmer tun. (Nicht den Gang)
Dann den Gang mit Essigwasser reinigen. Und ein bischen Verändern. Wenn sie Häuschen oder irgendwas haben die woanders hinstellen vielleicht irgendwas dazustellen. Ich hab am Anfang zwei Kartons mit jeweils zwei Löchern drin als Versteck dazugestellt.
So ist der Gang dann wieder für beide neu. Und dann nochmals versuchen.
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #6
Unser Gang erlaubt es aus Platzgründen leider nicht die beiden Käfige anders zu stellen. Könnte es auch sinnvoll sein die Vergesellschaftung in einem neutralen Raum z.B. bei einer Bekannten erneut zu probieren? Ich meine wenn erst mal geklärt ist wer von den Beiden der Chef ist, dann akzeptiert Fritzle (wenn der Andere der Chef wird) vlt. auch daß er sein Revier teilen muß ?
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #7
huhu
es dauert etwa 6Wochen bis die restlichen Hormone abgebaut sind, kann sein dass es deswegen noch recht problematisch verläuft. Aber auch ansonsten ist es nicht so einfach zwei Männchen zusammenzubekommen.
Könntet ihr denn bei Bekannten Vergesellschaften? Die Tiere müssten ja unter Umständen auch einige Tage da bleiben.
Sonst würde ich das Bad neutral machen, das geht meist am einfachsten. Mit Essigwasser auswischen und dann einrichten mit Sachen die Beide nicht kennen!
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #8
Natürlich würde es bei deinen Bekannten gehen, aber können sie wirklich ein paar Tage dort bleiben ?

Ansonsten würde ich, wie ferndal schon gesagt hat, das Bad wieder "neutral" machen.
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #9
OK das klingt plausibel und scheint auch der einzigste Ausweg zu sein. Dann werden wir mal noch 4 Wochen (2 Wochen sind seit der Kastration schon her) abwarten bis die restlichen Hormone abgebaut sind und dann wird das Bad für einen 3ten Versuch neutralisiert.

Wie lange kann so eine Vergesellschaftung im üngünstigen Fall eigentlich dauern und wann würdet ihr dazwischen gehn bzw. die Beiden trennen für den Fall daß es nicht klappen sollte? Sind Bisse in den Hintern normal?

Zwischenzeitlich dürft ihr gerne Eure Erfahrungen mit der Vergesellschaftung am besten von 2 Männchen schildern, ich lese das auf jeden Fall
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #10
Also ich schreibe jetzt einfach mal, wie es bei mir war:

Ausgangssituation:
Rudi und Meggie hatte ich schon, dann bekam ich Stupsi dazu, der eigentlich eine Häsin sein sollte.
Am Anfang lief auch alles super, nach der Vergesellschaftung (die eig relativ schnell ging ) konnte ich sie zu dritt im Gehege halten.
Ca. 2 Wochen später haben sich Rudi und Stupsi dann so gefetzt, da bin ich zum TA.
Sie sagte mir dann das Stupsi ein Bock sei - Kastrationstermin ausgemacht - Stupsi musste dann für 6 Wochen in Einzelhaft.
Dann habe ich sie wieder vergesellschaftet, also nochmal ganz von vorne angefangen, und es flogen nicht so die Fetzen wie beim ersten mal.
... Und heute leben sie friedlich zu dritt :D
Ich muss dazu sagen, dass auch Meggie die Streitereien am Anfang sozusagen geschlichtet hat , das hat die Sach auch positiv beeinflusst.

Solagne kein Blut fließt, brauchst du nicht eingreifen, es sieht manchmal schlimmer aus als es ist - mir ist das auch sehr schwer gefallen.

Viel Glück :D
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #11
huhu
auch Bisse sind normal. Nur sollte es icht ausarten... Die Kaninchen von einer Bekannten haben sich gegenseitig duruch die gegend geschleudert, ein paar Tage später war alles gut und sie haben zusammen gefressen.
Wichtig sind auch versteckmöglichkeiten, die aber mehrere Ausgänge haben, evtl eine Ebene und viel Futter mit dem sie sich noch beschäftigen können.
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #12
Übrigens sind handeslübliche Käfige, auch wenn's zwei sind, viel zu klein, vor allem um zwei Kastraten darin zu halten ;)
Jedes Kaninchen braucht mindestens 2m² Grundfläche, also ohne Etagen ;)
Nur dann wird das Ganze auch dauerhaft klappen!
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #13
brauchen 2 kastrierte Böckchen denn mehr Platz als z.B. ein kastriertes Böckchen und 1 Weibchen? Denn letzt genannte Kombination hatten wir ja schon längere Zeit friedlich zusammenlebend auf der uns zur Verfügung stehenden Fläche.
 
  • Vergesellschaftung äußerst problematisch Beitrag #14
Zwei kastrierte Rammler können mehr Platz brauchen, müssen aber nicht. Das hängt individuell von den Kaninchen ab. Es gibt Kaninchen, die brauchen mehr Platz und andere geben sich mit weniger zufrieden.
Gerade bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder Gruppen ist es oftmals so, dass der Platzbedarf allgemein etwas größer ist als bei gemischten Gruppen.
 
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