- Mehrkastraten-Harem - Chancen und Risiken im Überblick Beitrag #1
Tompina
- Beiträge
- 6.069
- Punkte Reaktionen
- 116
Hallo zusammen,
da mein "Projekt" Mehrkastraten-Harem nun schon fast ein Jahr andauert und ich durchweg eigentlich nur Positives zu berichten habe, möchte ich dies zum Anlass nehmen einen kleinen Infothread zu dieser Thematik zu eröffnen. Natürlich sind auch andere Erfahrungsberichte und Eindrücke herzlich willkommen!
Vorneweg allerdings erstmal eine deutliche Ansage:
Mehrkastraten-Harems sind ABSOLUT NICHTS für Meerschweinchenanfänger, genauso wie reine Bockgruppen.
Mehrkastraten-Harems funktionieren nur mit ausreichend weiblichen Meerschweinchen, 3-4 Weibchen pro Bock sollten es schon sein.
Mehrkastraten-Harems brauchen Platz, Platz und nochmal Platz.
Mehrkastraten-Harems funktionieren NICHT mit bereits adulten Böcken, bzw. recht spät kastrierten Böcken.
Wer das Abenteuer wagen will, sollte sich zum Einen sehr gut mit Meerschweinchenverhalten (Körpersprache, Lautsprache etc.) auskennen, sollte die Möglichkeit haben die Gruppe notfalls aufzuteilen, bzw. bereit sein auch wieder Tiere abzugeben, wenn es nicht funktioniert und grundsätzlich am Besten mit mehreren Frühkastraten, am Besten Brüder aus dem gleichen Wurf, "arbeiten".
Und bitte bedenken, auch wenn man augenscheinlich alles richtig macht, ist das keine Garantie, dass es tatsächlich klappt!
So, und jetzt aber zu meiner Bande.
Bei mir leben momentan 17 eigne Schweinchen (4 Jungs, 13 Mädels), wobei 4 von den 13 Mädels im Moment noch den Vermittlungskastraten Gesellschaft leisten und erst nach deren Auszug zur großen Gruppe stoßen werden. Das Gehege hat momentan gute 9qm, wird aber sobal die Vermittlungstiere ausgezogen sind 12qm haben.
Mein Altkastrat Nepomuk ist inzwischen ca. 6-7 Jahre alt und mit Sicherheit ist es auch seiner Gemütsruhe, Bequemlichkeit und Gutmütigkeit zu verdanken, dass mein Projekt Mehrkastratenharem bis dato nicht gescheitert ist! Ebenso führe ich das gute Funktionieren darauf zurück, dass Konstantin und Elias in der Gruppe geboren wurden und Elvis mit 1 1/2 Wochen dazukam. Nepomuk war von Beginn an ein guter Vater, auch wenn es sich bei den ganzen Zwergen nicht um seinen Nachwuchs handelte, sondern meine Notfalldame, bzw. meine von privat aufgenommene Dame, die dann leider tragend war, ihm den ganzen Kindersegen beschert haben.
Elivs war eine Handaufzucht. Er ist allerdings nur 1 Woche älter als Elias und dessen Schwestern, sodass man das schon als "ein Wurf" zählen kann.
Die vier Jungs sind ein echtes Team und oft habe ich eher das Gefühl, dass meine Weiber untereinander mehr Stress haben, als die Herren des Hauses. Bisher konnte ich noch keine Auseinandersetzung zwischen den vier Jungs beobachten und ihr häufiges Nebeneinandersitzen und das gemeinschaftliche Patroullieren im Gehege sind auch eher positiv zu bewerten, denn negativ.
Ob es auf Dauer funktioniert wird sich natürlich erst zeigen, wenn alle drei Jungspunde ihren 1.Geburtstag hinter sich haben und dann endgültig "echte Kerle" geworden sind. Ich hoffe jedenfalls das Beste und werde gerne hier weiter berichten, wie sich die Sache entwickelt.
Zusammenfassend lässt sich also sagen:
CHANCEN: mehrere Kastraten halten ohne getrennte Gehege oder die Problematik der Bockgruppe; mehreren Kastraten die Möglichkeit geben können ihr gesamtes Repertoire des Sozialverhaltens ausleben zu können, wozu immer weibliche Meerschweinchen gehören; viel Lernen über das Sozialleben der kleinen Quieker
RISIKEN: Notwendigkeit der Trennung, d.h. mehrere Gehege oder Abgabe bestimmter Tiere; hoher Zeit-, Platz-, und Kostenaufwand, da bei lediglich 2 Kastraten, mindestens 6 Mädels benötigt werden
da mein "Projekt" Mehrkastraten-Harem nun schon fast ein Jahr andauert und ich durchweg eigentlich nur Positives zu berichten habe, möchte ich dies zum Anlass nehmen einen kleinen Infothread zu dieser Thematik zu eröffnen. Natürlich sind auch andere Erfahrungsberichte und Eindrücke herzlich willkommen!
Vorneweg allerdings erstmal eine deutliche Ansage:
Mehrkastraten-Harems sind ABSOLUT NICHTS für Meerschweinchenanfänger, genauso wie reine Bockgruppen.
Mehrkastraten-Harems funktionieren nur mit ausreichend weiblichen Meerschweinchen, 3-4 Weibchen pro Bock sollten es schon sein.
Mehrkastraten-Harems brauchen Platz, Platz und nochmal Platz.
Mehrkastraten-Harems funktionieren NICHT mit bereits adulten Böcken, bzw. recht spät kastrierten Böcken.
Wer das Abenteuer wagen will, sollte sich zum Einen sehr gut mit Meerschweinchenverhalten (Körpersprache, Lautsprache etc.) auskennen, sollte die Möglichkeit haben die Gruppe notfalls aufzuteilen, bzw. bereit sein auch wieder Tiere abzugeben, wenn es nicht funktioniert und grundsätzlich am Besten mit mehreren Frühkastraten, am Besten Brüder aus dem gleichen Wurf, "arbeiten".
Und bitte bedenken, auch wenn man augenscheinlich alles richtig macht, ist das keine Garantie, dass es tatsächlich klappt!
So, und jetzt aber zu meiner Bande.
Bei mir leben momentan 17 eigne Schweinchen (4 Jungs, 13 Mädels), wobei 4 von den 13 Mädels im Moment noch den Vermittlungskastraten Gesellschaft leisten und erst nach deren Auszug zur großen Gruppe stoßen werden. Das Gehege hat momentan gute 9qm, wird aber sobal die Vermittlungstiere ausgezogen sind 12qm haben.
Mein Altkastrat Nepomuk ist inzwischen ca. 6-7 Jahre alt und mit Sicherheit ist es auch seiner Gemütsruhe, Bequemlichkeit und Gutmütigkeit zu verdanken, dass mein Projekt Mehrkastratenharem bis dato nicht gescheitert ist! Ebenso führe ich das gute Funktionieren darauf zurück, dass Konstantin und Elias in der Gruppe geboren wurden und Elvis mit 1 1/2 Wochen dazukam. Nepomuk war von Beginn an ein guter Vater, auch wenn es sich bei den ganzen Zwergen nicht um seinen Nachwuchs handelte, sondern meine Notfalldame, bzw. meine von privat aufgenommene Dame, die dann leider tragend war, ihm den ganzen Kindersegen beschert haben.
Die vier Jungs sind ein echtes Team und oft habe ich eher das Gefühl, dass meine Weiber untereinander mehr Stress haben, als die Herren des Hauses. Bisher konnte ich noch keine Auseinandersetzung zwischen den vier Jungs beobachten und ihr häufiges Nebeneinandersitzen und das gemeinschaftliche Patroullieren im Gehege sind auch eher positiv zu bewerten, denn negativ.
Ob es auf Dauer funktioniert wird sich natürlich erst zeigen, wenn alle drei Jungspunde ihren 1.Geburtstag hinter sich haben und dann endgültig "echte Kerle" geworden sind. Ich hoffe jedenfalls das Beste und werde gerne hier weiter berichten, wie sich die Sache entwickelt.
Zusammenfassend lässt sich also sagen:
CHANCEN: mehrere Kastraten halten ohne getrennte Gehege oder die Problematik der Bockgruppe; mehreren Kastraten die Möglichkeit geben können ihr gesamtes Repertoire des Sozialverhaltens ausleben zu können, wozu immer weibliche Meerschweinchen gehören; viel Lernen über das Sozialleben der kleinen Quieker
RISIKEN: Notwendigkeit der Trennung, d.h. mehrere Gehege oder Abgabe bestimmter Tiere; hoher Zeit-, Platz-, und Kostenaufwand, da bei lediglich 2 Kastraten, mindestens 6 Mädels benötigt werden