Gerade bei Frontline hab ich gelesen dass der Hund mehrere Tage wie Falschgeld rumläuft, sich verkriecht usw. das möchte ich wirklich nicht.
Die Berichte gibt es zu allen Spotons

. Manche Hunde vertragen das eine Mittel, andere nicht. Besonders bei kleineren Hunden scheint es öfter mal Probleme wegen der Dosierung zu geben, habe ich mir zumindest von einem TA sagen lassen. Grundsätzlich sind das natürlich alles Nervengifte, das kann man nicht abstreiten. Ist halt auch immer die Frage, ob man es alle vier Wochen in der Hochsaison drauf macht oder halt nur ein oder zwei Mal im Jahr.
Die Zecken sind auch nicht gegen Frontline immun, sondern abhängig vom Gebiet und den in der Zeit davor häufig verwendeten Mitteln eher resistent gegen ein bestimmtes Spoton. Du kannst mit Frontline größtes Glück oder größtes Pech haben, auf gut Deutsch gesagt.
Was den frischen Knoblauch betrifft: Da hab ich wieder gelesen dass es wohl auch nicht gut ist da es die roten Blutkörberchen verdünnt. Was hast du damit für Erfahrungen gemacht? Welche Mengen würdest du bei einem 27kg- Hund verfüttern?
Ja, kann er, aber die Menge macht das Gift. In kleinen Mengen ist er wie bei uns auch gut für den Kreislauf, eben weil er das Blut leicht verdünnt und besser zum Fließen bringt, wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel usw. und eben – angeblich – auch antiparasitär (Würmer und Zecken), entzündungshemmend und gegen Pilzinfektionen. Nichts desto trotz ist er ein Gewächs der Gattung Allium, das heißt er gehört zum Lauch. Lauch- und Zwiebelgewächse sollten grundsätzlich nur in Maßen verfüttert werden. Um kurz zu erklären, was bei diesen Gewächsen giftig ist: Es sind Sulfurverbindungen enthalten, die das Enzym angreifen, das die Zellwände der roten Blutkörperchen schützt (Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase). Die freien Radikale im Körper nutzen die Gunst der Stunde, greifen an und schädigen die roten Blutkörperchen. In/Aus diesen geschädigten Erythrozyten bilden sich Heinzkörper, das heißt es kommt zu Verklumpungen des roten Blutfarbstoffs in den Blutkörperchen an deren Zellwand. Die betroffenen Blutkörperchen werden dann in der Milz als fehlerhaft aussortiert. Es kann dadurch allerdings durchaus zu einer Anämie (Blutarmut) kommen, genauer gesagt der speziellen Heinzkörperanämie. In der Studie Lee et al. aus dem Jahr 2000 hat es 5g/kg Körpergewicht frischen Knoblauch gebraucht, um auch nur eine reversible Veränderung an den roten Blutkörperchen auszulösen, aber keine Anämie. Das heißt, dein Hund müsste 135g Knoblauch auf einmal fressen, um seine Blutkörperchen auch nur zu Veränderung. Ich wäre beeindruckt, wenn er das überhaupt frisst oO. Bei Knoblauchextrakt reichen etwa 1,5ml/kg Körpergewicht für denselben Effekt.
Eine Zehe wiegt etwa 3g, bei 30kg Hund sind etwa 3 pro Woche angeraten, das sind 9g Knoblauch die Woche bzw. etwa 1,5g pro Tag. Giftig wäre es bei 135g pro Tag bzw. 945g die Woche. Ich würde behaupten, du hast Luft nach oben :lol:.
Ich selbst gebe auch 2-3 Zehen die Woche ins Futter (Barf, 40kg Hund), bisher ist er weder gestorben noch sonst was, Blutbild ist top, alle roten Blutkörperchen in der genau richtigen Menge vorhanden (genau die Mitte des Spielraums)

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Auch von Bierhefe hab ich oft gelesen. Das werde ich auch mal probieren.
Das wäre mir jetzt neu. Bierhefe zeichnet sich vor allem durch einen hohen Gehalt an Biotin (Vitamin H) aus, was regulierend auf die Talgproduktion wirkt und damit Haut und Fell pflegt.
Die Zecken absammeln ist so eine Sache. Meine Hündin hat zum Großteil schwarzes Fell. Ich seh da echt keine auf dem Fell. Wenn ich mal welche gefunden habe dann auf ihrer weißen Nasenspitze.
Aber zumindest das gröbste sollte zu finden sein? Stell sie am besten in die Sonne, die Zecken glänzen nämlich anders und sind manchmal etwas bräunlich im Gegensatz zum Hund.