Auch wenn es schwer fällt, sollte man Neuankömmlinge für mindestens 2, besser 4 Wochen getrennt von den bereits vorhandenen Vögeln halten. Gerade Wellensittiche aus Zoofachgeschäften, aber auch jeder anderen Herkunft, sind oft Träger von ansteckenden Krankheiten, die man ihnen nicht gleich ansieht.
Sehr sinnvoll ist auch eine Untersuchung bei einem vogelkundigen Tierarzt, um zu verhindern das der Neuankömmling die restlichen Vögel eventuell infiziert. (...)
Ist die Quarantänezeit vorbei und der Neuankömmling gesund, darf er zu den anderen Vögeln. Wellensittiche sind normalerweise unkompliziert bei der Vergesellschaftung. Trotzdem sollte der Neuankömmling zuerst in einen eigenen Käfig (den braucht man für die Quarantänezeit ohnehin) in Sichtweite der alteingesessenen Vögel gestellt werden. Zusammenlassen sollte man die Tiere beim gemeinsamen Freiflug nach ein paar Tagen, dort können sie bei Konflikten ausweichen und es gibt keinen Besitzanspruch wie auf den Käfig. Wenn sich die Sittiche beim Freiflug problemlos vertragen wird der Neuankömmling bald freiwillig zu den anderen in den Käfig ziehen.
Soll ein Einzelvogel einen Partner bekommen geht man genauso vor. Langjährige Einzelvögel reagieren allerdings oft ängstlich oder sogar aggressiv auf den Artgenossen oder ignorieren ihn erst mal. Hier ist Geduld gefragt, früher oder später wird es klappen. Die Vögel müssen die Möglichkeit haben einander auszuweichen, bis sie sich problemlos vertragen.
Wellensittiche die sich absolut nicht vergesellschaften lassen gibt es praktisch nicht! Auch langjährige Einzelvögel gewöhnen sich noch an einen Vogelpartner, brauchen nur dementsprechend mehr Zeit. Wer das Gegenteil behauptet hat es in der Regel nur nicht lange genug versucht oder die Vergesellschaftung falsch angegangen (etwa die Vögel sofort in den selben Käfig gesetzt).