Frühkastration - Pro & Contra

Diskutiere Frühkastration - Pro & Contra im Meerschweinchen Gesundheit Forum im Bereich Meerschweinchen Forum; EDIT Sawyer: Abgetrennt von https://www.tierforum.de/t99566-haeufiges-kratzen.htm Welche Argumente soll es dagegen geben?
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #2
Habe mich halt mal durch das Thema gelesen und es ich weiß nicht, ob da nicht doch Verhaltensänderungen auftreten können, es klingt zumindestens sehr schlüssig:

"Gegen eine Frühkastration spricht, dass die soziale Prägung, d.h. das Erlernen von Dominanzverhalten, Streitkultur, Konfliktsituationen zu lösen oder ihnen aus dem Weg zu gehen erst nach dem Erreichen der Geschlechtsreife stattfindet, also durch eine Frühkastration ganz oder teilweise unterdrückt werden könnte.
Beim männlichen Individuum sind die Geschlechtshormone, speziell das Testosteron, welches zum größten Teil in den Hoden gebildet wird, für die Ausbildung des Phänotyps mit verantwortlich. Dieses Hormon wird erst ab Eintritt der Geschlechtsreife in größeren Mengen produziert und hat einen spezifischen Einfluß auf den Epiphysenschluß der langen Röhrenknochen. Das bedeutet, daß nach einer Frühkastration das arttypische Gesamtbild des Tieres nicht mehr der "Norm" entsprechen könnte, dass speziell die Beine ein etwas ungewohntes Format annehmen könnten. Morgenegg konnte nach der Kastration von Brüdern aus einem Wurf in unterschiedlichem Alter weder bei den Gewichtskurven noch beim optischen Vergleich auffällige Unterschiede zu unkastrierten Tieren beobachten.
Sachser schreibt, daß Männchen, die alleine oder nur in Gesellschaft eines weiblichen Tieres aufwachsen, später unfähig sind, Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen. Im Gegensatz dazu lernen Böckchen, die in Gruppen aufgezogen werden, damit umzugehen. Dieser Prozeß der sozialen Prägung findet erst nach dem Erreichen der Geschlechtsreife statt, wird also durch eine Frühkastration verhindert."

Quellen: und

EDIT Sawyer: Quellenangaben ergänzt


Außerdem wird die Operation vermutlich auch deswegen von manchen TA abgelehnt, weil sie halt etwas schwieriger ist, wenn die Hoden noch nicht ganz abgestiegen sind, da haben halt nicht alle genügend Erfahrung mit. Ich denke ja auch, dass die Vorteile überwiegen.

Soviel ich weiß, hat Sachser schon einige wirklich sehr umfassende und fundierte Studien zum Sozialverhalten von Meerschweinchen durchgeführt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #3
Was ist dennd as für züchter, der sowas hochgiftiges wie Ivomec einfach so mit der post schickt? wenn man da unvorsichtig mit umgeht kann man die tiere umbringen!

Und mit Kraftfutter hatder tierarzt völlig recht. züchter füttern ,meistens trockenfutter aus Kostengründen, weil gemüse viel teurer ist und die tiere durch die zucht ja höchstleistungen bringen müssen.

nachdem du ja keine 30 tiere versorgen musst: wenig bis gar kein trockenfutter, 150g gemüse für erwachsene, so klein wie siejetzt sind einfach so viel sie wollen, ruhig 3-4 sorten am tag. und dazu viel frisches heu.

frühkastrationen habe ich auch keine so schlechten erfahrungen gemacht, aber ist kein muss für eine Bockgruppe, da würde ich eher warten bis sie 4 Monate alt sind.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #4
Hast du eine Quelle zu dem Text oben, sonst muss ich ihn löschen :)

Sachser hat nur unkastrierte Tiere miteinander verglichen, keine Frühkastraten.
Und dieses ganzen theoretischen Probleme im Sozialverhalten sind mir nicht aufgefallen. Es sind weder Neutrums, noch gehen sie in der Gruppe unter.

Und sie sehen auch nicht komisch aus :mrgreen: Ich glaub der Text ist von Frau Maier? Wenn ja, der ist mittlerweile schon einige Jahre alt und so steht er da, ohne mal überprüft worden zu sein.

Wir haben hier Frühkastraten, dass sind ziemlich gestandene Männger geworden und wollen auch keinen neben sich, trotz aufwachsen in einer gemischten Gruppe. Sexualhormone werden nicht nur in den Hoden gebildet, sondern man mag es kaum glauben, auch im Gehirn :)

Das sich manche TÄ da nicht dran trauen, ist ja ok. Dann sollen sie das aber so sagen und nicht über ihr eigenes Problem, dass sie es nicht können, mit fadenscheinigen Ausreden kommen, wie Kindesmißhandlung (haben wir schon gesagt bekommen), gefährlich, nicht gut für die Tiere usw.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #5
Hast du eine Quelle zu dem Text oben, sonst muss ich ihn löschen :)

Ist von Frau Meier, aber ich kann mein Post nicht mehr editieren. Habe dass aber auch schon auf einigen anderen Seiten gelesen und auch schon in Büchern, nur fand ich es dort am besten formuliert und am einfachsten zu kopieren, wußte nicht, dass man das nicht soll.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #6
Wie oben schon geschrieben, hab ich mir das schon fast gedacht, dass es von Frau Meier ist.
Meine Meinung nach Thesen ohne Bezug zur Praxis.
Ich hab hier noch keinen einzigen langbeinigen Frühkastraten, jetzt mal eines der Beispiele aus dem Text aufzugreifen. Und wir haben ja viel Kontakt zu den neuen Haltern.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #7
Da weißt du sicher mehr als ich, habe mich ja nur während der Trächtigkeit von Peggy in das Thema eingelesen, falls ein Böckchen bei den Babies dabeigewesen wäre, ich selbst habe noch nie ein Böckchen kastrieren lassen und der Kastrat in meiner Gruppe ist auch nicht frühkastriert und außerdem mein erstes Böckchen überhaupt, in 8 Jahren Meerschweinchenhaltung. Theorie und Erfahrung gehen manchmal ganz schön auseinander, ich habe halt vorallem den einen Satz zu Sachser anders ausgelegt, hatte dass eigentlich schon so verstanden, dass er Frühkastraten mit anderen verglichen hätte und nach den Berichten die ich sonst von ihm über Meerschweinchen gelesen bzw. gesehen habe, dachte ich schon dass sei fundiert und eine richtige Studie an der Uni gewesen. Man lernt halt nie aus, gut dass man hier so seine Theorien und Erfahrungen mit anderen austauschen kann.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #8
Ich glaub ich muss mir das nochmal durchlesen, ich meine ich hatte da nichts von Frühkastraten gelesen. Hm..... Welchen Artikel meinst du nochmal von Sachser, damit wir auch den gleichen meinen?

Soviel ich weiß gibt es zum Thema Frühkastrationen keine Studien.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #9
Huhu,

mir wär auch so, dass Sachser nicht speziell Untersuchungen an Frühkastraten gemacht hat. Lasse mich aber ggf. natürlich eines Besseren belehren.

Sachser schreibt, daß Männchen, die alleine oder nur in Gesellschaft eines weiblichen Tieres aufwachsen, später unfähig sind, Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen. Im Gegensatz dazu lernen Böckchen, die in Gruppen aufgezogen werden, damit umzugehen. Dieser Prozeß der sozialen Prägung findet erst nach dem Erreichen der Geschlechtsreife statt, wird also durch eine Frühkastration verhindert.
Quelle: , Hervorhebung von mir.

Ich würde hier eher sagen, der Punkt mit der Frühkastration ist kein Sachser-Ergebnis (dieses von mir fett markiert), sondern eine Frau-Meier-Interpretation.

Demnach müssten auch in Gruppen aufgewachsene Frühkastraten entweder ganz furchtbar unsoziale Rüpel sein, weil ja die Frühkastration verhindert, dass sie diese entscheidende soziale Prägung erfahren - oder im Gegenteil, als komplette Neutren wahrgenommen werden? Dem entgegen stehen aber dann die Erfahrungen von Haltern, dass Frühkastraten sich sowohl in der Regel gut in Gruppen integrieren lassen, als auch, dass sie durchaus in der Lage sind, komplett "normales" männliches Verhalten zu zeigen.

Ich denke eher, da ist der Punkt "Geschlechtsreife" vielleicht anders interpretiert und für wichtiger erachtet worden, als tatsächlich zutreffend. (So wie ja auch Morgenegg (wie auch wieder viele Halter) keine körperlichen Unterschiede (O-Beine?) in Frühkastraten feststellen konnte.) 6 Wochen gilt ja so allgemein als durchschnittlicher Zeitpunkt für den Hodenabstieg, die Zeit bis zur 9. Woche als entscheidend für die Sozialisation - wenn man so will, muss ein Böckchen also schon bis zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife (bzw. länger) in seiner Gemischtgruppe bleiben - aber genau das ermöglicht ja auch die Frühkastration...

Wobei ich für diese Angabe 7. bis 9. Woche bislang nur diese Quelle gefunden habe:
Für das soziale Lernen innerhalb der Meerschweinchengruppe ist ein etwas späterer Zeitpunkt besonders wichtig, nämlich der Zeitraum von der 7. bis zur 9. Woche, die sogenannte Pubertätsphase (Sachser 2004). [...] Die Pubertätsphase ist entscheidend für die Entwickung des innerartlichen Sozialverhaltens. Laut Prof. Norbert Sachser entscheidet die Art des Sozialkontakts in dieser Zeit darüber, wie aggressiv ein Tier im späteren Leben sein wird und wie viel Stress es erleidet, wenn es fremden Artgenossen begegnet (Sachser 2004). Wird beispielsweise ein Böckchen in dieser Lebensphase allein oder nur mit Weibchen gehalten, hat es keine Möglichkeit die sozialen Spielregeln im Umgang mit erwachsenen Männchen zu lernen und wird daher im spätere Leben auch nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten mit erwachsenen Böcken zurechtkommen.
Stammt aus dem Artikel: Reich, M. (2008): Frühe Entwicklungsphasen beim Meerschweinchen. - In: RODENTIA, Jg. 8, H. 42, S. 43-45.

Bei der Originalquelle, die von der Autorin genannt wird, handelt es sich um folgenden Aufsatz: Sachser, N. et al (2004): The Welfare of Laboratory Guinea Pigs. - In: The Welfare of Laboratory Animals. - Kluwer Academic Press, Dordrecht.

Da heißt es allerdings (S. 194)
When two adult males that grew up in different large colonies are placed into an unfamiliar enclosure in the presence of an unfamiliar female they quickly establish stable dominance relationships without displaying overt aggression. [...]
However, such a "peaceful" stratification into different social positions requires that the opponents have been engaged in agonistic interactions with older dominant males around puberty, as is the case in individuals reared in colonies. In such encounters, they experience the role of a subdominant individual, thus acquiring the social skills needed to adapt to conspecifics in a non-aggressive and non-stressful way (Sachser 1993, Sachser and Lick 1991; evidence that the time around puberty is decisive for social development is summarised in Sachser et al. 1994).
In contrast, a male, who grows up singly, or with a female, is prevented from experieneing agonistic interactions around puberty (since in this species no fighting and threat displays are found between the sexes). Thus, these social skills cannot be learned.
Hervorhebungen von mir, es ist also zumindest in der Quelle wirklich nur von der Pubertätsphase die Rede. Aber wann ist diese Phase, bzw. woher weiß man, dass es sich dabei um die 7. bis 9. Woche handelt? Oder es hängt einfach daran, dass Sachser die Geschlechtsreife bei Böcken mit 2 bis 3 Monaten (und Gewicht von 500 g) angibt (was sich vermutlich durch die Haltung der Schweine in großen, gemischten Gruppen mit mehreren Böcken und Weibchen erklärt - da kommen die Jungböcke ja wahrscheinlich einfach gar nicht eher zum Zug) - wäre jetzt meine Erklärung...
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #10
ich habe bisher auch keine unterschiede zwischen früh und spät kastrierten Böcken beobachtet, auch ob sie später Machos werden die 10 Weibchen locker anführen ist nicht gesagt. Sie scheinen nur später und langsamer in die Pubertät zu kommen, keine frühen und heftigen rappelphasen durchzumachen, sondern einfach nur langsam aber trotzdem normal erwachsen zu werden.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #11
Ich hab das jetzt nicht im Kopf, aber wie hat er festgestellt das die Tiere zudem Zeitpunkt erst geschlechtsreif werden
*schauder* mit 500 gr zum Glück ist das der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #12
ich glaube es geht da eher um den zeitpunkt zu dem sie wirklich erwachsen werden und dieweibchen sie auch ran lassen - aber im kleinen käfig bei schwanger im Zooladen gekauft sieht es ganz anders aus...
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #13
Ich hab das jetzt nicht im Kopf, aber wie hat er festgestellt das die Tiere zudem Zeitpunkt erst geschlechtsreif werden
*schauder* mit 500 gr zum Glück ist das der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Hausmeerschweinchen sind Nestflüchter. Vom ersten Tag an können sie laufen, sich putzen und sogar feste Nahrung aufnehmen. Die Entwöhnung findet im Alter von 3 Wochen statt. Die jungen Weibchen sind bereits eine Woche später, mit einem Gewicht von ungefähr 300 g, geschlechtsreif; die Männchen sind es erst mit 2 bis 3 Monaten und einem Gewicht von ungefähr 500 g. Ausgewachsen sind Hausmeerschweinchen mit 8 bis 12 Monaten. Sie erreichen unter Laborbedingungen ein Alter von 3 bis 4 Jahren und werden 800 bis über 100 g schwer. Die Weibchen haben einen Postpartum-Östrus; wenn sie nicht gedeckt werden, wiederholt sich der einige Stunden dauernde Östrus in Abständen von 16 Tagen. Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 67 Tagen werden in der Regel 1 bis 4, selten 6 Junge mit einem Gewicht von etwa 100 g geworfen. (Sisk, 1976; Sachser, 1984; Stanzel, 1990).
Quelle: Sachser, Norber: Sozialphysiologische Untersuchungen an Hausmeerschweinchen. Blackwell, 1994.

Hab mal den kompletten Abschnitt zitiert - evtl. stammen die Angaben auch einfach aus der angegebenen Literatur. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich das mit seinen Beobachtungen deckt - in einer großen Gruppe mit Böcken und Weibchen allen Alters werden natürlich die Babyweibchen direkt bei der ersten Brünstigkeit gedeckt. Die Babyböckchen aber werden mit 4, 5, 6, ... Wochen sehr wahrscheinlich einfach gar nicht zum Zug kommen, da wird - bis sie sich anders behaupten können - doch immer ein älteres/ranghöheres Böckchen eher zur Stelle sein...
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #14
Die Frage ist, wie stellt er fest dass die Jungböcke wirklich dann erst drauf sind? Hat er die DNA miteinander verglichen?

Dies hat jemand mal bei Wildmeerschweinchen getan und dort lebt ja nur ein Bock mit den Weibchen und die Babys waren nur zu 75% (ich weiß die Zahl nicht mehr genau, müsste nachlesen) von diesem Bock. Da haben sich die Weibchen wohl nicht daran gejuckt, dass er angeblich Chef ist ;)

Also warum also nicht auch ein kleiner Bock?
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #15
Ebend:angel:

Meine persönlichen Erfahrungen mit Frühkastraten sind durchweg positiv und das auch nicht nur in meinen Gruppen, sondern auch im Bekanntenkreis. Ich kann dem Bericht auch nicht ganz folgen und stimme in vielen Sachen nicht überein. Meine Frühkastraten waren nicht öfters krank, auch nicht verhaltensgestört, die konnten sich in jede Gruppe gut sozialisieren, wobei es da auch Ausnahmen gab. Denn es sind ja halt Lebewesen mit verschiedenen Charakteren und eine Kastration macht sie ja nun nicht alle gleich.
Aber sie sind umgänglicher und werden von einem später kastrierten Böckchen eher toleriert.
Warum einige Ärzte die Frühkastration ablehnen ist auch ganz klar, denn sie ist riskanter. Da das Tier wesentlich jünger, leichter und empfindlicher ist. Aber wenn man einen guten Tierarzt hat, ist das auch alles kein Thema.

Also mir fallen da keine wesentlichen Argumente gegen eine Frühkastration ein. Aber wenn da jemand was Neues hat, dann bin ich natürlich immer wissbegierig:lol::lol:
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #16
Sie sind eben nicht riskanter, sondern oft sogar das Gegenteil:

- die Tiere sind jung und verkraften die OP somit oft besser als ältere Tiere
- es ist kaum ein Fettkörper ausgebildet. Manche TA schlappen da mal und wenn dieser nicht vollständig entfernt wird, kann es zu Abszessen kommen
- die Naht ist winzig. Es wird entweder garnicht genäht oder mit einem Stich. Somit ist die Wunde gering und das Problem mit der Wundverschmutzung und eventuellen Entzündung ist fast nicht da. Ich setze die FRühkastraten direkt wieder zurück ins Einstreu zur ganzen Gruppe

Man muss eben die Hoden nach unten streichen und das ist etwas tricky, manchmal will man schon fast verzweifeln, da die Kleinen die Hoden eben noch prima hochziehen können ;) Aber das ist eben Übungssache, nichts anderes und dann sollte man eben nicht nur zu Hunde- und Katzenseminaren gehen, sondern auch mal zu einem Kollegen und "zeig mir das mal"
Die Nager werden eben immer mehr in den Praxen, da kann ich nicht auf dem Stand von vor zig Jahren bleiben.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #17
also ich kann nur sagen, frühkastraten sind absolut nicht anders...

ich hab eher probleme mit 2 böcken die erst mit knapp 4,5 montane kastriert wurden. Obwohl mit einem erwachsenen bock aufgewachsen die totalen rüpel, keiner meiner altböcke wollte die in der gruppe haben, sie wurden nur verbissen...

und untereinander sind sie, gelinde gesagt, assozial... momentan versuche ich sie wieder mit einem älteren bock zu vergesellschaften, da es hier absolut nicht klappt ohne...
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #18
Die Frage ist, wie stellt er fest dass die Jungböcke wirklich dann erst drauf sind? Hat er die DNA miteinander verglichen?
Gute Frage, ich denke eher, rein von Beobachtungen oder sogar aus anderen Quellen übernommen. Zutreffend, wenn man es untersuchen würde, wäre wohl eher: Die Wahrscheinlichkeit, dass junge Böcke, die in einer großen, gemischtgeschlechtlichen Gruppe aufwachsen, vor dem 2, 3 Lebensmonat erfolgreich decken, liegt bei soundsoviel Prozent, ist nicht sehr hoch.
Für den Fall z.B. 1 Babybock mit Weibchen in einem Käfig liegt diese Wahrscheinlichkeit (also, dass sie erfolgreich decken) dann sehr viel höher, da die Kleinen natürlich schon weitaus früher geschlechtsreif sind.
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #19
Ich denke nicht das Böcke mit nur einem Weibchen früher geschlechtsreif werden, als in einer großen Gruppe.
Sondern eher wie du sagst, "das zum Zuge kommen" ist später.
Das sind dann aber eben zwei paar Schuhe und dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Und auch wenn ich einen super Kastraten in der Gruppe habe, kann ich nicht sagen der unterdrückt mir die kleinen Böcke bis zum so und so vielten Monat.
Ein geglückter Schuß ist ein geglückter Schuß und das bei einem alten Weibchen.... nicht auszudenken....
 
  • Frühkastration - Pro & Contra Beitrag #20
Sondern eher wie du sagst, "das zum Zuge kommen" ist später.
Yep, genau das. Der Zeitpunkt der physiologischen Geschlechtsreife sollte ja unabhängig sein davon, in was für einer Gruppe die Schweinchen aufwachsen - und liegt früher, als von Sachser angenommen. Und klar, von diesen Angaben kann man jetzt nichts für seine Haltung zu Hause ableiten, weil zu risikoreich.
 
Thema:

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