Fohlenerziehung...

Diskutiere Fohlenerziehung... im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallöle ihr Lieben... Ich habe einen (inzwischen knapp 1,5 Jahre alt) Haffi-Mix Namens Flash Light. Gekauft hatte ich ihn mit genau 6 Monaten...

Hengste mit 6 Monaten kastrieren ja/nein


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  • Fohlenerziehung... Beitrag #1
Charly0412

Charly0412

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Hallöle ihr Lieben...

Ich habe einen (inzwischen knapp 1,5 Jahre alt) Haffi-Mix Namens Flash Light. Gekauft hatte ich ihn mit genau 6 Monaten (vergangenen September) und da war der kleine Mann bereits gelegt (bitte fragt mich nicht warum aber die Besitzerin und ihr Tierarzt wollten das so). Seine Mutter eine Haffi-Mix (Haffix Araber) und sein Vater ein reiner Haffi (mit Papieren angeblich) kenne ich leider nicht so gut bz. die Mutter klar habe ich einmal gesehen. Nach einigem Hin und Her und ganz ganz vielen Strapazen sind wir in unserer neuen Heimat angekommen (warum kann ich anderweitig gerne nochmal erklären, nur so wir sind 3x umgezogen in den paar Monaten) und fühlen uns verdammt wohl. Flash hat inzwischen eine Wiederristhöhe von ca 110cm und eine Popo-Höhe von etwas um die 120cm rum und den Bauchumfang lass ich jetzt mal weg ;). Nachdem wir dann auch das gesamte Winterfell uns entledigt haben ist dieser kleine super liebe Kerl nicht mehr wieder zu erkennen, ich sage immer mein Araber in Kleinformat mit Haffi-Jacke :D
So aber nun zum eigentlichen...
Ich habe schon einige Bücher bestellt und gewälzt aber Bücher ist immer eine Sache und eigene Erfahrung eine andere...
Deswegen mein Wunsch an euch (wenn ihr selber schon Fohlen/Jährlinge großgezogen und erzogen habt) mir eure Erfahrungen und Ratschläge mitzuteilen oder auch einfach Tips wie ich was machen kann ;)
Also mein erstes Problem war, ich hatte einen kleinen Esel, sobald ich ihn führen wollte egal ob spazieren oder sonst was ich habe ihn grundsätzlich hinterher gezogen. Das habe ich soweit erstmal gelöst, habe mit einer langen Gerte trainiert und dem Führstrick, inzwischen läuft er wirklich neben mir, nur noch in ganz seltenen Momenten wo er dann keinen Bock mehr hat ;)
Das zweite ist das Nachtreten beim Hufe auskratzen an den Hinterbeiden (macht er beidseitig), bin ich aber hartnäckig und halte den Huf fest und stelle ihn dann ab um das Nachtreten zu unterbinden...
Das große Dritte Problem ist das er inzwischen 130cm überspringen kann ohne Probleme...
Bei uns ist das so auf dem "Hof": wir sind eine Haltergemeinschaft und das Land ist ganz günstig gepachtet, von daher haben wir keine festen Zäune sondern alles mit den Stangen und E-Band ausgestattet (ist auch wirklich Strom drauf es sei denn wir haben ihn ausgeschaltet weil wir irgendwas machen müssen) und sobald er in eine Situation gerät (kleine Mini-Shetty-Hengst jagt ihn) rennt er los und macht ohne Pause über diesen Zaun rüber... das ist jetzt schon 2x vorgekommen. Letztens war ich auf dem Reitplatz und wollte das er sich noch ein wenig bewegt im Trab oder Galopp, naja sein Kumpel von der Koppel hat Theater gemacht und Resultat war das mein Flash aus dem Stand über die Reitplatzabsprerrung gehen wollte aber leider den halben Platz auseinander genommen hat und danach dann auch noch zicken beim einfangen machen wollte. Na zur Strafe habe ich ihn noch ca. 15 Minuten am Anbinder stehen lassen bis ich den Reitplatz wieder in Ordnung gebracht hatte ;)
So das sind ein paar kleine Anekdoten aus meinen Erlebnissen ;)
Mein Vorhaben: nächstes Jahr anfahren und über den Sommer hin nur ein wenig Bodenarbeit und dann ab Herbst nen bissl leichtes Konditionstraining mit dem Sulki und dann wenn er drei ist anfangen ihm Sattel verständlich zu machen und als Begleitpferd mit ins Gelände und dann mit 3,5 oder 4 je nachdem wie er sich macht dann den ersten Reiter...

So nun zu euren Tips, Erfahrungen oder dergleichen ich freue mich schon :D

LG Charly
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #2
Hi,

also zu 1) das ist in dem Alter bisweilen normal. Wenn du das jetzt soweit im Griff hast, mach weiter wie bisher.

2) da heißt es Geduld. Immer und immer wieder aufheben, wenn er brav war und du absetzen konntest Loben, Loben, Loben.
Wenn er nachtritt streng zurecht weißen, Notfalls einen Klaps und Wiederholen bis es ihm zu dumm wird.

zu 3) das ist zu früh, du solltest frühestens mit 3 anfangen ihn einzufahren. Leicht Bodenarbeit ist ok, aber eigentlich sollte bis er 3 ist "nur" der Grundgehorsam, putzen, führen sitzen. Laß ihm seine Kindheit ;)

LG Lilly
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #3
Hallöle ihr Lieben...

Ich habe einen (inzwischen knapp 1,5 Jahre alt) Haffi-Mix Namens Flash Light.
Glückwunsch!!!!

Gekauft hatte ich ihn mit genau 6 Monaten (vergangenen September) und da war der kleine Mann bereits gelegt (bitte fragt mich nicht warum aber die Besitzerin und ihr Tierarzt wollten das so).
Ist gar nicht so unüblich. Hengste werden zwischen 9 und 15 Monaten geschlechtsreif. Wenn der Vorbesitzer keine Möglichkeit für Hengsthaltung hat, das Pferd verkaufen will und ihn nicht in eine Hengstherde geben möchte, wird oft schon kastriert, sobald die Hoden durchbrechen. Genauso wird häufig früh kastriert, wenn man die Befürchtung hat, das Pferd könnte zu klein und/oder zu schwer werden. Hengst sind kleiner und schwerer als Wallache.
...
Also mein erstes Problem war, ich hatte einen kleinen Esel, sobald ich ihn führen wollte egal ob spazieren oder sonst was ich habe ihn grundsätzlich hinterher gezogen. Das habe ich soweit erstmal gelöst, habe mit einer langen Gerte trainiert und dem Führstrick, inzwischen läuft er wirklich neben mir, nur noch in ganz seltenen Momenten wo er dann keinen Bock mehr hat ;)
Völlig normal in dem Alter. Du hast es ja schon gut in den Griff bekommen. Manchmal reicht es konstand zu ziehen - was ja unangenehm ist-, manchmal reicht ein Strick erst um die HH, dann nur noch über dem Rücken bis man ihn ganz weglassen kann und manchmal brauchts eben ein Stöckchen zum Anschieben als Handverlängerung.

Das zweite ist das Nachtreten beim Hufe auskratzen an den Hinterbeiden (macht er beidseitig), bin ich aber hartnäckig und halte den Huf fest und stelle ihn dann ab um das Nachtreten zu unterbinden...
Wenn er sich ansonsten überall gut anfassen lässt, muss das nicht immer ein Erziehungsproblem sein. Gerade im Wachstum sind junge Pferde instabil und haben Gleichgewichtsprobleme. Sie können die Hufe noch nicht so geben wie eben ältere Pferde.
Nimm einfach den Huf und zieh ihn nicht raus, sondern zieh ihn ein kleines Stück unter den Bauch, das fällt dem Pferd leichter. Achte darauf, dass du den Huf nicht zu hoch nimmst und schnell arbeitest. Ein kurzes Anheben und ein paar Sek. halten reicht häufig schon.
Nach und nach kannst du dann die Haltezeit verlängern und den Huf nach hinten führen. Erstmal gerade, dann immer mehr nach hinten.
Lass dir und dem Pferd Zeit. Im Alter von 2 Jahren, wenn das Wachstum stark einsetzt kann es nochmal einen argen Rückschlag geben (auch psychisch). Dann nicht verzweifeln oder gar hart werden. War das Pferd zuvor problemlos ruhig mal 2-3 Monate nichts großartiges machen.

Das große Dritte Problem ist das er inzwischen 130cm überspringen kann ohne Probleme...
Bei uns ist das so auf dem "Hof": wir sind eine Haltergemeinschaft und das Land ist ganz günstig gepachtet, von daher haben wir keine festen Zäune sondern alles mit den Stangen und E-Band ausgestattet (ist auch wirklich Strom drauf es sei denn wir haben ihn ausgeschaltet weil wir irgendwas machen müssen) und sobald er in eine Situation gerät (kleine Mini-Shetty-Hengst jagt ihn) rennt er los und macht ohne Pause über diesen Zaun rüber... das ist jetzt schon 2x vorgekommen. Letztens war ich auf dem Reitplatz und wollte das er sich noch ein wenig bewegt im Trab oder Galopp, naja sein Kumpel von der Koppel hat Theater gemacht und Resultat war das mein Flash aus dem Stand über die Reitplatzabsprerrung gehen wollte aber leider den halben Platz auseinander genommen hat und danach dann auch noch zicken beim einfangen machen wollte. Na zur Strafe habe ich ihn noch ca. 15 Minuten am Anbinder stehen lassen bis ich den Reitplatz wieder in Ordnung gebracht hatte ;)
Das ist schon böse. Wenn du nicht die harte Tour fahren willst bleibt euch nur die Erhöhung der Umzäunung. Er muss lernen jeden noch so kleinen Zaun zu akzeptieren.
Anbinden darf jedoch niemals eine Strafe sein, es muss der Normalfall sein und vom Pferd als angenehme Zwangspause angesehen werden.
Du willst doch später kein Pferd, das nach 30 Min. Anbinden nervös oder unsicher wird weil es nicht weiß, was es falsch gemacht hat und Strafe fürchtet.

So das sind ein paar kleine Anekdoten aus meinen Erlebnissen ;)
Mein Vorhaben: nächstes Jahr anfahren und über den Sommer hin nur ein wenig Bodenarbeit und dann ab Herbst nen bissl leichtes Konditionstraining mit dem Sulki und dann wenn er drei ist anfangen ihm Sattel verständlich zu machen und als Begleitpferd mit ins Gelände und dann mit 3,5 oder 4 je nachdem wie er sich macht dann den ersten Reiter...
Du hast viel vor. Ich hoffe du hast ein bischen mehr Geduld.
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #4
ja ich glaube GEduld ist hier das oberste GEbot bei dem kleinen Racker, zum überspringen des Zaunes nochmal, er macht das nur in bestimmten Situationen, unter normalen Umständen wenn alles friedlich ist und ihn auch nix stört oder sowas dann bleibt er in seiner Koppel. Ich meine wenn er jetzt schon diese Höhe schafft wie soll das erst werden wenn er groß ist ???
Das mit dem legen lassen damit das Pferd/Pony größer wird wusste ich bereits aber die Eltern waren schon recht groß für meinen Geschmack und ich finde ihn mit einer ca Höhe von 110/115cm in diesem Alter schon recht groß... jemand einen Tip wie hoch er noch werden könnte ??? (Eltern beide um die 140cm)...

Bitte weiter so machen und schon mal vielen Dank ich sauge eure Erfahrungen auf und versuche daraus einen Faden für mich und Flash Light zu finden ;)
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #5
hi

also so ca. nach zigeunermaß gerechnet (doch eher ungenau) würde er wohl um die 1,50 - 1,60 werden

und in punkto Zaun, wir haben da auch son witzbold bei uns im stall, wir mussten alle Zäune erhöhen sonst springt der überall drüber

LG

Integra
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #6
upps... ich wollt doch aber nen pony ??? das wäre ja schon fast pferdemaße... bist dir sicher mit der Höhe ??? Also auf so 140 hätte ich ihn jetzt auch geschoben, maximal auf 145cm... wie hast denn das berechnet so ca ???

allerdings ist mit erhöhen des Zaunes das Problem auch nicht behoben weil dann können ja alle anderen Ponys ja unten durch :p
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #7
Hää? Wieso können die Ponys untendurch, wenn ihr eine zusätzlich Litze macht?:eusa_think:

Es ist nunmal Tatsache, dass dein Pferd den Zaun nicht akzeptiert.
Du musst also dafür sorgen, dass das Pferd entweder nicht springt (erzwungen oder anerzogene Entscheidung des Pferdes) oder nicht mehr springen kann (Zaun definitiv zu hoch).
Hier bleiben dir logischerweise 3 Möglichkeiten:
1. Das Pferd mechanisch am Überwinden des Zauns hindern
Erhöhung des Zauns
2. Die Sprungkraft und Springlust bzw. Ausbruchslust deines Pferdes erniedrigen
Ja das geht, werde ich hier aber nicht posten, denn dafür braucht man sehr viel Erfahrung.
3. Dem Pferd vor jeder weißen Litze so viel Respekt eintrichtern, dass es lieber großen Abstand hält
Auch das braucht viel Erfahrung und Pferdesachverstand. Bei Kandidaten, die die Zäune einfach überspringen kommt es nämlich nur wenig auf die Stromstärke an als darauf, dass das Pferd nicht wissen darf, was passiert. Es muss sich selber entscheiden lieber weiter weg von der Litze zu bleiben.
Hierfür gibt es eine Menge Methoden, die richtige wählt man je nach Pferd und Zaun aus.
Auch diese Methoden werde ich nicht posten, da ein Rumprobieren verherende Folgen haben kann.

Insgesamt rate ich dir dringend zu Methode 1. Das ist einfach, relativ schnell gemacht, zwar kosstenintensiver aber sicherer und die Welt kostet das auch nicht.

Was jedoch noch viel wichtiger ist, ist die Frage warum sich ein so junges Pferd dermaßen anstrengt und die Herde verlässt. Warum ist ihm die Wiese so zuwieder. Es ist absolut nicht normal, dass gerade ein junges Pferd mit wenig Erfahrung die Herde freiwillig verlässt. Selbst wenn das junge Pferd noch ein Außenseiter ist, biedert es sich normalerweise an um in der Nähe der Herde bleiben zu dürfen.
Es sei denn, die Wiese ist zu klein.
Hat die Wiese eine entsprechende Größe, dass er dem agressiven Pferden ausweichen kann?
Hat er Freunde?
Haben die Pferde genug zu fressen und genügend Ablenkung auf der Wiese um sich nicht pausenlos zu streiten?
Hat die Wiese Bäume, Büsche, oder Bauten, die es deinem Pferd ermöglichen sich einen ruhigen Platz zu suchen? Falls nicht kann man z.B. auf einer entsprechend großen Wiese einfach irgendwo ein Zaunstück einziehen, das von dem Pony nicht überwunden werden kann (von deinem möglichst auch nicht). Dieses Zaunstück darf nicht schlüssig zum Außenzaun sein, damit keine Ecken entstehen in die er hineingetrieben werden kann und nicht mehr rauskommt. Unterstände oder Weidehütten so stellen, dass sie von einem Pferd umrundet werden können (also nicht schlüssig am Zaun). So kann sich dein Pferd Ruhezonen schaffen.
Fressplätze (Heu) nicht unbedingt an einer Heuraufe, sondern mehrere Fressplätze einrichten, damit auch rangniedere Tiere in Ruhe fressen können. Das Gleiche gilt für Tränken. Besser mehrere Tränkebecken (die machen zwar viel Arbeit, da sie gefüllt und gereinigt werden müssen, aber wir haben beispielsweise einen Schlauch liegen, dann gehts schnell und einfach) als eine Selbsttränke.

Bevor du also dein Pferd traktierst oder es zwanghaft an der Flucht hinderst (Zaun erhöhen) stell bitte fest, warum dein Pferd abhaut.
Das kannst nur du. Es gibt seltene Fälle von sehr selbstbewusten Pferden, die einfach schlecht daran zu hindern sind, die Welt zu erkunden.
Nach dem was du schreibst, hört sich dein Pferd jedoch nicht so an.
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #8
danke für die tips... also Flash geht ja nicht kontinuierlich über den zaun... bisher ist es neben der Aktion auf dem reitplatz nur 2x vorgekommen und bei den Aktionen war es der kleine Mini-Shetty Hengst der ihn getrieben hat...
Ansonsten bleibt er in der Herde auf der Wiese und macht auch keine Anstalten wegen dem Zaun... Gott sei Dank... ich denke in den anderen beiden Situationen (wo ich leider nicht mit bei war) war es wirklich zu eng da er die Gasse zur großen Sandkoppel entlang gerannt ist...

Ansonsten ist es bei uns so das die Ponys und Pferde in getrennten Herden gehalten werden, einmal halt die Ponyherde und dann die Großpferdeherde...
Abends sind sie auf den Sandkoppeln und auch da gibt es nur das Kraftfutter und Heu, Tagsüber sind sie dann auf den Wiesen je nach Möglichkeit also Größe der Wiese halt auch in der Anzahl der Ponys... Immer so das alle genug abbekommen und Platz haben...
Flash ist sehr unterwürfig hat aber zwei dicke Kumpels wovon leider nur einer mit auf Wiese darf und an den hält er sich auch was mir den einen Tag zum Verhängniss auf dem Reitplatz halt wurde... Sein Kumpel hat auf der Wiese Theater gemacht und Flash immer gerufen naja und dann war halt das Resultat das Flash reis-aus genommen hat und über den Reitplatzzaun gemacht ist, diesen aber leider zur Hälfte runter gerissen hat...

Die Litzen lassen sich leider nicht erhöhen da sie bereits auf höchster Stufe angebracht sind aber ich denke das ist eher weniger das Problem...

Ich würde auch gerne wissen wie ihr eure Fohlen erzogen habt, was ihr mit ihnen gemacht habt von wegen Beschäftigung oder welche Probleme ihr hattet :D:D:D
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #9
hi

ich habe hier mal das Zigeunermaß für dich dann kannst du ungefähr errechnen wie groß dein pferdchen noch wird

Das Maßband wird im unteren Drittel (so ungefähr) der Fesselbeuge angelegt. Das Zigeunermaß funktioniert aber auf Basis des Verhältnisses des Größenwachstums der Beine zum Rumpf.(Die Länge der Beine steht nach ca. 1 Jahr fest.) Dann wird das Band vom Ellbogen (genauer die Kuhle dahinter) am Körper entlang (also dem Rippenbogen folgend)angelegt und was am Widerist dann übrigbleibt ist die ungefähre Größe die das Pferd noch wächst).

LG

Integra
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #10
Zur Erziehung muss ich sagen, dass wir zwar einen bestimmten Stil haben, jedoch gerade in Dingen der Erziehung stark auf das einzelne Pferd eingehen. Mit einigen Pferden beginnen wir mit wenigen Tagen oder Wochen schon mit dem Hufegeben, andere fassen wir erst sehr spät an. Wir hatten sogar eine Stute, die wir erst mit 6 Monaten wirklich anfassen und aufhalfter konnten. Dieses Pferd war extrem ängstlich obwohl seine Mutter eine ganz coole ist. Jetzt mit 1 Jahr ist sie genausoweit wie alle anderen Pferde, nur angebunden haben wir die kleine Kuschelmaus noch nicht - sie läuft noch immer mit der Mutter, die noch nicht wieder gedeckt wurde, wird aber nächste Woche abgesetzt.
Ein 1 1/2 Jahre altes Pferd wird z.B. nicht allein von der Herde abgetrennt. Wenn wir ein so junges Pferd holen, wird ein Kumpel mitgenommen.
Pferde sind in dem Alter noch nicht selbständig genug und noch unsicher.

In freier Wildbahn laufen Stuten in dem Alter noch neben der Mutter her und halten mit ihr locker Verbindung. Bei Gefahr laufen sie noch immer zur Mutter, die dann ja schon wieder ein kleines Fohlen bei Fuss hat.
Hengste werden in dem Alter vom Althengst von den Müttern getrennt. Die jungen Hengste bilden kleine Hengstherden, die einige Zeit traurig hinter der Herde herzockeln und ihren Müttern nachweinen, bis die Hormone sie übermannen und sie sich auf die Socken machen.
Es ist also nicht natürlich ein so junges Pferd schon von der Herde abzutrennen, selbst wenn dieses Pferdchen schon ganz selbstbewust scheint und gern mal allein auf Erkundungsreise geht. In Stressituationen braucht es andere Pferde.
Du kannst an der Halfterführigkeit arbeiten, das Pferd anbinden, leicht putzen, einsprühen (mit Wasser oder Blauspray - finde ich ganz wichtig, nur erstmal nix nehmen, was stinkt) und ihm die Mähne glätten. Das Pferd kann auch schon Bekanntschaft mit dem Wasserschlauch machen.
Pferde, die noch unsicher sind werden von uns nur auf der Wiese oder in der Box (wenn alle Pferde drinnen sind) geputzt und angefasst um eine möglichst stressfreie Atmosphäre zu schaffen.
Hat ein Pferd gelernt, den Menschen zu akzeptieren (wenn der Rest der Herde das macht, hat man es erheblich leichter, denn das Jungpferd lernt viel durch das Verhalten anderer Pferde) und Berührungen genießt, hast du für Später schon die halbe Miete. Es darf den Menschen nicht mit Stress verbinden. Eines muss das Pferd in dem Alter lernen oder schon gelernt haben:
Menschen sind komisch, aber angenehm und niemals gefährlich. Sie haben viel zu sagen und setzen sich immer durch (bei den anderen), man darf mit ihnen nicht spielen (Pferde sollen untereinander spielen, später von einem 3-jährigen im Spiel gekniffen oder angestiegen zu werden, ist nicht lustig), man darf sie weder kneifen noch zurückkraulen. Menschen machen manchmal unangenehme Dinge (Wurmkur, Impfungen, Verarzten..) dann muss man lieb sein, denn sie sind unerbittlich und bringen zum Trost dafür angenehme Dinge (kraulen wo es das Pferd liebt).
Dieses System gilt nur für Pferde die frühestens 3-jährig angeritten werden sollen. Soll das Pferd mit 2 Jahren oder früher angeritten werden, muss man anders vorgehen und das Pferd am Besten bis dahin komplett in Ruhe lassen.
Ich gehe allerdings davon aus, dass du nicht vor 3 anreiten willst.

Du brauchst also in meinen Augen sehr viel mehr Geduld und machst bereits zu viel mit dem Pferd. Du musst dir darüber im Klaren sein, dass dein Pferd dich sehr genau beobachtet, auch wenn es nicht so aussieht. Es lernt permanent und speichert das Gelernte langanhaltend. Bei Pferden in dem Alter reicht meist eine entsprechende Zurechtweisung um es von Unarten nachhaltig abzuhalten.
Jeden Fehler, den du jetzt machst, musst du später langwierig wieder korrigieren.
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #11
öhm ja so kann man es natürlich auch sehen... hmm also du findest ich mach zuviel ??? Also er bleibt alleine stehen am Anbinder auch seid kurzem erst, er kommt auf der Koppel an und schmust richtig mit mir oder meinem Mann. Er kommt auch gerne mit uns spazieren und ich habe das Gefühl das er uns dann als Herde ansieht. Er weiß das er ja immer wieder in seine Herde kommt. Am Anfang haben wir immer einen Kumpel mit raus genommen damit er scih dan gewöhnt und angebunden hab ich auch erst vor 3 Monaten mit angefangen und eigentlich macht er das ganz gut. Und bevor dieser kleine Balu in die Herde kam hatte ich auch keine Probleme mit dem "weglaufen" und er ist auch auf der Wiese nur auf ihn gerichtet auch wenn noch 10 andere Pferde um ihn rum stehen.
Einreiten will ich nicht vor 3 weil dadurch das er auch dann noch im Wachstum ist möchte ich ihm seinen Rücken nicht gleich kaputt machen von daher wollt ich ihn erst einfahren damit er seine Muskulatur stärken kann und auch ferade den Rücken.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

aso und völlig vergessen dazu zu sagen das ich solche sachen ja auch nicht jeden tag mache... ich bin eigentlich so 2-3 mal die woche draußen zum misten und spazieren gehen oder einfach mal putzen das mach ich nicht allzu oft... nur ab und an mal damit er es nicht verlernt...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Fohlenerziehung... Beitrag #12
So also meine kleine Spaßbremse hört ob Strom an ist oder nicht und nur wenn er dieses Knistern nicht hört geht er durch den Zaun aber in letzter Zeit ist das nicht mehr vorgekommen (gott sei Dank)... Ansonsten benimmt er sich derzeit wieder etwas vorbildlicher und ist wieder unser kleiner Flash... aber ich merke so langsam das er gefordert werden will und ihm nur die Koppel langweilig ist... habt ihr ein paar Ideen was ich außer spazieren noch mit ihm machen kann ???
Letztens habe ich 5 minuten auf dem Reitplatz an der Hand traben gemacht aber so das er in Höhe meiner Schulter geht... was gibt es noch ???
 
  • Fohlenerziehung... Beitrag #13
Unser Jährlingsmädel kennt jetzt Halfter. Sie lässt sich kraulen, kann so lala die Hufe geben und lässt sich festhalten -noch kein Anbinden-. Sie läuft noch mit der Mutter.
Das reicht auch.

Den etwas älteren kleinen Hengst haben wir im gleichen Zustand im Alter von 9 Monaten verkauft. Die Besitzerin war von Anfang an begeistert, er ist grottencool und sehr selbstsicher obwohl seine Mutter eine ganz heiße imd etwas schwierige ist, sein Vater vererbt allerdings zuverlässig enorme menschenbezogenheit, viel Muskulatur und Fundament, Sensibilität und Coolness.
Wir sehen beide ca. alle 8 Wochen.
Jetzt mit fast 2 Jahren geht als Handpferd und lässt sich in Planen oder sonstwas einwickeln. Demnächst wird er an Böller gewöhnt.
Bisher ist er mit einem älteren Pferd einfach mitgenommen worden, wenn dieses arbeiten musste. Er bot das Spiel mit Planen etc. von sich aus an, da er sich langweilte. Er machte alle Übungen als wenn er sie schon trainiert wäre. Er hat einfach keine Angst und ist von den Vorbildern der anderen Pferde gwohnt, dass Menschen zwar komisch aber immer angenehm und eher interessant sind.

Auch hier zeigt sich wieder, dass ein junges Pferd, das dann abgesetzt wird, wenn er bereit dafür ist und nicht nach der Mutter jammert, das in einer gemischten wohlerzogenen Herde aufwächst und sich in Ruhe entwickeln kann, schneller lernt und in keiner Weise hinter den Pferden, mit denen vorn vorn an trainiert wird, zurück ist.

Junge Pferde lernen durch Zusehen und sie lernen einfach ganz leicht und schnell wenn sie gute Vorbilder haben und sich einfach vor sich hin entwickeln können. Sie zeigen schon, wann sie bereit sind und etwas tun wollen. Der eine braucht länger, der andere will sofort.
Eine kleine Stute von mir war erst mit 4 Jahren bereit zu lernen. Danach ging alles plötzlich ganz schnell und schon nach 1/2 Jahr war sie den anderen gleichaltrigen Pferden ebenbürtig.
Eine andere Stute war auch erst mit Ende 3 bereit. Sie war regelrecht trainingsheiß und lernte schneller als mir lieb war. Nach einem 3/4 Jahr unterm Sattel konnte sie den Bayrischen Meister (Trail) in ihrer Altersklasse stellen - da sie noch nicht so gut am Gebiss war, wurde sie mit Bosal vorgestellt. Jetzt mit 5 Jahren hat sie 2 Landesmeistertitel und wird auf ihren ersten richtig großen Start vorbereitet. Sie ist superleicht zu reiten und zu trainieren.
Ein kleiner Hengst war mit 2 Jahren dermaßen unterfordert, dass er anlongiert wurde um dann wieder für 1 Jahr in die Hengstherde entlassen zu werden. Er lernte mit 2 Jahren longieren, Spaziergänge, Spaziergänge über die Kirmes, Betreten des Festzelts, Grill, offenes Feuer - er wollte einfach überall mit hin und hatte nie Angst.
Mit etwas über 3 Jahren wurde er dann angeritten und ist seitdem für einen Hengst ungeheuer einfach und sogar anfängergeeignet.

Man muss einfach auf die Pferde hören und ihre Zeichen verstehen. Wenn man bedenkt, dass man locker 20 Jahre auf einem Pferd reiten möchte, machen 1 oder 2 Jahre am Anfang doch nichts aus, wenn man dafür nachher ein leichtrittiges und tolles Pferd bekommt.
 
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