- Komische Kater? Beitrag #1
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Narai
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Hallo!
Nachdem ich einige Zeit hier mitgelesen habe, hätte ich gerne mal Eure Meinung zu unseren Katzen, da ich in den bisherigen Artikeln nichts wirklich Passendes gefunden habe und mir auch nicht sicher bin, ob es überhaupt ein Problem gibt.
Zum Hintergrund vor dem Einzug vor knapp 2 Jahren: Casimir (schwarz-weiß) und Teddy (braun-grau-schwarz getigert) sind Geschwister aus einem Wurf im Spätsommer 2008. Die "Mutter" hatte alle Kinder verstoßen, nachdem sie wohl mitbekommen hat, wie der "Vater" von einem Auto überfahren wurde. Die Mutter der Familie hat die kleinen Katzen dann von Hand großgezogen (eines hat es leider nicht geschafft und bei einem war es sehr knapp - das wolle die Familie behalten). Mit bei der Aufzucht beteiligt waren noch die zwei Kinder der Familie und eine weitere Katze (Schwester der Katzenmutter) und ein beschützerischer Hund. Als wir die Kleinen das erste Mal gesehen haben, waren sie angeblich 8 Wochen alt, was noch zu jung sei - wir sollten noch zwei-drei Wochen warten. Anfang Dezember haben wir die beiden dann abgeholt. Die anderen beiden sind zusammen an andere Interessenten gegangen.
So weit die Hintergrundgeschichte, die ich nicht großartig weiter prüfen kann. Mir ist bewußt, dass selbst 10-11 Wochen noch zu früh sind, das war mir damals trotz einiger Recherche noch nicht bekannt und meine Freundin und ich waren damals vielleicht auch etwas unerfahrener, als wir es uns im Nachhinein wünschen würden. Ich bin inzwischen außerdem der Meinung, dass die Katzen zum Zeitpunkt des ersten Treffens auch jünger waren als gesagt - jedenfalls wenn ich Bilder von damals mit Bildern im Internet vergleiche. Dass die beiden eventuell etwas untypisch geraten würden, war uns jedenfalls klar. Immerhin fehlte ja die Aufzucht der richtigen Katzenmutter und der Rest des Umfeldes war vielleicht auch nicht typisch.
Weiterer Hintergrund: Unsere Wohnung ist recht groß - ca. 93qm, 1. Stock Altbau, kleiner Balkon (gesichert mit Katzennetz). Zwei Katzenklos sind vorhanden und werden auch ohne Probleme genutzt. Casimir (der dominante) vergisst ab und an mal das Verbuddeln, dafür vergräbt Teddy das dann bevor er sein Geschäft verrichtet. Die Beiden sind reine Wohnungskatzen (war Bedingung von der Vermittlerin, wegen der fehlenden Mutter) und Balkonfans. Teddy ist der kleinere von beiden und recht dünn. Casimir dagegen ist viel größer und hat ein kleines Wohlstandsbäuchlein; die Tierärztin sagte jedoch, das sei noch kein Grund zur Beunruhigung.
So, und nun zu unseren Problemen, bzw. den Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind:
a) Die beiden kuscheln kaum. Zusammen liegen sie inzwischen sowieso nie, obwohl sie am Anfang beide zusammen gerne vor meiner Tastatur gelegen haben; oft Stundenlang. Es ist auch nicht so, dass sie sich gegenseitig ignorieren: Sie putzen sich gegenseitig (wenn auch selten zu sehen) und raufen täglich und jagen sich durch die Wohnung.
Ganz am Anfang sind sie auch zu uns ins Bett gekommen und haben in der Mitte am Kopfende geschlafen, inzwischen kommt Teddy ab und an Nachts und liegt für einige Minuten neben uns. Lässt sich etwas streicheln und verzieht sich dann wieder zu seinem aktuellen Lieblingsschlafplatz (siehe unten). Wenn man sich im Wohnzimmer auf eines der beiden Sofas legt und eine Decke über die Beine zieht, dann kommt Teddy recht zuverlässig vorbei und legt sich auf die Beine - möglichst knapp außer Reichweite. Wenn man ihn trotzdem streichelt, dreht er sich sofort auf den Rücken und nimmt alle Viere auseinander; schnurren inbegriffen. Es gefällt ihm also, nehme ich mal an. Wichtig ist der Ort und die Decke im Wohnzimmer. Anderes Sofa oder ohne Decke - er kommt nicht. Bei Casimir ist es vollkommen anders: Er kommt sehr selten (guckt aber immer sehr lange zu, wenn Teddy auf einem drauf liegt) und legt sich niemals auf einen. Wohl aber auf das Sofa, wenn man ihm die Decke an einen Rand legt. Wenn man ihn dabei etwas am Rücken krault, dann legt er sich nach ewigem Rumdrehen und Treteln hin; ansonsten geht er wieder weg. Wenn er dann liegt, dreht er sich auch auf den Rücken. Wenn es nicht so läuft wie er will, kann er einen sehr ungehalten ansehen.
b) Beide fressen nur Trockenfutter. Ich weiß, böse böse hier im Forum. Aber anders geht es nicht. Teddy frisst Nassfutter überhaupt nicht und Casimir maximal Gelee/Soße oder das Fleisch wenn es außen etwas trocken geworden ist. Ich habe mehr als einmal einmal versucht, die beiden umzustellen. Casimir hat zwangsweise ab und an vom Nassfutter "genascht" aber Teddy hat einmal drei Tage nichts gefressen und ich bin hinterher mit ihm zum Tierarzt gefahren, weil ich der Meinung war, dass er abbaut. Jammern tun beide natürlich auch nicht, wenn ihnen was nicht passt. Sie fressen es halt nicht. Casimir kratzt immer auf dem Boden, wenn ich doch mal Nassfutter hinstelle. Auch klar, dass wir alle Sorten durch haben und es dann natürlich auch keine Alternative gab. Nebenbei wollen die beiden auch nichts haben und klauen auch nichts vom Essenstisch. betteln nicht oder dergleichen.
c) Die beiden haben so gut wie keine Gewohnheiten oder feste Plätze. Obwohl sie diverse Schlafplätze haben - z.B. ein Katzenbett oder eine Decke auf der Heizung oder einen kleinen "Schlafsack" (auf dem Teddy liegt, aber nicht reinkriecht). Eine Zeit Lang haben sie auf unseren großen Ikea-Schränken gelegen, die man über einen Kratzbaum erreichen kann. Inzwischen liegen nur noch die beiden Decken auf dem Schrank. Im Wohnzimmer steht noch eine kleine Höhle, aber die nutzt Teddy nicht mehr und auch auf den Stühlen im Esszimmer liegt er gar nicht mehr. Auf den Sitzen konnte man immer nachsehen, wenn man ihn sonst nirgends gefunden hat. Casimir war sowieso immer nur dort anzutreffen wo er gerade ist. Ab und an okkupiert er Plätze, die Teddy für sich entdeckt hatte. So z.B. die Decke, die ich Teddy auf das Brett über einer Heizung gelegt habe. 8 Wochen lag er jede Nacht dort, wenn wir ins Bett gegangen sind. Nun ist Casimir dort und Teddy kriecht unter mein Bett, wo ich eine weitere Decke liegen habe.
d) Beide bekommen Türen nicht auf. Und damit meine ich nicht Türen, die verschlossen sind und wo sie auf die Türklinke drücken müßten (was ich auch gar nicht will), sondern angelehnte Türen, die aus dem Raum nach außen aufgehen. Also die Art von Türen, gegen die man sich nur gegenlehnen muss, um sie zu öffnen. Wenn die Lücke auch nur etwas zu klein erscheint, sitzt Casimir still davor und drückt vielleicht irgendwann mal mit dem Kopf dagegen; was aber auch mal zwehn Minuten dauern kann, bis er auf die Idee kommt und Teddy würde einfach irgendwann anfangen zu jammern (aber es nie probieren, sich durchzuzwängen). Von der Problematik von Türen, die die Katze nach innen aufziehen müßte will ich gar nicht erst was sagen.
e) Sie benutzen kaum angebotenes Spielzeug und reagieren auch nicht richtig begeistert auf unsere Spielversuche. Laserpointer war zur Weihnachtszeit die Sensation für die beiden. Inzwischen reagieren sie nur ab und an drauf; Teddy guckt einen immer nur an - als ob er genau weiß, wer den Punkt auf den Boden bringt. Wenn die Spielsachen herumliegen, kann es sein, dass der eine oder andere plötzlich einen Rappel bekommt und dann lange und ausgiebig spielt (bis er wahlweise keine Lust hat oder das Spielzeug unter einen Schrank, den Kühlschrank oder die Heizung gespielt hat). Auf Katzenminze und Baldrian reagieren die beiden auch nicht.
Im Endeffekt möchten wir natürlich nur, dass es den beiden gut geht; ich nehme mal an, dass wir unter den genannten Voraussetzungen eigentlich nicht so falsch liegen. Dennoch würde mich Eure Meinung interessieren, ob sich irgendwo etwas verändern ließe (und wenn ja, wie) oder wahlweise zu erfahren dass das Eine oder Andere einfach eine Verhaltensweise ist, an der man nichts machen kann.
(Übrigens sorry für den langen Text!)
Nachdem ich einige Zeit hier mitgelesen habe, hätte ich gerne mal Eure Meinung zu unseren Katzen, da ich in den bisherigen Artikeln nichts wirklich Passendes gefunden habe und mir auch nicht sicher bin, ob es überhaupt ein Problem gibt.
Zum Hintergrund vor dem Einzug vor knapp 2 Jahren: Casimir (schwarz-weiß) und Teddy (braun-grau-schwarz getigert) sind Geschwister aus einem Wurf im Spätsommer 2008. Die "Mutter" hatte alle Kinder verstoßen, nachdem sie wohl mitbekommen hat, wie der "Vater" von einem Auto überfahren wurde. Die Mutter der Familie hat die kleinen Katzen dann von Hand großgezogen (eines hat es leider nicht geschafft und bei einem war es sehr knapp - das wolle die Familie behalten). Mit bei der Aufzucht beteiligt waren noch die zwei Kinder der Familie und eine weitere Katze (Schwester der Katzenmutter) und ein beschützerischer Hund. Als wir die Kleinen das erste Mal gesehen haben, waren sie angeblich 8 Wochen alt, was noch zu jung sei - wir sollten noch zwei-drei Wochen warten. Anfang Dezember haben wir die beiden dann abgeholt. Die anderen beiden sind zusammen an andere Interessenten gegangen.
So weit die Hintergrundgeschichte, die ich nicht großartig weiter prüfen kann. Mir ist bewußt, dass selbst 10-11 Wochen noch zu früh sind, das war mir damals trotz einiger Recherche noch nicht bekannt und meine Freundin und ich waren damals vielleicht auch etwas unerfahrener, als wir es uns im Nachhinein wünschen würden. Ich bin inzwischen außerdem der Meinung, dass die Katzen zum Zeitpunkt des ersten Treffens auch jünger waren als gesagt - jedenfalls wenn ich Bilder von damals mit Bildern im Internet vergleiche. Dass die beiden eventuell etwas untypisch geraten würden, war uns jedenfalls klar. Immerhin fehlte ja die Aufzucht der richtigen Katzenmutter und der Rest des Umfeldes war vielleicht auch nicht typisch.
Weiterer Hintergrund: Unsere Wohnung ist recht groß - ca. 93qm, 1. Stock Altbau, kleiner Balkon (gesichert mit Katzennetz). Zwei Katzenklos sind vorhanden und werden auch ohne Probleme genutzt. Casimir (der dominante) vergisst ab und an mal das Verbuddeln, dafür vergräbt Teddy das dann bevor er sein Geschäft verrichtet. Die Beiden sind reine Wohnungskatzen (war Bedingung von der Vermittlerin, wegen der fehlenden Mutter) und Balkonfans. Teddy ist der kleinere von beiden und recht dünn. Casimir dagegen ist viel größer und hat ein kleines Wohlstandsbäuchlein; die Tierärztin sagte jedoch, das sei noch kein Grund zur Beunruhigung.
So, und nun zu unseren Problemen, bzw. den Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind:
a) Die beiden kuscheln kaum. Zusammen liegen sie inzwischen sowieso nie, obwohl sie am Anfang beide zusammen gerne vor meiner Tastatur gelegen haben; oft Stundenlang. Es ist auch nicht so, dass sie sich gegenseitig ignorieren: Sie putzen sich gegenseitig (wenn auch selten zu sehen) und raufen täglich und jagen sich durch die Wohnung.
Ganz am Anfang sind sie auch zu uns ins Bett gekommen und haben in der Mitte am Kopfende geschlafen, inzwischen kommt Teddy ab und an Nachts und liegt für einige Minuten neben uns. Lässt sich etwas streicheln und verzieht sich dann wieder zu seinem aktuellen Lieblingsschlafplatz (siehe unten). Wenn man sich im Wohnzimmer auf eines der beiden Sofas legt und eine Decke über die Beine zieht, dann kommt Teddy recht zuverlässig vorbei und legt sich auf die Beine - möglichst knapp außer Reichweite. Wenn man ihn trotzdem streichelt, dreht er sich sofort auf den Rücken und nimmt alle Viere auseinander; schnurren inbegriffen. Es gefällt ihm also, nehme ich mal an. Wichtig ist der Ort und die Decke im Wohnzimmer. Anderes Sofa oder ohne Decke - er kommt nicht. Bei Casimir ist es vollkommen anders: Er kommt sehr selten (guckt aber immer sehr lange zu, wenn Teddy auf einem drauf liegt) und legt sich niemals auf einen. Wohl aber auf das Sofa, wenn man ihm die Decke an einen Rand legt. Wenn man ihn dabei etwas am Rücken krault, dann legt er sich nach ewigem Rumdrehen und Treteln hin; ansonsten geht er wieder weg. Wenn er dann liegt, dreht er sich auch auf den Rücken. Wenn es nicht so läuft wie er will, kann er einen sehr ungehalten ansehen.
b) Beide fressen nur Trockenfutter. Ich weiß, böse böse hier im Forum. Aber anders geht es nicht. Teddy frisst Nassfutter überhaupt nicht und Casimir maximal Gelee/Soße oder das Fleisch wenn es außen etwas trocken geworden ist. Ich habe mehr als einmal einmal versucht, die beiden umzustellen. Casimir hat zwangsweise ab und an vom Nassfutter "genascht" aber Teddy hat einmal drei Tage nichts gefressen und ich bin hinterher mit ihm zum Tierarzt gefahren, weil ich der Meinung war, dass er abbaut. Jammern tun beide natürlich auch nicht, wenn ihnen was nicht passt. Sie fressen es halt nicht. Casimir kratzt immer auf dem Boden, wenn ich doch mal Nassfutter hinstelle. Auch klar, dass wir alle Sorten durch haben und es dann natürlich auch keine Alternative gab. Nebenbei wollen die beiden auch nichts haben und klauen auch nichts vom Essenstisch. betteln nicht oder dergleichen.
c) Die beiden haben so gut wie keine Gewohnheiten oder feste Plätze. Obwohl sie diverse Schlafplätze haben - z.B. ein Katzenbett oder eine Decke auf der Heizung oder einen kleinen "Schlafsack" (auf dem Teddy liegt, aber nicht reinkriecht). Eine Zeit Lang haben sie auf unseren großen Ikea-Schränken gelegen, die man über einen Kratzbaum erreichen kann. Inzwischen liegen nur noch die beiden Decken auf dem Schrank. Im Wohnzimmer steht noch eine kleine Höhle, aber die nutzt Teddy nicht mehr und auch auf den Stühlen im Esszimmer liegt er gar nicht mehr. Auf den Sitzen konnte man immer nachsehen, wenn man ihn sonst nirgends gefunden hat. Casimir war sowieso immer nur dort anzutreffen wo er gerade ist. Ab und an okkupiert er Plätze, die Teddy für sich entdeckt hatte. So z.B. die Decke, die ich Teddy auf das Brett über einer Heizung gelegt habe. 8 Wochen lag er jede Nacht dort, wenn wir ins Bett gegangen sind. Nun ist Casimir dort und Teddy kriecht unter mein Bett, wo ich eine weitere Decke liegen habe.
d) Beide bekommen Türen nicht auf. Und damit meine ich nicht Türen, die verschlossen sind und wo sie auf die Türklinke drücken müßten (was ich auch gar nicht will), sondern angelehnte Türen, die aus dem Raum nach außen aufgehen. Also die Art von Türen, gegen die man sich nur gegenlehnen muss, um sie zu öffnen. Wenn die Lücke auch nur etwas zu klein erscheint, sitzt Casimir still davor und drückt vielleicht irgendwann mal mit dem Kopf dagegen; was aber auch mal zwehn Minuten dauern kann, bis er auf die Idee kommt und Teddy würde einfach irgendwann anfangen zu jammern (aber es nie probieren, sich durchzuzwängen). Von der Problematik von Türen, die die Katze nach innen aufziehen müßte will ich gar nicht erst was sagen.
e) Sie benutzen kaum angebotenes Spielzeug und reagieren auch nicht richtig begeistert auf unsere Spielversuche. Laserpointer war zur Weihnachtszeit die Sensation für die beiden. Inzwischen reagieren sie nur ab und an drauf; Teddy guckt einen immer nur an - als ob er genau weiß, wer den Punkt auf den Boden bringt. Wenn die Spielsachen herumliegen, kann es sein, dass der eine oder andere plötzlich einen Rappel bekommt und dann lange und ausgiebig spielt (bis er wahlweise keine Lust hat oder das Spielzeug unter einen Schrank, den Kühlschrank oder die Heizung gespielt hat). Auf Katzenminze und Baldrian reagieren die beiden auch nicht.
Im Endeffekt möchten wir natürlich nur, dass es den beiden gut geht; ich nehme mal an, dass wir unter den genannten Voraussetzungen eigentlich nicht so falsch liegen. Dennoch würde mich Eure Meinung interessieren, ob sich irgendwo etwas verändern ließe (und wenn ja, wie) oder wahlweise zu erfahren dass das Eine oder Andere einfach eine Verhaltensweise ist, an der man nichts machen kann.
(Übrigens sorry für den langen Text!)
