- Von Hundehassern, ängstlichen Kindern und ignoranten Haltern... Beitrag #1
ZwanzigAugen
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Hallo zusammen,
öfters mal kommt es vor dass man als Besitzer eines großen, besonders schwarzen Hundes, schief angeschaut, beschimpft wird.
Hier kam das schon einige male vor und man fragt sich , da man ja eigentlich rücksichtsvoll im Umgang mit den Mitmenschen ist, warum ist das so..
Vielleicht, wenn es denn oft genug passiert, hört man sich irgendwann auf zu fragen warum das Gegenüber so extrem verhält.. man meidet bestimmte Wege.. oder eben, wie es einige auch tun, nimmt absichtlich diesen einen Weg.. Absichtliche Provokation, auf seine Rechte pochend- kein normales Miteinander mehr und die Gemeinschaft, der man ja nun mal angehört spaltet sich immer mehr.. Hundehaltergrüppchenbildung, man fühlt sich zu unrecht gehetzt... Hundegegner die sich in ihrer Abneigung bestätigt fühlen..
Mir ist ein Erlebnis in Erinnerung geblieben, eine Frau , Mutter zweier Kinder, von weitem schon schreiend, durchaus unter die Gürtellinie gehend und das vor meiner eigenen Tochter, Sätze wie "Ich sorge schon dafür dass Euch der Hund weggenommen wird, das ist ein Monster etc.. fielen und machten es nicht gerade leichter dem anderen Verständnis entgegen zu bringen.
Ausgelegte Giftköder, Hasstiraden auf Papier gegen Hunde ausgehängt , dort wo viele Hundeleute unterwegs sind, geschürte Ängste... es macht einfach keine Freude mehr, ein unbeschwertes Nebeneinander ist nicht mehr möglich .
Rücksicht nehmen... und ich stellte mir die Frage was wäre, wenn jemand eine riesige Spinne "Gassi" führen würde.. Das ist meine ganz persönliche Angst, Krabbeltiere.. Kann die Angst vor Hunden nicht nachvollziehen, empfinde ich doch tiefe Liebe für meine Pelznase und alle Wuffels die mir begegnen.
Das "Spinnenargument" gibt jenen zu denken die ihre Hunde absichtlich richtig schön eng an den Häusern der Hundegegner vorbei führen, sie nicht anleinen, trotz Leinenpflicht, die auf engen Wegen nicht selbstverständlich Platz machen um zu signalisieren "Alles ok, ich weiß um Deine Angst und Ablehnung, aber passiere ruhig zuerst den Weg, wir warten bis Du vorbei bist " .. ?!?
'Manchmal habe ich , auf beiden Seiten das Gefühl dass da so gar keine Bereitschaft mehr ist, aufeinander zuzugehen..
Besonders schade für die Kinder, die unter dieser vorgelebten Angst und Abneigung der Eltern groß werden.
Neulich beobachtete ich einen recht jungen Hundehalter der einem dieser extrem ängstlichen Kids begegnet. Sicherlich hat auch dieser Halter schon den ein oder anderen Spruch eben dieser einen vorhin angesprochenen Mutti zu hören bekommen, aber anstatt dem Jungen zu signalisieren dass alles ok ist beginnt dieser, seinen Hund aufzuretzen, in Rauflaune zu bringen, der Hund bellt und springt sein Herrchen auffordernd an - der Junge brüllt und rennt davon...
Und ich frage mich , musds das denn sein ? Der Halter ist vielleicht selbst gerade dabei erwachsen zu werden, aber diesen jugendlichenTrotz an einem nicht mal zehn Jahre alten, eh schon panischen Jungen auszuleben finde ich mehr als daneben..
"Ob das nötig war ein Kind absichtlich dermaßen in Angst und Schrecken zu versetzen" fragte ich ihn.. Er lachte nur und argumentierte damit dass das ja eine öffentliche Strasse sei und er tun und lassen könne was er wolle..
Gekränkter Stolz.. Ein Kind das sich in seiner Angst bestätigt fühlt und eine Mutti die jetzt wohl noch mehr gegen alle Hunde vorgehen möchte.
Sie ist ne Mama, ich bin es auch .. und ich würde, um bei der Spinne zu bleiben, auch wütend werden, würde ein Spinnenhalter absichtlich meiner Tochter solch eine Angst einjagen..
Heute morgen dann, nach unser ersten Runde ,wir wohnen nur einige Häuser neben dieser Frau, eine ähnliche Situation. Ihr Sohn verlässt gerade das Haus um zur Schule zu gehen, sieht uns, wir waren bestimmt 20 Meter entfernt und brüllt aus lLeibeskräften" Mama- Hund!!!!! " - wir blieben wie immer sofort stehen, ich ließ Mara absitzen und wir warteten bis der Junge um die Ecke war..
Erschreckend allerdings, dass ihn das nicht beruhigen konnte, die Mutter, die meinen Hund wörtlich eh als einen "Teufel" ansieht, sieht uns und ruft ihrem Jungen von der Treppe aus zu "Lauf"... der Junge rannte kreischend davon..
Ein bisschen geschockt blieb ich noch einige Zeit stehen, weil ich nicht gerade Lust auf einen erneuten verbalen Angriff ihrerseits hatte..
Zuhause angekommen lies mir das keine Ruhe. Weiß denn nicht jedes Kind dass man vor Hunden niemals davon laufen sollte, schon gar nicht wild mit den Armen fuchtelnd und brüllend zugleich?
Wie groß muss die Angst des Kindes, aber auch die der Mutter sein um eine Situation so anzugehen ?
Die "Ablehnung" wäre wohl erst gekommen, hätte ich das Haus gleich passiert- die Angst war so spürbar dass sie mir selbst arge Bauchschmerzen machte.
Im Gespräch mit ner anderen Hundemutti die ich als recht kompetent und auch menschlich liebevoll kennengelernt hatte, spürte ich nach dem Berichten des Vorfalls wieder, wie tief der Grabenzwischen beiden Lagern bereits geworden ist. Da gab es kein Mitgefühl für das Kind das jetzt, so nach diesem Erlebnis in der Klasse sitzt und lernen soll.. Da gab es nur Hohn und "Selber Schuld"..
Und ich frage mich immer wieder wer steht denn nun in der Verantwortung?
Jene, die keine Hunde haben haben ebenso ein Recht auf ein ruhiges Leben ebenso wie wir Hundehalter.. Wir können nicht auf Verständnis hoffen wenn es immer wieder so Halterflaschen gibt die zusätzlich Angst und Unmut schüren..
Jemand mag keine Hunde, reagiert mit Wut ... Also wird ihm mal frech ein Häufchen vors Haus gesetzt.. Wie kann man es sich wagen Hunde nicht zu mögen...
Oder das Beispiel mt dem Jungen... und ich frage mich muss das denn wirklich sein..
Natürlich ist es nicht leicht seiner Wege zu gehen mit dem Gefühl , dass es da einige gibt die einen förmlich hassen und dies auch gerne lautstark kund tun...
aber ist es wirklich der richtige Weg absichtlich zu provozieren ? Wer sollte den wem zuerst die Hand reichen, aufklären und Rücksicht nehmen...
Dass der Junge so schreiend davon lief und die Mutti ihn dazu aufforderte- das war wirklich erschreckend.. Welche Angst muss da dahinter stecken?
Ich bin wahrlich kein Menschenfreund und doch hat es mir jetzt keine Ruhe gelassen..
"Bewaffnet Euch mit Wissen" hat Spongebob mal gesagt und ich weiß aus eigener Erfahrung dass der "Feind" gleich weniger angsteinflössend ist, wenn man seinen Namen kennt und weiß wer und wie er ist.
Also habe ich einige Bücher zusammen gesucht, besonders jene über die Körpersprache von Hunden, einige Kindgerechte von Ashley und eine aufklärungsbroschüre des VDH "12 Regeln im Umgang mit Hunden" und ging, ehrlich gesagt mit recht gemischten Gefühlen" zu dem Haus jener Frau..
Natürlich war es ein skeptischer Blick den ich erntete. Meine Mara habe ich natürlich zuhause gelassen.. "Lächeln", freundlich sein und Verständnis zeigen.. Das erste was ich sagte war dass ich eine scheis* Angst vor Spinnen habe und dass ich am liebsten auch immer kreischend davon laufen würde.. Und ich sagte ihr dass ich das eben war, dass ihr Junge vor meinem Hund davon gelaufen sei. Und dass sie ihn bitte nicht mehr dazu ermutigen soll zu rennen.
Langsam wurde das Gespräch auch freundlicher ihrerseits. Sie erzählte mir von einer situation in der ein großer schwarzer Hund ihren, damals 3 jährigen Sohn, den sie auf dem Arm hielt , attackieren wollte.. Sie schwitzte während sie das erzählte und man konnte die extreme Angst richtig fühlen..
Seither haben ihre Buben Angst vor Hunden und zugegeben , sie selbst auch ..
Wer mag es ihr verdenken ?
Ich erklärte ihr warum man niemals vor Hunden davon laufen sollte, nicht dass der Hund das als Aufforderung zum beissen verstünde, die meisten Hunde sind gut auf Menschen sozialisiert und wissen sich zu benehmen.. Aber alleine die Ansicht "Oh, das Kind will fangen spielen" kann das Kind in eine Situation führen in dem es das dann ganz anders und bedrohlich empfindet..
Sie erzählte wie schlimm es ist, den Alltag draussen mit so einer großen Angst zu bewältigen, sie erzählte von frechen Hundehaltern, sie absichtlich Situationen herbei führten die die Angst bestätigten..
Sie hat sich sehr gefreut über meinen Besuch , das merkte man zum Schluss ganz deutlich , und auch ich spürte nicht mehr diese Wut über das damals gesagte von ihr.
Ich sagte ihr sie solle ihrem Sohn bitte ausrichten dass er vor Mara nicht davon rennen muss. Ich werde auch weiterhin, gerne stehenbleiben um ihm zu zeigen dass keine Gefahr von ihr ausgeht..
Und wenn er möchte darf er uns gerne mal besuchen kommen oder der Mara ein Leckerchen zuwerfen..
Und ich empfand die Erleichterung als groß und toll. Das heißt nicht dass sie alle dadurch keine Angst mehr haben werden, wenn wir , oder ein anderer Hund ihren Weg kreuzt..
aber ich denke es war ein guter Anfang und ich bin froh dass ich mich getraut habe auf sie zuzugehen.
Letztendlich wollen wir alle doch nur in Frieden nebeneinander leben.
Und es liegt nunmal bei uns Haltern, Rücksicht zu nehmen.
Wie viele Leute kamen uns schon grummelig entgegen oder waren kurz davor die Strassenseite zu wechseln.
Hier gilt es ruhig zu bleiben, freundlich zu sein und zu zeigen dass alees ok ist und man Verständnis hat für die Angst.
Ich glaube nur so kann man viel dazu beitragen das Verhältnis zwischen Hundeleuten und Gegnern zu verbessern.
Und wenn die Wut auch manchmal recht groß ist, dann denke ich an die Riesenspinne an der Leine und wie froh ich über ein bisschen Rücksichtnahme des Spinnenhalters wäre
Warum ich Euch das erzähle ?
Weiß ich nicht, vielleicht ist das nur mein Appell an alle Hundeleute die auch so nen Griesgram in der Nachbarschaft haben..
Wenns mal wieder besonders nervig ist, denkt einfach an die Spinne, oder etwas anderes das Euch in Angst und Schrecken versetzt
In diesem Sinne
auf gute Nachbarschaft
20Augen
öfters mal kommt es vor dass man als Besitzer eines großen, besonders schwarzen Hundes, schief angeschaut, beschimpft wird.
Hier kam das schon einige male vor und man fragt sich , da man ja eigentlich rücksichtsvoll im Umgang mit den Mitmenschen ist, warum ist das so..
Vielleicht, wenn es denn oft genug passiert, hört man sich irgendwann auf zu fragen warum das Gegenüber so extrem verhält.. man meidet bestimmte Wege.. oder eben, wie es einige auch tun, nimmt absichtlich diesen einen Weg.. Absichtliche Provokation, auf seine Rechte pochend- kein normales Miteinander mehr und die Gemeinschaft, der man ja nun mal angehört spaltet sich immer mehr.. Hundehaltergrüppchenbildung, man fühlt sich zu unrecht gehetzt... Hundegegner die sich in ihrer Abneigung bestätigt fühlen..
Mir ist ein Erlebnis in Erinnerung geblieben, eine Frau , Mutter zweier Kinder, von weitem schon schreiend, durchaus unter die Gürtellinie gehend und das vor meiner eigenen Tochter, Sätze wie "Ich sorge schon dafür dass Euch der Hund weggenommen wird, das ist ein Monster etc.. fielen und machten es nicht gerade leichter dem anderen Verständnis entgegen zu bringen.
Ausgelegte Giftköder, Hasstiraden auf Papier gegen Hunde ausgehängt , dort wo viele Hundeleute unterwegs sind, geschürte Ängste... es macht einfach keine Freude mehr, ein unbeschwertes Nebeneinander ist nicht mehr möglich .
Rücksicht nehmen... und ich stellte mir die Frage was wäre, wenn jemand eine riesige Spinne "Gassi" führen würde.. Das ist meine ganz persönliche Angst, Krabbeltiere.. Kann die Angst vor Hunden nicht nachvollziehen, empfinde ich doch tiefe Liebe für meine Pelznase und alle Wuffels die mir begegnen.
Das "Spinnenargument" gibt jenen zu denken die ihre Hunde absichtlich richtig schön eng an den Häusern der Hundegegner vorbei führen, sie nicht anleinen, trotz Leinenpflicht, die auf engen Wegen nicht selbstverständlich Platz machen um zu signalisieren "Alles ok, ich weiß um Deine Angst und Ablehnung, aber passiere ruhig zuerst den Weg, wir warten bis Du vorbei bist " .. ?!?
'Manchmal habe ich , auf beiden Seiten das Gefühl dass da so gar keine Bereitschaft mehr ist, aufeinander zuzugehen..
Besonders schade für die Kinder, die unter dieser vorgelebten Angst und Abneigung der Eltern groß werden.
Neulich beobachtete ich einen recht jungen Hundehalter der einem dieser extrem ängstlichen Kids begegnet. Sicherlich hat auch dieser Halter schon den ein oder anderen Spruch eben dieser einen vorhin angesprochenen Mutti zu hören bekommen, aber anstatt dem Jungen zu signalisieren dass alles ok ist beginnt dieser, seinen Hund aufzuretzen, in Rauflaune zu bringen, der Hund bellt und springt sein Herrchen auffordernd an - der Junge brüllt und rennt davon...
Und ich frage mich , musds das denn sein ? Der Halter ist vielleicht selbst gerade dabei erwachsen zu werden, aber diesen jugendlichenTrotz an einem nicht mal zehn Jahre alten, eh schon panischen Jungen auszuleben finde ich mehr als daneben..
"Ob das nötig war ein Kind absichtlich dermaßen in Angst und Schrecken zu versetzen" fragte ich ihn.. Er lachte nur und argumentierte damit dass das ja eine öffentliche Strasse sei und er tun und lassen könne was er wolle..
Gekränkter Stolz.. Ein Kind das sich in seiner Angst bestätigt fühlt und eine Mutti die jetzt wohl noch mehr gegen alle Hunde vorgehen möchte.
Sie ist ne Mama, ich bin es auch .. und ich würde, um bei der Spinne zu bleiben, auch wütend werden, würde ein Spinnenhalter absichtlich meiner Tochter solch eine Angst einjagen..
Heute morgen dann, nach unser ersten Runde ,wir wohnen nur einige Häuser neben dieser Frau, eine ähnliche Situation. Ihr Sohn verlässt gerade das Haus um zur Schule zu gehen, sieht uns, wir waren bestimmt 20 Meter entfernt und brüllt aus lLeibeskräften" Mama- Hund!!!!! " - wir blieben wie immer sofort stehen, ich ließ Mara absitzen und wir warteten bis der Junge um die Ecke war..
Erschreckend allerdings, dass ihn das nicht beruhigen konnte, die Mutter, die meinen Hund wörtlich eh als einen "Teufel" ansieht, sieht uns und ruft ihrem Jungen von der Treppe aus zu "Lauf"... der Junge rannte kreischend davon..
Ein bisschen geschockt blieb ich noch einige Zeit stehen, weil ich nicht gerade Lust auf einen erneuten verbalen Angriff ihrerseits hatte..
Zuhause angekommen lies mir das keine Ruhe. Weiß denn nicht jedes Kind dass man vor Hunden niemals davon laufen sollte, schon gar nicht wild mit den Armen fuchtelnd und brüllend zugleich?
Wie groß muss die Angst des Kindes, aber auch die der Mutter sein um eine Situation so anzugehen ?
Die "Ablehnung" wäre wohl erst gekommen, hätte ich das Haus gleich passiert- die Angst war so spürbar dass sie mir selbst arge Bauchschmerzen machte.
Im Gespräch mit ner anderen Hundemutti die ich als recht kompetent und auch menschlich liebevoll kennengelernt hatte, spürte ich nach dem Berichten des Vorfalls wieder, wie tief der Grabenzwischen beiden Lagern bereits geworden ist. Da gab es kein Mitgefühl für das Kind das jetzt, so nach diesem Erlebnis in der Klasse sitzt und lernen soll.. Da gab es nur Hohn und "Selber Schuld"..
Und ich frage mich immer wieder wer steht denn nun in der Verantwortung?
Jene, die keine Hunde haben haben ebenso ein Recht auf ein ruhiges Leben ebenso wie wir Hundehalter.. Wir können nicht auf Verständnis hoffen wenn es immer wieder so Halterflaschen gibt die zusätzlich Angst und Unmut schüren..
Jemand mag keine Hunde, reagiert mit Wut ... Also wird ihm mal frech ein Häufchen vors Haus gesetzt.. Wie kann man es sich wagen Hunde nicht zu mögen...
Oder das Beispiel mt dem Jungen... und ich frage mich muss das denn wirklich sein..
Natürlich ist es nicht leicht seiner Wege zu gehen mit dem Gefühl , dass es da einige gibt die einen förmlich hassen und dies auch gerne lautstark kund tun...
aber ist es wirklich der richtige Weg absichtlich zu provozieren ? Wer sollte den wem zuerst die Hand reichen, aufklären und Rücksicht nehmen...
Dass der Junge so schreiend davon lief und die Mutti ihn dazu aufforderte- das war wirklich erschreckend.. Welche Angst muss da dahinter stecken?
Ich bin wahrlich kein Menschenfreund und doch hat es mir jetzt keine Ruhe gelassen..
"Bewaffnet Euch mit Wissen" hat Spongebob mal gesagt und ich weiß aus eigener Erfahrung dass der "Feind" gleich weniger angsteinflössend ist, wenn man seinen Namen kennt und weiß wer und wie er ist.
Also habe ich einige Bücher zusammen gesucht, besonders jene über die Körpersprache von Hunden, einige Kindgerechte von Ashley und eine aufklärungsbroschüre des VDH "12 Regeln im Umgang mit Hunden" und ging, ehrlich gesagt mit recht gemischten Gefühlen" zu dem Haus jener Frau..
Natürlich war es ein skeptischer Blick den ich erntete. Meine Mara habe ich natürlich zuhause gelassen.. "Lächeln", freundlich sein und Verständnis zeigen.. Das erste was ich sagte war dass ich eine scheis* Angst vor Spinnen habe und dass ich am liebsten auch immer kreischend davon laufen würde.. Und ich sagte ihr dass ich das eben war, dass ihr Junge vor meinem Hund davon gelaufen sei. Und dass sie ihn bitte nicht mehr dazu ermutigen soll zu rennen.
Langsam wurde das Gespräch auch freundlicher ihrerseits. Sie erzählte mir von einer situation in der ein großer schwarzer Hund ihren, damals 3 jährigen Sohn, den sie auf dem Arm hielt , attackieren wollte.. Sie schwitzte während sie das erzählte und man konnte die extreme Angst richtig fühlen..
Seither haben ihre Buben Angst vor Hunden und zugegeben , sie selbst auch ..
Wer mag es ihr verdenken ?
Ich erklärte ihr warum man niemals vor Hunden davon laufen sollte, nicht dass der Hund das als Aufforderung zum beissen verstünde, die meisten Hunde sind gut auf Menschen sozialisiert und wissen sich zu benehmen.. Aber alleine die Ansicht "Oh, das Kind will fangen spielen" kann das Kind in eine Situation führen in dem es das dann ganz anders und bedrohlich empfindet..
Sie erzählte wie schlimm es ist, den Alltag draussen mit so einer großen Angst zu bewältigen, sie erzählte von frechen Hundehaltern, sie absichtlich Situationen herbei führten die die Angst bestätigten..
Sie hat sich sehr gefreut über meinen Besuch , das merkte man zum Schluss ganz deutlich , und auch ich spürte nicht mehr diese Wut über das damals gesagte von ihr.
Ich sagte ihr sie solle ihrem Sohn bitte ausrichten dass er vor Mara nicht davon rennen muss. Ich werde auch weiterhin, gerne stehenbleiben um ihm zu zeigen dass keine Gefahr von ihr ausgeht..
Und wenn er möchte darf er uns gerne mal besuchen kommen oder der Mara ein Leckerchen zuwerfen..
Und ich empfand die Erleichterung als groß und toll. Das heißt nicht dass sie alle dadurch keine Angst mehr haben werden, wenn wir , oder ein anderer Hund ihren Weg kreuzt..
aber ich denke es war ein guter Anfang und ich bin froh dass ich mich getraut habe auf sie zuzugehen.
Letztendlich wollen wir alle doch nur in Frieden nebeneinander leben.
Und es liegt nunmal bei uns Haltern, Rücksicht zu nehmen.
Wie viele Leute kamen uns schon grummelig entgegen oder waren kurz davor die Strassenseite zu wechseln.
Hier gilt es ruhig zu bleiben, freundlich zu sein und zu zeigen dass alees ok ist und man Verständnis hat für die Angst.
Ich glaube nur so kann man viel dazu beitragen das Verhältnis zwischen Hundeleuten und Gegnern zu verbessern.
Und wenn die Wut auch manchmal recht groß ist, dann denke ich an die Riesenspinne an der Leine und wie froh ich über ein bisschen Rücksichtnahme des Spinnenhalters wäre
Warum ich Euch das erzähle ?
Weiß ich nicht, vielleicht ist das nur mein Appell an alle Hundeleute die auch so nen Griesgram in der Nachbarschaft haben..
Wenns mal wieder besonders nervig ist, denkt einfach an die Spinne, oder etwas anderes das Euch in Angst und Schrecken versetzt
In diesem Sinne
auf gute Nachbarschaft
20Augen