hallo,
danke für die netten worte und die karte. ich weiß nicht, ob es tröstet, aber ich gehe anders damit um. ich war die ganzen wochen so besorgt und ich habe mehrmals rotz und wasser geheult, als ich mit ascor beim tierarzt war. deshalb denke nicht, ich sei kaltherzig. aber jetzt denke ich nicht daran, was ich verloren habe, sondern daran, was ascor erspart geblieben ist. verstehst du? es geht mir jetzt nicht um mich. ich denke an das kleine "hundelend", das ich da die letzten wochen zu hause hatte und das trotz oder wegen der tabletten zwar scheinbar keine schmerzen mehr hatte, aber doch immer schlapper wurde. ich denke daran, dass ein weiterleben wohl bedeutet hätte, alle paar wochen oder tage wieder beim tierarzt vorstellig zu werden, weil diese oder jene medikamente nicht mehr helfen oder neue probleme verursacht hätten und dann denke ich daran, dass er mit 11 jahren ein schönes alter erreicht hat, dass er, ich glaube das sagen zu können, mit mir und bei euch ein sehr schönes hundeleben hatte und dass ihm ein langer, elendiger leidensweg am ende erspart geblieben ist, ohne dass ich aus kostengründen zu schnell die flinte ins korn geworfen habe. ich hätte auch alles weitere noch bezahlt und wenn meine letzten ersparnisse drauf gegangen wären. ich habe mir manchmal gewünscht, dass er morgens nicht mehr aufwacht, damit ER (!) erlöst ist. es war für mich so schwer, dass ICH bestimmen sollte, wann er gehen muss. es hat mir sehr geholfen, dass der arzt es mir geraten hat. wie gesagt, jetzt denke ich nicht an meinen verlust, sondern an seinen "gewinn": ein schönes langes hundeleben mit mir, bei euch und ohne ein langes quälendes ende. so gesehen hat es unser ascor doch ganz gut gehabt! ich hoffe, das wirkt nicht so "abgebrüht". aber so kann ich damit umgehen und mich auf das weiterleben konzentrieren. denkt nicht: ach, wie traurig das alles ist. denkt: er hat insgesamt gesehen glück gehabt!