Also ich reite Isländer und kann dir sagen, dass es wirklich schwierig ist, einen Isländer taktklar zu tölten ( wenn man nicht gerade einen Naturtölter hat

).
Es gibt nicht die Tölthilfe, da jedes Pferd mit anderen Hilfen besser tölten kann.
Ganz wichtig ist der Einsatz des Kreuzes, bei manchen Pferden muss es angespannt sein und bei anderen Pferden wiederum locker und entspannt.
Also zum Antölten spannst du dein Kreuz an und verlagerst dein Gewicht weiter nach hinten. Dadurch kommt das Pferd mehr auf die Hinterhand.
Das Pferd solltes sich mehr aufrichten, das erreicht man, indem man mit angezogenem Kreuz den Schritt verkürzt. Also treibt man mehr, aber wird sozusagen nicht schneller.
Dann treibt man immer mehr und aus diesem Zustand geht das Pferd dann langsam in den Tölt.
Bei manchen Pferden muss man dann im Tölt sofort alles entspannen und locker sitzen, bei anderen wieder sollte man das Kreuz angespannt lassen.
Man sollte aber möglichst ohne viel Zügel reiten, das Pferd sollte sich selber tragen und sich nicht auf die Hand liegen sollte.
Ganz falsch ist es, wenn man das Pferd am Zügel "hochzupft". Dann kommt das Pferd zwar mit der nase hoch, ist aber nicht auf der Hinterhand und töltet nicht taktklar.
Hoffentlich habe ich das halbwegs nachvollziehbar erklärt

.
Und zum Rennpass:
Am besten fängst du wieder mit dem Tölt an und treibst dann immer mehr.
Man sollte weiter hinten im Sattel sitzen und das Gewicht nach hinten verlagern.
Man sollte nur aufpassen, dass das Pferd nicht in den Kreuzgalopp geht, das kommt oft vor.
Dann muss man schnell genug sein und entlasten, wenn der Rücken sich zu doll hebt.
Wenn man dann aber richtig im Takt ist, sollte man nur noch treiben und das Pferd hin und wieder etwas aufrichten.