Machtnix-... das Bosal... sprich die klassische hackmore hat durchaus Hebelwirkung und kann bei Missbrauch dem Pferd ganz leicht das Nasenbein brechen... ich reite selbst damit, aber ich weiß, mit welchem Pferd ich das machen kann... und mit welchem nix... Hacks sind keine Einsteigerzäumungen... weder die klassische noch die Englische oder sonst was... Dazu darf man nicht vergessen, das man außer mit der mechanischen nicht mit anstehenden Zügel reiten darf, da der Druck aus Genick sonst zu hoch wird...
Ähh sorry, reden wir von den selben Dingen? Ich habe ja extra einen Link mit einem guten Bild gepostet.
Die klassische Hackamore KANN KEIN NASENBEIN BRECHEN!
Wo ist bitte dabei der Hebel?
Das die klassische Hackamore keine Anfängerzäumung ist, ist sicher richtig, jedoch ist das Reiten auf klassischer Hackamore mit einem gut umgestellten Pferd leicht zu erlernen. Ein Pferd darauf einzustellen ist sicher ausschließlich für Profis.
Die klassische Hackamore -wie im Bild von mir gepostet- besteht aus mind. 3 Teilen. Kopfstück (meist Hackamore Hanger), dem Bosal und einem Mecate (klassisch aus Mähnen- oder Schweifhaar geflochten).
Die Seele des Bosals besteht aus Rohhaut, diese ist schärfe Rohhautumflochten (je nach Qualität meist 8 bis 24-fach). Sicher gibt es den Bosalteil in verschiedenen Stärken. Die dickste Stärke (abgeflachter Nasenteil) ist nur als Spezialanfertigung für absolute Profis zu bekommen, genauso wird von verantwortlichen Verkäufern die dünnste Stärke (Pencilbosal also 1/8) nicht an Jedermann verkauft.
Die Gefahr bei der klassischen Hackamore liegt eher darin, dass das Pferd bei unsachgemäßem Gebrauch die Hackamore im Zweifelsfall ignoriert. Wird das Bosal vor Benutzung nicht korrekt geformt, können nicht nur die Hilfen nicht gegeben werden, das Pferd bekommt auch schlimme Scheuerstellen.
Bis sich die Haut des Pferdekopfes an die Belastung durch die Hackamore gewöhnt hat, ist es normal, dass es am Unterkiefer eine Scheuerstelle bekommt (ähnlich vielen jungen Pferden, die anfangs Scheuerstellen vom Sattelgurt haben, bis sich die Haut an die Belastung gewöhnt hat). Ein Profi weiß, was dann zu tun ist, man kann das häufig entweder verhindern bzw. die Pferdehaut entsprechend behandeln um die Kräftigung herbeizuführen (ohne Verletzung), damit das Pferd später lange täglich ohne Einschränkungen so geritten werden kann.
Bitte erklär mir nur, wo bei der klassischen Hackamore der Hebel ist und wie man damit Druck aufs Genick ausübt? Vielleicht kann ich ja dazulernen.
Man darf die klassische Hackamore nicht mit dem Vosal verwechseln. Auch hiermit ist das Brechen des Nasenbeins bei korrekter Verschnallung schwer möglich, jedoch ist die Wirkung unlängst schärfer, vor allen Dingen die Kompression des Pferdemauls durch Zusammendrücken am Unterkiefer - nicht wie beim mechanischen Bosal, wo Ober- und Unterkiefer direktem Druck ausgesetzt sind.
Das hier gezeigte mechanische Hackamore kann ein Nasenbein brechen - das habe ich schon geschrieben. Vor allen Dingen, wenn es falsch -also zu tief- verschnallt wurde. Auch bei korrekter Verschnallung (auch das habe ich schon geschrieben) kommen häufig nach einiger Zeit durch Knochenhautschädigungen - leichte Knochenhautentzüngungen- mit entsprechenden Knochenatrophien (quasi Überbein) vor, wenn das mechanische Bosal falsch angewendet wird und das Pferd zuvor nicht auf diese Reitweise sorgfältig umgestellt wurde.