Aufpäppeln nach OP

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  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #1
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titanic

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Hallo, ich mal eine ganz dringende Frage. Mein Kaninchen wird demnächst operiert und wird nach der OP wahrscheinlich sehr erschöpft sein. Was kann ich tun, um es dem Kaninchen möglichst schön zu machen? Habt ihr Erfahrungen mit geschwächten Tieren? Mein Kaninchen ist schon recht alt und wird daher, wie gesagt, wohl ziemlich geschwächt sein...:(

Viele Grüße
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #2
Am besten alles Futter anbieten dass sie so gerne frisst. Wurzelgemüse wird auch nicht schaden.
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #3
Wie alt ist sie denn und was wird operiert?

Zur Sicherheit solltest du dir Critical Care vom Tierarzt geben lassen, falls du Zwangsernähren musst.
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #4
Sie ist 7,5 Jahre alt und hat einen Gebärmuttertumor, der entfernt wird. Der TA wird mir sicherlich auch noch einige Tipps geben, aber ich wollte mich schon vorher etwas erkundigen, daher meine Frage. Ich habe die Tage nach der OP auch noch viel Zeit und denke, dass es ihr vielleicht hilft, wenn ich viel bei ihr sein werde, also Streichelenheiten und so, oder? Natürlich werde ich ihr auch ihr Lieblingsfutter anbieten, ich hoffe, sie frisst auch wieder... Was kann ich denn sonst noch so tun? Würde mich über weitere Vorschläge sehr freuen. :) Ich möchte es ihr möglichst angenehm machen :)
lg
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #5
Hallo,

Bitte achte darauf, dass dein Kaninchen schon wieder ganz wach ist, wenn du es vom TA abholst. Ich würde ein kleines Gehege oder einen normalen Käfig in einem ruhigen Raum aufbauen und gut mit Decken, VetBeds, Handtüchern oder ähnlichem auslegen. Wenn du möchtest, kannst du ihr eine Toilette mit Holzpellets anbieten. Damit die Wunde nicht schmutzig wird, solltest du das Heu in einer Raufe anbieten.

Biete ihr nach der OP viele verschiedene Sachen an, besonders frische Kräuter, Blättriges ( Möhrengrün, Selleriegrün, Kohlrabiblätter, Fenchelgrün ) und Wiese werden sehr gerne gefressen, aber auch Gemüse, Obst, Erbsenflocken, getr. Kräuter, usw. sollten bereitstehen.

Es kann sein, dass sie nicht sofort frisst. Deshalb musst du nicht gleich in Panik geraten. Sie hat eine schwere OP hinter sich und muss sich erst einmal erholen. Zur Vorsicht solltest du dir Critical Care oder Rodi Care mitgeben lassen und 1-2 Gläschen Babyrei Reine Karotte kaufen. CC ist ein Pulver zum Zwangsernähren, das du deiner Häsin, nach Absprache mit dem TA, geben solltest, wenn sie auch nach 12 Stunden nicht fressen möchte.
Wasser darf natürlich auch nicht fehlen ;). Wunder dich nicht, wenn deine Häsin nach der OP ( sehr ) viel trinkt, das kommt von der Narkose.

Welche Medis sie nach der OP braucht, wird dir sicher noch dein TA sagen. Ich würde mir aber auf jeden Fall Schmerzmittel mitgeben lassen. Ist dein TA kaninchenerfahren ? Wird nur der Tumor enfernt oder die ganze Gebärmutter mit den Eierstöcken ? Weißt du, wie groß der Tumor ist ? Wie wurde er festgestellt ? Wie gehts deiner Häsin momentan ? Wann wird sie operiert ?

Gut, dass du die nächsten Tage nach der OP viel Zeit hast. Wenn sie gerne gestreichelt wird, kannst du sie natürlich streicheln :D. Das ist kein Problem.

Außerdem solltest du ihr noch eine Wärmequelle z.B. eine Rotlichtlampe, eine Wärmflasche oder ein Snuggle Safe anbieten. Du musst nur darauf achten, dass sie der Wärme ausweichen kann.

Falls sie an die Naht geht, musst du ihr einen Kragen ummachen oder einen Body anziehen.

Stell keine hohen Gegenstände ins Gehege oder in den Stall.

Hat sie einen Partner ? Lebt sie drinnen oder draußen ?

LG und alles Gute, Krümel333
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #6
Hallo, das ist ja eine schöne ausführliche Antwort:) Vielen Dank.
Dann werde ich mal versuchen auf die ganzen Fragen zu antworten. Also die OP verläuft quasi wie eine Kastration, es wird die Gebärmutter mitsamt Tumor entfernt. Also die Praxis ist definitiv Kninchenerfahren, der TA meinte, dass sie es fast täglich mit Kastrarionen von weiblichen Kaninchen zu tun haben und das die größte Gefahr an der OP die Nakose sein wird. Festgestellt wurde er durch ein Ultraschallbild. Zur Zeit ist sie topfit, ihr Herz und die Lunge arbeiten laut TA noch super mit :) Deshalb hab ich mich auch sofort für die OP entschieden, ich hab mir gesagt lieber jetz operieren, irgendwann würde es nicht mehr gehen, wenn sie erstmal Schmerzen und alles bekommt... Sie wird Freitag operiert. Sie lebt zusammen mit ihrer Schwester eigentlich in einem Freilaufgehege bei uns im Garten, aber wir werden sie nach der OP wohl in den Keller holen. Wir haben da einen normalen Kaninchenkäfig stehen und den werde ich dann noch mit Handtüchern usw. auslegen. Du meintest was von einer Kaninchentoilette. Das kennen sie noch gar nicht. Soll ich so eine trotzdem kaufen?
vlg
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #7
Hallo!

Erstmal zu deiner Frage mit der Toilette: Man sollte am besten nicht viel unbekanntes nach einer OP dem Nini zumuten, also wenn es bis jetzt ohne geklappt hat, wird es nach der OP auch kein Problem sein! Finden die meisten eben praktischer ;) aber mmuss man ja nicht, hauptsache, es ist sauber.

So dann zu meiner Geschichte, meine Nini Dame wurde nämlich vor 3 Monaten auch operiert. Hatte ä. wie deine mehrere Tumore an der Gebährmutter und das wurde alles komplett rausgeholt, war ziemlich groß.

Wir haben sie normalerweise draußen, weil es aber zu der Zeit bei und um die 36°C im Schatten war, haben wir sie im WOhnzimmer einquartiert. Normaler Käfig mit Handtüchern ausgelegt. (ihre Freundin durfte auch dabei sein!)

Als wir sie abgeholt haben, habe ich sie erst mal in den Käfig gesetzt, sie war wach, konnte aber nicht laufen, sondern wollte immer stehen, ist dann aber immer komplett umgekippt. Sieht sehr schlimm aus!!!
Gesoffen hat sie wie ein Loch, habe ihr noch bis spät abends den Napf!!! (nicht Flasche!!!) schräg gehalten, damit sie besser drankam. Außerdem wollte sie immer, dass ich meine Finger nass mache, da hat sie dann wie verrückt dran geleckt.
Gefressen hat sie nichts.
Am nächsten Morgen ging es ihr nicht viel besser, aber sie ist wenigstens nciht immer umgefallen, getrunken wurde immer noch wie verrückt. Fressen wollte sie nur ihr Lieblingsessen (wilde Erdbeerblättetr aus dem Garten) davon aber auch nur 3.

Ich habe ihr zwar alles was möglich ist angeboten, ihr angereicht, auf nen Teller gelegt usw, sie wollte aber nicht.

Jedenfalls ist ihre Freundin dann draußen spielen gewesen (Terassentür war auf) und Tiffi hat auf dem Teppich gelegen, ich daneben, weil sie sehr menschenbezogen ist und ich irgendwie gemerkt habe, dass sie nicht ganz allein sein wollte. So haben wir dann den ganzen Tag auf dem Boden gelegen und ich habe nur zwischendurch ihr Ftter angeboten, was sie aber nicht wollte, im gegensatz zum Trinken.

Außerdem musste ich immer wieder den Teppich etwas trocknen, weil das viele Trinken ja auch wieder raus muss. Die Tücher im Stall habe ich auch mind. 3mal tägl. gewechselt.
So haben wir dann unseren Tag verbracht.

Medizin hatte sie übrigens 2 (Schmerzmittel und Antibiotikum).

Am nächste Morgen wollte sie immer noch nichts fressen...ich machte mir Sorgen, weil der TA mich nicht informiert hatte über Zwangsernährung und ich auch keine Spritze etc. hatte, jedoch noch ein Päckchen RodiCare.
Das rührte cih an und ein gaaanz kleines bisschen fraß msie sogar.
Im Laufe des Tages fra sie dann noch ein bisschen, aber hauptsächlich lagen wir auf dem Teppich rum.

Am dritten Tag ging es ihr weider besser, sie konnte schon etwas hoppeln und ab mittag hat sie mit jeder Portion mehr verdrückt, natürlich brauchte sie immer viele Pausen und hat viel geschlafen.

Nun wurde sie von Tag zu Tag munterer und nachdem das Pflaster einmal gewechselt worden war, wurde es interessant, daran rumzuknabbern, bis sie schließlich ein Stück der Narbe freigelegt hatte.

Wir kauften ihr einen Body, machten Ärmel und Beine ab, dafür 4 Löcher rein, weil sie ja natürlich anihren Po dranmusste!!!
Das fand sie nicht toll, und nach 2 Tagen tragen des Bodys, ging sie, ohne dass sie ihn anhatte, nicht mehr an ihre Narbe dran :) schlaues Tier!!!

Nach 10 Tagen mussten die Fäden gezogen werden. 2 von 4 waren schon von ihr gezogen worden, also hatte die TA nciht viel zu tun un wir durften weider gehen, weil die Narbe gut aussah.

Nach knapp 14 Tagen haben wir sie dann wieder rasugelassen in ihren Stall und sie war viel aktiver als vorher.
Noch mal 14 Tage später, war schon Fell darüber gewachsen, sodass man gar ncihts mehr davon sah bzw. immer ncoh sieht!

Ich denke, dass war es jetzt erst mal, kann sein, dass ich noch was vergessen hab, aber das wichtigste ist denke ich drin! :)

Im Großen und Ganzen ist alles sehr gut verlaufen!

Ich wünsche euch beiden auch viel Glück!

Und wie gesagt, sie braucht viel Ruhe danach, wenn sie nichts dagegen hat, kannst du dich gerne mal neben sie legen, etweas streicheln und leise mit ihr sprechen, aber laute Geräusche sollten vermieden werden!

Liebe Grüße
 
  • Aufpäppeln nach OP Beitrag #8
Hallo,

Wenn sie noch keine Toilette kennt, musst du ihr auch keine hinstellen. Meine Häsin war damals, also als sie kastriert wurde, schon ziemlich stubenrein, sodass es kein Problem für sie war. Das hört sich doch super an @TA.
Wenn ihre Partnerin lieb zu ihr ist und sie nicht jagt, kannst du die beiden zusammenlassen. Ansonsten würde ich sie lieber trennen. Achte aber darauf, dass sie ihr nicht alles wegfrisst.

LG, Krümel333
 
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