Waldmäuse sind Einzelgänger. Ich würde ihm daher keinen Gefährten suchen, das würde nur böse Kloppereien geben.
Wir hatten öfter mal Waldmäuschen, die unter unserer Dachschräge gewohnt haben. Die haben wir mit Lebendfallen eingefangen und mehrere Kilometer weiter im Wald ausgesetzt.
Ich bin dann nachts öfter mal aufgestanden und habe die Fallen überprüft - und wenn ich jemanden gefunden hatte, dann ist der in einen kleinen Übergangskäfig umgezogen, mit Futter und Wasser, damit er nicht die ganze Nacht in der Falle hocken musste. Manchmal habe ich halt auch zwei Mäuschen pro Nacht gefangen, die saßen dann zusammen im Käfig - und das war ein Riesentheater, die haben sich gejagt ohne Ende, saßen dann jeweils am entgegengesetzten Ende vom Käfig, und wehe, es versuchte einer, sich zu bewegen - schon ging das Gejage wieder los...
Von daher: Wenn Dein Waldmäuschen wirklich so zahm ist, dass es partout nicht mehr auszuwildern ist (wobei es auf einen Versuch ankäme... man kann es vielleicht langsam an die Freiheit gewöhnen, indem man es zuerst auf dem Balkon / der Terrasse laufen lässt mit Käfig als Rückzugsmöglichkeit, und dann den Radius erweitert...), dann sollte es besser allein bleiben... Es braucht aber trotz Zahmheit ein riesiges Gehege - kannst Du ihm das bieten?
In einem Gehege in z. B. "Farbmausgröße" von ca. 100x50x80 wird es sich wie in einem Knast fühlen... da wären die doppelten Maße schon eher das Minimum...
LG, seven