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  • Züchter?! Beitrag #1
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Hi ich habe letztens irgendwo gelesen das ein "pferdezücher" neu anfängt er hat sich 4 stute und 2 hengste gekauft alle von einem anderen gestüt! davor hatte er sich einen kleinen reiter hof gekauft. ich bin dort mal hingefahren um mir das dort anzuschauen und so. der Mann war auch ganz nett! ich fragte ob er das hauptberuflich machen möchte! er meine nein er wäre bankkaufmann! und er würde nur die beiden hengste reiten weil er es von der zeit her nicht schafft! ich habe mich nun gefragt ob man wenn man pferde züchten will nebenher noch arbeiten kann?! weil man ist dann ja die ganze zeit weg! und machen alle züchter das so mit nur die hengste reiten? er stellt sie auf turnieren vor und so. ist das für die stuten gut? jedes jahr ein fohlen zu bekommen und nicht bewegt zu werden? sie stehten den ganzen tag draußen! nur abends werden sie reingestellt!
 
  • Züchter?!

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  • Züchter?! Beitrag #2
Also jedes Jahr ein Fohlen pro Stute ist zu viel.

Mein Opa hat mal gezüchtet, hat aber nur eine HafiStute gehabt und sie wurde nur alle 3 Jahre gedeckt, bis dahin waren die Fohlen von vorher noch dabei.
Mein Opa hat, bis er Rentner war, auch gearbeitet. Aber er hatte eben nur eine Stute und meine Oma war immer zu Hause.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie er das machen will. Wenn er grade mal Zeit hat die Hengste zu reiten, wie viel er dann noch Fohlen aufziehen, an Halfter gewöhnen und sich ausreichend um sie kümmern... Wenn er das nur als "Hobby" macht, wird er sich kaum noch 2 Leute einstellen, dafür...
 
  • Züchter?! Beitrag #3
Kommt drauf an was er züchten will... Aber bei 6 Pferden sollte sein Tag eig aus Pferde-Arbeiten.Pferde-Schlafen bestehen... will er Warumblüter züchten und auch noch bekannt werden sollte er arbeiten nicht schaffen. Da müssen alle Pferde bewegt werden und auf die Prüfungen vorbereitet werden.

Ich glaube der hat sich das zu einfach vorgestellt..
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Als Hobby würde ich es bezeichen wenn er entweder einen Deckhengst ausbilden will, oder 1-2 Stuten ausbildet und in 3 Jahres abständen Decken lässt. ;)
 
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  • Züchter?! Beitrag #4
Hi,

also es ist für ein Pferd nicht schädlich, wenn es nur auf der Koppel steht, eher im Gegenteil, dass ist fast genau das was Pferd in Freiheit tun würde: den ganzen Tag fressen durch die Gegend ziehen.
Schädlich würde es, wenn die Stuten zb 1-2 in der Woche normal geritten würden, denn dafür hätten sie gar nicht die Muskulatur.
Jedes Jahr ein Fohlen ist mehr oder minder 'natürlich', sicher es schonender, wenn man nur alle 2-3 Jahre decken läßt, andereseits nimmt auch nicht jede Stute jedes Jahr auf...
Zudem bleibt abzuwarten wieviel Pferde er halten kann/will. Er hat ja schon 6, in einem Jahre wären es dann 10, in 2 Jahren schon 14 - das kostet ja auch Zeit und Geld. Ist ja nicht so, dass man jedes Fohlen schon als Absetzer verkaufen kann/will.

Prinzipiell ist nichts gegen eine Nebenberufliche richtige (!) Zucht einzuwenden, aber es muss halt wirklich alles stimmen (Abstammung, Haltung, Gesundheit).

LG Lilly
 
  • Züchter?! Beitrag #5
Als kleiner Züchter nebenberuflich (also Hobbyzucht) muss man sehr viel Enthusiasmus und Geld aufbringen. Die Pferde können dann nicht so promotet werden, wie bei Vollprofis.
Gegen eine vernünftige Hobbyzucht ist nichts einzwenden.
Jedes Jahr ein Fohlen ist definitiv zu viel für eine Stute und auch für die Fohlen - sie müssen schnell weg, ansonsten fallen die Stuten stark ein.
Die Stuten sollten spätestens nach einigen Jahren eine Fohlenpause bekommen. In dieser Pause müssen sie nicht geritten werden.
Reiten braucht eigentlich kein Pferd. Ein Pferd ohne Reiter ist immernoch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch. Ein Pferd kann bei sachgemäßer Haltung sehr gut ohne Reiter und Menschenhand (ausgenommen die Basispflege eines Hauspferdes) leben.

Wer jedoch mit der Pferdezucht Geld verdienen will, muss entweder sehr viel Zeit, Ausbildung und Promotion investieren oder auf Masse Pferde produzieren (ich nenn das dann nicht Zucht).

Wir haben selber eine Hobbyzucht mit 2 gekörten Deckhengsten, derzeit 3 Zuchtstuten und einer Turnierstute, die später mal in die Zucht gehen soll.
Wir buttern kräftig rein, es ist eben Hobby. Promotion der Pferde ist für uns entweder zu teuer oder wir lehnen die Methoden ab.
Auch wird nicht jede angebl. Zuchtstute angenommen, da wir nur dann züchten (auch unsere Hengste springen lassen), wenns wirklich passt und sich die Tendenz einer Verbesserung der Stute voraussehen lässt. Wir züchten ausschließlich einen bestimmten Typ Pferd und kennen die Vererbung unserer Hengste, da diese anfangs nur Stuten decken, deren Vererbung bekannt ist. Schönheit ist nicht unbedingt ausschlaggebend - wenn auch für den Markt wünschenswert. Ausschlaggebend sind Inerieur, Coolness, Fundament, Langlebigkeit, Reiteigenschaften, Menschenbezogenheit, Exterieur und Belastbarkeit. Der Henst muss die evtl. Mankos der Stute ausgleichen, die Eigenschaften der Stute erhalten und verbessern - eben ein Veredler sein. Das zu erwartende Fohlen muss auf jeden Fall besser sein als die Stute. Daher haben wir auch schon mit Stuten gezüchtet, wo die Zeichen im Falle Schönheit nicht so gut standen, dafür waren die Fohlen in allen anderen Punken einfach erstklassig (nur die erwünschte Farbe fehlte).
Die Fohlen bleiben bei uns ca. 1 Jahr bei der Mutter und werden von ihr selber abgesetzt, das bringt sehr selbstsichere Jungpferde hervor, die sehr selbstbewust sind und weder Trennungsängste noch eine reine Fohlenherde ohne Führung älterer Pferde kennen. Sie sind bei Abgabe immer wohlerzogen und integrieren sich superschnell in neue Herden.
Das ist eben unsere Philosiphie, auch wenn die Stuten dann eben nicht jedes Jahr gedeckt werden können und häufiger eine Fohlenpause haben (teuer, denn allein die Futterkosten für die Stuten sind enorm).
Wir haben selber beide 2 Jobs um eine selektive und vernünftige Zucht und Aufzucht finanzieren zu können und sind froh, wenn wir bei einem Fohlen +/- 0 rauskommen (gerade bei der Stute, die mit beiden Hengsten verwand ist und daher von sehr guten Fremdhengsten gedeckt werden muss).
Allerdings verkaufen wir die Fohlen nicht an den Höchstbietenden, sondern an den, der den Pferden ein gutes Leben bieten kann - bekannte Leute stark bevorzugt, auch preislich (da wird ein Fohlen eben an die Leute abgegeben, die nur 2000€ zahlen können und nicht an die, die 6000€ geboten haben).
 
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  • Züchter?! Beitrag #6
ok. ja ich dachte auch das es zuviel ist jedes jahr ein fohlen. der mann meinte das er keine zeit hat alle pferde richtigzu reiten + dann noch die fohlen! deswegen wollte er nur die hengste reiten und mit den fohlen üben!
 
  • Züchter?! Beitrag #7
Dagegen ist nichts einzuwenden. Er muss sich eben nur mit Haltung, Pflege, Reiten und dem Umgang mit Deckhengsten auskennen. Das ist schon was Anderes.
Es kommt eben doch immer sehr stark auf die Umsetzung an.
Außerdem muss sich eben mit der Zeit herausstellen, ob er gute Zuchttiere gekauft hat oder eben wild mischt. Zucht oder Vermehrung.
Zucht hat immer das Ziel, dass das Fohlen besser wird als seine Elterntiere. Vermehrung ist einfach Produktion.
Wer züchtet sollte daher nicht nur aufs Pedigree schauen - das muss schon passen aber auf Papieren kann man bekanntlich nicht reiten -, sondern zu Mindest eines der Elterntiere sollte in seiner Vererbung bekannt sein. Es gibt viele gute Pferde, die schlechte Zuchttiere sind, da sie ihre Eigenschaften nicht weitergeben. Dagegen gibt es wiederum mittelmäßige Tiere, die nur ihre guten Eigenschaften vererben.
Wir haben z.B. einen Hengst, der in über 60 Fohlen bewiesen hat, dass er ein Veredler ist - also die Eigenschaften der Stute erhält, Fundament, Muskulatur, Menschenbezogenheit (bei Stuten, die das auch vererben kann u.U. ein sehr fixiertes Pferd rauskommen), große Leichtrittigkeit (die Nachkommen können von Jedermann angeritten werden und sind nicht kompliziert), viel Gang, große Coolness und Farbe vererbt. Die Neigung für eine bestimmte Disziplin der Stute bleiben z.B. immer erhalten.
Der andere Hengst hat nächstes Jahr seine erste Decksaison. Für ihn wurden von uns Stuten ausgewählt, deren Vererbung wir durch mehrere Fohlen gut kennen und die von daher und vom Pedigree her passen würden.
Für Fremdstuten wird dieser Hengst, trotz seiner tollen Eigenschaften und seiner Schönheit (die schon viele Leute fasziniert hat) nur bedingt empfohlen - eben dann, wenn sich abzeichnet, dass es passt.

Man muss seine Zuchttiere kennen!
 
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