Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit

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  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #1
Noeli1

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Hallo!

ich habe eine 13 Jähre Hafistute als Reitbeteiligung und wir sind einfach nur ein Herz und eine Seele. Nun hat sie sich anscheinend letztens auf der Weide verletzt, jedenfalls sind ihre Beine, direkt über den beiden Hinterhufen, blutig. Es sieht aus, als hätte sie eine art Pilz oder so. Auf jeden Fall sind da so Kreisrunde karle Flächen, die aber auch einer Schürfwunde ähneln. Die Besitzerin meint, dass da der Tierarzt überflüssig wäre und sie ihn bestimmt nicht holt. Eine aus dem Stall hat mir eine Creme gegeben, die ich ihr nun schon 2 mal nach dem reinigen draufgeschmiert habe. Das wurde dann auch besser, und eine Kruste hat sich über die Wunden gebildet.

Nun ist mir aber aufgefallen, dass sie das eine Bein (wenn man hinter ihr steht, hinten links) etwas hinterherzieht, aber nicht stark. deswegen kan ich sie ja auch nicht reiten, weshalb ich mit ihr Bodenarbeit machen würde. Was könnte ich denn so machen? Sie kann bereits den Kopf zwischen die Vorderbeine machen und sich Verbeugen. Was hättet ihr für Idee?

Liebe Grüße, Isabel
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #2
Sieht das ganze so ähnlich aus? -->edit: keine Links ohne Quellenangabe Gib bei google mal 'Mauke' ein, dann kannst du dir die Bilder anschauen ob das so aussieht.
Hört sich für mich nähmlich ganz nach Mauke an...
Kannst du vll Bilder machen?
Meiner meinung nach sollte da auch ein TA draufschauen, wenn es hört sich echt nicht sehr gut an.

In sachen Bodenarbeit gibt es viel verschiedenes, kennst du dich denn damit aus bzw hast du da schonmal was damit gemacht?
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #3
Hi Isabel,

mal ganz davon abgesehen, dass ich die Haltung der Besi nicht verstehe, würde ich spontan auf Mauke tippen.
Wobei man bei einer Mauke nicht unbedingt den TA braucht.

Wenn es Mauke ist, dann kannst du es recht 'einfach' behandeln: Fesselbehang kürzen (wenn die Besi das erlaubt!), täglich, wenn möglich 2 x mit normales Kernseife auswaschen und dann mit einer Zinkhaltigen Creme (zb Penaten) dick eincremen.

Wichtig ist, dass die offenen Stellen möglichst trocken und sauber bleiben.

LG Lilly
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #4
@ Lilly: Ja das habe cih auch gedacht nur hört sich das bei ihr schon relatiev "groß" an oder?
Keine ahnung...
Wir behandeln Mauke auch eigentlich immer selber aber da sind es meistens nur minimal kleine stellen...

Ich verstehe einfach nicht warum machen gerade beim Tierarzt das Sparen anfangen...
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #5
Also: Mauke ist es dievinitiv nicht, da es vorne am Kronenrand ist. Aber ein anderes Pferd im Stall hatte Mauke und das sah ganz anders aus ...
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #6
hm na dann würd ich erst recht den TA drauf schauen lassen vorallem wenn das Pferd leicht lamt.
Kannst du nicht nochmal mit der Besi reden?

Zum Thema Bodenarbeit, was hast du schon gemacht?
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #7
Hi!

Mauke kann sich durchaus auch bis an den Kronrand ausdehnen, dass es allerdings nur dort auftritt hab ich noch nie gesehen.
Aber das mal beiseite gelassen, würde ich sie im Moment so oder so nur etwas im Schritt spazieren führen solange sie lahmt.
Ansonsten kannst du mal in der Bücherei nach 'Nathalie Penquitts Pferdeschule' suchen, da hat es gute Anleitungen drin.

Hier um Forum kannst du über die Suchfunktion nach Bodenarbeit, Zirkuslektionen, Zizensische Lektionen suchen - da gibts eine Menge Tips und Infos.

LG Lilly
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #8
Wenn du an Imaverol kommst, wäre das noch besser. Leider ist das verschreibungspflichtig. Es funktioniert aber meist, dass man sich einen TA schnappt, der grad am Stall ist und ihn so nach dem Motto 'ach gut dass sie da sind, mein Pferd hat mal wieder seine jährliche Pilzinfektion. Können Sie mir Imaverol geben?' anspricht. Die meisten TA geben einem das Zeug dann so. Einige schauen sich das Pferd trotzdem kurz an, stellen aber für einen 30 Sek. Blick keine Rechnung.
Mit Imaverol kann man nichts flasch machen (das wissen die Tierärzte auch), Canesten Salbe kannst du zusätzlich auch nehmen, die Inhaltstoffe sind unterschiedlich und haben vollkommen andere Wirkungsansätze.

Falls du zusätzlich eine Entzündung vermutest, die mit Cortison behandelt werden sollte (Vorsicht, kein Cortison auf Pilzinfektionen) kannst du dir etwas rezeptfreies in der Apotheke mischen lassen.
Cortison verschlimmert Pilzinfektionen, da es immunsupressiv wirkt (das Immunsystem schwächt). Daher ist bei Pilzinfektionen mit Entzündung ein schwach wirksames Cortison (es kommt bei Cortisonen nicht ausschließlich auf die Dosierung an, es gibt schwach-, mittel- und stark wirksame Cortisone) in Kombination mit einem guten Pilzmittel sehr gut wirksam.

Lass dir in der Apotheke ein Hydrocortison (das ist so schwach wirksam, dass es rezeptfrei ist) in Canesten Salbe mischen. Sehr gut geht Soventol Hydrocortison (nicht fettig) oder Ebenol (fettiger) in Canesten oder billiger Fungizid Salbe. Das ist dann rezeptfrei und sehr gut wirksam. Falsch kann man damit nichts machen, es sei denn, das Pferd hat Parasiten. Die Wunden heilen dann zwar aber die Parasiten sind eben noch immer da.


Diese ganzen Tipps sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Normalerweise darf man auf keinen Fall einfach so vor sich hintherapieren, wenn man nicht genau weiß, was das Pferd hat!!!
Die Haltung der Besitzerin kann ich absolut nicht nachvollziehen - wie wohl fast Jeder hier.

Was für eine Behandlung schlägt die Besitzerin denn vor?
Kennt sie das Problem des Pferdes - vielleicht weil das Pferd so etwas regelmäßig hat?
Was tut sie um das Pferd von seinen Schmerzen zu befreien?

Ich sage ja auch manchmal zu meinen RB's 'ach da brauchen wir keinen TA', da ich auch ein Pferd habe, der regelmäßig Hautprobleme hat. Dieses Pferd hatte mal einen schlimmen Unfall, am Hinterbein war die Haut komplett abgeschält. Seitdem ist diese Haut extrem empfindlich, schuppt immer mal wieder, juckt stark, bildet Krusten und platzt auf.
4 Jahre lang haben wir alles versucht. Allergietests, Pilztests (Hautgeschabsel), verschiedene Tierärzte, Blutuntersuchungen, Blutuntersuchungen im Dunkelfeld und ein Klinikbesuch in einer Tierklinik für ganzheitlich naturheilkundliche Medizin brachten nichts.
Jetzt lebe ich mit dem Problem und habe selber eine Behandlungsart gefunden, die das Schlimmste zu Mindest vermeidet und das Pferd zu Mindest keine blutenden Stellen mehr hat (haarlos und stark juckend sind die Stellen jedoch noch oft - quasi den ganzen Sommer lang).
Täglich als Basispflege Bio Hautöl von Leovet (echt, ich hab alles probiert und gerade das Zeug hilft bei ihm) und innerlich Öl, wenn sich trotzdem Krusten bilden (was zum Glück nur noch selten ist) und die Haut stark juckt Cortison mit einem Pilzmittel, vorm Reiten dick Lebertran-Zinksalbe die dann nach dem Reiten mit allem Schmutz entfernt wird (abwischen und dann mit Kernseife gut waschen, nach dem trocknen wieder Bio Hautöl drauf).
Das letzte Jahr war durch diese Behandlung dermaßen gut, dass das Pferd nur 1x ganz leicht geblutet hat.
Im Herbst auf der Hengstkörung hat man sogar gar nichts gesehen.
Er hat allerdings keine dicken Beine, kratzt sich selber nicht (knickt allerdings gleich genüsslich weg, wenn man anfasst) und ist nicht lahm.
Im Winter habe ich das mittlerweile komplett weg. Ich habe die Hoffnung, dass durch diese Behandlung die Haut nach einigen Jahren wirder völlig normal wird.
Zusätzlich bekommt das Pferd jetzt permanent Öl gefüttert (einfaches Sonnenblumenöl von Aldi), 1x wöchentlich Mash, 2x wöchentlich Solarium (für das Immunsystem und den Vitamin D Stoffwechsel, gerade im Winter).

Wenn die RB da anfängt 'wir müssen einen TA holen' mache ich das auch nicht.
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #9
Der Hafi meiner Freundin (steht in der Nachbarbox) hat nun auch solche komische Hautveränderungen und hat nun den Tierarzt angerufen. Der war dann da und hat gesagt, dass das angeblich Schürfstellen wären, weil bei uns im Stall die Boxen etwas höher gesetzt sind und die nicht gerade, sondern leicht schräg gestellt aus der Box kommen, glaubt sie, dass die sich da mit dem anderen Huf rübergeratscht haben. ich bezweifle dies, weil meine Nanni das ja an beiden Beinen hat, aber egal.

Hat denn jamand von euch eine Idee, was ich für Bodenarbeit mit ihr machen könnte?
Denn das war ja eigentlich meine Ursprüngliche frage ^^.
Danke aber, dass ihr euch so viele Gedanken, auch über ihre Verletztung gemacht habt!

Liebe Grüße, Noel1
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #10
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #11
Bodenarbeit ist bei verletzten Pferden leider fast tabu, denn auch hierbei werden die Pferde gedehnt und gelockert. Das kann ein Pferd mit Schmerzen nicht. Das langweilige Führen kann man mit Pylonen oder einem Spielball (dem Pferd beibrigen dagegenzutreten, den Ball über das stehende Pferd werfen oder drunterher rollen) etc. auffrischen. Stangenarbeit ist allerdings tabu.
Ein wenig leichtes Führtraining wäre schon eher drin.

Vor jeder Bewegung sollte man mit einer Lymphdrainage und Behandlung der wunden Stellen beginnen.
Man kann auch schön einen Beauty Tag einlegen an dem das Pferd gründlich durchgeputzt, massiert, gepflegt, behandelt und gestylt wird.
Die Devise ist eher sich mit dem Pferd möglichst lange zu beschäftigen, ohne es anzustrengen. Eben Kopfarbeit.
Auf Dauer lastet das ein Pferd natürlich nicht aus und ist nur eine Krücke. Irgendwann siegt bei vielen Pferden der Bewegungsdrang und die Konzentrationszeit wird kürzer. Andere Pferde werden müder, schlapper und schluffen nur noch ihre Runden neben dem Menschen her. Die lässt man während der Bewegung am Besten in Ruhe (lässt sie so vor sich hinschleichen, bei gutem Wetter mal draußen führen) und beschränkt sich auf das Betüddeln.
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #12
Also, ich konnte die Besitzerin dazu überreden, doch den TA zu holen und folgende Diagnose wurde gestellt:' MAUKE'. Kann man damit denn überhaupt Bodenarbeit machen? Also, ich muss sie jeden Tag die Beine Waschen und mit einer Creme, die eig. nur für Hunde + Katzen ist, einreiben. Habt ihr mit Mauke erfahrungen? :eusa_think:
ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Tipps geben könntet!
Lg
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #13
Ja hab ich mir doch fast gedacht.
kannst du mal n bisschen was über Mauke lesen hoffe es hilft dir ;)

An sich denke ich ein bisschen was kannst schon schon machen.
Nur nicht übertreiben.
ich weiß ja nicht wie schlimm es bei ihr ist.
Wenn es nur leicht ist haben wir immernoch mit den Pferden gearbeitet (leicht heißt bei mir nur wenig kleine offene stellen)
 
  • Verletzte Hafistute -> Bodenarbeit Beitrag #14
Hi,

na da lag ich doch richtig ;)

Solang sie nicht lahmt, kannst du normal mit ihr arbeiten, allerdings die Mauke ordentlich 'pflegen' vorher. Dh waschen und mit Creme (was genau habt ihr bekommen? Wenn die gröbste Entzündung weg ist geht auch zb Penatencreme) dick einschmieren damit es a) sauber und b) geschmeidig bleibt.

Bei Mauke ist es wie gesagt wichtig, dass die Stellen sauber, trocken und geschmeidig gehalten werden.
Meiner hatte das mal vor Jahren richtig heftig, da mussten wir in ca 14 Tage sogar täglich bandagieren (sauber machen, dann Creme drauf, Gaze, Watte und dann Banadge rum) und mit Medis behandeln, er hat sogar Schmerzmittel bekommen, weil es wirklich übel war.

Solang die Mauke nicht so schlimm ist, schneide ich das Fell um die Verletzung sauber aus, wasche mit Kernseife (oder auch einer Jodseife) aus, dann vorsichtig trockentupfen (!!) und eine Zinksalbe drauf (zb Penaten), gibt auch Zink-Lebertran-Salben speziell fürs Pferd.
Allerdings hatte meiner das nur einen Winter mal, seither nicht mehr.

LG Lilly
 
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