Hi,
in der Akademischen Reitweise geht es im grunde um die Gebrauchsreiterei, man möchte sein Pferd bis ins hohe Alter, gesund (körperlich und psychisch, was evtl. Krankheiten betrifft ist natürlich was anderes) reiten können.
Also ich fange mit meinem Jungen Pferd, so ca. 3-4 Jahre erstmal mit Bodenarbeit an, die gezielt darauf gehen, die Hinterhand unter den Schwerpunkt zu bringen (ist im grunde ja bei jeder Reitweise so), das ganze funktioniert übrigens ohne Hilfszügel, dann lernt das Pferd an Kapzaum und Longe das Vorwärts Abwärts und lernt dabei sein Gleichgewicht zu finden,
dann kommt als nächstes (immernoch vom Boden aus) das es lernt den Rücken hoch zu wölben und sich aufzurichten. (wir trainieren also erstmal vom Boden aus gezielt die Muskeln die wichtig sind um den Menschen zu tragen).
Beim Einreiten gehen wir genauso vor wie vom Boden nur eben das ganze mit Sattel und Reiter, erst dann kommen langsam die Hilfen vom Reiter dazu.
Es dauert also um einiges länger, als z.B. beim Englischen, ist dafür aber um so schonender.
Ist das Pferd erstmal angeritten wird immernoch auch Bodenarbeit gemacht, das geht später bis zur hohen Schule, also Piaffe, Passage, und die verschiedenen Schulsprünge.
In der Akademischen Reitkunst möchten wir, dass die Schritte erhabener werden und nicht raumgreifend. Es dreht sich im Grunde alles um die Hinterhand.
LG
Integra