Eine Frage des Gewissens.

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  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #1
demona

demona

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Hallo,

Ich hab noch nicht so lange Farbmäuse, etwa zwei Jahre und mir war am Anfang durchaus bewußt, dass sie nicht lange leben aber das es manchmal so schnell geht, habe ich anscheinend unterschätzt.

Gestern ist mir ein 6 Monate altes Mäusemädel unter den Händen weggestorben, sie wurde gepäppelt, bekam Aufbaumittel und Vitamine und wurde trotzdem immer weniger, schließlich lag sie tot im Käfig. :(

Ich hatte mich Ende letzten Jahres schon entschieden, die Mäusehaltung aufzugeben und mir Nager zu holen, die länger leben. Doch ehrlich gesagt, ich kann nicht mehr. Ich bin momentan nicht wirklich auf der Höhe und hatte bei meinem Krümel - das Mäusemädel - fast einen Nervenzusammenbruch. Jetzt hab ich meinen Mäusen gegenüber allerdings ein sehr schlechtes GEwissen, dass ich sie so einfach `abschieben` möchte. Ich werde sie definitiv nicht ins Tierheim geben, das werde ich ihnen nicht antun.

Es ist eine sehr große Gruppe, 4 Kastraten und 8 Mädels, ich weis jetzt nicht ob ich die überhaupt zusammen unter bekomm. Oder ob ich noch warten soll bis es weniger sind? Ist es den Mäusen gegenüber unfair? Ich weis einfach nicht weiter. :(

Danke fürs Zulabern lassen

Lg Demona
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #2
Ich finds nicht unfair. Wenn du sie nicht mehr behalten kannst, willst was auch immer . dann vermittel sie, aber in GUTE Hände. Da musst du schond rauf achten. Ich kann dir die Seite (darf ich den Link posten??) empfehlen. Da kann man Mäuse aller Arten inserieren und ich denke mal, dass da wirklich nur Leute suchen, die Ahnung haben / sich gut drum kümmern. Versuchen kannst du es auch mal auf auf dem Marktplatz. Oder natürlich hier im Tierforum, da gibts auch einen extra Bereich zu.
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #3
Hi Demona,

ich kann dich gut verstehen... ich habe jetzt seit 5 Jahren Farbis und war schon sooo oft davor zu sagen "Das hier sind die Letzten, danach kommen keine mehr und die restlichen vermittle ich in eine schöne Gruppe."

Ich habe hunderte Euro beim Tierarzt gelassen und vor allem ist es einfach deprimierend. Klar, man weiß, dass die Tiere nicht lange leben, trotzdem ist es sehr schwer, wenn welche sterben und man in manchen Fällen vor allem so hilflos ist. :( Ich habe gerade 2 Tumormäuse, da geht mir das auch so...

Trotzdem habe ich es bisher doch nicht "geschafft" die Mäusehaltung aufzugeben. Irgendwie hänge ich dann doch zu sehr an den Tieren und wenn sie gesund sind, machen sie so viel Freude, dass ich mich nicht trennen kann.

Aber ich denke, dass du kein schlechtes Gewissen haben musst. Sie sind dir ja nicht langweilig geworden und du ersetzt sie auch nicht. Ich finde es gut, wenn du ein neues Zuhause für sie findest, wo sie dann noch glücklich leben können. =)
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #4
Ach demona, fühl Dich mal gedrückt. Wir haben ja kürzlich schon darüber gesprochen und ich kann Dich absolut verstehen. Mir geht es da wie Beere. ;)
Ich finde nicht, dass es den Mäusen gegenüber unfair ist, immerhin wirst Du sie in gute Hände vermitteln.
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #5
Hallo,

ich denke, jeder der Mäuse hat, kann Dich ein Stück weit verstehen ...

Ich hatte sieben Jahre Mäuse und habe im letzten Jahr "aufgehört" - u. a. auch aus den gleichen Gründen wie Du.

Es gibt immer wieder solche Phasen in der Mäusehaltung, wo viele krank sind und sterben - dann gibt es auch wieder Zeiten, wo es über Monate gut läuft. Damit muss man leben können ... Anfang fand ich das ok und wußte, für jede Maus, die geht, kommt über kurz oder lang eine andere, die einen schönen Platz hier findet - aber irgendwann ging es einfach nicht mehr. Mir ist von Mal zu Mal näher gegangen, wenn wieder eine tot war und vor allem auch meine Kinder haben jedes Mal einen Höllenaufstand mit Tränen und Co. gemacht - das ging nicht mehr.

Ich denke, den Mäusen ist es egal, ob sie bei Dir leben oder bei jemandem anderen - solange sie artgerecht leben können natürlich. Es ist ja nicht so, daß die Tiere sich so sehr an ihre Menschen binden wie z. B. ein Hund oder eine Katze ...

Wenn Du nicht mehr kannst, dann würde ich den Süßen ein schönes Zuhause suchen - ganz ohne Zeitdruck und auch ohne schlechtes Gewissen.

LG Ida
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #6
Guten Morgen,

danke für eure aufbauenden Worte.

Ich saß gestern lange vor meinen Mausis und habe überlegt, sie sind super süß, ich habe sie wirklich lieb und diese schwarzen Knopfaugen sind einfach zum dahin schmelzen aber es geht nicht mehr. :(

Mir geht es nicht ums Geld, ich habe viele Euro beim Tierarzt gelassen und würde es jederzeit wieder tun aber diese Hilflosigkeit. Mein Krümel hat es mir richtig vor Augen geführt, ich mußte zusehen wie sie immer weniger wurde und schließlich tod war. Wir waren mindestens 8 - 9 Mal beim Arzt, jedes Mal Aufbaumittel und Vitamine, dann ging es ein paar Tage wieder und dann ging es von vorne los. Die Vermutung liegt bei ner Stoffwechselstörung, sie hat die Nahrung einfach nicht umgesetzt obwohl ich wirklich gepäppelt habe. Das war für mich der Punkt wo es nicht mehr ging.

Ich werde sie vermitteln, vielleicht finde ich ja einen super großzügigen Körnergeber, der alle nimmt auch wenn ich das nicht wirklich glaub. Aber hey, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich werde mir mit der Vermittlung Zeit lassen um ein schönes Zuhause zu finden.

Lg Demona

Ps. solltet ihr jemanden kennen, der zufällig gerade Mausels sucht, immer her damit. ;)
 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #7
Hallo Demona,

ich wünsche dir und deinen Mäuschen alles Gute. Wir standen Ende letzten Jahres vor der selben Entscheidung. 4 unserer Mäusedamen waren innerhalb eines halben Jahres verstorben, was für uns sehr schwer war.
Nach ca. 6 Wochen ist es uns gelungen, für unsere Restmaus ein neues Zuhause zu finden.
Wir hatten Anzeigen hier, bei mausebande und im mäuseasyl.
Inzwischen hat der Käfig neue Bewohner gefunden.
Viel Glück.

 
  • Eine Frage des Gewissens. Beitrag #8
Ach Demona, ich kann dich gut verstehen. Ich musste im November auch die Entscheidung treffen mit den Mäusen aufzuhören, wenn auch aus anderen Gründen (Gesundheit meines Sohnes und auch meine eigene). Im Moment habe ich noch 13, habe insgesamt 13 vermittelt und 8 Nasen werden wenn alles klappt auch demnächst ausziehen.
Leicht fällt es mir auch nicht.
Aber man muss einfach an die Tiere denken. Und es ist doch am Besten wenn du in Ruhe und ohne Druck nach einem neuen Zuhause schauen kannst. Ich drücke dir die Daumen, dass du sie so gut vermitteln kannst wie ich.
 
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