Wäre ein Zweithund bei uns klug?

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FräuleinSchändlich

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Hallo ihr Lieben!

Ich schreibe hier heute in erster Linie im Namen meiner Mutter. Also, sie bzw. wir haben eine Hündin, Appenzeller Sennenhund, heißt Cindy, 11 Jahre alt und sie hat.. naja, sagen wir, alles andere als ein gutes Sozialverhalten. Anderen Hunden gegenüber reagiert sie in den meisten Fällen schon von Anfang an aggressiv, es gibt ganz wenige Ausnahmen. Hündinnen gehen garnicht, mit Rüden versteht sie sich meist einigermaßen gut. Mit Welpen versteht sie sich in den meisten Fällen sehr gut, tobt sogar nochmal richtig, was sie sonst zu Hause garnicht mehr so sehr macht. Genau aus diesem Grund stand der Gedanke eines Zweithundes im Raum - sie blüht einfach total auf, wenn ein jüngerer Hund dabei ist und mit ihr spielt. Nun haben wir in einem Tierheim hier in der Umgebung einen tollen, drei Monate alten Rüden gefunden der uns allen sehr zusagt und wir haben uns im Prinzip sofort "verliebt". Allerdings haben wir bisher auch noch nicht versucht, ob sie sich auf neutralem Boden verstehen, bisher steht nur die Überlegung im Raum.

Außerdem sollte ich erwähnen, dass wir bereits einmal etwas in Art einer Vergesellschaftung versucht haben, nämlich mit einem jungen Rüden aus Spanien. Die Dame vom Tierschutzverein kam hier an und war von Anfang an recht.. sagen wir, unfreundlich. Auf jeden Fall war sie weder mir noch meiner Mutter allzu sympathisch, was sich gewiss auch daraus ausgewirkt haben wird. Wir sind jedenfalls auf neutralem Boden, sprich im Wald hinter unserem Haus, spazierengegangen und im Prinzip liefs ganz gut, der Rüde durfte Cindy nur nicht allzu nah kommen, sonst gabs direkt Gegrummel. Eskaliert ist aber nichts. Die Frau hat aber dennoch bereits nach weniger als einer Viertelstunde den Versuch abgebrochen und ist wieder gefahren.

Desweiteren gäbs auch immernoch die Möglichkeit, den Hund prinzipiell in meiner Wohnung unterzubringen (ist über der von meinen Eltern), allerdings habe ich vier Katzen - bei dem Rüden steht explizit dabei, dass er sich auch mit Katzen versteht. Allerdings weiß ich das von meinen Katzen nicht. Ich habe zwei Jüngere, bei denen wäre das gewiss kein großes Problem sie noch daran zu gewöhnen, aber die zwei älteren Damen die ich habe sind um die 14 Jahre alt und ich weiß nicht, ob sie jemals mit Hunden in Kontakt gekommen sind. Da Cindy keine Katzen mag, haben wir das auch nie ausprobiert.
Wäre aber auch gewiss nicht die optimalste Lösung, sondern mehr so eine Art "Notfallplan", falls die beiden sich nur langsam aneinander gewöhnen. In der Wohnung meiner Eltern hätte der Hund halt auch Auslauf in den riesigen Garten und so weiter, bei mir wären "nur" die paar Stunden Spazierengehen drin.

Zeittechnisch hätten wir garkeine Probleme, wenn meine Mutter auf der Arbeit ist bin ich zuhause und andersrum - insofern wäre im Prinzip immer einer beim Hund. Ich kann mir außerdem auch problemlos, ein oder zwei Monate Urlaub nehmen, da ich nur einen Nebenjob mache und hauptsächlich ein Fernstudium absolviere. Insofern wäre auch wenn mal eine außergewöhnliche Situation ist (Arzttermin, Friseur o.ä.) immer wer daheim, da kann man sich ja absprechen..

Jetzt habe ich halt folgende Fragen:
1. Würdet ihrs überhaupt versuchen, bei so einer alten Problemhündin?
2. Wenn ja, wie würdet ihr das anstellen? Tipps und Tricks zur Vergesellschaftung, wie man sie langsam aneinander gewöhnen kann oder Geheimtipps wie sie sich schneller "akzeptieren"? (Wobei da natürlich auch die Frage ist, ob das Tierheim überhaupt so geduldig ist, vor allem bei einem Welpen..)

Ich danke euch schonmal vielmals für alle Antworten!:)
 
  • Wäre ein Zweithund bei uns klug? Beitrag #2
Eine potentielle Zusammenführung mal ganz außen vor gelassen, müsst ihr euch vor allem in einem Punkt im Klaren sein: Der neue Hund übernimmt (besonders wenn er noch so jung ist) die Unarten des bereits vorhandenen. Somit habt ihr dann zukünftig nicht nur einen zeternden Hund an der Leine, sondern zwei, die Theater machen ohne Ende. Wollt ihr euch das ernsthaft für die nächsten Jahre antun?
 
  • Wäre ein Zweithund bei uns klug? Beitrag #3
Ich kann Dogma nur bepflichten und möchte noch ergänzend sagen, dass so ein 3 Monate alter jung Rüde auf Dauer sehr anstrendend für eure ältere Hündin sein kann, denn auch wenn sie beim Gassi gehen in Gegenwart jüngerer Hunde aufblüht und mit ihnen tobt heißt das noch lange nicht, dass sie einen solch spielfreudigen Junghund 24 Stunden am Tag erträgt.
Ich würde keinen Zweithund holen und die Energie in den Ersthund stecken, da da doch nich einige Baustellen zu sein scheinen.
Vielleicht besucht ihr auch mal eine gute Hundeschule?
 
  • Wäre ein Zweithund bei uns klug? Beitrag #4
Das Theater was sie früher gemacht hat, also die Unarten an sich, haben mittlerweile eigentlich komplett nachgelassen. Dafür ist sie nun wohl schon zu alt. Auch hier im Haus, mit Besuch etc. haben wir überhaupt keine Probleme mehr, was früher undenkbar war. Das eigentliche Problem was ich meinte war eben das Verhalten, wenn ein "fremder Hund" hier das Grundstück betritt. Sie trägt zum Beispiel immer einen Haufen Tannenzapfen mit sich rum, da darf keiner dran zu nahe kommen (uns mal ausgeschlossen) - wenn ein junger Hund das nun versucht, könnte ich mir vorstellen, dass sie böse wird. Ich weiß nicht ob man das so beschreiben kann, aber vielleicht eine Form von "Eifersucht".
 
  • Wäre ein Zweithund bei uns klug? Beitrag #5
...

Zwischen meinen Hunden liegen ja leider auch 10 Jahre Altersunterschied.
Mein Ersthund war und ist das Prinzesschen auf der Erbse.
Kurz gesagt habe ich ihr mit dem zweiten Hund keinen Gefallen getan, auch wenn sie durch den jungen Hund auch häufiger motiviert zum rennen wurde.

Ich weiß nicht, wie es um den gesundheitlichen Zustand eurer älteren Hündin besteht. Über kurz oder lang kann ihr so ein junges Energiebündel aber sehr auf die Nerven gehen. Zudem kommt, dass die Hunde sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben, die ganz schön auf das Zeitkonto gehen.
Irgendwann wird bei mir der Punkt kommen, wo meine ältere Hündin nicht mehr so lange Spaziergänge mitmachen kann und lieber viele kleine hätte, was aber dem inzwischen jungen erwachsenem Hund nicht reicht.
Heißt also, dass ich häufiger mit den Hunden (einzelnd) los maschiere.

Dann kommen mit dem Alter auch so manche Wehwehwechen und Tierarztbesuche.
Ich finde es schwierig, wenn ich einen älteren, evtl. kranken Hund zu Hause lassen müsste um den jungen adulten Hund auszupowern.

Aber gut - wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Doch eurer älteren Hündin werdet ihr wohl langfristig keinen Gefallen tun mit so einem jungen Wilden.

Auf Spaziergängen mal für 1-2 Stunden Kontakt mit nem anderen Hund zu haben ist was anderes als wenn da auf einmal ein Artgenosse im selben Haus ist, wo sich die selben Menschen drum kümmern.
Veränderungen bringen Stress für den Hund und ein neues Rudelmitglied dauert so seine Zeit bis da alles wieder klar geregelt ist.



Ich weiß nicht, wie ich das bei meinem nächsten Hund machen werde. Ich weiß nicht wie alt mein adulter Hund ist, wenn meine ältere Hündin nicht mehr bei uns ist... Fest steht für mich, dass ich ein Leben mit zwei Hunden durchaus interessanter finde als 'nur' mit einem Hund.
Solange mein Hund also noch fit genug für einen neuen ist, sozial verträglich ist und erziehungsmäßig keine großen Baustellen hat - wird auch recht schnell ein zweiter wieder kommen.
Wäre sie aber bis dahin selbst schon älter und nicht mehr so gut auf den Beinen unterwegs, würde ich ihr ein paar ruhige letzte Jahre bei mir gönnen und erst dann einen neuen Hund ins Haus holen.

Hatte ja auch über einen dritten Hund nachgedacht, aber das möchte und werde ich meinem Alt-Hund nicht mehr in ihrem Leben antun, obwohl sie jetzt noch fit ist und keine Probleme hat.
~§~
 
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