- Achtung: Hamster PAPOVA/POLYOMA-VIRUS Beitrag #1
Laura
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Hallo Foris,
nach raschem Durchsuchen des Forums habe ich noch keinen Thread zu diesem Thema gefunden und halte es eigentlich für wichtig, dass Hamsterhalter über diese Krankheit aufgeklärt sind. Eventuell kann ja auch jemand aus eigener Erfahrung berichten oder Bilder dazu beisteuern, im Internet findet man größtenteils die Gleichen.
Der Thread soll nicht zur Panikmache, sondern zur Aufklärung dienen, also bitte keine riesen Diskussionswelle vom Zaun brechen, ob es jetzt sinnvoll ist, Tiere einzuschläfern oder sonst was.
Der Hamster Papova- oder Polyoma-Virus bricht nur bei Gold- und Feldhamstern aus. Zwerghamster können angeblich nur Träger des Virus sein. Die Erkrankung äußert sich durch Warzen oder Tumore, die in unterschiedlichen Größen und Mengen vorkommen. Sie treten meist direkt unter der Haut zuerst am Kinn, im Gesicht, an den Ohren, im Nacken, um den After und an den Füßchen auf, später auch verteilt über den Körper. Es ist ebenfalls möglich, dass sie sich an inneren Organen bilden.
Vermutlich hängt der Verlauf der Krankheit vom Allgemeinzustand des Tieres ab. Jüngere Tiere leiden oft an schlimmen, inneren Tumoren und sterben schneller an der Krankheit, während ältere Individuuen meistens oberflächlichere Tumore bekommen (nicht ausschließlich!).
Es kann sein, dass die Warzen für eine Zeit lang verschwinden und an anderen Stellen wieder auftreten!
Der Virus ist hochansteckend und wird primär durch Urin, sekundär durch Kot, Staub, Haarschuppen, Muttermilch und ähnlichem übertragen. Er kann auch an der Kleidung des Halters haften und so in andere Hamsterbestände eingeschleppt werden! Eine strikte Quarantäne ist daher einzuhalten, wenn man ein infiziertes Tier hat. Es gibt Empfehlungen, vor allem in (größeren) Zuchtbeständen betroffene oder sogar alle Tiere einzuschläfern. Bei nicht allen Tieren, die Träger des Virus sind, muss die Krankheit ausbrechen.
Die Inkubatinszeit beträgt 4-30 Wochen! In dieser Zeit können andere Tiere schon angesteckt werden.
In den meisten Fällen ist der Virusauch durch Laboruntersuchungen von Tumorgewebe nicht nachweisbar! Bisher konnte er nur durch teure Blutuntersuchungen in England eindeutig nachgewiesen werden.
Die Krankheit ist nicht behandelbar, jedoch können Hamster mit ihr alt werden.
Nach dem Tod eines infizierten Tieres muss dessen Behausung gründlich desinfiziert werden (Empfehlung VIRKON vom TA) und mehrere Monate leer stehen, da sich der Virus trotzt entsprechender Maßnahmen sehr lange hält! Schlecht zu reinigende Unterbringungen sowie Zubehör sollten entsorgt werden.
Angeblich gibt es keine andere bekannte Krankheit, die bei Hamstern diese Symptome hervorruft!
Vermutlich wurde der Virus durch Zoolädentiere, die manchmal aus dem Ausland bezogen werden, nach Deutschland eingeschleppt. Bisher ist Hamster PaPoVa in England, Holland, Schweden, den USA, Finnland und der Tschechischen Republik aufgetreten.
Bilder findet ihr z.B. hier.
nach raschem Durchsuchen des Forums habe ich noch keinen Thread zu diesem Thema gefunden und halte es eigentlich für wichtig, dass Hamsterhalter über diese Krankheit aufgeklärt sind. Eventuell kann ja auch jemand aus eigener Erfahrung berichten oder Bilder dazu beisteuern, im Internet findet man größtenteils die Gleichen.
Der Thread soll nicht zur Panikmache, sondern zur Aufklärung dienen, also bitte keine riesen Diskussionswelle vom Zaun brechen, ob es jetzt sinnvoll ist, Tiere einzuschläfern oder sonst was.
Der Hamster Papova- oder Polyoma-Virus bricht nur bei Gold- und Feldhamstern aus. Zwerghamster können angeblich nur Träger des Virus sein. Die Erkrankung äußert sich durch Warzen oder Tumore, die in unterschiedlichen Größen und Mengen vorkommen. Sie treten meist direkt unter der Haut zuerst am Kinn, im Gesicht, an den Ohren, im Nacken, um den After und an den Füßchen auf, später auch verteilt über den Körper. Es ist ebenfalls möglich, dass sie sich an inneren Organen bilden.
Vermutlich hängt der Verlauf der Krankheit vom Allgemeinzustand des Tieres ab. Jüngere Tiere leiden oft an schlimmen, inneren Tumoren und sterben schneller an der Krankheit, während ältere Individuuen meistens oberflächlichere Tumore bekommen (nicht ausschließlich!).
Es kann sein, dass die Warzen für eine Zeit lang verschwinden und an anderen Stellen wieder auftreten!
Der Virus ist hochansteckend und wird primär durch Urin, sekundär durch Kot, Staub, Haarschuppen, Muttermilch und ähnlichem übertragen. Er kann auch an der Kleidung des Halters haften und so in andere Hamsterbestände eingeschleppt werden! Eine strikte Quarantäne ist daher einzuhalten, wenn man ein infiziertes Tier hat. Es gibt Empfehlungen, vor allem in (größeren) Zuchtbeständen betroffene oder sogar alle Tiere einzuschläfern. Bei nicht allen Tieren, die Träger des Virus sind, muss die Krankheit ausbrechen.
Die Inkubatinszeit beträgt 4-30 Wochen! In dieser Zeit können andere Tiere schon angesteckt werden.
In den meisten Fällen ist der Virusauch durch Laboruntersuchungen von Tumorgewebe nicht nachweisbar! Bisher konnte er nur durch teure Blutuntersuchungen in England eindeutig nachgewiesen werden.
Die Krankheit ist nicht behandelbar, jedoch können Hamster mit ihr alt werden.
Nach dem Tod eines infizierten Tieres muss dessen Behausung gründlich desinfiziert werden (Empfehlung VIRKON vom TA) und mehrere Monate leer stehen, da sich der Virus trotzt entsprechender Maßnahmen sehr lange hält! Schlecht zu reinigende Unterbringungen sowie Zubehör sollten entsorgt werden.
Angeblich gibt es keine andere bekannte Krankheit, die bei Hamstern diese Symptome hervorruft!
Vermutlich wurde der Virus durch Zoolädentiere, die manchmal aus dem Ausland bezogen werden, nach Deutschland eingeschleppt. Bisher ist Hamster PaPoVa in England, Holland, Schweden, den USA, Finnland und der Tschechischen Republik aufgetreten.
Bilder findet ihr z.B. hier.