Das stimmt so auch nicht. Generell brauchen Meeris nämlcih kein Trockenfutter. Bzw. Von welchen TF reden wir? Trockenfutter im herkömmlichen Sinn, mit Getreide, Melasse etc. ist ein Produkt das absolut nicht in Meerimägen gehört.
Auch eine Fütterung mit dem Mimimum an Frischfutter, wie das bei 100 g der Fall ist halte ich gerade bei Aussenhaltung für viel zu wenig. Wo kommt das denn her mit dem täglich Brot und am wichigsten? Klar ist Heu auch wichtig, aber zu überbewerten sollte man es doch nicht. Eine Mischung aus allen Komponenten ist das optimalste.
Trockenfutter ist nämlich eigentlich auch Heu und Kräuter.
Für Aussenhaltungstiere ist sehr wichtig ausgewogen und vielfältig zu füttern. Da ist es mit etwas Salat, Gurke, und Karotten sicher nicht abgetan. Aussenhalter füttern in der Regel noch viel vielfältiger und ausgewogener und Kalorienreicher als Innenhalter, vom Gemüse/Grünfutter her.
Eine gesunde Fütterung für Aussen/sowohl auch innen sieht täglich einfach so aus:
Heu, das immer vorhanden sein muss (wobei dieses zum Großteil im Sommer mit Wildwiese ersetzt werden kann)
Gemüse und Grünfutter/Wiese (Kräuter/Gräser/Blätter/Blumen, auch "Küchenkräuter") soviel, als das bis zur nächsten Mahlzeit knapp aufgefressen wir, oder noch wenig liegt. D.h. Frisches sollte so gut wie immer angeboten sein. (das dies Nachts nicht geht ist klar

) Bei Außenhaltung ist darauf zu achten das entsprechend öfter Frischfutter in kleineren Portionen gefüttert wird, da es schneller verdirbt, bzw. einfriert.
Frisch und getrocknet: Kräuter, Blüten, und Blätter.
Zusätzlich gibt man ca. 3x wöchentlich einen Sonnenblumenkern. Erbsenflocken dürfen einmal am Tag gegeben werden, pro Tier nciht mehr als 1-2. Das kann man auch prima nutzen um jedes anzulocken um einen kurzen Blick auf jedes Tier aus der Nähe zu werfen.
Zweige zum Nagen sollten immer vorhanden sein. Wasser ist selbstverständlich. Bei Aussenhaltung sind immer Näpfe zu bevorzugen.
Neben den Trockenkräutern (diese sind gerade in Außenhaltung wichtig, sollen aber auch in Innenhaltung unbedingt verfüttert werden, Sie enthalten zum Teil auch weniger Kalzium als Heu.) kann zusätzlich gegebenenfalls ein Mix aus wenig Trockengemüse(ohne Nebenprodukte oder künstliche Vitamine) zur schnellen Energieversorgung, wenige Haferflocken, und tägliche Gabe von wenigen Sonnenblumenkernen gegeben werden. Wobei in der Regel auch Außenhalter darauf verzichten können und sollen, soweit die Tiere mit wirklich ausreichend Frischfutter versorgt werden. Dieses Zusatzfutter darf keinesfalls den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Es kann aber auch gut eingesetzt werden bei Tieren die nach OPs etc. kurzfristig schnell Energie brauchen. Dabei möchte ich mal noch den grünen Hafer erwähnen. Auch dieser kann gut genutzt weden für so einen Fall. Allerdings gehört auch er nicht immer auf den Speiseplan.
Geschwächte Tiere oder sehr alte Tiere gehören dann auch nicht mehr in Außenhaltung wenn sie draußen Gewichtsprobleme nach unten haben. Das muss einem bewust sein, das man auch die "Kranken" nach drinnen holen kann. Es macht keinen Sinn "künstlich" mit ungesunden Kraftfuttergaben das Gewicht hochzuhalten, da damit einfach auch das Verdauungssystem massiv belastet wird. Es hat ja auch oft andere Gründe warum die Tiere mit dem Gewicht abfallen. Dann sollte man nicht einfach sagen: Ach dann füttere ich eben mehr "Körner" sondern Ursachenforschung betreiben und gegebenenfalls die Haltung überdenken. U.a. ist es auch so, das die Tiere natürlicherweise im Laufe der Jahre sowieso Gewicht verlieren.
Mit Wildmeerschwinchen kann man unsere Hausmeerschweinchen nur noch bedingt vergleichen. Schließlich würde jahrelang gezüchtet und gekreuzt um davon wegzukommen. Natürlich orientiert sich unsere heutige Fütterung am Ursprung, nur komisch: Beim Trockenfutter gilt das dann nicht mehr. Ich hab auch noch kein Vitakra* Ovato*, und Cavia Kor*(so wie die so beliebten und angeblich nicht schadenden TF-Sorten alle heissen mögen) auf Wiesen wachsen sehen. Wenn es möglich wäre immer eine ausgewogene Wiese zur Verfügung zu haben, wäre das eine tolle Sache. Dann könnten wir uns zumindest anlehnen an die Ursprungsernährung. Nur unsere Monokulturwiesen sind mit den Andengräsern wohl nicht zu vergleichen.