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Diskutiere Nachwuchs im Kaninchen Gesundheit Forum im Bereich Kaninchen Forum; Hallo, ich hätte mal ne Frage. Gilt für Kaninchen das Gleiche wie z.B. für Meeris, daß man bei Nachwuchs drauf achten muß was für einen...
  • Nachwuchs Beitrag #1
meerschweindl

meerschweindl

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Hallo,

ich hätte mal ne Frage.

Gilt für Kaninchen das Gleiche wie z.B. für Meeris, daß man bei Nachwuchs drauf achten muß was für einen STammbaum die werdenen Eltern haben. Daß sie also nicht verwandt sind etc ?

Bei Kaninchen geht das ja oft recht schnell mit Nachwuchs oder ? Und es kann ja durchaus seim, daß der Sohn wieder auf der Mutter war oder auf der Schwester oder ?

Würd mich freuen über antwort
 
  • Nachwuchs Beitrag #2
Hallo Meerschweindl...

Du hast dir deine Frage schon selber beantwortet...

Gilt für Kaninchen das Gleiche wie z.B. für Meeris, daß man bei Nachwuchs drauf achten muß was für einen STammbaum die werdenen Eltern haben. Daß sie also nicht verwandt sind etc ?
Japp das gilt für alle Nager!
Bei Menschen sollte dies ja auch nicht vorkommen;)


Und wenn man die Babys früh genug von der Mama trennt, kann auch dort absolut nichts Passieren!
Ein Verantwortungs bewusster Züchter trennt die Tiere rechtzeitig.
Diese Gefahr sollte man immer umgehen und sich an das alter halten.
 
  • Nachwuchs Beitrag #3
Bei Kaninchen geht das ja oft recht schnell mit Nachwuchs oder ? Und es kann ja durchaus seim, daß der Sohn wieder auf der Mutter war oder auf der Schwester oder ?

Würd mich freuen über antwort

Hm, gilt wie bei den Meerschweinchen auch, wobei man sagen das man bei den Kaninchen doch eine "deutlich" längere Zeit hat, bis die Kinder von der Mutter weg müssen.
 
  • Nachwuchs Beitrag #4
weil es eben sonst zu Mißgeburten führen kann ?!?
Kann es auch sein, daß die Babys erst mal gesund ausschauen oder auch sind, aber sich später irgendwelche Schädigungen rausstellen ?
 
  • Nachwuchs Beitrag #7
Echt? das wusst ich ja noch gar nicht. Wie kommt das denn, dass so fehlstellungen von babys "innerhalb der famile" passieren?
 
  • Nachwuchs Beitrag #8
ich frag deshalb weil bei meiner Freundin ständig hasennachwuchs da ist. Momentan mal wieder 11 Hasen (Es wurden mal 3 gekauft). Ich weiß nicht wie oft mittlerweile schon nachwuchs im Dutzend da war. Die kommen anscheinend mit trennen nciht nach. Aber wenn es eben mal 3 waren und ständig Nachwuchs kommt, muß es doch die totale Inzucht sein und das regt mich gerade tierisch auf, je mehr ich über NAger lern.
 
  • Nachwuchs Beitrag #9
:shock:

Is nich wahr!

Was hat die denn für Geschlechter?
Sind die Babys von denn Grossen Tieren oder von welchen?
 
  • Nachwuchs Beitrag #10
Sind die Babys von denn Grossen Tieren oder von welchen?

Nee so viel ich immer mibekommen haben, sind da dann die Jungen immer wieder schwanger gewesen. Ich hab mich da nie drum gekümmert, nur immer mitbekommen, da sind wieder nen Haufen hasen da. Dann wurden die im Freundeskreis abgegeben, bis ihc dann wieder hörte , daß so und so viel da sind. Aktuell scheinen es 11 zu sein. Ich glaub die weiß selber immer erst dann daß wieder nachwuchs ansteht, wenn eine Häsin schwanger ist.

Ich werd sie aber jetzt drauf ansprechen und ihr auch sagen, daß das Inzucht in Reinform ist und unverantwortlich.
 
  • Nachwuchs Beitrag #11
Ja, du musst unbedingt mal mit ihr sprechen.
Sag ihr, dass sie die ninis trennen muss( wenn sie alt genung sind) und die böcke kastrieren oder abgeben muss sonst geht das ja immer so weiter!!!=((
 
  • Nachwuchs Beitrag #12
Was deine Freundin da macht, ist eine unkontrollierte Vermehrung ... ich glaub nicht, daß sie weiß, was sie da tut.
Züchten ist etwas, wo viel Verantwortung und noch mehr Disziplin vonnöten ist. Ohne Wissen geht es nicht - gut, man kann Glück haben, aber meist geht eine solche unkontrollierte Vermehrung in die Hosen. Sie selbst wird wahrscheinlich die kranken Kaninchen nicht mal sehen, weil sie die weggibt, bevor Zahnfehler etc zu sehen sind.

Inzucht selbst ist nicht schlecht - es gibt Kaninchenzüchter, die schon über Generationen nur über Inzucht ihre Stämme aufgebaut haben und wo die Kaninchen rundum gesund sind. Bei Züchtern, wo viel fremd eingekreuzt wird dagegen, fallen sehr viel häufiger kranke Kaninchen.

Was aber schlimm ist, ist die fehlende Selektion - und genau dafür sind auch Stammbaum, Zuchtbuch und Bestandsbuch da. Nur, wenn das sauber geführt wird, kann für jedes Kaninchen, welches man in der Zucht einsetzen will, nachgeschaut werden, ob überhaupt die Verwandschaft in Ordnung war, ob die Eltern, Großeltern und Urgroßeltern in Ordnung waren und ob es überhaupt zu verantworten ist, ausgerechnet dieses Kaninchen Nachzucht bekommen zu lassen.
Mit der Inzucht hat das aber nix zu tun!

Die Inzucht führt vielmehr dazu, daß wenn eine rezessive Mutation auftritt, diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in der ersten Inzuchtgeneration fällt - man weiß dann also, was in den Elterntieren drin ist und kann sie, wenn die Mutation eine Erbkrankheit ist oder Zahnfehlstellungen bedingt oder ähnliches, beide aus der Zucht nehmen. Anhand des Zuchtbuches wiederum kann dann geschaut werden, ob man nicht auch besser die Großeltern aus der Zucht nimmt, oder ob es tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Mutation war.
Habe ich gesunde Junge aus Inzucht und alle Jungen dieser Verpaarung sind gesund, kann ich relativ sicher sein, daß hier keine unerwünschten Gene mitspielen. Ich kann also mit diesen Jungen weiterzüchten ...

Was die Wohnzimmerzuchten und viele Hobbyzuchten so gefährlich macht, ist jedoch das mangelnde Wissen über Zuchtmanagement, Inzucht, das Nichtführen von Bestandsbuch und Zuchtbuch, mangelnde Aufzeichnungen und daraus folgende mangelnde Selektion. Wenn irgendwann übersehen wird, daß ein Kaninchen mit leichter Zahnfehlstellung Junge bekommen hat, diese aber wieder miteinander Junge bekommen, dann summiert sich das mit der Zahnfehlstellung.
Nach spätestens drei Generationen kann niemand mehr sagen, woher diese Zahnfehlstellung nun eigentlich kommt ... aber es fallen die ersten Kaninchen, die alle drei Wochen zum TA müssen.

Noch schlimmer sind die unkontrollierten Fremdverpaarungen, also das krampfhafte Vermeiden von Inzucht - dies führt nämlich zu einer Anhäufung von unerwünschten Genen, ohne daß man das den Kaninchen ansieht. Irgendwann aber sind die Gene in der gesamten Population verbreitet, und überall fallen ganz plötzlich kranke Kaninchen ...
Auch hier wieder - wenn Zuchtbuch und Bestandsbuch korrekt geführt worden wären, hätte man nachforschen können, woher die Tiere überhaupt kommen, ob irgendwelche Krankheiten aufgetreten sind usw usf. Man hätte also auch bei Fremdverpaarung mit einer vernünftigen Selektion die Katastrophe verhindern können.

Egal wie man es dreht - ohne eine vernünftige Zuchtplanung taugt die ganze Vermehrung nix, es werden früher oder später kranke Tiere fallen. Das hat nix mit Inzucht zu tun ...

Es gibt dann zum Schluß noch eine falsch verstandene Selektion, die selbst sonst guten Züchtern passieren kann - wenn nämlich Kaninchen nur auf Aussehen hin selektiert werden, können sich auch wieder unbemerkt unerwünschte Gene anhäufen. Mit Inzucht ist die Katastrophe, die daraus folgt, schneller zu sehen, aber sie kommt auch bei Fremdverpaarung!
 
  • Nachwuchs Beitrag #13
Bei einer Zuchtbedingten Inzucht werden aber normalerweise immer nur Vater mit Tochter, dann die daraus entstandene Tochte usw. verpaart oder umgedreht dann mit Mutter und Sohn. Von Geschwisterverpaarungen wird normalerweise Abstand genommen. Warum denn da eigentlich? Weil hier die Blutverwanschaft schon zu dicht ist? Wird es ja dann wenn der Väter immer wieder mit seinen Töchtern von den Töchtern verpaart wird, ja auch oder?

Das schlimme an dieser Art von Vermehrung ist ja meistens das genau dort dann Zahnfehlstellungen usw. auftreten und sich das immer weiter durchschleift, da hatten wir glaub ich sogar schon mal so einen Fall im Forum, wo jemand von solch einem Bekannten erzählt hat, der einfach so vor sich hinvermehrt hat mit den Tieren. Treten solche Ebrkrankheiten auf, dann müssen alle Tiere aus der Zucht genommen werden, auch wenn es bei den Eltern ursprünglich nicht der Fall war, sie vererben es weiter und auch Kinder die es nicht haben, können es zu 50% in sich tragen, wenn es ein Elternteil vererbt hat, also müssen wenn man es wirklich richtig macht, auch diese aus der Zucht.
 
  • Nachwuchs Beitrag #14
Geschwisterverpaarungen sind genauso üblich wie Vater-Tochter oder Mutter-Sohn-Verpaarungen. Es sind aber unterschiedliche Dinge, die über solche Verpaarungen gefestigt oder sichtbar gemacht werden.
Wenn ich beispielsweise eine Vater-Tochter-Verpaarung habe, bekomm ich relativ sicher raus, wie die Genetik des Vaters aussieht. Ich kann seine Eigenschaften über diese Rückverpaarung festigen.
Allerdings kann es immer mal passieren, daß ein rezessives Gen eben nur nen dominanten Partner bekommt und so durch Zufall im Wurf das zugehörige Merkmal nicht sichtbar wird. Deswegen ist es ja so wichtig, so viele Infos über so viele Vorfahren und Verwandte wie möglich zu sammeln.

Bei Geschwistern will ich entweder einen Inzuchtstamm aufbauen, geht über Geschwisterpaarung am schnellsten, oder ich will generell wissen, was ist an rezessiven Genen versteckt. Ich hab bei einer solchen Verpaarung also beide Elterntiere abgescheckt, weiß aber im Endeffekt nicht, von wem der beiden die Merkmale, die bei den Enkeln auftauchen, nun wirklich kommen.

Da die meisten Züchter eben doch auf Vitalität und Ausstellungserfolg züchten (einige stellen dabei leider die Vitalität unter Wünschenswert ... bei denen zählt dann nur noch der Ausstellungserfolg), ist für sie wichtiger, herauszufinden, welche versteckten Gene nun bei der Mutter oder dem Vater sich verbergen. Dazu kommt, daß oftmals bestimmte Eigenschaften wie Felldichte, Frohwüchsigkeit, große Würfe oder die Farbe gefestigt werden sollen. Da wird dann über den Elter rückgepaart, der diese Eigenschaft besonders gut zeigt.

Es gibt ganze Bücher über Verpaarungssysteme, wann was am Besten ist, welche Vor- und Nachteile die haben. Insgesamt ist Zucht, wenn man sie richtig betreibt, eine recht aufwendige und komplexe Sache.
Es geht weder mit Nie Inzucht noch mit Nie Fremdverpaarung - jede Paarung hat seinen Sinn, bei jeder Nachzucht muß gründlich geschaut werden, wie entwickeln sie sich, welche Eigenschaften haben sie. Dabei sind sogar solche Eigenschaften, wie Häufigkeit zu Milbenbefall, Neigung zu Verstauchungen, wie lange dauert der Haarwechsel etc enorm wichtig und geben Auskunft über die Fitness ... ausgerechnet solche Eigenschaften sind aber wiederum sehr stark Haltungsabhängig, sie liefern also nur Hinweise, die aber trotzdem mit Argusaugen überwacht werden müssen.
 
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