- Laienfragen zur eventuellen Anschaffung eines Hundes Beitrag #1
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Artemide
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Hallo Ihr Lieben,
diese Frage wurde hier bestimmt schon tausend mal gestellt, aber da ja jede Situation und Konstallation anders ist, bin ich einfach mal so frei und stelle sie noch einmal:
Ist in meiner Lebenssituation die Haltung eines Hundes möglich oder ist davon eher abzuraten?
Nun zu den Umständen:
Zur Zeit halte ich eine alte Katzendame (Irmchen wird in kürze 15) die seit kurzem leider Einzelkatze ist - nach schwerer Nierenkrankheit haben wir ihren Gefährten Merlin verloren. Meiner Madame werde ich ich in diesem Alter natürlich kein anderes junges Tier mehr vor die Nase setzen, so gemütlich wie sie geworden ist, wäre das nur Stress wie ich glaube. Sie soll in ihren letzten Jahren die alleinige Aufmerksamkeit bekommen. Seit dem Tod unseres Katers kommt nun jedoch immer mal wieder die Überlegung auf, was wird, wenn meine Katze nach ihrem (hoffentlichen noch langen) Rentnerdasein auch irgendwann einmal nicht mehr da ist.
Mein Mann ist eigentlich eher ein Hundemensch (mit Hunden groß geworden) und wünscht sich sehnlichst irgendwann einen Hund. Ich selber hatte mein Leben lang Katzen um mich, könnte mir aber auch das Zusammenleben mit einem Hund gut vorstellen. Wir sind beide vernarrt in Möpse, wenn also, dann wäre der Mops vermutlich die Rasse unserer Wahl. Wenn nun aber das Gespräch auf das Thema kam habe ich eigentlich immer kategorisch gesagt: Nein, dafür haben wir nicht genug Zeit! Er aber ist der Meinung, dass wir das deichseln könnten. Und hier kommt nun ihr ins Spiel, denn ich würde gern eure Meinung hören. Wir reden hier wie gesagt über ungelegte Eier, bis jetzt ist es nur eine Phantasie.
Unsere Lebenssituation sieht wie folgt aus:
Wir arbeiten beide Vollzeit Schichtdienst im Einzelhandel im gleichen Unternehmen. Mit etwas "Good Will" vom Arbeitgeber wäre es vermutlich möglich, dass wir tunlichst gegensätzliche Schichten haben. Ferner können wir unseren freien Tag in der Woche an unterschiedlichen Tagen nehmen, es ginge also um 4 Tage, an denen wir beide aus dem Haus sind. Die Zeit des Allein-Seins würde auf diese Weise bei rund 6 Stunden am Tag liegen, mal weniger, eventuell selten auch mal etwas mehr. Sollte das mal nicht klappen (ausnahmsweise gleiche Schicht wegen Krankheit eines Kollegen oder sowas) bestände die Möglichkeit, dass mein Mann in seiner Pause heim fährt und einen flotten 15-Minuten-Gang einlegen könnte. Der Arbeitsweg beträgt rund 15 min mit dem Auto und unsere Pause dauert 1 Std, das könnte dann aber halt nur eine Notlösung für Ausnahmefälle sein und nicht die Regel.
Die Verwandschaft wohnt leider recht weit weg, so dass dem Rest der Familie keine regelmäßigen Dogsitting-Aufgaben übertragen werden können (auch hier höchstens mal in einem akuten Notfall).
Zu den Räumlichkeiten: wir bewohnen ein kleines Reihenendhaus in ruhiger Gegend mit Garten, den man relativ leicht hundsicher machen könnte. Eine Klappe direkt ins Haus wäre eventuell zu realisieren, das müssten wir noch prüfen ob das funktioniert - eine Klappe in einen Schuppen wäre alternativ problemlos umzusetzen, aber direkt ins Haus wäre sicher schöner (im Garten ist die Wartezeit ja eventuell interessanter, zumindest im Sommer).
In der Anfangsphase wäre es uns möglich zu gewährleisten (wenn wir beide nacheinander unseren Sommerurlaub nehmen würden), dass für 6 Wochen jeden Tag jemand zuhause ist. Soviel zur Theorie.
Was ich mich hierbei frage, sind die folgenden Dinge:
Durch ständig wechselnde Dienstzeiten ist es natürlich recht schwer Kontinuität herzustellen (Notgedrungen findet dann vielleicht die große Runde mal am Vormittag statt, dann aber mal wieder erst abends etc). Kommt ein Hund mit sowas generell gut zurecht oder brauch er wirklich die absolute Regelmäßigkeit?
Ist nach 6 Wochen der intensiven Eingewöhnung 6stündiges alleinsein bei einem jungen Hund schon machbar, oder sollte man wenn, dann lieber nur über ein erwachsenes Tier nachdenken?
Ist es ratsam wenn, dann mehrere Tiere zu halten um ihnen das Alleinsein zu erleichtern? Also 2 Hunde oder evtl. Hund und Katze (was meine Lieblingskonstallation wäre). Wobei mir natürlich klar ist, dass das die Zeit mit dem "Rudelführer" nicht ersetzt und man in der übrigen Zeit dann eben voll da sein muß.
Vielleicht ist es ein wenig bescheuert, dass ich mir diese Fragen jetzt schon stelle, denn auch bei einem eventuell positiven Urteil von euch könnte die tatsächliche Anschaffung eines Hundes noch in ziemlicher Ferne liegen. Ich möchte einfach für mich wissen, ob ich diesen Gedanken wirklich weiter ausmalen kann oder die Vorstellung besser gleich von Anfang an zur Seite schieben sollte, bevor ich mich an sie gewöhne.
So, und nun bin ich mal gespannt auf eure Meinungen. Ich bin wie gesagt noch nicht festgelegt, weil ich keine untermauerte Ahnung davon habe, was 6 Stunden allein am Tag für einen Hund wirklich bedeuten. Ich will meinem Mann (und letztlich natürlich auch mir) den Wunsch so gern erfüllen, aber eben nicht auf Kosten des Hundes.
Vielen Dank im Voraus,
Artemide
diese Frage wurde hier bestimmt schon tausend mal gestellt, aber da ja jede Situation und Konstallation anders ist, bin ich einfach mal so frei und stelle sie noch einmal:
Ist in meiner Lebenssituation die Haltung eines Hundes möglich oder ist davon eher abzuraten?
Nun zu den Umständen:
Zur Zeit halte ich eine alte Katzendame (Irmchen wird in kürze 15) die seit kurzem leider Einzelkatze ist - nach schwerer Nierenkrankheit haben wir ihren Gefährten Merlin verloren. Meiner Madame werde ich ich in diesem Alter natürlich kein anderes junges Tier mehr vor die Nase setzen, so gemütlich wie sie geworden ist, wäre das nur Stress wie ich glaube. Sie soll in ihren letzten Jahren die alleinige Aufmerksamkeit bekommen. Seit dem Tod unseres Katers kommt nun jedoch immer mal wieder die Überlegung auf, was wird, wenn meine Katze nach ihrem (hoffentlichen noch langen) Rentnerdasein auch irgendwann einmal nicht mehr da ist.
Mein Mann ist eigentlich eher ein Hundemensch (mit Hunden groß geworden) und wünscht sich sehnlichst irgendwann einen Hund. Ich selber hatte mein Leben lang Katzen um mich, könnte mir aber auch das Zusammenleben mit einem Hund gut vorstellen. Wir sind beide vernarrt in Möpse, wenn also, dann wäre der Mops vermutlich die Rasse unserer Wahl. Wenn nun aber das Gespräch auf das Thema kam habe ich eigentlich immer kategorisch gesagt: Nein, dafür haben wir nicht genug Zeit! Er aber ist der Meinung, dass wir das deichseln könnten. Und hier kommt nun ihr ins Spiel, denn ich würde gern eure Meinung hören. Wir reden hier wie gesagt über ungelegte Eier, bis jetzt ist es nur eine Phantasie.
Unsere Lebenssituation sieht wie folgt aus:
Wir arbeiten beide Vollzeit Schichtdienst im Einzelhandel im gleichen Unternehmen. Mit etwas "Good Will" vom Arbeitgeber wäre es vermutlich möglich, dass wir tunlichst gegensätzliche Schichten haben. Ferner können wir unseren freien Tag in der Woche an unterschiedlichen Tagen nehmen, es ginge also um 4 Tage, an denen wir beide aus dem Haus sind. Die Zeit des Allein-Seins würde auf diese Weise bei rund 6 Stunden am Tag liegen, mal weniger, eventuell selten auch mal etwas mehr. Sollte das mal nicht klappen (ausnahmsweise gleiche Schicht wegen Krankheit eines Kollegen oder sowas) bestände die Möglichkeit, dass mein Mann in seiner Pause heim fährt und einen flotten 15-Minuten-Gang einlegen könnte. Der Arbeitsweg beträgt rund 15 min mit dem Auto und unsere Pause dauert 1 Std, das könnte dann aber halt nur eine Notlösung für Ausnahmefälle sein und nicht die Regel.
Die Verwandschaft wohnt leider recht weit weg, so dass dem Rest der Familie keine regelmäßigen Dogsitting-Aufgaben übertragen werden können (auch hier höchstens mal in einem akuten Notfall).
Zu den Räumlichkeiten: wir bewohnen ein kleines Reihenendhaus in ruhiger Gegend mit Garten, den man relativ leicht hundsicher machen könnte. Eine Klappe direkt ins Haus wäre eventuell zu realisieren, das müssten wir noch prüfen ob das funktioniert - eine Klappe in einen Schuppen wäre alternativ problemlos umzusetzen, aber direkt ins Haus wäre sicher schöner (im Garten ist die Wartezeit ja eventuell interessanter, zumindest im Sommer).
In der Anfangsphase wäre es uns möglich zu gewährleisten (wenn wir beide nacheinander unseren Sommerurlaub nehmen würden), dass für 6 Wochen jeden Tag jemand zuhause ist. Soviel zur Theorie.
Was ich mich hierbei frage, sind die folgenden Dinge:
Durch ständig wechselnde Dienstzeiten ist es natürlich recht schwer Kontinuität herzustellen (Notgedrungen findet dann vielleicht die große Runde mal am Vormittag statt, dann aber mal wieder erst abends etc). Kommt ein Hund mit sowas generell gut zurecht oder brauch er wirklich die absolute Regelmäßigkeit?
Ist nach 6 Wochen der intensiven Eingewöhnung 6stündiges alleinsein bei einem jungen Hund schon machbar, oder sollte man wenn, dann lieber nur über ein erwachsenes Tier nachdenken?
Ist es ratsam wenn, dann mehrere Tiere zu halten um ihnen das Alleinsein zu erleichtern? Also 2 Hunde oder evtl. Hund und Katze (was meine Lieblingskonstallation wäre). Wobei mir natürlich klar ist, dass das die Zeit mit dem "Rudelführer" nicht ersetzt und man in der übrigen Zeit dann eben voll da sein muß.
Vielleicht ist es ein wenig bescheuert, dass ich mir diese Fragen jetzt schon stelle, denn auch bei einem eventuell positiven Urteil von euch könnte die tatsächliche Anschaffung eines Hundes noch in ziemlicher Ferne liegen. Ich möchte einfach für mich wissen, ob ich diesen Gedanken wirklich weiter ausmalen kann oder die Vorstellung besser gleich von Anfang an zur Seite schieben sollte, bevor ich mich an sie gewöhne.
So, und nun bin ich mal gespannt auf eure Meinungen. Ich bin wie gesagt noch nicht festgelegt, weil ich keine untermauerte Ahnung davon habe, was 6 Stunden allein am Tag für einen Hund wirklich bedeuten. Ich will meinem Mann (und letztlich natürlich auch mir) den Wunsch so gern erfüllen, aber eben nicht auf Kosten des Hundes.
Vielen Dank im Voraus,
Artemide