Du kannst besser in deinem alten Thread im Wildvogelforum weiterschreiben, sonst wir es zu unübersichtlich. Vielleicht kann ein Moderator die drei Themen zusammenfügen?
Die armen Taubenküken scheinen wirklich in Gefahr zu sein. Sie sollten nicht ab sondern tgl. ca 20 g zulegen!
Ich habe Dir mal was über Handaufzucht aus der Stadttaubenhilfe online kopiert.
"Frisch geschlüpfte Taubenküken brauchen eine Wärmequelle von ca. 35° C.
Gefüttert wird in den ersten Lebenstagen mit der Menge von 50 bis 100 % ihres Gewichtes.
So benötigt man z. B. für den 4 Tage alten Nestling von 60g mindestens 30ml Nahrung auf etwa 6 Portionen zu je 5ml verteilt. Wobei der Kropf nie prall und vor jeder Mahlzeit bzw. nach 3-4 Stunden fast vollständig leer sein sollte.
Wichtig ist, den Kopf des Kükens beim Füttern ein wenig nach oben zu strecken und die Spritze (am besten eine 1ml-Spritze) so weit einzuführen, dass der Brei nicht in die Luftröhre laufen kann.
Der Schnabel muß dabei sehr vorsichtig geöffnet werden, da er noch sehr weich und daher anfällig für Verletzungen ist.
Verdauungsunterstützend wirken bei der Handaufzucht Laktobazillen ( z. B. Bird Bene Bac ), die dem Handaufzuchtsfutter am 1., 3., 5. und 7. Tag zugegeben werden sollten, danach einmal pro Woche bis zur Selbständigkeit.
Alternativ dazu bietet die Firma Chevita das Liviferm an.
Nach dem 5. Lebenstag können dann bei ca. 100g Gewicht und 5 x 10ml Handaufzuchtsfutter (im Abstand von 4 Stunden) langsam (über Nacht eingeweichte und dann gründlich gespülte) Körnchen (Weizen oder 5-Korn-Mischung aus der Drogerie) oder Tauben-Aufzuchtsfutter z.B. von der Fa. Sollfrank, dazugegeben werden.
Ab dem 6.-7. Lebenstag sprießen die ersten Federn und die Wärme kann auf Zimmertemperatur gesenkt werden.
Das Küken wiegt nun knapp 120g und die Mahlzeiten können auf 4x tgl. reduziert werden, wobei sich die Menge auf jeweils 15ml erhöht.
Mit dem 14. Lebenstag wiegt das Küken knapp 300g. Bis dahin können die Fütterungen auf 3x täglich verringert werden, wobei die Flüssigkost mehr und mehr durch tägl. (insgesamt) 40 g Körnchen und 40 bis 60 ml Wasser ersetzt wird.
Wichtig ist, immer den Kropf zu beobachten, denn die Voraussetzung einer guten Entwicklung ist eine gute Verdauung.
Reste der eingeweichten Körnermischung können bis zu 12 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollten aber zum Zeitpunkt des Fütterns Zimmertemperatur haben."