Zickiges Problem

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  • Zickiges Problem Beitrag #1
K

KiralovesFlocke

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Hallo zusammen ,

ich bin neu hier und stell mich einfach mal schnell vor.
Ich heiße Kira bin 13 Jahre alt und habe eine Deutsches Reitpony Mix Stute names Flocke. Sie ist warscheinlich 11 Jahre alt , aber da ich der Vorbestitzer nicht kenne weiß ich das auch nicht so wirklich. Ja und hier kommt mein Problem :

Sein längeren beobachte ich schon das sie sehr sehr oft rossig. Sie ist auch sehr zickig und gut reiten lässt sie sich auch nicht wirklich gut. Ich denke mal das kommt durch rossig sein. Jetzt ist meine Frage : Ist das normal das sie so oft rossig ist und dadurch auch sehr zickig ? Sollte man einen TA anrufen oder ist das normal ?

Freue mich auf Antwort , Lg Kira & Flocke ;)
 
  • Zickiges Problem Beitrag #2
Also ich würde einen TA hinzuziehen und alles abschecken lassen. Der kann dir dann genaueres Sagen.
Und melde dich doch, wenn du es weißt.

Wie hast du denn das Pony bekommen, wenn du den Vorbesitzer nciht kennst?
 
  • Zickiges Problem Beitrag #3
Was heißt denn sehr oft? In der Regel ist eine Stute alle drei Wochen so um die fünf Tage oder länger rossig. Das ist allerdings von Stute zu Stute anders. Wenn sie durchgehend rossig ist muss das Tierärtzlich behandelt werden.
Auch das Verhalten einer Stute während der Rosse ist bei jedem Tier anders. Trotzdem musst du sie natürlich regelmäßig reiten, denn auch eine rossige Stute muss bewegt werden. Wenn sie dann zickig ist musst du sie konsequent weiter reiten und ihr zeigen das sie damit nicht durchkommt.
 
  • Zickiges Problem Beitrag #4
Bei extrem zickigen Stuten oder Stuten mit Dauerrosse kann natürlich ein körperliches Problem vorliegen.
Hierzu gehören sehr häufig hormonbildende Zysten oder auch kleine Entzündungen. Diese Entzündungen treten oft durch Verunreinigungen bei rückliegendem After auf (der After liegt weiter zurück als die Scheide, so dass Kotwasser oder Kot in die Scheide gelangen kann und so Streptokokkeninfektionen auftreten können, diese sind jedoch fast immer so leicht, das keine Probleme auftreten - eben außer in der Rosse).

Wenn Hengste in der Nähe gehalten werden, können Stuten schonmal heftiger und häufiger rossen - nicht umsonst stellt man Stuten, die gedeckt werden sollen aber aufgrund von z.B. Transport oder femder Umgebung auf der Deckstation etc. neben einen Hengst.

Am Häufigsten jedoch ist das einfach ein Erziehungsproblem.
So wie es eben auch Wallache gibt, die gegen ihren Besitzer zicken, so zicken sonst wohlerzogene Stuten gern mal während der Rosse und nehmen sich alle möglichen Dinge raus.
Ach ja, die Entschuldigung Rosse, wird von uns Menschen gern angenommen, das Pferd ist ja auch in der Herde zickig und benimmt sich anders, was die anderen Pferde berücksichtigen. Daher nehmen wir Menschen dieses recht natürliche Gezicke gern hin. Wenn die Rosse allerdings zum Problem wird, wird sowohl in der Herde als auch vom Reiter reagiert. In der Herde wird eine extrem zickige Stute während der Rosse sogar häufig von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Einige Stute neigen während der Rosse auch ohne Erziehungsproblem oder körperlichen Problemen zu Arbeitsunwilligkeit und Umweltorientierung während des Reitens (Sporenzickigkeit). Das ist jedoch nur ein sehr kleiner Prozentsatz.

Falls kein körperliches Problem vorliegt, sollte man der Stute durch entsprechendes Training und Umgang das Zicken verbieten.
Hierzu gehört im Umgang
- der Klapps auf den Po (bei Treten, nicht Stillstehen wollen, einige Stellen nicht berühren lassen ...),
- das strenge Wort (nicht Stillstehen, sich nicht berühren lassen wollen, unerwünscht harte Drohgebärden gegen Gegenstände -Drohgebärden gegen den Menschen sind nicht erlaubt, gegen Gegenstände schon, wenn sie sich im Rahmen halten)
- das Schnippen gegen die Nüster oder das Maul bei Beißversuchen.

Beim Reiten sollte man das Pferd sehr konsequent aber nicht hart behandeln. Falls es auf den Sporen zickt, sollte man besser mit dem ganzen Schenkel reiten oder eine Gerte benutzen. Auf Klemmigkeit und Zickigkeit sollte genauso wie bei zu großer Umweltorientierung mit Korrekturübungen und nicht mit Strafe reagiert werden.
Die Stute muss einfach lernen, dass sie während der Rosse nicht -wie auf der Wiese- alle Anzicken kann, sondern weiterarbeiten muss.
Die Korrekturübung sollte immer so gestaltet sein, dass sie von dem Pferd als Anstrengung und nicht als Strafe empfunden wird.
Wenn das Pferd beispielsweise ohne Ende guckig ist, reite ich weiter und stelle den Hals in die Richtung in die das Pferd guckt (es darf ja gucken), dann stelle ich den Hals mehrfach nach beiden Seiten und reite weiter geradeaus (sehr anstrengend für das Pferd). Danach frage ich das Pferd wieder ob es die gerade Halshaltung annehmen möchte. Die gewünschte Haltung soll immer die einfachste Lösung für das Pferd sein.
Ich reagiere beim ersten unerwünschten Verhalten (egal ob rossig oder nicht) immer mit einer Korrekturübung, die dem Pferd schwerer fällt als die von mir angefragte Übung, so wird Strafe vermieden und kananlisation der Energie in die richtige Richtung gefördert.

Ich will der Vollständigkeit nicht verschweigen, dass es ein Medikament (Regumate) gibt, das die Rosse unterdrückt. Man kann damit die Rosse verschieben oder vollständig unterdrücken. Dieses Medikament bekommt man vom TA und das ist auch richtig so. Einige Turnierreiter der höchsten Klassen wenden es an, damit die Stute nicht während eines großen Turnieres rossig ist - leider auch andere Reiter.
Ich persönlich halte nichts von der Verabreichung und habe schon eine Stute nur durch Erziehung korrigiert, die dieses Medikament 2 Jahre lang täglich in höchster Dosierung aufgrund von extremer Zickigkeit erhielt.
Falls also der TA diese Möglichkeit anbieten sollte wäre ich vorsichtig und würde lieber andere Lösungen suchen - die gibt es. Es dauert nur länger.
 
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