Eiche wirkt bei Stopfdarmtieren ähnlich wie bei uns schwarzer, ungesüßter Tee.
Ich selbst setze Eichenblätter gezielt ein, wenn ein Kaninchen oder ein Meerschweinchen Durchfall hatten und nun langsam wieder von der Heu-Wasser-Diät an Frischfutter gewöhnt werden sollen. Genauso werden bei mir die Blätter vorsichtig eingesetzt während Futterumstellungen. Empfehlen will ich es allerdings nicht, weil es gerade bei Futterumstellungen viel Fingerspitzengefühl braucht. Ich weiß noch nicht, weshalb es bei mir so klasse mit der Futterumstellung und Eiche funktioniert, aber nicht bei andern, die es auch probiert haben.
Auch bei leichten Vergiftungen setz ich inzwischen neben Kohle Eichenblätter und auch Eichenrinde ein. Die Eichenrinde kann hierbei sogar als Tee bereitet werden. Auch wieder eine Sache, die nicht für jeden empfehlenswert ist, da man wissen muß, was man tut. Viele erkennen nicht, was für eine Vergiftung vorliegt, und gehen dann nicht rechtzeitig zum TA, wenn man sowas empfiehlt.
Eichenrinde ist gut bei Magen-Darminfekten aller Art, bei Diabetes und wirkt leicht verzögernd bei grauem Star. Es sind inzwischen auch einige Stoffe aus der Eichenrinde isoliert worden, die grauen Star zumindest im Anfangsstadium wieder heilen können - aber die Wirkungsweise ist noch unbekannt. Da aber in der Humanmedizin nach Heilmitteln für grauen Star gesucht wird und dies auch an Tieren getestet wird, wird da sicherlich noch viel in den nächsten Jahren geforscht werden, vielleicht gibt es ja dann irgendwann auch ein Heilmittel für an grauen Star erkrankten Degus ...