- Haustier zu therapeutischen Zweck Beitrag #1
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Zitronenbonbon
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Guten Abend, liebe Foris!
Erstmal danke an alle, die sich die Mühe machen, sich das alles durchzulesen. Ich weiß leider nicht, wo ich das Thema reinpacken soll. Hoffentlich ist es hier richtig.
Also, ich bin weiblich, 15 Jahre alt und leide seit fast einem Jahr an einer Essstörung, um genau zu sein Bulimie.
Meine Familie weiß seit Anfang Sommerferien bescheid und bemüht sich sehr um mich und meine Gesundheit, doch es geht bei mir immer mehr Berg ab (Gewichts- Gefühls- und Gesundheitstechnisch).
Ich bewerbe mich schon bald um eine Therapiestelle, in Beratung bin ich schon seit einigen Wochen.
Nun hat sich herausgestellt, dass ich sehr viel Wert darauf lege, gebraucht zu werden. Ich muss praktisch ständig jemandem um mich haben, den ich rund um die Uhr umsorgen kann/muss, zu dem ich mich aber auch zurückziehen kann usw. (Interessant zu sehen war, dass mir der Tod meiner Lieblingsratte, die ständig krank war und umsorgt werden musste - war quasi mein Baby - zum letzten Ruck in die Essstörung verholfen hat.)
Mit Tieren habe ich mein Leben lang schon zu tun. Sie sind neben der Fotografie meine größte Leidenschaft. Mit artgerechter Tierhaltung setze ich mich sehr viel auseinander und bestehe darauf, dass ich auch meinen Tieren nur das Beste bieten kann. Derzeit besteht mein Mini-Zoo aus 2 Hamstern (keine Angst - Campbellgeschwister aus einer guten Zucht in einem geräumigen EB), 2 Ratten, 2 Meeriböcken und einer Katze.
Meine absoluten Lieblingstiere sind bestimmt die Ratten. Die Vorgänger meiner jetztigen zwei waren mein ein und alles und ich habe all meine Energie in dessen Pflege reingesteckt. Doch nachdem alle 3 Vorgängerinnen sehr jung an Tumoren verstorben sind, blieben jene zwei übrig, die ich einst von einer Bekannten übernommen habe. Leider sind beide sehr schreckhaft und schüchtern. Trotz unzähliger (!) Gewöhnungsversuche gestaltet sich der Auslauf und das Hochnehmen als sehr stressig und anstrengend für Mensch und Tier. Kurz gesagt - den beiden bin ich ziemlich egal und sie haben absolut keine Interesse an dem, was sich außerhalb des Käfigs abspielt, solange sie was zu futtern bekommen. Natürlich habe ich dadurch keine sehr innige Beziehung zu ihnen.
Naja, die Sache wäre eben, ein Tier zu finden, das auf mich angewiesen ist und viel Zeit für sich beansprucht. Das wäre auch laut Therapeutin der wirksamste Weg für mich, um mich von der Krankheit abzulenken. Zurzeit dreht sich mein Leben nämlich nur um Essen und es wäre wichtig, neue Inhalte zu schaffen und andere Prioritäten zu setzen.
Schon bevor das Thema in der Beratung angesprochen wurde, habe ich mir des öfteren überlegt, wie es wäre, wenn wir uns einen Hund anschaffen würden.
Natürlich ist das eine rießige Anschaffung und wir würden uns doppelt und dreifach überlegen müssen, ob ich dem gewachsen bin, aber ein Hund würde genau die genannten Eigenschaften erfüllen.
Ein Hamster z.B. kann man bis Abends komplett ausblenden und kann mich deswegen schlecht vom Essen ablenken, ein Hund hingegen ist immer da und muss rund um die Uhr versorgt werden.
Da wollte ich fragen, ob jemand von euch schon Erfahrung mit sowas gemacht hat?
Ich kenne das nur von der Schwester einer Freundin. Diese leidet seit früher Jugend am Burnout-Syndrom, woraufhin die Familie sich ein Pferd angeschafft hat. Die Anschaffung hat sich sehr gut auf sie ausgewirkt. Das Pferd ist hat nun das selbstverletzende Verhalten, die Depressionen usw. in den Hintergrund gestellt und ist sozusagen zum neuen Lebensinhalt geworden.
Wäre sowas auch für mich denkbar? Ich wäre wirklich sehr neugierig auf das Zusammenleben mit einem Hund im Haushalt.
Mein Vater, mit dem ich heute über das Thema gesprochen habe, hat mich gebeten, vielleicht nochmal das "Tierlexikon" durchzugehen um zu sehen, ob es nicht ein Tier gibt, welches ein kleines Stück weniger aufwendig als ein Hund ist. Mir fällt da aber leider absolut nichts ein... Nochmals Ratten stünden eben noch zur Auswahl, aber das würde sich etwas kompliziert gestalten, da das für mich nur mit einem neuen Käfig und einem richten Rudel (5-6 Tiere) Infrage kommen würde.
Würden euch noch geeignete Tiere einfallen? Ich wäre für absolut alles offen.
Naja, es ist wirklich noch nichts festgelegt, vielleicht läuft es ja auch drauf hinaus, dass doch keine Tiere mehr herkommen. Trotzdem wollte ich mal nachfragen, ob ihr Erfahrungen mit dem Thema gemacht habt.
Außerdem würden mich einige Einsteigerrassen aus der Hundewelt interessieren.
Ich bedank mich schonmal im voraus und hoffe auf einige informative Antworten!
LG
Erstmal danke an alle, die sich die Mühe machen, sich das alles durchzulesen. Ich weiß leider nicht, wo ich das Thema reinpacken soll. Hoffentlich ist es hier richtig.
Also, ich bin weiblich, 15 Jahre alt und leide seit fast einem Jahr an einer Essstörung, um genau zu sein Bulimie.
Meine Familie weiß seit Anfang Sommerferien bescheid und bemüht sich sehr um mich und meine Gesundheit, doch es geht bei mir immer mehr Berg ab (Gewichts- Gefühls- und Gesundheitstechnisch).
Ich bewerbe mich schon bald um eine Therapiestelle, in Beratung bin ich schon seit einigen Wochen.
Nun hat sich herausgestellt, dass ich sehr viel Wert darauf lege, gebraucht zu werden. Ich muss praktisch ständig jemandem um mich haben, den ich rund um die Uhr umsorgen kann/muss, zu dem ich mich aber auch zurückziehen kann usw. (Interessant zu sehen war, dass mir der Tod meiner Lieblingsratte, die ständig krank war und umsorgt werden musste - war quasi mein Baby - zum letzten Ruck in die Essstörung verholfen hat.)
Mit Tieren habe ich mein Leben lang schon zu tun. Sie sind neben der Fotografie meine größte Leidenschaft. Mit artgerechter Tierhaltung setze ich mich sehr viel auseinander und bestehe darauf, dass ich auch meinen Tieren nur das Beste bieten kann. Derzeit besteht mein Mini-Zoo aus 2 Hamstern (keine Angst - Campbellgeschwister aus einer guten Zucht in einem geräumigen EB), 2 Ratten, 2 Meeriböcken und einer Katze.
Meine absoluten Lieblingstiere sind bestimmt die Ratten. Die Vorgänger meiner jetztigen zwei waren mein ein und alles und ich habe all meine Energie in dessen Pflege reingesteckt. Doch nachdem alle 3 Vorgängerinnen sehr jung an Tumoren verstorben sind, blieben jene zwei übrig, die ich einst von einer Bekannten übernommen habe. Leider sind beide sehr schreckhaft und schüchtern. Trotz unzähliger (!) Gewöhnungsversuche gestaltet sich der Auslauf und das Hochnehmen als sehr stressig und anstrengend für Mensch und Tier. Kurz gesagt - den beiden bin ich ziemlich egal und sie haben absolut keine Interesse an dem, was sich außerhalb des Käfigs abspielt, solange sie was zu futtern bekommen. Natürlich habe ich dadurch keine sehr innige Beziehung zu ihnen.
Naja, die Sache wäre eben, ein Tier zu finden, das auf mich angewiesen ist und viel Zeit für sich beansprucht. Das wäre auch laut Therapeutin der wirksamste Weg für mich, um mich von der Krankheit abzulenken. Zurzeit dreht sich mein Leben nämlich nur um Essen und es wäre wichtig, neue Inhalte zu schaffen und andere Prioritäten zu setzen.
Schon bevor das Thema in der Beratung angesprochen wurde, habe ich mir des öfteren überlegt, wie es wäre, wenn wir uns einen Hund anschaffen würden.
Natürlich ist das eine rießige Anschaffung und wir würden uns doppelt und dreifach überlegen müssen, ob ich dem gewachsen bin, aber ein Hund würde genau die genannten Eigenschaften erfüllen.
Ein Hamster z.B. kann man bis Abends komplett ausblenden und kann mich deswegen schlecht vom Essen ablenken, ein Hund hingegen ist immer da und muss rund um die Uhr versorgt werden.
Da wollte ich fragen, ob jemand von euch schon Erfahrung mit sowas gemacht hat?
Ich kenne das nur von der Schwester einer Freundin. Diese leidet seit früher Jugend am Burnout-Syndrom, woraufhin die Familie sich ein Pferd angeschafft hat. Die Anschaffung hat sich sehr gut auf sie ausgewirkt. Das Pferd ist hat nun das selbstverletzende Verhalten, die Depressionen usw. in den Hintergrund gestellt und ist sozusagen zum neuen Lebensinhalt geworden.
Wäre sowas auch für mich denkbar? Ich wäre wirklich sehr neugierig auf das Zusammenleben mit einem Hund im Haushalt.
Mein Vater, mit dem ich heute über das Thema gesprochen habe, hat mich gebeten, vielleicht nochmal das "Tierlexikon" durchzugehen um zu sehen, ob es nicht ein Tier gibt, welches ein kleines Stück weniger aufwendig als ein Hund ist. Mir fällt da aber leider absolut nichts ein... Nochmals Ratten stünden eben noch zur Auswahl, aber das würde sich etwas kompliziert gestalten, da das für mich nur mit einem neuen Käfig und einem richten Rudel (5-6 Tiere) Infrage kommen würde.
Würden euch noch geeignete Tiere einfallen? Ich wäre für absolut alles offen.
Naja, es ist wirklich noch nichts festgelegt, vielleicht läuft es ja auch drauf hinaus, dass doch keine Tiere mehr herkommen. Trotzdem wollte ich mal nachfragen, ob ihr Erfahrungen mit dem Thema gemacht habt.
Außerdem würden mich einige Einsteigerrassen aus der Hundewelt interessieren.
Ich bedank mich schonmal im voraus und hoffe auf einige informative Antworten!
LG