Tragischer Todesfall

Diskutiere Tragischer Todesfall im Hamster Gesundheit Forum im Bereich Hamster Forum; Moin, liebe Hamsterfreunde, wir mussten gestern leider eines unserer jüngsten Familienmitglieder beisetzen: Pepe Die Vorgeschichte gibt es...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Tragischer Todesfall Beitrag #1
J

Jungfer im Grünen

Beiträge
58
Punkte Reaktionen
0
Moin, liebe Hamsterfreunde,

wir mussten gestern leider eines unserer jüngsten Familienmitglieder beisetzen:

Pepe

Die Vorgeschichte gibt es hier zu lesen:



Pepe und Karlchen haben sich bisher ziemlich einträchtig das Revier geteilt. Uns war wohl bewusst, dass es für eingefleischte Einzelgänger bessere Lebensumstände geben sollte, aber alle Versuche, ein neues Heim für einen der beiden zu finden, waren vergeblich. Da die beiden bisher immer gut miteinander auskamen, haben wir irgendwann auch einfach aufgegeben, nach einer anderen Unterbringung zu suchen. :(

Gestern nun fanden wir Pepe tot im Einstreu. Er war noch nicht kalt und die Leichenstarre hatte auch noch nicht eingesetzt. Er war einigermaßen schlimm zugerichtet, seitlich am Hals und Kiefer fehlte ein erhebliches Stück. Seltsamerweise gab es keine weiteren Blutspuren im Käfig, auch direkt unter ihm nicht. Sein Bruder war ganz sauber. Irgendwie passt das nicht zu einem Rivalen-Kampf.

Ich weiß nun nicht, was ich davon halten soll. Wir machen uns alle Vorwürfe, dass wir die beiden nicht früher getrennt haben - zur Not eben in zu kleinen Gehegen.

Gibt es so etwas wie Kannibalismus bei Zwerghamstern? Könnte das die große Wunde und das Fehlen von frischem Blut erklären?

Daneben kommt natürlich noch eine unerkannte Erkrankung in Frage, aber die erklärt die Wunde nicht... Vorsichtshalber habe ich das Gehege gestern komplett gereinigt, auch wenn das Karlchen mit Sicherheit nicht gefallen hat.

Menno... :? Es ist schlimm genug, wenn ein Familienmitglied stirbt, sei es auch noch so klein - aber wenn man nicht weiß, warum, ist es noch blöder...
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #2
ich weiß nciht ob meine theorie stimmt, aber in der freien natur, wenn zum beispiel ein weibchen junge bekommt, hinterlässt sie auch keine blutspuren, sie frisst alles was auf ihre "tat" hinweißen könnte auf, um keine feinde anzu locken, und das wird auch noch in der gefangenschaft gemacht, desswegen denke ich, dass das so eine situation ist, und euer karlchen einfach das blutige einstreu gefressen hat, und das er selber sehr sauber ist, liegt nehme ich mal ganz einfach dran, das er sich selber sehr gründlcih geputzt hat, aus demselben grund.
sehr traurige geschichte, aber man weiß doch eigentlich, das sich zwei unkastrierte (egal welche rasse) auf dauer einfach nciht verstehen, es ist einfach wegen der (wie du schon sagtest) Rivalen kämpfe.
ihr hättet sie ja noch nichtmal abgeben müssen, sondern einfach nur in zwei verschiedenen käfige.
ich will dir jetzt wirklich keine schuldgefühle oder so machen aber:
hamster sind und bleiben immer einzelgänger
und zwei männchen verstehen sich SEEEHHHR selten.
schade das es soweit kommen musste :S
aus fehlern lernt man :D
und es tut mir wirklich sehr leid für euch.
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #3
Das klingt tatsächlich plausibel.

Ja, "man" weiß es eigentlich, trotzdem haben wir gehofft, eigentlich sogar geglaubt, dass es hier funktioniert, dass die beiden Brüder die Ausnahme von der Regel sind. :( Wir haben sie ständig beobachtet, es gab nie irgendwelche Kabbleien.

Nun besteht allerdings keine Wiederholungsgefahr. Karlchen hat das Gehege nun für sich, die Eltern sind ja sowieso getrennt und ziemlich luxoriös untergebracht und züchten wollten wir ohnehin nicht.

Übrigens: Die Schwester der beiden Jungs haben wir in ein gutes Zuhause vermittelt. Leider ist sie schon im Sommer an einem Infekt verstorben. Die Familie war noch mit ihr beim TA und hat ihr noch Medis gegeben, aber es sollte nicht sein.

Ich hoffe, dass nun der letzte der drei "Babies" zumindest noch eine Weile bei uns bleibt. *Daumendrückt*
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #4
das hoffe ich für euch auch :D
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #5
Ich weis nur das von meinen REnnmäusen damals, als eine starb, die andere sie fast komplett aufgefressen hat ich fand nur noch einen kleinen Rest *schauer*
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #6
Hallo

Es tut mir sehr leid das dein Pepe gestorben ist. Kanibalismus bei Hamstern gibt es, ich selbst habe auch einmal einen toten Goldhamster aus einer Gruppenhaltung gefunden, auch bei ihm hat wie bei deinem Pepe ein Teil des Gesichts gefehlt. Damals habe ich mir überlegt ob der Hamster evtl. etwas in der Backentasche hatte und angeknabbert wurde weil die anderen Hamster an den Inhalt ranwollten. Er und ein anderer Hamster hatten aber auch Bisswunden und das Streu war blutig. Die Hamster hatten schon längere Zeit gestritten.

Auch wenn nicht klar ist ob Pepe von Karlchen getötet wurde oder erst hinterher angeknabbert wurde, würde ich es sehr hilfreich finden wenn du von deinen Erfahrungen in diesem Thread berichtest .
Diese Berichtesammlungen gibt es in verschiedenen deutschen und englischen Hamsterforen. Da so viel über das Sozialverhalten der Zwerghamster noch unklar ist werden Berichte aus erster Hand gesammelt und später auch ausgewertet. So sollen sich interessierte Halter ein objektives Bild von der Gemeinschafthaltung machen können.

LG, Sini
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #7
aber wenn man sich das doch mal genau überlegt, ist das doch wohl eher unwahrscheinlich. finde ich.
 
  • Tragischer Todesfall Beitrag #8
Huhu,

dass verstorbene Artgenossen gefressen werden, ist ein völlig natürliches Verhalten und tritt sehr häufig auf, selbst bei eigentlich nicht fleischfressenden Tieren, z.B. Wellensittichen. Die zügige Beseitigung des toten Körpers dient der Vorbeugung von Verwesungsgeruch, der Feinde anlocken würde. Auch Blut wird dementsprechend feinsäuberlich entfernt. Oft werden Körperteile dann auch verscharrt, damit sie noch weniger Aufmerksamkeit erregen.
Es ist daher schwer zu sagen, ob die Wunden bei einem Kampf enstanden sind oder ob Pepe an etwas ganz anderem gestorben ist und Karlchen dann nur seinen Instinkten gefolgt ist.

Dass es beides Männchen und dazu auch noch unkastrierte waren, spielte glaube ich weniger eine Rolle. Auch zwei Weibchen hätten sich auf Dauer vermutlich nicht verstanden, denn ihr Revierverhalten ist genauso ausgeprägt. Dsungaren sind nicht die sozialsten unter den Hamstern.
Dass alle Hamster Einzelgänger sind, stimmt übrigens nicht. Campbells z.B. leben wild in Gruppen und werden auch in der Heimtierhaltung schon erfolgreich zu zweit oder mehreren gehalten. Immer wieder kann man feststellen, dass diese Hamster durchaus sehr sozial sind. Andererseits gibt es auch Fälle, in denen sich Gruppen zerstreiten. Da muss man schon ein bisschen Ahnung vom Verhalten haben, deswegen sollte die Gruppenhaltung (noch) den erfahrerenen Haltern überlassen bleiben, bis man sich über die sozialen Strukturen der verschiedenen Arten wirklich sicher ist. Beim Robo z.B. ist noch sehr unklar, wie er wild lebt, aber auch hier halten manche Gruppen, manche nicht.
Daher würde ich noch mal auf Sinis Beitrag verweisen. Jeder Beitrag hilft der Forschung und Aufklärung ;)
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Tragischer Todesfall

Oben