Reduzierte Aktivität im Winter?

Diskutiere Reduzierte Aktivität im Winter? im Hamster Verhalten Forum im Bereich Hamster Forum; Hallo Hamsterfreunde Seit einem halben Jahr wohnt bei mir mein niedlicher dsungarischer Zwerghamster Fluffy. In letzter Zeit hat seine...
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Kresley

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Hallo Hamsterfreunde

Seit einem halben Jahr wohnt bei mir mein niedlicher dsungarischer Zwerghamster Fluffy.

In letzter Zeit hat seine Aktivität stark abgenommen. Er verkriecht sich meistens in seiner selbstgebuddelten Höhle oder in der hoch oben aufgähängten Kokosnuss. Er kommt jeweils nur kurz zum Fressen oder ein Bad in der Sandschale raus. Im Hamsterrad rennt er fast nicht mehr. :?

Er mach einen gesunden Eindruck. Das Fell ist gepflegt, er ist nicht feucht und er kratzt sich nicht auffällig oft.

Sein Glasgehäge ist 1m lang, 40cm tief und 40cm hoch. Die ganze Einrichtung ist aus natürlichen Materialien. Er hat eine Buddelecke mit 15cm tiefem Hanfstreu und der Käfig hat drei Etagen.
Die Käfigeinrichtung verändere ich von zeit zu Zeit ein wenig, damit er Abwechslung hat.

Wenn ich ihm das Essen im Käfig verstecke sucht und findet er es auch.
Aber eben, ich sehe ihn wenn ich Glück habe, ein mal am Tag. Jetzt frage ich mich, ob Dsungaren im Winter weniger aktiv sind. In de natur würden sie ja Winterschlaf machen. Oder ist Fluffy nach sechs Monaten einfach aus dem übermütigen Teenageralter raus?
:?:


Danke für jede Antwort schon mal im Voraus
Viele Grüsse
David
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #2
Hallo,

theoretisch sind Hamster im Winter weniger aktiv, das hängt allerdings von der Temperatur ab. Wenn der Hamster ganz normal im Raum bei Zimmertemperatur steht, halten sie keine Winterruhe oder ähnliches. Dass dein Hamster ruhiger wird, mag daran liegen, dass er aus dem jugendlichen Alter raus und nun einfach erwachsen ist.

Was anderes fällt mir bei dir allerdings auf: Dein Terrarium ist unter dem Mindestmaß (5000cm²), du hast lediglich 4000cm². Ich denke dein Hamster würde auch wesentlich aktiver werden, wen er ausreichend Platz hätte. Eine Buddelecke mit "nur" 15cm Einstreu ist auch nicht wirklich sinnvoll, da Hamster unter 20-30cm Einstreu gar nicht richtig buddeln können. An deiner Stelle würde ich mal sehen, ob ich nicht irgendwo ein altes Aquarium (am besten 120x50 oder größer) herbekomme - die findet man meistens in den Kleinanzeigen, meine haben z.B. je 20 Euro gekostet. Dann kannst du locker überall 20cm Einstreuen und machst eine schöne Etage, auf der du dann Laufrad und Futter aufstellst ;)
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #3
Hallo collie

Danke für deine Antwort. Die Temperatur in meiner Wohnung ist zur Zeit schon etwas niedriger als im Sommer. Es ist ungefäht 20°.

Was die Käfiggrösse betrifft: Man kriegt so viele unterschiedliche Infos, wie gross ein Käfig sein sollte. Du hast shcon gelesen, dass es ein Zwerghamster und kein "grosser" hamster ist, oder? Die Käfigfläche wird bereits durch mehrere Etagen und Brücken vergrössert.

Ich werde ihm mehr Einstreu geben. Da hast do wohl recht. Ich muss das Einstreu jeweils mit Heu vermischen, damit es mehr Stabilität erhält und die Höhlen nicht immer wieder in sich zusammenfallen.

Was hältst du von Hamsterwatte? Mein Hamster reisst sie mir immer aus den Händen und polstert damit seine Kokosnuss aus. Er scheint sie zu lieben. Ist gegen sie etwas einzuwenden?

Ich stelle al ein Foto des Käfigs hier rein. Vieleicht fällt dir ja noch was auf. Dabei ist noch anzumerken, dass er jetzt noch eine zweite Plattform hat, die links im Buddelbereich steht. Ausserdem hängt eine hohle Kokosnuss mit Strickleiter an der Gitterdecke, die auf dem Bild entfernt ist.

Liebe Grüsse
David
kaefig.jpg
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #4
bitte nimm die Hamsterwatte raus. Hamster können sich darin verfangen und Gliedmassen verlieren.
Lege stattdessen unbedrucktes und unpafümiertes Klopapier rein.
Wie groß ist eigentlich das Laufrad? Und ist das ein Leckstein in der Ecke auf dem Haus?
Übrigens wäre ein Mehrkammernhaus empfehlenswert.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #5
Klopapier anstatt Hasterwatte. Ok, mach ich. Klingt sinnvoll.

Das Laufrad hat einen Durchmesser von 20cm. Das wurde mir vielerseits für den Zwerhamster empfohlen. Aber er ist sowieso nicht besonders süchtig danach.

Das auf dem Häuschen ist ein Salzstein. Ich habe ihn aber noch nie daran lecken sehen. Neben dem Laufrad steht ein Kalkstein.

Das Häuschen benutzt er fast nie. Ausserdem hat er noch ein zweites, kleineres Häuschen, das auf dem Bild noch nicht vorhanden ist (ist ein älteres Foto). Die Kokosnuss ist der dritte Unterschlupf und im Buddelteil hat er eine selbstgebuddelte Höhle.

Der Buddelteil links ist aus Hanfstreu. Der Boden rechts aus gehäckselter Baumrinde.

Wasser kriegt er in einer Schale. Jeweils 5mm hoch gefüllt. Das wechsle ich täglich. Ich würde gerne mal eine Flasche montieren, wiess aber nicht so recht wie, da diese alle für Gitterkäfig-Montage gemacht sind.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #6
Hallo Kresley,

der Trinknapf ist schon richtig, Trinkflaschen sind schwer zu reinigen, und der Hamster muss in einer unnatürlichen Körperhaltung trinken. Ich würde den Napf aber besser auf eine Etage oder ein Hausdach stellen, so wird das Wasser nicht so schnell durch Streu verunreinigt.

Kalk-und Salzleckstein brauchen Hamster nicht, die kannst Du beruhigt rausnehmen. Und ab einem Gewicht von 40 g wäre ein 27 cm-Laufrad gesünder für den Rücken. ;)

Dsungaren halten übrigens keinen Winterschlaf, sie färben im Winter meist um und verlieren auch an Gewicht, weil sie von den Fettreserven des Sommer zehren, sind aber aktiv. ...:)
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #7
Was die Käfiggrösse betrifft: Man kriegt so viele unterschiedliche Infos, wie gross ein Käfig sein sollte. Du hast shcon gelesen, dass es ein Zwerghamster und kein "grosser" hamster ist, oder? Die Käfigfläche wird bereits durch mehrere Etagen und Brücken vergrössert.

Ja, hab ich gelesen ;) Allerdings muss der Käfig dem Bewegungsbedarf und nicht (nur) der Größe des Tieres angepasst werden. Egal ob Mittel- oder Zwerghamster, beide haben ein enormes Laufbedürfnis. Bei beiden liegt das absolute Mindestmaß bei 5000cm², in den meisten Fällen sind das eben 100x50cm - und das ist, wie gesagt, das unterste. Mittelhamster sollte man m.M.n. nicht unter 120x50 halten, eben u.a. auf Grund ihrer Größe.

Etagen tragen dabei ürbrigens nicht zur Grundfläche bei, sie sind lediglich ein extra Angebot.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #8
Einigen Quellen zufolge, z.B. diebrain, dürfen Volletagen zumindest für Zwerghamster aber doch zur Grundfläche gezählt werden. ;)

Und vieles ist eben auch eine stillschweigende Absprache in den verschiedenen Foren, die Hamsterhilfe NRW akzeptiert z.B. für Zwerghamster als absolutes Mindestmaß mit Auslauf 4000 qcm, also 100x40 oder 80x50 cm. Natürlich, das ist nicht riesig groß, und der gegebene Auslauf lässt sich schwer kontrollieren...dennoch, finde ich, sollten wir da nicht päpstlicher als die Hamsterhilfen sein und quasi unsere eigenen, eher willkürlichen Regeln erstellen...:eusa_think:

Vielen hier sind mittlerweile ja schon 100 x 50 cm für Zwerghamster zu klein, mein Eindruck ist, dass das Ganze oft schon in einen Wettbewerb " wer hat das größte, schönste, tollste Gehege" ausartet. Ein Hamsterchen, das vorher in einem "Schuhkarton" gehalten wurde, freut sich sicher über den Platz von 4000 qcm plus regelmäßigem Auslauf...und die meisten Hamsterhalter stocken im Laufe ihrer Haltung diese Maße sowieso auf, dank der guten Tipps hier. :D
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #9
Anitram, Grundlage der Mindestmaße ist glaub ich für die meisten hier im Forum nicht die HH NRW oder generell Hamsterhilfen. Das mag u.a. einfach daran liegen, dass sie eben unterschiedliche Mindestmaße vorgeben. 100x50cm entspricht den Empfehlungen des Schweizer Tierschutzbundes und diese gelten für alle Hamster.

Diebrain ist leider schon lange nicht mehr das A und O der Nagerhaltung, kann aber trotzdem als gute Erstinformationsquelle genannt werden. Warum Volletagen zur anteilig zur Grundfläche gerechnet werden ist mir schleierhaft, genauso, warum das (und das entnehme ich jetzt mal deinem Post, weil ich grad nicht googlen möchte;)) nur für Zwerge und nicht für MiHa's gilt. In dem Fall hier mag es nicht wirklich von Belang sein, weil die Lauffläche 100cm beträgt, aber es geht ja darum, dass der Hamster eine gewisse Strecke an einem Stück laufen kann, ohne über div. Leitern unter die Decke klettern zu müssen.

Mir geht es auch nicht darum, jetzt irgendwie so lang in die Ecke zu drängen, bis er kleinlaut beigibt, allerdings halte ich es schon für empfehlenswert die Mindestmaße zu nennen - und wenn es nur ein Denkanstoß ist. Man muss sich ja mal überlegen, dass 1000cm² für so ein kleines Tierchen ein ganz schöner Platzunterschied ist, auch wenn es für uns Menschen nur 10cm mehr scheint.

Off-Topic
Wenn ich meinen Post jetzt irgendwie zu angreifend war, tut's mir Leid, das war echt nicht meine Absicht - ich wollte, wie gesagt, lediglich auf das Mindestmaß hinweisen.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #10
Du sagst es ja schon, hier im Forum...;) Leider gibt es nirgendwo wirklich einheitliche Richtlinien, was die absolute Mindestgröße betrifft, das ist ja das Problem. :?

Wie gesagt, für einen Zwerg, der bislang genauso "groß" oder sogar kleiner gehalten wurde, finde ich 80x50 cm bei durchdachter Einrichtung und garantiertem täglichem Auslauf erst mal in Ordnung, erfahrungsgemäß stocken die meisten Halter früher oder später ( meist eher früher) eh mit der Größe auf, weil sie eben hier super Ratschläge bekommen. :D

Warum Volletagen zur Grundfläche gerechnet werden dürfen, kann ich mir schon vorstellen, der Hamster hat dann eben nicht nur einmal meinetwegen 100x50 cm zur Verfügung, sondern zweimal. Sicher ersetzt das nicht eine 2m-Laufstrecke an einem Stück, aber dennoch ermöglicht es doch deutlich mehr Bewegungsfreiheit.

Und wenn man mal die Grundfläche beispielsweise eines Detolfs zusammenrechnet, ist das aufgrund der geringen Tiefe jetzt auch nicht sooo viel, obwohl ich Detolfs auch klasse finde! Aber diese Grundfläche würde man mit einem 1m-Gehege, das dafür eben mehr Tiefe hat, auch erreichen oder sogar übertreffen. Beim Detolf ist es auch schwierig, Etagen einzubauen wegen der sehr geringen Höhe von 37 cm...so hat eben alles seine Vor-und auch Nachteile. Wirklich artgerecht können Hamster sowieso niemals gehalten werden, es ist alles mehr oder weniger ein Kompromiss, damit müssen wir Hamsterhalter uns abfinden...:|

Mag sein, dass diebrain da nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, ich empfehle es dennoch gern, gerade für Anfänger in der Hamsterhaltung, die sich sonst aufgrund der vielen widersprüchlichen Infos im Netz schnell erschlagen fühlen. ;)

Und nein, ich fand Deinen Beitrag überhaupt nicht angreifend, es ist ja wirklich schwierig, da eine wirklich einheitliche Regelung zu finden, die auch wissenschaftlich begründet werden kann. Meines Wissens bezog sich z.B. die Versuchsreihe der Uni Halle, auf der viele Empfehlungen beruhen, ausschließlich auf Goldhamster, für Zwerge gibt es eine vergleichbare Studie (leider) noch nicht...
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #11
Off-Topic
Der Detolf ist von der Grundfläche her etwas größer als ein 120x50er Aqua ;) Für Goldhamster find ich ihn eigentlich auch eher ungeeignet, da man die Einrichtung nicht sinnvoll unterbringen kann - für Robos dagegen ist er einfach Klasse :D Da passt auch eine Etage super rein.


Es geistert ja diese Studie, dass (Gold-?)Hamster ab einer Grundfläche von einem Quadratmeter keine Stereotypen mehr zeigen, umher. Demnach wäre das dann wohl auch eher das Mindestmaß - zumindest für Goldhamster. Nur das kann wohl kaum ein Halter bieten, daher empfiehlt man wohl etwas kleiner:roll: Sonst würden wahrscheinlich die Hamsterhilfe auch auf fast allen ihrer Hamster sitzen bleiben. Dazu kommt ja noch, dass viele denken, dass Zwerghamster auf Grund ihrer geringen Größe weniger Platz brauchen.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #12
Stimmt, diese Studie war es, in deren Verlauf wurde ja auch herausgefunden, dass Stereotypien ab einer Einstreutiefe von 40 cm abnehmen und noch einiges mehr. Nur, wie gesagt, leider wurde nur an Goldhamstern geforscht, nicht an Zwergen, für die würde ich so eine Studie auch begrüßen.

Was die Grundfläche bezgl. Goldhamstern und Zwergen betrifft, ich hatte ja seit über 20 Jahren immer nur Goldhamster und jetzt zum ersten Mal einen Dsungaren...und ich kann nur sagen, der Zwerg ist zwar um einiges agiler als die Goldis, aber eben auch wirklich nur halb so groß, sprich, er kann die gegebene Grundfläche, Einstreutiefe, Einrichtungsgegenstände etc. einfach besser nutzen aufgrund seiner geringeren Körpergröße. Jedenfalls ist das mein Eindruck, weswegen ich für mein Gittergehege auch nur noch Zwerghamster adoptieren werde. Und vielleicht kommt auch daher diese unterschiedliche Empfehlung der Mindestgrößen bzw. Zuzählung der Etagen zur Grundfläche bei Diebrain? Das wäre jetzt zumindest für mich mit diesem direkten Vergleich eine Erklärung.

Ich weiß aber, dass auch in diesem Punkt die Meinungen sehr, sehr auseinandergehen.
 
  • Reduzierte Aktivität im Winter? Beitrag #13
Ich habe auch mal gelesen, dass diese 1m²-Studie nur mit weiblichen Goldhamstern durchgeführt wurde :eusa_think: Nun ja.
Einig ist man sich ja wenigstens in einer Aussage: Größer ist immer besser.
Egal, welches Mindestmaß jetzt gilt oder empfohlen wird (dieser Diskussion enthalte ich mich mal bewusst), es ist nur das absolute Muss und nicht das, was wirklich gut ist. Und daran sollten sich Halter meiner Meinung nach orientieren.

Wegen des Salzlecksteins und des Kalksteins möchte ich dem TE aber noch dringend ans Herz legen, die rauszunehmen. Wie Martina schon sagte, braucht der Hamster das nicht, nicht bei einer ausgewogenen Ernährung. Hamster haben keinen hohen Salz- oder Kalkbedarf und können diesen problemlos über die Nahrung decken. Weiter jedoch können diese Dinger sogar gesundheitsschädigend sein und zu Nierenschäden beitragen.

Ansonsten würde ich allgemein etwas höher einstreuen, so dass überall etwa 10cm sind und auf der einen Seite bis 30cm. Mit Heu vermischen ist eine gute Idee, damit halten die Gänge besser.

Bei dem Rad musst du mal drauf schauen, ob der Rücken sich beim Laufen durchbiegt, vielleicht kann er nicht richtig grade laufen und rennt deshalb nicht so viel drin. Dicke Dsungis brauchen manchmal schon ein 25er ;)

Davon abgesehen finde ich das Gehege aber ganz nett eingerichtet.

Und letztendlich noch mal zum eigentlichen Thema: Sehr stark eingeschränkte Aktivität kann auch immer ein Hinweis auf eine Krankheit sein. Beobachtest du auch sein Gewicht? Wenn der Hammi einen ansonsten gesunden Eindruck macht, würde ich ihn nicht direkt zum TA schleppen, aber das mal im Auge behalten und im Zweifel doch mal durchchecken lassen.
 
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