Hündin dekoriert Wohnung um

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  • Hündin dekoriert Wohnung um Beitrag #1
walli

walli

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Hallo an alle

ich bräuchte eure hilfe. es geht um unseren neuen familienhund Lilly. Lilly ist 11 Monate alt und kommt aus einer pflegefamilie, die sie auch erst seit 3 wochen hatte. ihr vorheriges zu hause war eine katastrophe. sie wurde in der familie herumgeschoben und vernachlässigt. sie hat noch ihr welpenfell. scheinbar wurde sie nie gekämmt, denn das fell ist total verfilzt. sie war stark unterernährt, konnte max. sitz, war nicht stubenrein und krank. Lilly durfte in der familie nur morgens eine kleine protion futter haben, damit sie nachts nicht auf diese wiese musste. furchtbar! die pflegefamilie hat sie aufgepäppelt. nun ist sie wieder fit und gehorcht mittlerweile aufs wort. ein echt lieber hund!!!

aber zum eigentlichen problem: nach aussage der pflegefamilie kann lilly nicht länger als max. 2 stunden alleine bleiben. sie zerkratzt dann möbel und knabbert an der tapete etc. da sie starke trennungsängste hat (sie fängt schon an zu weinen wenn man nur ins bad geht!) gehen wir davon aus das sie aus angst alleine gelassen zu werden so reagiert. da bei uns so gut wie immer jemand zu hause ist, ist dies kein schwerwiegendes problem. jedoch wollen wir ihr antrainieren das sie auch mal länger alleine bleiben kann. da wir von anfang an keine fehler machen wollen, würde ich mich sehr über tricks, tipps und ideen von euch freuen.

Außerdem verteidigt lilly ALLES was ihr gehört vor anderen hunden. vor uns zwar nicht, aber es ist nicht so toll das bei hundebesuch alles immer weggestellt werden muss. habt ihr dazu auch ideen, wie man ihr das abtrainieren könnte?

Liebe Grüße
 
  • Hündin dekoriert Wohnung um Beitrag #2
Hallo walli,

das hört sich ja fürchterlich an. Das arme Mäuschen... Wie lange ist sie denn schon bei euch?

Zu deinen Fragen: Wenn sie nach einer gewissen Zeit die Wohnung umdekoriert, spricht das eher für Frust. Hätte sie Angst, müsste sie eigentlich von Anfang an Theater machen und nicht erst nach zwei Stunden, wobei ich natürlich nicht weiß, wie sie die Zeit bis zu diesem Punkt erlebt, ob sie unter Stress steht oder entspannt. Das kann man nur durch Aufnahmen beurteilen und wenn man sieht, wie ihr sonst miteinander umgeht. Ob sie euch zu kontrollieren versucht (Imponiergehabe, Setzen von Grenzen, auch physisch, mit Körper oder Stimme) oder eher anhänglich und unterwürfig ist und daher an euch klebt.

Wichtig sind generell kleine Trainingsschritte, viel Geduld und Konsequenz. Fangt damit an, dass ihr beim Verlassen eines Zimmers kurz und wie selbstverständlich die Tür hinter euch schließt und sofort wieder hereinkommt. Die Situation muss vorbei sein, bevor Lilly überhaupt begreift, was los war. Wichtig ist, sie nicht zu beachten. Kein Tamtam, bevor ihr geht und auch keins, wenn ihr wieder zurück seid. Kein Lob, wenn sie brav war, kein Wort, gar nix. Es ist das Normalste von der Welt, mal eine Tür hinter sich zu schließen. Lilly muss verstehen, dass die Apokalypse nicht bevorsteht, sobald ein Rudelmitglied den Raum verlässt. Macht das ruhig mal fünf Minuten immer wieder und mehrmals über den Tag verteilt. Wahrscheinlich wird sie bald genervt sein. "Uhhh, jetzt geht die SCHON WIEDER... Nö, ich bleib' liegen... :roll:"

Wenn ihr das trainiert habt und sie ruhig bleibt, könnt ihr die Zeit eurer Abwesenheit langsam strecken. Nur nicht zu viel verlangen und behutsam dabei vorgehen. Viele Menschen neigen dazu, bei den ersten Erfolgen gleich mit Riesenschritten weitermachen zu wollen und wundern sich dann über Rückschläge, weil sie ihren Hund überfordert haben. Ihr solltet recht bald eine Basis von ein paar Minütchen geschaffen haben, die dehnt ihr langsam aus und damit sollte der Kuchen eigentlich in absehbarer Zeit gegessen sein. Edit: Die Übung muss natürlich gelegentlich eingestreut werden, um das Verhalten nicht zu löschen.

Was die Verteidigung ihrer Sachen angeht, möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und überlasse Tipps daher lieber unseren erziehungserfahrenen Usern. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass es ihr gutes Recht ist, ihr Eigentum auch als solches zu wahren. Du hast es ja sicherlich selbst nicht gerne, wenn flüchtige Bekanntschaften oder gar Fremde in dein Haus marschieren, deine Sammlung seltener Porzellanfiguren durcheinander bringen, den Kühlschrank leer futtern und sich wohlig pupsend deinem Bett wälzen. ;) Die Frage ist, wie weit sie dabei geht.
 
  • Hündin dekoriert Wohnung um Beitrag #3
Sie ist erst seit Sonntag bei uns, verhält sich uns gegenüber aber so als würde sie uns schon eine ewigkeit kennen. super lieb. aber sie klebt wirklich an einem. ob man nur kurz das fenster zu macht oder irgentwas im raum macht. sie steht immer neben einem. sie ist wie ein schatten :roll:

aber sie versucht einen absolut nicht zu kontrollieren! sie versucht zu gefallen und freut sich über jedes bisschen aufmerksamkeit. eine seele von hund.
deine idee werde ich heute mal direkt umsetzten mal schauen wie es läuft.

vermutlich ahst du recht. sie verteidigt ihre sachen mit knurren und in die schranken weisen. beißen tut sie glücklicherweise nicht. ;)
 
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