Wirklich mehr arbeit ist es bestimmt nicht,gassi muss man ja eh
Das würde ich mal ganz schnell streichen.
Je nachdem, an was für einen Kandidaten du denkst (Geschlecht, Rasse, Alter), kann es sein, dass er ganz andere Bedürfnisse hat als Kalle. Angenommen, der Hund hat Jagdtrieb, würde das bedeuten, du darfst dich auf Dummy-, Reizangeltraining oder beispielsweise Nasenarbeit einstellen und Kalle wird trotzdem seinen Spaß haben wollen. Ebenso im Krankheitsfall, auf menschlicher wie auch auf tierischer Seite. Was machst du, wenn ein Hund gesundheitliche Probleme hat und daher ganz anders behandelt werden muss? Wenn der Eine nicht laufen kann, der Andere aber am liebsten zwei Stunden flitzen will oder du völlig vergrippt im Bett oder nachts wach liegst, weil Hund 1 Durchfall hat und ständig raus muss, während Hund 2 gerade den Inhalt des Mülleimers zu fressen versucht...
Wie steht's mit Haltungserlaubnis und Kalles Erziehung? Wenn der Ersthund noch Baustellen hat, sollte man den Gedanken an einen Zweithund lieber auf die lange Bank schieben. Das Thema Urlaub/Betreuung sollte bedacht werden, ebenso wie mögliche Steigerung von Tierarztkosten (Würmer, Flöhe, ansteckende Infekte usw.) und was es heißt, mit zwei Hunden unterwegs zu sein. Sie im Blick zu haben, andere Hunde im Blick zu haben, wie zu handeln oder zu reagieren ist, wenn auch nur einer (ob fremd oder einer der eigenen) aufmuckt oder was passiert, wenn ein Hund neue Macken ausprobiert, die der andere fröhlich übernimmt usw. usf.
Zudem muss ich sagen: Du trägst bereits Verantwortung für viele Tiere, wenn das mit deinem Pflegepferd und der Reitbeteiligung noch aktuell ist...
Bist du sicher, dass du eine solche Mehrbelastung jeden Tag aushalten würdest, wenn es mal hart auf hart kommt?
Nicht falsch verstehen, ich will dir nichts madig machen. Natürlich ist ein Zweithund eine wunderbare Sache für die soziale Komponente und macht sicher viel Freude, aber man sollte niemals unterschätzen, wie weit diese Veränderung greift. Ausgehend von dem, was ich in diesem oder anderen Foren mitbekomme, bin ich davon überzeugt, dass viele Leute keinen Begriff davon haben, was es
tatsächlich bedeutet, mehr als einen Hund zu haben und zu halten. Die Vorstellungen erscheinen mir oftmals extrem romantisch und dein Beitrag wirkte besonders in der zitierten Zeile gleich ähnlich. Daher wollte ich gern vorbeugen.
