Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite.

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Windhündin

Windhündin

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Hallo,

ich weiss nicht sicher ob ich mit dem Thema hier richtig bin.

Ich schilder mal mein Problem.

Es ist so das ich seit ca. 4 Jahren immer wieder mal arbeitslos bin, nie lange. Finde immer wieder neue Jobs. Ich habe immer generell
erstmal alles angenommen was ich mir vorstellen konnte.
Seit zwei Jahren arbeite ich in einer Naturheilpraxis, leider nur auf 400 E Basis. Ich liebe diesen Job aber und es ging mir in der Zeit
immer sehr gut. War in zwei Jahren gerade mal zwei Tage krank.
Jetzt habe ich, weil der Job alleine einfach nicht genug ist, einen neuen Job bekommen. Durch den Vater meines Freundes mehr oder weniger.
Wichtiger Job beim Landkreis, also was wo man mir Oooh und Aahhh und Boah sagt wenn ich erzähle das ich dort arbeite, weil man an sowas so gut wie nie ran kommt.
Aber...Büroarbeit kotzt mich eigentlich total an. Habe das angenommen weil man es eigentlich von mir erwartet hat. Und ich habe es genommen weil ich dachte..hmmm ausprobieren kannste es ja mal. Vllt ist es ja super und gefällt dir und das Geld kannst du auch gebrauchen.
Jetzt ist es so das ich dort sitze...die Arbeit überhaupt nicht mag..die Kollegen auch nicht sonderlich. Aber damit kann ich an sich vllt noch leben.
Mein größtes Problem ist..das mein Arzt mir starke Panikattacken und Anfang Depressionen diagnostiziert hat. Das hatte ich vor einiger Zeit schonmal. Am liebsten würde ich den Job kündigen. Ich fühl mich nicht als würde ich dorthin gehören...habe selbst die Ausbildung damals zur Bürokauffrau nur gemacht weil man es von mir so wollte.
Wenn es danach geht was ich wirklich möchte....ich bin nebenbei noch freiberufliche Fotografin. DAs möchte ich weiter ausbauen...Anfragen werden stetig mehr. Und ich würde unheimlich gerne in die Demenzbetreuung gehen. Kann nächstes Jahr im Januar einen Lehrgang dazu anfangen.
Jetzt ist es so das meine gesamte Familie, die Familie meines Freundes und mein Freund selbst von mir verlangt den anderen Job weiter zu machen.
Meine Eltern reden mir ein das meine Fotosache totaler Käse ist ohne sich dafür auch nur einmal interessiert zu haben. Sie bieten mir nicht an Visitenkarten zu verteilen oder überhaupt mal sich meine Bilder anzusehen.
Von dem Demenzkursus erzähle ich gar nicht erst mehr....weil schon mein Freund sagt: Och das kannste ja noch nebenbei machen weil es in den Abendstunden ist.

Ich habe mehrmals versucht meinen Eltern wie auch ihm zu erklären wie schlecht es mir geht.
Ich kann nachts kaum schlafen, ernähre mich fast nur noch von Beruhigungstabletten und Kaugummis gegen Übelkeit.
Alle mene Freundinne raten mir den Job an den Nagel zu hängen.

Wenn ich das tuen würde was ich für das richtige halte, und wie es mir geht, möchte ich den Job eigentlich kündigen, eine Therapie machen, den Demenzlehrgang machen und glücklich werden.....aber von allen Seiten bekomme ich nur Kopfschütteln und Augenrollen.
Mein Freund sagt zwar er hällt zu mir..aber immer wenn ich mit ihm darüber rede behandelt er mich wie Müll.

Wenn wir aber etwas im Fernsehen darüber sehen, sagt er wie schlimm das ist. Nur bei mir sieht es keiner ein.

Ich hoffe ihr versteht meinen ganzen Text überhaupt.

Meine Frage ist nun eigentlich....was würdet ihr an meiner Stelle machen?
Ich trau mich einfach nicht zu kündigen, aufgrund dessen das ich Ärger mit seinen Eltern haben werde und wohl auch mit meinen und ganz sicher auch mit ihm. Weil es halt sein Vater ist und der angeblich blöd darstehen würde wenn ich kündige ...den Job den er ja mehr oder weniger für mich besorgt hat.
Aber ich mache ja nichts was ihm peinlich sein müsste. Ich habe keinen Ärger dort mit jemandem auf der Arbeit. Sie sind sehr zufrieden mit mir...nur ich bin es einfach überhaupt nicht und ich denke ob gefallen oder nicht gefallen....meine Gesundheit ist total im Arsch (sorry für den Ausdruck)..ich könnte nur noch weinen weil sich alles im Kreis dreht und ich nur noch nachdenke.....
Den Arbeitsplatz kann ich noch ohne Angaben von Gründen aufgeben da ich noch in der Probezeit bin. Abgesehen davon weiss meine Chefin über mein Problem bescheid und sie sagte meine Hilfe wäre sehr wichtig. WEnn sie sich also nicht 100% ig auf mich verlassen kann, hätte sie ein Problem und ich sollte mir bis morgen überlegen wie es weiter gehen soll.

Ich hoffe ich könnt irgendwas von meinem Text verstehen. ;) Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen.

Liebe weihnachtliche Grüße an alle Tierfreunde!

Windhündin
 
  • Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite. Beitrag #2
Ganz klar: Deine Gesundheit und dein Glück gehen vor. Du kannst dich nicht dein Leben lang verbiegen, nur weil andere das so erwarten.
Du musst auf Dauer das ausbauen, was du machen möchtest. Die Frage ist jetzt nur, wie du das angehst. Da du, abgesehen vom unerwünschten Job und den Steinen, die du in den Weg gelegt bekommst, zusätzlich noch ernstzunehmende psychische Beschwerden hast, würde ich dir zuallererst zu einer Therapie raten. Vielleicht sogar zu einer stationären. Keine Scheu, ich habe das bereits dreimal hinter mir und denke gerne daran zurück; es tut gut, für sich selbst da zu sein. Kein Zuckerschlecken, aber so bereichernd... Da kannst du einerseits abschalten, andererseits in dich hineinhorchen und die ganzen Stimmen, die meinen zu wissen, was das beste für dich ist, ausschalten, Pläne für deine Zukunft schmieden UND eine geregelte medikamentöse Behandlung (wenn nötig) eingestellt bekommen. Unkontrolliert Pillen einwerfen kann unangenehm enden. :?

Blöd ist die Sache mit der Probezeit - wobei du da an sich ja eh weg willst. Wie lange geht die denn noch? Und wie gut kannst du von den 400 € leben, soll einfach heißen, wie sehr bist du auf ein regelmäßiges (wesentlich?) höheres Einkommen angewiesen? Die Sache mit der Fotografie ist toll, aber man weiß halt nie, wie sich sowas entwickelt, ob nicht doch mal monatelang Ebbe herrscht und ob du das nicht vielleicht doch als sporadische Einnahmequelle ein wenig hintanstellen solltest. Aber wie gesagt, ich kenne deine Situation nicht, wenn das super läuft, warum nicht? Toll finde ich ja dein Interesse an Demenzkranken! Immer mehr gefragt, sinnvoll und sooo bereichernd! Meine Mutter betreut über unsere hiesige Sozialstation demente Menschen als sogenannte Alltagsbetreuerin (1-3x die Woche pro Patient, meist 1-4 Stunden, aber auch mal länger, je nach Patientenwunsch). Du glaubst gar nicht, wie sehr sie da aufgeblüht ist, sie hatte früher in Büros, Versandhandelsunternehmen, Tchibo usw. gearbeitet und war nie so recht glücklich, aber die älteren Menschen geben ihr so viel zurück an Wärme und Dankbarkeit. :) Sie spielt mit ihnen, geht spazieren oder mimt auch einfach mal den Alleinunterhalter, wenn gar nix mehr geht. Erkundige dich doch mal bei der Sozialstation (gibts, glaub ich, in fast jedem Ort, aber auch das Altenheim bietet bei uns solche Jobs an!). Ich glaube, du bist da wie ich und brauchst eine Beschäftigung, die dir sinnvoll erscheint und Freude macht, sonst gehst du ein...
Wenn du damit Erfolg hast, auf welchem Weg letzten Endes auch immer, wird dein Umfeld das irgendwann akzeptieren. Bleib höflich, aber bestimmt; wenn sie ihre Grenzen überschreiten, sag ihnen das und frage sie, ob es ihnen so unwichtig ist, dass du unglücklich bist.

Du musst für dich das Beste aus deinem Leben machen! Wer damit ein Problem hat... Schade, aber: Pech gehabt. Die Vorstellungen der anderen sollten nicht länger Priorität haben. Bitte verwirkliche dich! Denn du hast einen ganz entscheidenden Vorsprung im Vergleich zu mir: Du weißt, was du willst. Kämpfe darum. :) Ich wünsche dir ganz, ganz viel Erfolg!
 
  • Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite. Beitrag #3
Hallo!

Wenn die Menschen in Deinem Umfeld dich unbedingt in einem Beruf sehen wollen, der Dir keinen Spaß macht, dann geh ein wenig auf Abstand zu denen. Nicht gleich kündigen - lass dich erst mal einige Wochen krank schreiben wegen der psychischen Probleme. Wahrscheinlich wirst dann Du gekündigt - und niemand kann sagen, Du wärest schuld dran. Also Arbeitslosengeld und weniger Ärger.

Sonst umgebe Dich mit Menschen, ind eren Nähe es Dir wirklich gut geht - nicht mit solchen, die dich zwar mögen sollten, aber nicht richtig verstehen wollen. so ein paar Monate Funkstille können Wunder bewirken - habe ich mit meienr Mutter immer wieder gemacht, seitdem klappt es erheblich besser. ich lasse mich nämlich auch nicht gerne zwingen...
 
  • Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite. Beitrag #4
Du hast dich doch eigentlich schon entschieden, oder?
Dann mach es auch.;)
 
  • Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite. Beitrag #5
Ich kann die Beiträge der anderen nur unterschreiben, mach was DIR gut tut und was DU willst. Ich finde es ehrlich gesagt sehr traurig, dass du so wenig Unterstützung von deiner Familie und deinem Freund bekommst. Himmel, ich hab meinen Ex damals angebettelt, er soll die Nachtschicht lassen, weil es ihn total kaputt gemacht hat. Ein guter Job ist nichts wert, wenn der Mensch daran kaputt geht.
 
  • Panikattacken und beschissener Job, aber Familie nicht auf meiner Seite. Beitrag #6
Boah,

erstens mal tausend Dank das ich so schnell so viele Antworten von euch bekomme!!!

Es hat sich jetzt quasi "erledigt". Hatte heute ein Gespräch mit der Leitung...
Alles total nett und sachlich gelaufen. Ich werde morgen früh einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Somit bin ich den Job ab dem 15.12. los.
Ob ich mich gerade freuen soll weiss ich nicht. Eine Sache abgehakt, folgen zig neue Probleme.

Mein Freund war nett, aber hat mir natürlich ganz klar zu verstehen gegeben das er es "scheisse" findet.
Klar ..ich an sich ja auch...aber wenn ich schon soweit bin wegen anderen einen Job zu machen den ich nicht mag, und das es mir schlecht geht und ich nur damit man mich mag alles mache...wo bin ich denn dann in einem Jahr. Nein Danke!

Ich bin froh das eure Beiträge "auf meiner Seite" sind. So habe ich neutrale Meinungen zu dem Thema und kann für mich sagen, das ich mir selbst nix vormache oder verweichlicht bin.

Den Job in der Naturheilpraxis kann ich weiter machen, und ich mache ihn sehr gerne.
Zu der Frage ob mir 400 eu im Leben reichen.. ganz klar nein. Habe bisher immer noch erspartes gehabt weil ich aufgrund des Zusammenlebens mit meinem Freund keinen Anspruch auf Leistungen habe.
Aber wenn alle Stricke reissen, muss ich ausziehen. Das kann doch kein Grund sein das ich so ein Theater weiter machen muss.

Karamellogramm: Ich kann deine Mutter total verstehen. Ich hoppel ja auch nur von Büro zu Büro, probier dieses und jenes.
Das mir die Sache mit der alten Generation Spaß macht , kann ich daran merken wie gerne ich mit meiner eigenen Oma zusammen bin.
Daran das die Oma meines Freunes schwer an Demenz erkrankt war, und bettlägerig war. Ich hab sie gefüttert, was gesungen oder gelesen oder einfach nur ihre Hand gehalten und überlegt was sie wohl denkt wenn sie mich ankuckt.
Den Opa meines Freundes besuche ich regelmäßig, oder lade ihn ein. Zum Grillen oder ich bringe ihm Essen vorbei weil er nun alleine ist.
Weil ich damals ja mehr oder weniger zur Familie gehörte, konnte ich an einem von der Krankenkasse gesponserten Demenzlehrgang teilnehmen. Klein und für Leute die entweder von der Krankheit betroffen oder halt in der Familie haben.
Dann hatte ich 1 Jahr lang ein Ehrenamt im Pflegeheim, wo ich eine halbseitig gelähmte Frau betreut habe. Spielen, Spazieren, Unterhalten oder einfach nur nebeneinander sitzen und nicht alleine sein.
Da haben sich viele von den anderen Leuten zugesellt und obwohl ich nicht wegen ihnen gekommen bin haben sich immer alle gefreut wenn ich komme. Unter anderem so Sätze wie: Da ist unser Herzchen wieder, oder die gute Seele von Frau **** ist wieder da :)
Da war mir eigentlich klar das ich sowas möchte.......und habe mich doch wieder auf Abwege bringen lassen.

Da ich nun wieder Zeit habe, werde ich mich meine Fotosache widmen. Ich möchte damit nicht wirklich auf zwei Beinen stehen. Eins wäre mir Recht. So bleibt es Hobby bei dem ich ein wenig Geld verdienen kann ohne es dann später Arbeit nennen zu müssen :)
Ich werde wohl wieder zu meiner alten Chefin gehen und mich ansonsten nach einem anderen Teilzeitjob umsehen.....der mir gefällt.

Nochmals vielen lieben Dank an euch ! Hat mir wirklich gut getan auf ein bißchen Verständnis zu stoßen. Und das auf neutralem Boden.

Ich wünsche euch allen einen tollen Abend.

Windhündin ( Mit Riss im Keks :uups: )
 
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