Erst mal Willkommen!
Tut mir sehr leid wegen Flecky.
Also, Loulou ist ein Weibchen. Wurde sie schon wegen Eierstockzysten untersucht? Das würde die große Aggressivität erklären.
Wie viel Platz hatte sie bei den Zusammenführungen und welche Alter und Geschlechter hatten die anderen Schweinchen? Die waren dann jeweils nur ein paar Minuten oder mal eine Stunde dabei, dann gab es schon Bisse, oder wie? hast Du Loulou vorher jeweils gefüttert und mit noch mehr Futter abgelenkt, was für Einrichtung war in dem Gehege? Kannst Du vielleicht von dem Gehege und den normalen Käfig Fotos machen? Manchmal kann man da mit wenig Aufwand durch bessere Einrichtung viel vereinfachen.
Gab es eigentlich auch Wunden, und wenn ja wo, oder gingen die Bisse gar nicht durch die Haut durch? Hast Du jedes mal sofort eingegriffen? Hast Du auch mal zwei neue Schweinchen gleichzeitig probiert oder immer eines nach dem anderen? War eines von Alter, Geschlecht und Charakter Flecky ähnlich?
Und warum hast Du gar so schnell nacheinander weg? Loulou kommt ja gar nicht mehr zur Ruhe sondern hat enormen Stress damit. Normal macht man nach einer gescheiterten Vergesellchaftung erst mal 2-6 Wochen Pause, damit das Tier wieder runter kommen kann, sich beruhigen kann, das Ganze vergisst, und macht erst dann einen neuen Versuch. Ich wundere mich ziemlich,d ass Dir jemand so viele Tiere zum "ausprobieren" gegeben hat, und es offenbar auch niemand war, der Dir etwas zu zusammenführungen sagen konnte.
Ich habe zur Zeit selber eine Zusammenführung am Laufen, zu meiner großen Gruppe (16 Mädels, ein kastrierter Bock) sind vier Mädels dazu gekommen nach dem Tod des Kastraten meiner kleinen Gruppe, auch da gab es durchaus Zähneklappern, kleine Kabbeleien und jämmerliches Geschrei, aber sowas beeindruckt mich recht wenig, auch nächtliches Gezwitscher als wären Amseln in meinem Wohnzimmer ist jetzt nichts ungewöhnliches. Aber solange es keine ernsteren Verletzungen als ne blutige Nase gibt sehe ich keinerlei Grund zum eingreifen - manchmal brauchen die Tiere eben etwas Zeit, um zu einer richtigen Gruppe zusammen zu wachsen. Und solange es alle zwei Stunden was leckeres zu futtern gibt sind alle auch ganz gut abgelenkt.
Zu Sevens Einwurf: ja, am besten klappt ein kastrierter Bock mit mehreren Weibchen, reine Weibchengruppen sind oft extrem zickig. Neutraler Boden kann helfen, ist aber nicht zwingend notwendig - ich mache mir so eine Arbeit schon lange nicht mehr, Meerschweinchen sind nicht gerade territorial veranlagt. Sie haben vielleicht ihr persönliches Häuschen, dass sie nicht gerne teilen, sind sonst aber sehr freundlich.
Allerdings ist PLATZ ein ganz wesentlicher Faktor - 2x1Meter sind schon absolute Untergrenze für zwei die sich nicht kennen, und sollten eigentlich allgemein nicht unterschritten werden. Und eine Einrichtung ohne Sackgassen, aber auch nicht mit zu weiten Sichtstrecken.
Hat man nur ein Minigehege oder gar einen Käfig (die eigentlich allesamt hart an der Grenze zur Tierquälerei liegen), ist eine Zusammenführung im Auslauf weitaus erfolgversprechender als in so einem engen Teil. Da wäre es aber sinnvoller, gleich ein vernünftig dimensioniertes Gehege zu bauen und die Tiere da drin einander vorzustellen, und den ollen Käfig da hin zu tun wo er hingehört - in den Müll.