Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-(

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wir verstehen nicht, wie das passieren konnte. Wie jeden Tag wartete unsere Kleine neben dem Auto (wenn sie endlich aus der Box raus darf, rennt sie jedesmal vor Freude eine Runde ums Auto), d.h. die Runde war sie schon gerannt und das darf sie natürlich erst, wenn nichts auf der Straße zu sehen ist. Nun wartete sie wie all die vielen Jahre zuvor neben unserem Auto brav auf ihr Leckerli. Ohne ist sie alle die Jahre noch nie! losgelaufen. Die Anliegerstraße kam wie jeden morgen (es war noch dunkel) ein Auto ganz langsam entlanggefahren (höchstens 20-30 km/h). Also keine Gefahr, dachte meine Freundin und suchte noch etwas im Kofferraum. Plötzlich hielt das Auto an. Kein Geräusch von Peggy, kein Quietschen, Rutschen oder sonst was. Warum hält das Auto plötzlich an, dachte sich meine Freundin und drehte sich um. Aus dem Auto stiegen zwei junge Männer und dahinter lag Peggy! Panikartig rannte sie hin und schaute, was los war, wollte Peggy aufheben. Doch die biß ihr vor Schock und Verzweiflung in den Fuß (war aber nicht so schlimm). Die Männer halfen ihr schnell eine Decke auszubreiten, konnten vor Schreck auch kein Wort sagen. Peggy legten sie vorsichtig auf den Sitz, die Kleine wurde aber gleich ohnmächtig. Dann ging es so schnell es möglich war, zum nächstgelegenen tierärztlichen Notdienst. Unterwegs wurde Peggy wieder kurz wach und hob noch drei mal das kleine Köpfchen, um nach meiner Freundin zu sehen. Doch als sie beim Tierarzt ankamen, war es zu spät. Peggy lebte nicht mehr. Wir können es nicht fassen. Die Männer sagten später: "plötzlich stand der Hund vorm Auto und wir haben sofort gebremst". Sie dachten, es wäre nicht so schlimm und sie könne noch beim Tierarzt gerettet werden. Also ist Peggy unmittelbar vor das Auto gerannt. Aber warum? Auf Straße und Parkplatz durfte sie nicht ihr Geschäft verrichten, wartete immer auf das erste Stück Rasen. Manchmal liefen wir ein paar 100m die Straße lang und auf dem ersten grünen Fleckchen hockte sie sich hin. Vielleicht wollte sie nur schnell rüber auf die Wiese?
Nun war meine Freundin heute beim Kinesiologen und erzählte ihm auch von dem Unglück. Da behauptet der, warum auch immer, unsere Kleine hätte sich absichtlich umgebracht??? Ich kann mir so etwas bei Hunden absolut nicht vorstellen. Eher hat sie geträumt und lief versehentlich rein oder irgendetwas hat sie abgelenkt. Wir haben ihr immer versucht beizubringen, nur am Straßenrand entlangzugehen. Das ging ein ganzes Stück gut, doch dann lief sie einfach fast rechtwinklig auf die Straße. Natürlich zogen wir sie sofort mit der Leine zurück. Hier hätten wir sie wohl besser in die Hundeschule schicken sollen. Wir haben sie geliebt wie ein Kind, sie war immer um uns, durfte auf die Couch oder sich sogar im Bett ankuscheln.
Gestern wäre sie 11 Jahre alt geworden (ein kleiner, schwarzer Mischling, 11-12kg), hatte schon einen grauen Bart. Und weil sie immer älter wurde (war aber noch fit fast so wie ein Welpen, flitzte durch alle Zimmer oder übers Feld, die Leute fragten uns noch letztes Jahr, ob das ein junger Hund sei...) wollten wir die auf BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter) umstellen. Sie bekam also früh und abends nur teures, frisches Fleisch (und manchmal Obst etc.) und nur noch Mittags ihr bekanntes getrocknetes Fleisch. So ganz glücklich schien sie anfangs damit nicht, mußte sich anfangs übergeben oder hatte Durchfall, aber nach ein paar Tagen ging es schon ganz gut. Aber damit nicht genug, sie war über die Jahre ganz schön verzogen, bekam immer vom Eßtisch, was man eigentlich nicht machen sollte. Zog sich immer ganz glücklich und mit dankbarem Blick in ihr Körbchen zurück, wenn sie den letzten Bissen erbeutet hatte. Aber nun durfte sie all das nicht mehr. Plötzlich nichts mehr vom Tisch, obwohl wir früher alles mit ihr geteilt hatten. Einmal hat meine Freundin ihr sogar den leeren Teller gezeigt. Aber nimmt ein Hund so was übel? Die Kleine war ja so verzogen, daß man fast nirgends mehr hingehen konnte, also sollte das abgestellt werden. Es schien auch so, als würde es langsam funktionieren.
Am letzten Abend kam sie mehrfach wieder und bettelte, aber wir schickten sie immer wieder weg. Am nächsten Tag sahen wir, warum. Da lag auf dem Schrank noch ein Stück getrockneter Knacker, den wir vergessen hatten. So was bekam sie immer zuletzt, nur seit BARF eben nicht mehr. Das tat uns nun doppelt leid. Aber wir haben sie danach wie immer geknuddelt und sie schmiegte sich dankbar an und kam abends auch wie immer zu uns.
Was die ganze Sache so tragisch machte: ich hatte am betreffenden Tag den 2. Urlaubstag und wollte ausschlafen. Meine Freundin nahm wie immer Peggy früh mit auf Arbeit. Ich hörte sie aus dem Bett springen, die Treppe runtergehen und dann über den Hof zum Auto. Aber es klang so unheimlich, anders als sonst. Irgendetwas lag in der Luft, ich verstand aber nicht, was. Ich wollte noch sagen: ich kann die Kleine ja heute auch nehmen, doch dann dachte ich, das kann ich auch morgen machen und dann schlief ich wieder ein. Plötzlich klingelte das Telefon und ich erfuhr, daß unser Liebling überfahren worden war.
Nun machen wir uns riesige Vorwürfe, wenn gleich wir auch nichts mehr ändern können. Es wäre sicher besser gewesen, mit ihr eine Hundeschule zu besuchen, aber wir waren uns immer so sicher, daß sie auf uns hörte und wir uns auf sie verlassen konnte. Bis auf "Sitz", "Komm" oder "nein, nein" (entspricht "aus") verstand sie nichts. o.k., wenn sie ihren Namen "Peggy" hörte, kam sie auch sofort angeflitzt...
Es war sicher nur ein dummer Zufall oder was meint Ihr? Sie schien bei uns immer glücklich und geborgen. Jedenfalls sind wir momentan sehr am Boden und versuchen irgendwie, das schreckliche Erlebnis zu verarbeiten.
 
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  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #2
Huhu,

erstmal mein tiefstes beileid.
Das ist wirklich sehr tragisch.

Allerdings verstehe ich nicht, warum ihr euren Hund um das Auto laufen lassen habt.
So etwas beinhaltet leider Risiken. Und so was sollte man von anfang an Unterbinden.Egal ob grade ein Auto kommt, oder nicht.
Das ist ein Tabu...

Ich denke nicht, das sie sich das leben "genommen"hat.
Hunde sind zwar nachtragend, aber sicher nicht auf die art und weise, das sie nun merkt"die geben mir nix mehr vom Tisch, die mögen mich nicht mehr."

aber wir waren uns immer so sicher, daß sie auf uns hörte und wir uns auf sie verlassen konnte.
Ich habe seit gut 13 Jahren Hunde.
Und ich möchte dir eines sagen, sage niemals nie bei einem Hund.
Du kannst nicht in das Tier gucken, du kannst nie sagen, welcher Instinkt grade durch kommt und was er als nächstes tut.
nie.
Wenn mich jemand fragt"beissen die Hunde?" Dann sage ich von grund auf" nein, aber ich kann dir nicht sagen, wie sie auf dich reagieren"
weil ich einfach nicht in meine Hunde rein schauen kann. Ich weiss nie, was als nächstes in ihnen vor geht.
Ich kann meine Hunde kontrollieren, aber ich kann nie sagen, ob sie mal in genau diesem moment etwas tuen, was sie aus Reflex oder Instinkt tuen, es sind eben Tiere.

Mein tiefstes beileid.
Was wichtig ist, das ihr über das Erlebte redet.
Ganz viel.

Es gibt denke ich hier, keine Antwort auf eure fragen, warum,wieso,weshalb.
Wichtig ist, das euer Hund nicht gelitten hat.

traurige grüsse,
Sanni.
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #3
Hallo,
ach herrjeh..das tut mir so leid!

Eure Trauer und euren Schmerz kann - man - zumindest ich nicht nehmen. Vielleicht aber ein bißchen mindern.

Erstmal das ist so richtig fett super sch+++ gelaufen. Tausend "wenns" kommen euch - wenn,man nur 30 sec später losgefahren wäre...wenn du sie gerade da bei dir gelassen hättest...wenn was auch immer im Kofferraum war ...schneller gefunden gewesen wäre... wenn ...wenn... wenn....

Das zermürbt Euch...nicht machen!
ABER: .mit Sicherheit ist sie nicht mit Suizid- Gedanken vor das Auto gelaufen (so ein Ober-Blödsinn) und es war doch seit fast 11 Jahren immer genau so -und nun ist dieser schreckliche Unfall passiert...das und nichts mehr ist es.

Das ist der absolute Horror - ja - für dich und auch ganz bestimmt für deine Freundin...!

Aber was genau bedeutet es für eure Kleine?
Sie hatte - so wie du hier loslegst -11 Jahre lang (oder zumindest die Zeit, die sie bei Euch war) ein echt tolles zu Hause. Wärme,Liebe, Zuneigung...immer genug zu Fressen, zu Trinken...keine Misshandlung...Streicheleinheiten...Augen und Hände welche sie liebevoll anschauen/anfassen und nicht wegschicken und nicht schlagen oder treten.Sie war bei euch...geborgen wurde beschäftigt und ..klar es wurde auch mal geschimpft. Hhm -man war auch mal genervt.... und ja -für ihre Gesundheit wurde halt auch mal der ein oder andere Kracker verboten.

Ihr Lieben - Hundeschule / Training oder her (sicher gut - aber kein Garant!)...es geht 1000x gut und das 1001 mal eben nicht. Aber bitte laßt Euch keinen Scheiß einreden!!!! Eure Maus...mußte nicht an Krebs und Geschwüren und wochenlangen Schmerzen leiden - sicher, sie hätte vielleicht noch ein paar Jahre fröhlich weiter leben können - oder auch nicht?!

Du wolltest ausschlafen...?....Peggy durfte MIT ZUR ARBEIT...was ist falsch daran-Nichts!!!!

Also bevor Euch jemand Schuld oder gar Suizid einredet - denkt einmal über das Gütige in einem plötzlichen Schicksal nach.Und falls ihr von eurem Mädel den "Auftrag" erhalten habt - wieder mal (in Zukunft oder demnächst) einem Hund ein liebevolles zu Hause zu schenken (meine machen das) - dann achtet ihr 300 % darauf sobald er/sie das zu Hause oder das sichere Auto verläßt.... und selbst dann gibt es 1 Mio andere Gefahren.

Ich denke sehr an Euch...haltet zusammen.Und denkt daran...daß,Peggy Euch niemals hat traurig sehen wollen....sie steht jetzt - wo auch immer mit ihrem Lächeln da...ihr geht es gut...sie hat keine Schmerzen....und sie will euch nicht so furchtbar traurig sehen....das war nie ihr Plan...und allein deshalb...hat sie kein Suizid begangen....Selbstmord ist eine Form von Rache - so ticken unsere Lieblinge ganz ganz sicher nicht -

Ganz ganz liebe Grüße Suno


PS. Meine extrem gut erzogene, ausgebildete heiß geliebte Schäferhündin...hat vor kurzem i-etwas nachgestellt (ich habe es nicht vorher gesehen) - es war wie ein Schalter, der umgestellt wurde. Reines Glück, daß dies auf absolut autofreier- gefahrfreier Umbebung geschah - sie stoppte erst nach ca 10 Metern.....im Ernstfall 10 zu viel!!
 
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  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #4
PS. Meine extrem gut erzogene, ausgebildete heiß geliebte Schäferhündin...hat vor kurzem i-etwas nachgestellt (ich habe es nicht vorher gesehen) - es war wie ein Schalter, der umgestellt wurde. Reines Glück, daß dies auf absolut autofreier- gefahrfreier Umbebung geschah - sie stoppte erst nach ca 10 Metern.....im Ernstfall 10 zu viel!!
Genau das ist, was ich oben meinte.
Der Hund kann noch so gut ausgebildet sein, es ist immer noch ein Hund.
Und ich würde niemals meine Hand dafür ins Feuer legen und sagen "mein hund würde niemals..."
Es gibt immer momente, lass das ein Rascheln im Gebüsch sein, lass das ein Vogel sein, der auf der anderen Seite rum hüpft.
Lass das einen Geruch sein, etc...
Es kann immer mal etwas sein.

Das soll natürlich nicht bedeuten, das man seinem Hund nichts mehr erlauben darf.
Aber grade an der Strasse, in Risiko bereichen, habe ich lieber 10mal mehr ein Auge auf meine Hunde.

Hach man, ich Stimme Suno in allem zu, was sie geschrieben hat.
Euer Hund hat sicher kein Selbstmord begangen...

Sie hatte ein gutes Leben.
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #5
Mein Beileid!
Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der sich nicht hinterher irgendwelche Vorwürfe macht, wenn ein Mensch oder Tier zu Tode kommen.
Ich hatte schon viele Hunde in meinem Leben und es hätte immer und immer passieren können, dass mein Hund verunglückt wäre, bei bester Sorgfalt!!!!!
Man kann nicht 100%ig alles ausschließen. Der folgsamste Hund, der beste in der Hundeschule, lief einem Hasen hinterher, beide überquerten eine Straße, Glück für alle, da kam halt gerade kein Auto! Der nächste jagte nie, aber plötzlich lief er in den Wald, Glück gehabt, kein Jäger gerade da. Ein anderer fand einen Knochen auf dem Spazierweg, schluckte hastig, damit man ihm den ja nicht weg nehmen konnte, ich musste zum TA, er hat überlebt, aber wie leicht hätte dieser spitze Knochen den Darm anreissen können.
So ist es nun mal, man kann keinen Hund unter einer Glasglocke halten.
Da hat niemand schuld und ein Hund nimmt sich auch nicht das Leben, wenn das so wäre, ein Hund könne sich das Leben nehmen, dann würden in Rumänien und Spanien etc. - nur noch tote Hunde auf der Straße liegen, sie alle hätten sich dann umgebracht.
Machs dir nicht so schwer, es ist leider passiert, niemand hat daran schuld, der Hund war unachtsam, das sind wir Menschen auch, du selbst wirst Situationen kennen, wo du hinter her sagst: Da habe ich aber mächtig Glück gehabt, ob beim Autofahren oder sonst wo.
Gruß, der Hund wird jetzt dein Schutzengel.
HelgaK
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #6
Vielen lieben Dank für Euer Mitgefühl. Reden hilft wirklich sehr. Hätten wir nur die Zeit gefunden, öfter hier zu lesen, vielleicht wären wir dann noch vorsichtiger gewesen. Ich habe die Kleine meistens in einer solchen Situation festgehalten, meine Freundin meinte aber immer: die bleibt sitzen.
Ich habe ihr geglaubt, denn sie hatte den Hund schon, bevor wir uns kennenlernen waren.
An der Straße lief Peggy natürlich immer nur mit Leine. Warum Hunde nur nicht auf Autos reagieren können? Wenn hingegen ein Hase oder eine Katze in der Nähe ist, reagieren sie schneller als man gucken kann... Bei Autos erst, wenn sie bis auf einen Meter herangekommen waren. Dann schaute sie plötzlich ganz erschreckt. Ich hab sie dann immer vorher mit der Leine weggezogen. Dachte aber immer, im Notfall würde sie im letzten Moment noch zur Seite springen - welch ein Irrtum. Aber auch mir ist es schon mal passiert, daß sie aus dem Auto auf die Straße gesprungen war. Zum Glück kam da keiner und alles ging gut. Manchmal ist sie mir unterwegs auch ausgerissen und weggerannt, einmal drehte sie mitten im Wald um und rannte die Straße entlang zurück nach Hause. Ich konnte rufen wie ich wollte und rannte zu guter letzt hinterher. Zum Glück ging auch das gut. Trotz aller Vorsicht hätte ihr auch schon früher so ein Unglück passieren können.

Natürlich hatte unsere Kleine ein gutes Leben. Sie war ja als Kind-Ersatz angeschafft worden und wurde demzufolge fast genauso behandelt. Sie durfte vieles, was andere Hunde nicht durften. Und sie wußte das auch zu schätzen. Haben ja am letzen Abend noch gekuschelt. Irgendwie war es in den letzten Tagen noch inniger als sonst. Vielleicht hat die Kleine ja auch etwas gespürt, sie wurde in letzter Zeit immer anhänglicher und auch ängstlicher. Wir haben sie noch einmal so intensiv betrachtet, das ist uns erst im Nachhinein aufgefallen, es scheint doch so etwas wie eine Vorahnung zu geben. Aber wir haben wirklich keinen Moment daran gedacht, daß ihr etwas zustoßen könnte. Noch am Abend vorher stimmte mich plötzlich traurig, daß Hunde ein kürzeres Leben haben sollten. Aber zum Ausgleich dachte ich mir, sollte sie es die letzten Jahre bei uns so gut wie kein anderer Hund haben. Konnte mir nicht vorstellen, daß aus diesem niedlichen Hund jemals das Leben weichen könnte. Sie schmiegte sich aus Dankbarkeit mit ihrem Köpfchen noch mal ganz eng an mein Herz.
Nachts muß sie dann irgendwie ganz schlecht geträumt haben, denn sie atmete ganz schnell. Das hatte sie noch nie gemacht. Früh schien es aber wieder normal. Und eine halbe Stunde später war das Unglück schon passiert.
Das ihr u.U. so eine lange Krankheit erspart worden ist, wäre der einzige Trost. Es ist auch nach über drei Wochen ganz schwer damit fertig zu werden. Immer wenn man nach Hause kommt, ist Totenstille. Früher hat sie schon gebellt und gequietscht, wenn man erst am Tor war. Dann kam sie gleich die Treppe herunter und wartete an der Tür. Peggy hat sich immer vor Freude fast umgebracht, wenn man endlich nach Hause kam. Das kennt Ihr sicherlich auch alle. Einen anderen Hund wollen wir aber nicht. Peggy soll für immer in unserem Herzen bleiben. Sie war irgendwie viel mehr als "nur" ein Hund.
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #7
Huhu.

Ich kann dich total verstehen.
wartet ab, was euch die Zeit bringt, behaltet sie so im Herzen, wie sie war.
Und schau, wie es weiter geht.Vielleicht seit ihr ja irgendwann bereit, einer neuen, armen Seele, ein wunderschönes Zuhause zugeben?
Ich wollte nach Teddys tod auch keinen zweiten mehr.
Und was nun?nun liegt mein zweiter auf meinen Füssen.
Er ähnelt Teddy sehr und ich denke mir immer, das er seine Pfoten dabei im Spiel hatte und mir unseren weg gezeigt hat.

Irgendwann, wenn euer Herz es wieder zulässt, wird vielleicht ein neuer Freund, an eurer Seite sein.

Wichtig ist jetzt aber wirklich, das ihr diesen Schicksalsschlag verarbeitet.

Wir alle tuen für unsere geliebten Hunde soviel, wie wir können.
Hunde sind sehr schlaue Tiere und haben oft Vorahnungen.
Ich denke, da ist wirklich was dran.

macht euch nicht verrückt und bitte auch keine Vorwürfe, alles hat seinen Sinn, auch wenn es einem so Sinnlos vorkommt.
Ich weiss, es ist immer leichter gesagt, als getan.
Aber ihr werdet das schaffen.
Gemeinsam.

Lg, Sanni.
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #8
Erstmal mein tiefes Mitleid für euch, obwohl nicht wirklich nicht verstehen wie man ein Hund von der Leine machen kann der dazu neigt abzuhauen? Das Wort nie würde ich zusammenmit Hunden nie sagen.
Ein Hase oder eine Katze ist nichts weiter als Beute die fangen will. Ein Hund versteht das ein Auto eine Gefahr darstellt. Wie auch? Es ist schade und traurig.
Aber ich frage mich was ein Kinesiologen damit zusagen hat? Wie kann erbehaupten das eure Hündin selbstmord gemacht hat? Auf welche Tatsachen hin? Es ist esotherisches Diagnose- und Therapieverfahren, nur kein naja krass gesagt ein Medium welches behauptet mit Geister reden zu können.
Tu mir bitte den gefallen und halte deine Freundin von solchen Menschen fern. Und du auch. Ihr macht euch sicher schon genug vorwürfe und er behauptet auch noch das sie sich vors Auto geworfen hat? Sorry aber der hat nen Knall und das ein gewaltigen.

Sie hatte sicherlich 11 tolle Jahre und warum sie auch immer vor das Auto gelaufen ist wird sicher nichts mit euch zutun gehabt haben? Vielleicht war da eine Katze auf der anderen Seite?? Die Frage kann euch keiner wirklich keiner beantworten.
Denkt an die schöne Zeit mit ihr. Sie war glücklich bei euch da bin ich mir sicher.
Macht ihr ein schönes Grab und in eurem Herzen wird sie immer bei euch sein.
Es wird dauern bis ihr über den Verlust hinweg kommt, aber ihr werdet sie nie vergessen.

Lg Yvi
 
  • Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #9
Vielen lieben Dank, hier im Forum findet man wirklich viel Mitgefühl und Hilfe. Wir hätten viel früher reinschauen sollen, dann wäre das alles vielleicht nicht passiert. Bald sind es nun vier Wochen und trotzden sind wir jeden Tag noch unendlich traurig. Peggy war unser bester Freund auf der ganzen Welt, irgendwie halten wir ihren Platz immer noch frei. Die Lücke kann kein anderer Hund ersetzen. Wir waren zu dritt eine richtige kleine Familie. Wer selbst keine Kinder hat, kann dies vielleicht gut nachvollziehen. Und die Kleine war immer so dankbar für all die Liebe.
Sie hat sich immer so darüber gefreut, wenn wir Leine und Leckerlie einpackten und sie ihr Geschirr angelegt bekam, stand schon ein paar Minuten vor der Zeit da. Dann sprang sie vor Freude herum, vollführte einen richtigen Freudentanz und lachte vor Freude. Ja, so hörte sich das fast an! Wir haben sie all die Jahre immer im Wald oder noch besser auf dem Feld ohne Leine laufen lassen, wenn wir uns weit genug von der Straße entfernt wähnten. Einmal hat zwar der Förster gemeckert, aber die Peggy war ja nicht viel größer als eine Katze und hat ihm gleich am Schuh geleckt. Da mußte selbst der grimmige Mann schmunzeln...
Sie blieb so immer in Bewegung, rannte wie ein Welpen durch die Gegend. Das hat sie jung und gesund gehalten. Die anderen Hunde, die nur an der Leine durchs Viertel gezogen wurden, sahen bei weitem nicht so glücklich aus, viele sind ja übergewichtig. Sie hat Mäusen nachgegraben, im Bach gebadet und so viele Jahre ein glückliches Hundleben mit allen Freiheiten gehabt.
Vor einem Jahr hat sie sich beim Rumtoben vermutlich die Wirbelsäule ("Hexenschuß"?) oder den Magen verrenkt. Plötzlich lief sie nicht mehr, blieb sitzen. Wenn wir sie riefen, versuchte sie zu kommen, sank aber gleich wieder zusammen. Wir sind damals voller Sorge gleich zum Tierarzt gefahren. Der hat alles untersucht, geröntgt und Ultraschall,aber absolut nichts zu finden. Dort hatte sie sich mit Händen und Füßen (bzw. Pfötchen) gegen die Untersuchung gewehrt, vieleicht hat sich dabei wieder alles eingerenkt? Wir waren so glücklich, als sie nach der Gabe von Schmerzmittel wieder herumlief und wir unseren Liebling wieder abholen konnten. Danach schien wieder alles ok, aber sie wurde viel anhänglicher, blieb immer in Sichtweite. Nur auf dem Feld rannte sie wie früher, dort konnte sie uns ja immer sehen. Aber sonst blieb sie immer auf Tuchfühlung, gerade in der Dämmerung klebte sie an unseren Fersen. So kam sie nur noch in der Nähe der Straße an die Leine.
Ich glaube auch nicht daran, daß sie sich umbringen wollte. Warum auch? Bei uns ging ihr es doch gut. Und Tiere machen so was nicht. Schlimmstenfalls wäre sie doch ausgebüchst, um sich selbst Nahrung zu suchen, wenn sie Hunger gehabt hätte. Aber sie bekam ja früh und abends eine große Schüssel Frischfleisch bester Qualität und mittags immer noch ein Stück Trockenfleisch. So viel bekommen andere Hunde nicht immer. Vermutlich war sie nur etwas irritiert, weil sie nichts mehr vom Tisch bekam. Auch hatte sie keinen Grund, nachtragend zu sein. Ich denke, bevor es dazu kommt, muß man schon sehr schlecht mit dem Hund umgehen. Einmal bin ich ihr versehntlich auf die Pfote getreten und sie quiekte. Natürlich hab ich gleich das Pfötchen genommen und gestreichelt und ein Küßchen dazu und sie hielt das Pfötchen auch gern hin. Ich denke, sie wollte wirklich nur rüber ins Grüne, um dort ihr Geschäft zu verrichten oder ein kleines Tier etc. hat sie angelockt. Die kleine Anliegerstraße war ja nur 4m breit.
Meine Freundin war beim Kinesiologen, weil sie einen Grund für ihre gesundheitlichen Problemchen in der seelischen Ebene sucht. Und darauf wirkt sich der Verlust des Kindersatzes Peggy schon enorm aus. Also mußte das natürlich dort mit angesprochen werden. Ich halte mich schon von diesem Menschen fern und sage ihr, sie soll auch vorsichtig sein, aber ich kann natürlich nichts gegen ihren Willen tun. Ich sehe ihn eher als Naturheilkundler an und hoffe nicht, daß er sich mit Geistern einläßt??? Eher auf der Ebene wie Homöopathie etc.? Die hat ja auch Erfolge, die angeblich "wissenschaftlich nicht bewiesen sind"...aber es macht mich stutzig, daß Hunde Vorahnungen haben können, sie spüren ja z.B. Naturkatastrophen auch viel eher als Menschen. Vielleicht hat sie doch etwas beeinflußt? Sie hat ja die Nacht zuvor schlecht geträumt und atmete dabei so schnell und kurz. Und ich habe ihr noch gesagt, keine Angst, bei uns bist Du sicher. Vielleicht fühlte sie sich in unserer Gegenwart inzwischen auch so sicher, daß sie unvorsichtiger als allein war?
Ein Grab bekommt Peggy wohl nicht, weil meine Freundin die kleine Urne nun in den Wald bringen will - dort wo Peggy jeden Tag entlanggelaufen ist und glücklich war. Das kann ich auch nachvollziehen. Wir werden nun oft dort allein entlang gehen. Vielleicht stellen wir noch mal ein Foto hier rein, wir würden nämlich nur zu gern wissen, was für Rassen in unserem Liebling steckten.
 
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