- Traurige Mitteilung - unsere Hündin wurde überfahren und lebt nicht mehr :-( Beitrag #1
H
Hündinpeggy
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wir verstehen nicht, wie das passieren konnte. Wie jeden Tag wartete unsere Kleine neben dem Auto (wenn sie endlich aus der Box raus darf, rennt sie jedesmal vor Freude eine Runde ums Auto), d.h. die Runde war sie schon gerannt und das darf sie natürlich erst, wenn nichts auf der Straße zu sehen ist. Nun wartete sie wie all die vielen Jahre zuvor neben unserem Auto brav auf ihr Leckerli. Ohne ist sie alle die Jahre noch nie! losgelaufen. Die Anliegerstraße kam wie jeden morgen (es war noch dunkel) ein Auto ganz langsam entlanggefahren (höchstens 20-30 km/h). Also keine Gefahr, dachte meine Freundin und suchte noch etwas im Kofferraum. Plötzlich hielt das Auto an. Kein Geräusch von Peggy, kein Quietschen, Rutschen oder sonst was. Warum hält das Auto plötzlich an, dachte sich meine Freundin und drehte sich um. Aus dem Auto stiegen zwei junge Männer und dahinter lag Peggy! Panikartig rannte sie hin und schaute, was los war, wollte Peggy aufheben. Doch die biß ihr vor Schock und Verzweiflung in den Fuß (war aber nicht so schlimm). Die Männer halfen ihr schnell eine Decke auszubreiten, konnten vor Schreck auch kein Wort sagen. Peggy legten sie vorsichtig auf den Sitz, die Kleine wurde aber gleich ohnmächtig. Dann ging es so schnell es möglich war, zum nächstgelegenen tierärztlichen Notdienst. Unterwegs wurde Peggy wieder kurz wach und hob noch drei mal das kleine Köpfchen, um nach meiner Freundin zu sehen. Doch als sie beim Tierarzt ankamen, war es zu spät. Peggy lebte nicht mehr. Wir können es nicht fassen. Die Männer sagten später: "plötzlich stand der Hund vorm Auto und wir haben sofort gebremst". Sie dachten, es wäre nicht so schlimm und sie könne noch beim Tierarzt gerettet werden. Also ist Peggy unmittelbar vor das Auto gerannt. Aber warum? Auf Straße und Parkplatz durfte sie nicht ihr Geschäft verrichten, wartete immer auf das erste Stück Rasen. Manchmal liefen wir ein paar 100m die Straße lang und auf dem ersten grünen Fleckchen hockte sie sich hin. Vielleicht wollte sie nur schnell rüber auf die Wiese?
Nun war meine Freundin heute beim Kinesiologen und erzählte ihm auch von dem Unglück. Da behauptet der, warum auch immer, unsere Kleine hätte sich absichtlich umgebracht??? Ich kann mir so etwas bei Hunden absolut nicht vorstellen. Eher hat sie geträumt und lief versehentlich rein oder irgendetwas hat sie abgelenkt. Wir haben ihr immer versucht beizubringen, nur am Straßenrand entlangzugehen. Das ging ein ganzes Stück gut, doch dann lief sie einfach fast rechtwinklig auf die Straße. Natürlich zogen wir sie sofort mit der Leine zurück. Hier hätten wir sie wohl besser in die Hundeschule schicken sollen. Wir haben sie geliebt wie ein Kind, sie war immer um uns, durfte auf die Couch oder sich sogar im Bett ankuscheln.
Gestern wäre sie 11 Jahre alt geworden (ein kleiner, schwarzer Mischling, 11-12kg), hatte schon einen grauen Bart. Und weil sie immer älter wurde (war aber noch fit fast so wie ein Welpen, flitzte durch alle Zimmer oder übers Feld, die Leute fragten uns noch letztes Jahr, ob das ein junger Hund sei...) wollten wir die auf BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter) umstellen. Sie bekam also früh und abends nur teures, frisches Fleisch (und manchmal Obst etc.) und nur noch Mittags ihr bekanntes getrocknetes Fleisch. So ganz glücklich schien sie anfangs damit nicht, mußte sich anfangs übergeben oder hatte Durchfall, aber nach ein paar Tagen ging es schon ganz gut. Aber damit nicht genug, sie war über die Jahre ganz schön verzogen, bekam immer vom Eßtisch, was man eigentlich nicht machen sollte. Zog sich immer ganz glücklich und mit dankbarem Blick in ihr Körbchen zurück, wenn sie den letzten Bissen erbeutet hatte. Aber nun durfte sie all das nicht mehr. Plötzlich nichts mehr vom Tisch, obwohl wir früher alles mit ihr geteilt hatten. Einmal hat meine Freundin ihr sogar den leeren Teller gezeigt. Aber nimmt ein Hund so was übel? Die Kleine war ja so verzogen, daß man fast nirgends mehr hingehen konnte, also sollte das abgestellt werden. Es schien auch so, als würde es langsam funktionieren.
Am letzten Abend kam sie mehrfach wieder und bettelte, aber wir schickten sie immer wieder weg. Am nächsten Tag sahen wir, warum. Da lag auf dem Schrank noch ein Stück getrockneter Knacker, den wir vergessen hatten. So was bekam sie immer zuletzt, nur seit BARF eben nicht mehr. Das tat uns nun doppelt leid. Aber wir haben sie danach wie immer geknuddelt und sie schmiegte sich dankbar an und kam abends auch wie immer zu uns.
Was die ganze Sache so tragisch machte: ich hatte am betreffenden Tag den 2. Urlaubstag und wollte ausschlafen. Meine Freundin nahm wie immer Peggy früh mit auf Arbeit. Ich hörte sie aus dem Bett springen, die Treppe runtergehen und dann über den Hof zum Auto. Aber es klang so unheimlich, anders als sonst. Irgendetwas lag in der Luft, ich verstand aber nicht, was. Ich wollte noch sagen: ich kann die Kleine ja heute auch nehmen, doch dann dachte ich, das kann ich auch morgen machen und dann schlief ich wieder ein. Plötzlich klingelte das Telefon und ich erfuhr, daß unser Liebling überfahren worden war.
Nun machen wir uns riesige Vorwürfe, wenn gleich wir auch nichts mehr ändern können. Es wäre sicher besser gewesen, mit ihr eine Hundeschule zu besuchen, aber wir waren uns immer so sicher, daß sie auf uns hörte und wir uns auf sie verlassen konnte. Bis auf "Sitz", "Komm" oder "nein, nein" (entspricht "aus") verstand sie nichts. o.k., wenn sie ihren Namen "Peggy" hörte, kam sie auch sofort angeflitzt...
Es war sicher nur ein dummer Zufall oder was meint Ihr? Sie schien bei uns immer glücklich und geborgen. Jedenfalls sind wir momentan sehr am Boden und versuchen irgendwie, das schreckliche Erlebnis zu verarbeiten.
Nun war meine Freundin heute beim Kinesiologen und erzählte ihm auch von dem Unglück. Da behauptet der, warum auch immer, unsere Kleine hätte sich absichtlich umgebracht??? Ich kann mir so etwas bei Hunden absolut nicht vorstellen. Eher hat sie geträumt und lief versehentlich rein oder irgendetwas hat sie abgelenkt. Wir haben ihr immer versucht beizubringen, nur am Straßenrand entlangzugehen. Das ging ein ganzes Stück gut, doch dann lief sie einfach fast rechtwinklig auf die Straße. Natürlich zogen wir sie sofort mit der Leine zurück. Hier hätten wir sie wohl besser in die Hundeschule schicken sollen. Wir haben sie geliebt wie ein Kind, sie war immer um uns, durfte auf die Couch oder sich sogar im Bett ankuscheln.
Gestern wäre sie 11 Jahre alt geworden (ein kleiner, schwarzer Mischling, 11-12kg), hatte schon einen grauen Bart. Und weil sie immer älter wurde (war aber noch fit fast so wie ein Welpen, flitzte durch alle Zimmer oder übers Feld, die Leute fragten uns noch letztes Jahr, ob das ein junger Hund sei...) wollten wir die auf BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter) umstellen. Sie bekam also früh und abends nur teures, frisches Fleisch (und manchmal Obst etc.) und nur noch Mittags ihr bekanntes getrocknetes Fleisch. So ganz glücklich schien sie anfangs damit nicht, mußte sich anfangs übergeben oder hatte Durchfall, aber nach ein paar Tagen ging es schon ganz gut. Aber damit nicht genug, sie war über die Jahre ganz schön verzogen, bekam immer vom Eßtisch, was man eigentlich nicht machen sollte. Zog sich immer ganz glücklich und mit dankbarem Blick in ihr Körbchen zurück, wenn sie den letzten Bissen erbeutet hatte. Aber nun durfte sie all das nicht mehr. Plötzlich nichts mehr vom Tisch, obwohl wir früher alles mit ihr geteilt hatten. Einmal hat meine Freundin ihr sogar den leeren Teller gezeigt. Aber nimmt ein Hund so was übel? Die Kleine war ja so verzogen, daß man fast nirgends mehr hingehen konnte, also sollte das abgestellt werden. Es schien auch so, als würde es langsam funktionieren.
Am letzten Abend kam sie mehrfach wieder und bettelte, aber wir schickten sie immer wieder weg. Am nächsten Tag sahen wir, warum. Da lag auf dem Schrank noch ein Stück getrockneter Knacker, den wir vergessen hatten. So was bekam sie immer zuletzt, nur seit BARF eben nicht mehr. Das tat uns nun doppelt leid. Aber wir haben sie danach wie immer geknuddelt und sie schmiegte sich dankbar an und kam abends auch wie immer zu uns.
Was die ganze Sache so tragisch machte: ich hatte am betreffenden Tag den 2. Urlaubstag und wollte ausschlafen. Meine Freundin nahm wie immer Peggy früh mit auf Arbeit. Ich hörte sie aus dem Bett springen, die Treppe runtergehen und dann über den Hof zum Auto. Aber es klang so unheimlich, anders als sonst. Irgendetwas lag in der Luft, ich verstand aber nicht, was. Ich wollte noch sagen: ich kann die Kleine ja heute auch nehmen, doch dann dachte ich, das kann ich auch morgen machen und dann schlief ich wieder ein. Plötzlich klingelte das Telefon und ich erfuhr, daß unser Liebling überfahren worden war.
Nun machen wir uns riesige Vorwürfe, wenn gleich wir auch nichts mehr ändern können. Es wäre sicher besser gewesen, mit ihr eine Hundeschule zu besuchen, aber wir waren uns immer so sicher, daß sie auf uns hörte und wir uns auf sie verlassen konnte. Bis auf "Sitz", "Komm" oder "nein, nein" (entspricht "aus") verstand sie nichts. o.k., wenn sie ihren Namen "Peggy" hörte, kam sie auch sofort angeflitzt...
Es war sicher nur ein dummer Zufall oder was meint Ihr? Sie schien bei uns immer glücklich und geborgen. Jedenfalls sind wir momentan sehr am Boden und versuchen irgendwie, das schreckliche Erlebnis zu verarbeiten.
