Nachwuchs im Aquarium

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  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #1
Ivy-maire1

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Hallo ihr Lieben,

ich lese immer öfter Fragen wie "wie bekomm ich den Nachwuchs von XY durch?" oder "Wie bekomm ich Babys". Dazu würde ich mich gerne äußern da mir schon etwas auf der Seele liegt.

Und zwar:

Ich verstehe vollkommen dass der erste Nachwuchs etwas ganz ganz tolles ist. Diese kleinen Kommas die da herumschwimmen. Man ist so stolz als wär man selber Papa/ Mama geworden.

ABER:

dieses Forum ist doch eig gegen vermehrung, oder? und das was hier passiert ist in 90% der Fälle vermehrung. mehr nicht. Ich weiß, ihr seht die kleinen nicht als produkt von wilder vermehrerei. Aber als Züchter (b. splendens) blutet mir manchmal das herz.


wir reden hier nicht von genetisch einwandfreien Stämmen die eine stabile vererbung haben. Da werden Farben wild durcheinandergemischt wie man lustig ist- man verpaart halt das hübsche Männchen A mit dem netten weibchen B. teilweise sind es zwar HÜBSCHE tiere- aber rein zuchttechnisch absolut untauglich.

Dazu kommt das in 99% der Fälle Arten "gezüchtet" werden wo der Markt sowieso schon mehr als nur übersättigt ist.


Paradebeispiele wären da: Guppy, Platy, Molly, Antennenwelse, einige Barscharten,...

Leute, denkt ihr denn auch daran wohin die kleinen sollen?

Ein Beispiel: Antennenwelse... JUHUUU, Babys. 50stk schwimmen im becken. *freufreu*

einige wochen später: öhm... immer noch 20 welse, alle am wachsen. Die Elterntiere haben schon die nächste brut unter der wurzel. keiner will die erste brut haben- nicht mal geschenkt.

noch mal einige wochen später: *verzweiflung* wohin mit all den welsen? die erste brut ist langsam geschlechtsreif- die kerle prügeln sich wie blöde, die weiber produzieren eier am laufenden Band. es werden immer mehr und mehr. man stellt schon Aqua nr 2, 3 und 4 auf um die alle auseinander zu dividieren. blöd gelaufen- man steckt einen kerl ins weiberbecken (jaja, unterdrückte kerle können echte Ü-eier sein).

am ende des jahres sitzt man auf weit über 100 antennenwelsen die keiner auch nur geschenkt nimmt (oder die kerle dezimieren sich von allein durch kämpfe :eusa_eh:)


Dazu kommen wirklich sehr Fragwürdige methoden um die kleinen durchzubringen. Winzige aufzuchtsbecken (wo man oft leider- oder doch zum glück?- keine lebenden jungen rausbekommt), nicht eingelaufene "aufzuchtsaquarien", falsches futter,...


wirklich- ich verstehe wenn ihr nachwuchs haben wollt und dass es ein tolles gefühl ist babys zu finden und ihnen beim aufwachsen zuzuschauen. aber man muss- we auch bei anderen Tierarten- keinen nachwuchs produzieren der absolut KEINEN platz findet. und man muss auch den Zuchtstandard nicht untergraben, denn der ist nicht zum spaß da und züchter verwenden viel zeit drauf um schöne und diesem standard entsprechende tiere zu bekommen.
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #2
Ivy spricht mir gerade aus der Seele. Wäre es vielleicht möglich diesen Beitrag oben anzupinnen?
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #3
.....
Also wir hatten zu Höchstzeiten 4 Aquarien und haben für den "Eigenbedarf" gezüchtet, bzw es vielmehr versucht... Wir haben vorwiegend Barsche die schon von allein dafür sorgen dass sowieso keine Jungen durchkommen wenn man das nicht möchte. Sofern eine "seltene" Art gezüchtet hat, haben wir diese in einem kleinen Aquarium aufgezogen (ohne Fressfeinde) und uns an ihrem Dasein erfreut. Außerdem haben wir hier ein "Netzwerk" aus Nachbar und Onkel, da haben wir teilweise 'getauscht' damit anderes Blut mit reinkommt.
Die Frage die ich mir jetzt stelle: Wie soll man, wenn man keine "Fresser" wie Barsche hat, bitte die Vermehrung eindämmen (da kenn ich mich jetzt wirklich gar nicht aus?!?)? Das stellt sich schon als recht schwierig dar wenn man nur so friedliche Tierchen im Becken hat. Wie machst du das?
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #4
Auch die meisten friedlichen Fischen z.B. Guppys verputzen ihre Jungtiere sehr gerne. Wenn das Becken schön zugepflanzt ist können sich immer wieder Tiere verstecken und erreichen irgendwann die "Größe" in der sie von anderen nicht mehr als "Futter" wahrgenommen werden.

Bei einem ausreichend großen Becken mit wenig Besatz ist daran auch nichts schlimmes. Wenn man allerdings ein kleines Becken mit viel vermehrungsfreudigen Fischen wie z.B. Guppys und Platys hat, welches auch noch ziemlich dicht bepflanzt ist, hat man früher oder später ein Problem. Irgendwann merkt jeder dass das Becken einfach "zu voll" geworden ist. Meist werden dann einige Tiere Privat an Freunde und Bekannte abgegeben, sie werden über Kleinanzeigen vermittelt, an die Zoohandlung zurückgegeben oder eben als Futtertiere verschenkt.

Verhindern kann man den ganzen Ablauf nur indem man sich für nur ein Geschlecht der jeweiligen Art entscheidet ;-)
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #5
Mh naja wenn ich ehrlich bin hab' ichs noch nie erlebt dass jemand jammert weil er soviele hat. Wobei bei uns in der Gegend diese Guppys und so scheinbar sowieso schon sehr instabil zu sein scheinen. Keine Ahnung. Zwei Bekannte haben jetzt so ein typische Guppy, Platy (usw) Becken und die jammern total dass gar keine Jungen durchkommen und sogar die Elterntiere nicht lang überleben (obwohl WW i.O.).
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #6
Och, ich habe früher immer nach (Endler) Guppys zum verfüttern gesucht ;-) Glaub mir davon gibts genügend, mit Mollys war s fast noch schlimmer.

Da ich aber nur Tiere aus chemiefreien Becken verfüttern kann habe ich die suche irgendwann aufgegeben und habe ne weile selber gezüchtet. Über zuwenig Nachwuchs konnte ich mich nie beklagen.

Wobei bei uns in der Gegend diese Guppys und so scheinbar sowieso schon sehr instabil zu sein scheinen. Keine Ahnung. Zwei Bekannte haben jetzt so ein typische Guppy, Platy (usw) Becken und die jammern total dass gar keine Jungen durchkommen und sogar die Elterntiere nicht lang überleben (obwohl WW i.O.).

Die letzte Zeit höre ich davon leider auch ziemlich oft, vorallem bei Tieren die meist ziemlich "frisch" aus der Zoohandlung gekauft wurden. Meiner Meinung nach ist der Guppy eines der Tiere die die letzten Jahre ziemlich verpanscht wurden. Würde daher jeden nur zu "reinen" Endlern raten.
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #7
Also ich weiß nur eines- keine meiner zwei Stammzoohandlungen nimmt die oben genannten arten an. und zwar weil 1.) die tiere so gut wie nie eine auch nur annehmare "qualität" haben (soll heißen die guppys sehen teilweise schon mehr wie platys aus und so), 2.) weil die leute immer noch versuchen ihre fische zu verkaufen (und die kauft eben kein händler) und 3.) weil es massenweise tiere aus gesichert gesunden zuchten gibt.


nd zur thematik der lebenserwartung: das passiert mit JEDER Art die kaputtgezüchtet wird. bei einer lebenserwartung von 10 jahren und mehr merkt man es oft nicht so (die meinung das neons nur 2-3 jahre alt werden hält sich ja hartnäckig- dabei können die auch gern doppelt so alt werden), leider. die lebenserwartung von meerschweinen, kaninchen und anderen nagern ist ja auch in den letzen jahren in den keller gerauscht.


ich mein, rechnet mal nach. alle 3 wochen 20 Junge. das sind allein von einem weib im jahr fast 350 Jungtiere!
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #8
Gerade bei den Guppys ist es auch so, dass man die nicht einfach "wild" vermehren sollte, dann hat man nämlich bald ein massives Inzuchtproblem, blasse, verkrüppelte, nicht lebensfähige Fische usw.
Um verantwortungsvoll zu züchten, braucht man mehrere Becken, ausgesuchte Zuchttiere und einiges an Erfahrung, nicht zuletzt in Genetik.
Man tut seinen Guppys im Gesellschaftsbecken also im Endeffekt keinen Gefallen, wenn man die Jungtiere unbedingt vorm Gefressenwerden retten will. ;)
 
  • Nachwuchs im Aquarium Beitrag #9
Hallo alle zusammen,

das es in einem Aquarium mit lebendgebärenden Zahnkarpfen früher oder später zu Nachwuchs kommt, kann man nicht verhindern.
Präventionsmaßnahmen zu treffen gestaltet sich ebenfalls als sehr schwierig: Wenn man beispielsweise in eine Zoohandlung geht
und nach ausschließlich weiblichen Platys fragt, dann bekommt man unter Umständen vllt auch welche, jedoch sind diese meist schon
trächtig und zwei Tage später sind die Jungtiere da.
Bei den Antennenwelsen ist es schon einfacher, dann werden die Eier weggenommen und gut ist. Das wird auch der merken, der nur
einmal kleine Fische haben wollte und diese nicht los wird.
 
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