Pferd selbst ausbilden

Diskutiere Pferd selbst ausbilden im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo ihr Lieben! Wer von euch, hat sein Pferd/Pony selbst ausgebildet? Wie habt ihr angefangen? Habt ihr euch Hilfe gesucht oder komplett...
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #1
Askan

Askan

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Hallo ihr Lieben!

Wer von euch, hat sein Pferd/Pony selbst ausgebildet? Wie habt ihr angefangen? Habt ihr euch Hilfe gesucht oder komplett alleine gearbeitet?

Habt ihr gleich mit der Ausbildung zum Reitpferd angefangen oder vorher mit Handpferdereiten angefangen oder eure Tiere eingefahren?

Lieben Gruß!
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #2
Hi,

Ich fange grade mit unserem Jungvolk das Training an und grade in der Anfangszeit arbeiten wir immer zu Zweit. Ist einfacher, wenn wir z.B. die Pferde ans Longieren gewöhnen ( Einer hält die Longe, der andere die Peitsche) Und auch beim anreiten braucht man die zweite Person zum halten, beruhigen und nach vorne schicken ( Pferd weiß ja nicht was der Dösel da oben eigentlich will)


Als Handpferd mitgenommen haben wir keins der Pferde vorher. Meine kleine Stute kann mittlerweile schon eine eine kleine Runde ins Gelände nach dem Reiten, da nehm ich mir dann immer jemanden mit einem erfahrenden Pferd mit, das gibt zusätzlich Ruhe.

Ansonsten arbeite ich immer mit meiner Trainerin zusammen, so dass es erst gar nicht zu reiterlichen Fehlern kommt und es dem Pferd unnötig schwer gemacht wird.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #3
Hallo,

ich kann mich Trullas nur anschließen. Allein schon wegen der Gefahr abgesetzt zu werden sollte immer eine zweite Person dabei sein. Man muß sich ja nicht unnötig einer Gefahr aussetzten. Was wenn sich das Pferd erschreckt und man liegt plötzlich bewustlos am Boden oder noch schlimmer ?? Auch ein kompetenter Trainer, evtl. jemand der genau weiss wie man Jungpferde ausbildet wäre sicher nicht verkehrt.
Wir haben mit Bodenarbeit und danach mit dem Einreiten begonnen. Meine Züchterin und auch Bereiterin hat mir gesagt, daß sie das Einfahren ihrer Pferde erst mit 6, 7 Jahren des Tieres beginnt. Da die Pferde da schon ruhiger sind.
Lg Cora 1
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #4
ich habe mein pony selbst ausgebildet. ich habe mit longieren angefangen und dann mit sattel und zaum. da er seiner mutter (hafistute) immer nachgeht haben wir das ganze so erarbeitet mit den hilfen. er geht nur im gelände da er bei einem bauern steht und wir keine halle zur verfügung haben. er ist aber total brav, geht auf schenkelhilfen und kann auf stimme antraben und angaloppieren. wir sind gerade dabei das freie reiten zu lernen. (mit halsring :D)
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #5
hallo askan



du kannst es machen wie du willst. ich besitze selber 2 stuten, meine shindeagan 6jahre ist nun ca 1 1/2jahre bei mir, war schon voll reitbar auch ohne sattel super.

meine hexe 3jahre alst hab ich ca 9monate, sie war noch total roh, ich selber mach training. morgens longieren und abends etwas reiten, klappt super, kein buckeln kein steigen einfach tolles pferd.

ich denke mal es kommt auch darauf an wie gross das vertrauen zu dir und deinem pferd ist. vertraut es dir und du ihr wird es keine probleme geben.

fals du es euch beiden nocht zu traust, ist es besser einen trainer mit dazu zu holen ;) ist nie verkehrt


viel glueck und erfolg mit deinem pferd.


gruss nici
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #6
Welchen Stand hat es denn?
Eine Freundin und ich haben uns um ein 2 Jahre altes, Deutsches Reitpony gekümmert. Und er kannte eben gar nichts, da der Besitzer keine Zeit hatte. Also mussten wir bei ihm erstmal mit Sachen wie Halfter anlegen, am Strick führen und Hufe heben anfangen. Natürlich alles ganz langsam und ein paar Monate später hat er uns so vertraut, dass wir mit ihm auf den Reitplatz gehen konnetn (Natürlich immer zu zweit) und haben ihn erstmal nur rumgeführt, später über Stangen. Erst nachdem wir uns sicher waren, dass er ruhig genug ist, haben wir angefangen ihn zu longieren. Erst nur so im Schritt, später Trab und Galopp dazu. Dann mal mit Stangen oder kleinen Hindernissen um ihn nicht zu langweilen. Ab und zu haben wir ihn auch mal am naheliegenden Waldrand langegeführt um zu sehen wie er sich da verhält. Als das alles soweit abgeschlossen war, war bereits über ein Jahr vergangen und wir fingen an ihn mit Zaumzeug zu longieren. Haben dann aber erstmal Sandsäcke raufgelegt, weil man mit 14 sich ja nicht gleich auf das nächste Pferd setzt. Irgendwann fingen wir an, dass einer von uns im Schritt an der Longe auf ihm sitzt und eben die Hilfen gibt, später dann Trab und Galopp. Später das Gleiche nochmal ohne Longe in einer Longierhalle, dann in einer normalen Halle, schließlich auf dem Reitplatz. Immer ohne andere Pferde und zwischen den Reiteinheiten immer ein bisschen T-Touch geübt, viel Bodenarbeit und natürlich viel Geduld. Als wir an dem Stand angekommen waren, kam der Besitzer auf die Idee ihn zu verkaufen. Nachts, hat er ihn einfach abgeholt, ohne danke oder sonstwas. Aber naja ich denke, zu zweit mit viel Zeit un Geduld kann man es auch alleine machen.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #7
Ich habe mir ja so ein halb angerittenes Tier gekauft. Nach einem halben Jahr Aufpäppeln habe ich dann die ersten Reitversuche gewagt. Bin selber mehr Angstreiter als alles andere. Hatte es erst mitR Reitunterricht versucht, aber dann wechselten die Reitlehrer leider immer und ich fand auch keine guten im Internet mehr. Muss bei mir im Unterricht eben alles 100%ig passen. Nun bringe ich ihm alles selber bei. Habe das Glück dass er nicht austickt wenn ihm was nicht passt und er nicht losrast oder große Unarten zeigt. Ich wende das Wissen an, was ich in 5 Jahren Unterricht auf anderen Pferden bekommen habe. Er wird jetzt zwar keine A-Dressur gehen, aber die solide Grundbasis ist da. Für meine Zwecke reichts. Die Hauptsache ist, dass das ganze schonend ist.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #8
Hey!

Danke für eure Antworten!

Noch hab ich Zeit, viiiiieel Zeit ;) Meine Stute steht noch auf Island, ich hole sie nächstes Jahr im Herbst, dann ist sie 3. Dann soll sie bis sie 4,5 ist, erstmal gar nichts machen, außer sich an mich gewöhnen, putzen, hufe heben, das ABC eben. vllt. schon bissl Bodenarbeit, je nach dem, wie weit sie ist vom Kopf her. Ich will mein Pony nicht überfordern :mrgreen:

Ich habe sogar zwei Trainer, die mir helfen könnten. Mir ist erstmal wichtig, dass wir uns kennenlernen und uns gegenseitig vertrauen. Aber allgemein hatte es mich interessiert, wer von euch sein pferd selbst ausgebildet hat und wie ihr es gemacht habt :p
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #9
Das hört sich doch super an :clap:

Wenn Du 2 Trainer an der Hand hast, sind das schon mal super Voraussetzungen für eine gute Ausbildung.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #10
sein pferd selber ausbilden find ich persönlich wenn man die möglichkeiten hat und weiß wie, auf jeden fall das beste. so habt ihr dann schonmal ne super bindung und basis für euer späteres zusammenleben ;)
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #11
.... oder es geht vollkommen in die Hose und das Geschrei ist im Nachhinein ganz groß weil Pferd plötzlich schwieriger wird als gedacht ;)

Ich frage mich grade wieder, wieso man immer davon ausgeht, nur eine gute Beziehung zu einem Pferd zu bekommen, wenn man es alleine ausgebildet hat? :eusa_think:

Die Bindung fängt ja bei der täglichen Beschäftigung an und nicht ausschließlich unter dem Sattel. Und nur weil man einen Trainer zur Seite hat, der sich grade in den Anfängen stärker um einen kümmert, ist dies auch kein Indiz für eine schlechte Bindung. In meinen Augen eher für Verantwortungsgefühl und richtiger Selbsteinschätzung.


Und mal ganz ehrlich: Wie viele Reiter haben denn tatsächlich eine Ahnung, wie man ein Pferd richtig ausbildet? Die meisten werkeln im stillen Kämmerlein und heraus kommt ein Pferd was nicht unbedingt nach der Skala der Ausbildung gearbeitet wurde und eher schlecht als recht vor sich hin dümpelt.

Ich habe z.b. ein Pferd, der erst mit 14 zu mir kam und mein Opi ist mein absoluter Held. Die Bindung ist mindestens so stark wie die zu den Pferden die in jungen Jahren zu mir gekommen sind. Entweder passt man als Paar gut zusammen oder eben nicht. In meinen Augen also keine Frage des Alters bzw dessen, dass ich ein Pferd erst selber ausgebildet haben muss.

Off-Topic
total Off-Topic, aber musste ich mal los werden :mrgreen:
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #12
ja die bindung baut man ja mit bodenarbeit und spazieren gehen und so auf. nicht unterm sattel (da auch aber nicht so stark)
natürlich muss man auch ahnung davon haben damit das was wird ;) verständlich
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #13
Ich "bilde" jetzt mein 2. Pferd "aus".
Jeweils immer etwas früher. Meine mittlerweile 5 jährige Trakehnerstute geht mittlerweile recht schön unterm Sattel, während mein komplett eigener nun 2 1/2 jährig ist und der komplett unangerührt zu mir kam. Neben Hufe geben, Halftern, Führen und Spazieren gehen (was er zuvor alles nicht kannte) könne wir auch noch einige Spielereien (Fußball spielen, Fangen spielen) die durch seine
unheimlich schnelle Auffassungsgabe nebenbei im 10 minütigen Umgang dazu kamen. Wirklich ans Anreiten zu denken ist jedoch bis zu seinem 4. Lebensjahr noch nicht.
Leider sieht er noch aus wie ein Jährlich aufgrund wirklich schlechter Haltung.

Lg
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #14
trullas:
Ich finde du beschreibst immer sehr den Worst-Case!

Nicht alle reiter sind unfähig ihr Pferd selbst auszubilden!
Ich finde, wenn man einen Ausbilder an seiner Seite hat und sich gut mit dem Verhalten des Pferdes auskennt und kein Reitanfänger mehr ist sondern störungsfrei auf dem Pferd sitzen kann und sich in die Lage eines jungen Pferdes hineinversetzen kann (d.h. : Respektieren der Stimmungsschwankung, der schwankenden Leistungsfähigkeit, der Unwissenheit vieler Dinge, des (momentan) unzureichenden Körperbaus und der Hormone) und man selbst geduldig und reflektiert arbeitet, dann denke ich, solle das durchaus zu bewältigen sein. Ich habe außerdem noch NIE jemanden kennen gelernt, der gesagt hätte ''so, dann woll ma mal schnell ein Jungpferd ausbilden'' . Die hatten alle Hilfe an ihrer Seite und waren auch psychisch dazu in der Lage und konnten auch ''reiten'' (Man kann nie reiten, man lernt nie aus, ich weiß ;))

Bindung ist trotzdem eine ganz andere, weil man einfahc sehr viele ''erste Male'' mit seinem Youngster erlebt und man so viele Grenzen überwindet, mutig ist, vertrauen aufbaut etc..
Was soll man einem S-Pferd zB noch groß ''zum Ersten Mal'' beibringen? Wo ist da der Zauber einer neuen Lektion, die beiden Freude bereitet?

Natürlich kann man auch mit Bodenarbeit bei solch einem Pferd eine Bindung herstellen, ich bin aber troztdem der Meinung, dass man nicht eine so enge Bindung bekommen wird, wie mit dem selbst ausgebildeten Youngster ;)

LG


PS:
Fehler lassen sich auch später noch beheben, es muss nicht alles gleiche perfekt laufen (natürlich gilt das nur, solange das Pferd keine gesundheitlichen Schäden durhc Fehler davonträgt)
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #15
Alexandraa, Du beschreibst eine Ausbildungssituation die ich doch befürworte ;)

Wenn mit einem qualifizierten Trainer zusammen gearbeitet wird, nach einem für das Pferd passenden Plan, ist das ideal.

Wenn jedoch diese Basis nicht gegeben ist, wird es nun mal schwierig! Ich bin da ein wenig Sensibilisiert, da zu uns in den Stall unendlich (!) viele von solchen "Worst-Case-Szenarien" einziehen und dann soll der Steiger, Buckler, Durchgänger usw wieder schnell reitbar gemacht werden.

Das mit der Bindung kann ich verneinen, nicht nur aus persönlicher Erfahrung. Mit dem Pferd erlebt man viele "Erste Male" zusammen. Egal ob es sich um den voll ausgebildeten S-Crack handelt oder dem entspannten Freizeitpferd. Es ist grade für Reiter die nicht 100 % sicher sind, super wenn ihnen diese Tiere etwas beibringen und der Mensch an ihnen wachsen kann. Wie schön ist es denn reflektiert zu bekommen, dass man grade alles genau richtig gemacht hat und der Lehrmeister es mit einer perfekten Lektion würdigt? So rum geht es nämlich auch ;)


Und Fehler sollten nun mal vermieden werden. Fängt ja schon bei der Durchlässigkeit an. Für den Reiter erst mal nur nervig, für das Pferd jedoch mit Schmerzen verbunden und die Situation schaukelt sich hoch. Die meisten Fehler gehen nun mal auf die Gesundheit des Pferdes.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #16
Trullas:

Wie gesagt, solche Horror-Szenarien habe ich selbst noch nie erlebt, deswegen war ich etwas verwundert über deine teils etwas negative angehauchten Beiträge zu diesem Thema ;)
Diese Seite habe ich nicht bedacht mit dem Lernen 1:0 für dich :D
Mit den Fehlern hast du absolut recht!

Ich meinte jetzt eher so ''Fehler'' wie wenn ein Pferd nicht an etwas vorbeigehen möchte, es beim putzen noch rumhampelt etc. Ich habe damit nicht gemeint, dass es vorerst nichts macht, wenn das Pferd frisch gerollkurt auf der Vorhand mit hängendem Rücken und verkrampft zur Seite gehaltenem Schweif vor sich hin dümpelt nach dem Motto ''Ach naja, das kann man ja später noch ausbessern'' ;)

LG
Alex
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #17
Die Stallbesi von uns hat fast alle Pferde von sich (außer Larisa) ausgebildet.
Bis jetzt ist auch alles gut gegangen. Bloß ein Pferd, das hat sie wirklich nicht gut gemacht...
Entweder rollt er seinen Kopf ein, oder er reißt ihn hoch...:roll:
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #18
Ich war bis vor drei Woche von insgesamt 5 missratenen Fällen auf einmal umgeben.
Alles Leute, die sich mit enormen Ansprüchen gerüstet haben und dann merkten, dass diese Wünsche doch alle mehr kosteten, als sie ursprünglich dachten und plötzlich auch aufbringen konnten.

Also wurde zu Gunsten des Geldbeutels und auf Kosten des Pferdes zurückgeschraubt.
Die 3 1/2 jährige Stute, der 1 1/2 jährige Hengst und die beiden Jährlingsstuten kamen an jedem etwa dritten Tag für jeweils eine halbe Stunde auf den Reitplatz (Hengst und Stuten zusammen!
Da passiert schon nichts!), da der günstigste Stall in der Umgebung keine Möglichkeiten hatte die Pferde bei schlechtem Wetter / Winter herauszustellen.
2 der Jungpferde geben noch immer keine Hufe, wobei die eine Stute Strahlfäule hat. Jedoch zieht die Stute immer den Huf weg und man ist nicht konsequent / fähig genug den Huf zwischen den Fingern zu halten oder hat Angst getreten zu werden, sobald das Tier mal etwas ausschwenkt.

Die 3 1/2 jährige ist nur noch mit Gerte zu führen, da sie den Führenden ansteigt, nach ihm gezielt tritt und einfach am Strick davon galoppiert. Besitzerin hat nun ebenfalls Angst, weil sie im
entscheidenden Moment sich nicht durchgesetzt hat und ihr nun auf der Nase herumgetanzt wird.

Der kleine Hengst lässt sich ebenfalls nicht wirklich führen. Zum Reitplatz gern, vom Reitplatz galoppiert er jedoch wieder am Strick davon und es wird dann auch einfach jedes Mal losgelassen,
weil er ( 1,40 - etwa 400 kg) doch zu stark ist.

Einen Trainer können/ wollen die Leute sich allesamt nicht leisten, auch wenn der größte Teil der Besitzer bereits Angst vor ihren Pferden haben.


Der entscheidende Punkt: All diese Leute waren von sich überzeugt erfahren genug zu sein. Alle hielten sich für gut genug, um sich mit einem jungen Pferd zu beschäftigen.
Nun auf den Kosten des Tieres! Denn dieses wird irgendwann, wenn die Angst groß genug geworden ist in den Ebay Kleinanzeigen enden und als Wanderpokal und Problempferd
durch vielerlei Hände gehen.

Mein Hengst steht 24/7 draußen, ist ausgeglichen und ich hatte bei meiner ersten Jungpferdeerziehung einen Trainer dabei und werde mir bei aufkommenden Problemen (die es bisher
nicht gibt) auch wieder einen dazu holen. Viele Leute loben, wie brav er doch für einen jungen Hengst ist (was wohl auch daran liegt, dass die Hormone noch nicht ganz durchgekommen sind)

Ob das in der Zukunft so bleiben wird, weiß ich noch nicht. Doch sobald ich auch nur irgendwelche Probleme erahnen kann, werde ich mir wen professionelles dazu holen. Schon allein
meinem Pferd zu liebe.

Dennoch ärgert mich diese Arroganz, mit der sich 15 jährige einen 3 jährigen Araber wünschen (bitte roh!) und erwarten, dass die Eltern die enormen Kosten (denn ich lege meine Hand
dafür ins Feuer, dass Beritt gebraucht wird!) doch liebend gern für sie stemmen.
Ebenso schrecklich finde ich unerfahrene Hausfrauen die als 16 jährige 1 Jahr lang Unterricht auf störrischen Schulpferden genommen haben und nun, nach 20 jähriger Reitpause unbedingt
ein niedliches Fohlen haben wollen.

In den meisten Fällen geht es schief, und ohne entsprechende Erfahrung ist es unfair dieses Risiko auf den Rücken des Pferdes auszutragen, einfach nur weil man ein junges Pferd WILL...

Und diese Horror-Szenarien einfach beiseite schieben, weil man meint die einzige Person unter tausenden zu sein, bei denen es als unerfahrener nicht zu Problemen kommt, finde ich nicht
richtig und sehr unfair seinem "Liebling" gegenüber.

Meine Meinung.
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #19
.... oder es geht vollkommen in die Hose und das Geschrei ist im Nachhinein ganz groß weil Pferd plötzlich schwieriger wird als gedacht ;)

Ich frage mich grade wieder, wieso man immer davon ausgeht, nur eine gute Beziehung zu einem Pferd zu bekommen, wenn man es alleine ausgebildet hat? :eusa_think:

Die Bindung fängt ja bei der täglichen Beschäftigung an und nicht ausschließlich unter dem Sattel. Und nur weil man einen Trainer zur Seite hat, der sich grade in den Anfängen stärker um einen kümmert, ist dies auch kein Indiz für eine schlechte Bindung. In meinen Augen eher für Verantwortungsgefühl und richtiger Selbsteinschätzung.


Und mal ganz ehrlich: Wie viele Reiter haben denn tatsächlich eine Ahnung, wie man ein Pferd richtig ausbildet? Die meisten werkeln im stillen Kämmerlein und heraus kommt ein Pferd was nicht unbedingt nach der Skala der Ausbildung gearbeitet wurde und eher schlecht als recht vor sich hin dümpelt.

Ich habe z.b. ein Pferd, der erst mit 14 zu mir kam und mein Opi ist mein absoluter Held. Die Bindung ist mindestens so stark wie die zu den Pferden die in jungen Jahren zu mir gekommen sind. Entweder passt man als Paar gut zusammen oder eben nicht. In meinen Augen also keine Frage des Alters bzw dessen, dass ich ein Pferd erst selber ausgebildet haben muss.


meine meinung !

klar das es nicht bei jedem pferd so ist ! aber warum muss man das risiko eingehen ? versteh ich nich !

troya : ja genau so ist es !
 
  • Pferd selbst ausbilden Beitrag #20
Danke Troya.

Denn genauso sieht die Realität nun mal aus. Wir reden hier nicht von kleinen Schoßhündchen die nur nerven wenn sie nicht richtig erzogen sind, sondern von Tieren über 500 Kilo, die Dir einfach richtig ans Leder gehen können, wenn sie falsch gehalten/ behandelt werden.

Ich musste auch schon den Leidensweg eines Pferdes sehen, welches aufgrund solcher Missstände im Endeffekt eingeschläfert wurde mit grade mal 7(!) Jahren, weil Gefahr für sich und seine Umgebung. Das war absolut unnötig! Und wenn man nur ein Funken Selbstreflektion aufweisen würde, gäbe es solche Fälle nicht.

Ich liebe meinen Sport und vor allem meine Pferde. Da bin ich dann gerne mal etwas eindringlicher, wenn sich die Leute dafür mal 5 Minuten länger überlegen ob es nicht doch eine blöde Idee ist, sich den Jungspund frisch von der Weide zu holen.
 
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