- Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #1
KimAbfck
- Beiträge
- 77
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallöchen...
ich habe eben diese Diskussion bereits in einem anderen Forum angestoßen und wurde dort an euch verwiesen. Ich hoffe, dass hier vllt der eine oder andere einen guten Ratschlag für mich hat.
Ich kopiere den Ursprungstext mal
ich bin sicherlich alles andere als ein Anfänger. Ich reite seit 17 Jahren und habe seit fast 15 Jahren eigene Pferde, die ich selbst ausgebildet habe. Ich habe andere Korrekturgeritten, habe Reitunterricht gegeben und habe noch kein Pferd getroffen, das mir „an der Hand“ Schwierigkeiten machte.
Nun habe ich seit einem Monat ein Pflegepferd in Köln. Es ist ne knapp 7-jährige Friesen-Mix Stute also ein ziemlich schweres Pferd, mit Tellerhufen und Monster-Kopf. Sie ist beim Reiten zwar sehr unsicher und man merkt ihr an, dass sie noch einiges lernen muss (und auch will) aber sie ist lieb, sie bockt nicht, steigt nicht und versucht zumindest mitzuarbeiten.
Nun gibt es mit diesem Pferdchen ein Problem, sie ist klug und sie weiß, wie sie Menschen Angst machen kann.
Das Ganze fing wohl damit an, dass sie vor der Scheune (die grenzt an eine der Wiesen an und ist natürlich verschlossen. Es handelt sich um einen Freizeitstall mit 4 Pferden, daher ist das alles etwas unkonventionell dort
) wartete und giftend lauerte, wenn jemand mit Futter aus der Scheune kam (das wird dort gelagert). Da es dort auch viele zierliche, kleine Persönchen gab und gibt (am schlimmsten wars mit ner 13-jährigen, die jetzt aber nicht mehr am Stall ist), die sich überaus leicht einschüchtern lassen, dauerte es natürlich nicht lange und es wurde mit Futter nach ihr geworfen, damit sie weg geht.
Das gleiche machte sie auf der Wiesen, wenn es Brötchen gab oder dergleichen. Sie wusste sogar schon genau, wer so große Angst vor ihr hat, dass er ein Brötchen in der Tasche hat, um es nach ihr zu werfen, wenn sie auf der Wiese zu nahe kommt.
Bis dato wusste ich nicht, wie sich diese Angriffe äußern, da sie es bei mir nicht gemacht hatte. Bis letzten Freitag. Ich hatte sie zum Wälzen auf dem Platz stehen gelassen und ihr dort auch ihr Futter gegeben (leider MUSS sie zugefüttert werden). Nachdem sie fertig war, wollte ich sie holen gehen, was ihr aber wohl missfiel, weil die Pferde aktuell hinter dem Reitplatz stehen und sie natürlich lieber wieder zu den Kumpels wollte (wer braucht schon saubere Hufe…). Ich ging also auf sie zu (ohne irgendeine Waffe – stellte sich schnell heraus, war ne doofe Idee), sprach sie an und sie legte die Ohren an. Da ich mich davon nicht beeindrucken lasse, ging ich weiter auf sie zu und sprach ruhig mit ihr. Plötzlich ging sie vorne hoch, schlug mit den Vorderbeinen auf den Boden und sprang giftend auf mich zu.
Natürlich wich ich erst mal einen Schritt zurück denn das sieht wirklich BÖSARTIG aus.
Ein paar wenige Sekunden benötigte ich, um mich zu sammeln, dann ging ich schimpfend und mit erhobenen Armen auf sie zu. Sie sprang daraufhin noch mal auf mich zu, ging vorne sogar weiter hoch, drehte dann aber ab und tänzelte schweifschlagend und giftend um mich herum, ich wurde daraufhin lauter und ging Armerudernd auf sie zu. Sie drehte ab und galoppierte weg.
Erst mal ein gutes Zeichen, denn damit hat sie mir ja den „Respekt“ erwiesen, den sie einem höhergestellten zu erweisen hat.
Ich habe sie dann bestimmt 20 Minuten auf dem Platz „gescheucht“ also in Bewegung gehalten. Normalerweise ist da ja die Regel, dass sie irgendwann den Kopf in die Mitte drehen und versuchen reinzubrechen, woraufhin sie wieder rausgescheucht werden, bis ICH, als ranghöherer sage, dass sie kommen DARF.
Dies blieb leider aus und weil es irgendwann anfing zu schütten wie aus Eimern, musste ich das Ganze wegen der Verletzungsgefahr abbrechen.
Ich hab sie dann im Regen auf dem Platz stehen gelassen und wollte sie abholen, als es aufhörte. Sie griff zwar nicht mehr an, aber sie giftete ganz stark in meine Richtung. Für den Notfall hatte ich eine Gerte unterm Arm, die ich aber nicht gebrauchte.
Zum Umfeld:
Ich bin halt NUR die Retbeteiligung, hab also wenig zu sagen und will der Besitzerin auch nicht ins Handwerk fuschen, gerade weil die Stute das bei ihr überhaupt nicht macht. Von ihr lässt sie sich ohne weiteres Halftern und mitnehmen und sie wird auch nicht angegriffen. Ein paar wenige am Stall haben sich ebenfalls den "Rang" erkämpfen können, andere nicht und die haben Angst (irgendwie verständlicherweise)
Sie ist eigentlich wirklich ne sehr liebe Stute, wenn man sie denn erst mal am Halfter oder unterm Sattel hat. Sie macht das ausschließlich, wenn sie frei läuft und bei den anderen hauptsächlich, wenn es ums Futter geht.
Es gibt hier also zwei Probleme
- Pferdchen und ich
sowie
- Pferdchen und andere Personen, die die Wiese passieren müssen, um ihre Pferde zu holen.
Ich bin mit meinem Latein ein wenig am Ende weil ich das in der Form echt noch nicht erlebt habe und mein Handlunsgspielraum leider auch sehr klein ist, wenn man sie nicht am Halter oder dergleichen hat.
--------------
Update:
Bei meinem nächsten Besuch wollte die kleine Kuh sich nicht fangen lassen (ich nennen sie jetzt Kuhpferd
) und galoppierte immer giftend weg, sobald ich nahe kam.
Ende vom Lied war dann, dass ich die andere Stute (übrigens die Leitstute der Herde), mit der sie aktuell zusammen auf der Wiese steht, runter nehmen und mit dem Pferdchen ein riesen Rennen veranstaltet habe. Wenn sie weglief, habe ich sie weiter angetrieben, bis sie sich ein wenig beruhigte, dann hab ich sie mit der Stimme versucht soweit zu beruhigen, dass sie stehen blieb und bin dann wieder mit ruhiger Stimme auf sie zugegangen. Wenn sie dann wieder losfetzte, hab ich sie wieder angetrieben. Das Ganze zog sich 20 Minuten. Pferd und ich waren irgendwann völlig durchgeschwitzt aber irgendwann lies sie sich packen. Ich hab sie dann ganz überschwänglich gelobt, ihr den Mähnenkamm gekrault und sie erst mal noch ne halbe Stune trocken geführt, bis ich überhaupt putzen konnte und danach natürlich nru noch Schrittarbeit gemacht.
Ich denke, das war schon mal ein kleiner Fortschritt.
Bliebt die Frage, habt ihr Ideen, die mich und das Pferd nicht ganz so schaffen? Und habt ihr Ideen, wie die restlichen Reiter mit der Sache umgehen könnten?
Ich bin dankbar um jede Idee, aber ich betone noch mal, am Strick macht sie das nicht. An der Hand ist sie recht artig.
Liebe Grüße,
Kim
ich habe eben diese Diskussion bereits in einem anderen Forum angestoßen und wurde dort an euch verwiesen. Ich hoffe, dass hier vllt der eine oder andere einen guten Ratschlag für mich hat.
Ich kopiere den Ursprungstext mal
ich bin sicherlich alles andere als ein Anfänger. Ich reite seit 17 Jahren und habe seit fast 15 Jahren eigene Pferde, die ich selbst ausgebildet habe. Ich habe andere Korrekturgeritten, habe Reitunterricht gegeben und habe noch kein Pferd getroffen, das mir „an der Hand“ Schwierigkeiten machte.
Nun habe ich seit einem Monat ein Pflegepferd in Köln. Es ist ne knapp 7-jährige Friesen-Mix Stute also ein ziemlich schweres Pferd, mit Tellerhufen und Monster-Kopf. Sie ist beim Reiten zwar sehr unsicher und man merkt ihr an, dass sie noch einiges lernen muss (und auch will) aber sie ist lieb, sie bockt nicht, steigt nicht und versucht zumindest mitzuarbeiten.
Nun gibt es mit diesem Pferdchen ein Problem, sie ist klug und sie weiß, wie sie Menschen Angst machen kann.
Das Ganze fing wohl damit an, dass sie vor der Scheune (die grenzt an eine der Wiesen an und ist natürlich verschlossen. Es handelt sich um einen Freizeitstall mit 4 Pferden, daher ist das alles etwas unkonventionell dort
Das gleiche machte sie auf der Wiesen, wenn es Brötchen gab oder dergleichen. Sie wusste sogar schon genau, wer so große Angst vor ihr hat, dass er ein Brötchen in der Tasche hat, um es nach ihr zu werfen, wenn sie auf der Wiese zu nahe kommt.
Bis dato wusste ich nicht, wie sich diese Angriffe äußern, da sie es bei mir nicht gemacht hatte. Bis letzten Freitag. Ich hatte sie zum Wälzen auf dem Platz stehen gelassen und ihr dort auch ihr Futter gegeben (leider MUSS sie zugefüttert werden). Nachdem sie fertig war, wollte ich sie holen gehen, was ihr aber wohl missfiel, weil die Pferde aktuell hinter dem Reitplatz stehen und sie natürlich lieber wieder zu den Kumpels wollte (wer braucht schon saubere Hufe…). Ich ging also auf sie zu (ohne irgendeine Waffe – stellte sich schnell heraus, war ne doofe Idee), sprach sie an und sie legte die Ohren an. Da ich mich davon nicht beeindrucken lasse, ging ich weiter auf sie zu und sprach ruhig mit ihr. Plötzlich ging sie vorne hoch, schlug mit den Vorderbeinen auf den Boden und sprang giftend auf mich zu.
Natürlich wich ich erst mal einen Schritt zurück denn das sieht wirklich BÖSARTIG aus.
Ein paar wenige Sekunden benötigte ich, um mich zu sammeln, dann ging ich schimpfend und mit erhobenen Armen auf sie zu. Sie sprang daraufhin noch mal auf mich zu, ging vorne sogar weiter hoch, drehte dann aber ab und tänzelte schweifschlagend und giftend um mich herum, ich wurde daraufhin lauter und ging Armerudernd auf sie zu. Sie drehte ab und galoppierte weg.
Erst mal ein gutes Zeichen, denn damit hat sie mir ja den „Respekt“ erwiesen, den sie einem höhergestellten zu erweisen hat.
Ich habe sie dann bestimmt 20 Minuten auf dem Platz „gescheucht“ also in Bewegung gehalten. Normalerweise ist da ja die Regel, dass sie irgendwann den Kopf in die Mitte drehen und versuchen reinzubrechen, woraufhin sie wieder rausgescheucht werden, bis ICH, als ranghöherer sage, dass sie kommen DARF.
Dies blieb leider aus und weil es irgendwann anfing zu schütten wie aus Eimern, musste ich das Ganze wegen der Verletzungsgefahr abbrechen.
Ich hab sie dann im Regen auf dem Platz stehen gelassen und wollte sie abholen, als es aufhörte. Sie griff zwar nicht mehr an, aber sie giftete ganz stark in meine Richtung. Für den Notfall hatte ich eine Gerte unterm Arm, die ich aber nicht gebrauchte.
Zum Umfeld:
Ich bin halt NUR die Retbeteiligung, hab also wenig zu sagen und will der Besitzerin auch nicht ins Handwerk fuschen, gerade weil die Stute das bei ihr überhaupt nicht macht. Von ihr lässt sie sich ohne weiteres Halftern und mitnehmen und sie wird auch nicht angegriffen. Ein paar wenige am Stall haben sich ebenfalls den "Rang" erkämpfen können, andere nicht und die haben Angst (irgendwie verständlicherweise)
Sie ist eigentlich wirklich ne sehr liebe Stute, wenn man sie denn erst mal am Halfter oder unterm Sattel hat. Sie macht das ausschließlich, wenn sie frei läuft und bei den anderen hauptsächlich, wenn es ums Futter geht.
Es gibt hier also zwei Probleme
- Pferdchen und ich
sowie
- Pferdchen und andere Personen, die die Wiese passieren müssen, um ihre Pferde zu holen.
Ich bin mit meinem Latein ein wenig am Ende weil ich das in der Form echt noch nicht erlebt habe und mein Handlunsgspielraum leider auch sehr klein ist, wenn man sie nicht am Halter oder dergleichen hat.
--------------
Update:
Bei meinem nächsten Besuch wollte die kleine Kuh sich nicht fangen lassen (ich nennen sie jetzt Kuhpferd
Ende vom Lied war dann, dass ich die andere Stute (übrigens die Leitstute der Herde), mit der sie aktuell zusammen auf der Wiese steht, runter nehmen und mit dem Pferdchen ein riesen Rennen veranstaltet habe. Wenn sie weglief, habe ich sie weiter angetrieben, bis sie sich ein wenig beruhigte, dann hab ich sie mit der Stimme versucht soweit zu beruhigen, dass sie stehen blieb und bin dann wieder mit ruhiger Stimme auf sie zugegangen. Wenn sie dann wieder losfetzte, hab ich sie wieder angetrieben. Das Ganze zog sich 20 Minuten. Pferd und ich waren irgendwann völlig durchgeschwitzt aber irgendwann lies sie sich packen. Ich hab sie dann ganz überschwänglich gelobt, ihr den Mähnenkamm gekrault und sie erst mal noch ne halbe Stune trocken geführt, bis ich überhaupt putzen konnte und danach natürlich nru noch Schrittarbeit gemacht.
Ich denke, das war schon mal ein kleiner Fortschritt.
Bliebt die Frage, habt ihr Ideen, die mich und das Pferd nicht ganz so schaffen? Und habt ihr Ideen, wie die restlichen Reiter mit der Sache umgehen könnten?
Ich bin dankbar um jede Idee, aber ich betone noch mal, am Strick macht sie das nicht. An der Hand ist sie recht artig.
Liebe Grüße,
Kim