Das Pferd greift auf der Wiese an...

Diskutiere Das Pferd greift auf der Wiese an... im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallöchen... ich habe eben diese Diskussion bereits in einem anderen Forum angestoßen und wurde dort an euch verwiesen. Ich hoffe, dass hier vllt...
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KimAbfck

KimAbfck

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Hallöchen...

ich habe eben diese Diskussion bereits in einem anderen Forum angestoßen und wurde dort an euch verwiesen. Ich hoffe, dass hier vllt der eine oder andere einen guten Ratschlag für mich hat.

Ich kopiere den Ursprungstext mal :)

ich bin sicherlich alles andere als ein Anfänger. Ich reite seit 17 Jahren und habe seit fast 15 Jahren eigene Pferde, die ich selbst ausgebildet habe. Ich habe andere Korrekturgeritten, habe Reitunterricht gegeben und habe noch kein Pferd getroffen, das mir „an der Hand“ Schwierigkeiten machte.

Nun habe ich seit einem Monat ein Pflegepferd in Köln. Es ist ne knapp 7-jährige Friesen-Mix Stute also ein ziemlich schweres Pferd, mit Tellerhufen und Monster-Kopf. Sie ist beim Reiten zwar sehr unsicher und man merkt ihr an, dass sie noch einiges lernen muss (und auch will) aber sie ist lieb, sie bockt nicht, steigt nicht und versucht zumindest mitzuarbeiten.

Nun gibt es mit diesem Pferdchen ein Problem, sie ist klug und sie weiß, wie sie Menschen Angst machen kann.
Das Ganze fing wohl damit an, dass sie vor der Scheune (die grenzt an eine der Wiesen an und ist natürlich verschlossen. Es handelt sich um einen Freizeitstall mit 4 Pferden, daher ist das alles etwas unkonventionell dort ;)) wartete und giftend lauerte, wenn jemand mit Futter aus der Scheune kam (das wird dort gelagert). Da es dort auch viele zierliche, kleine Persönchen gab und gibt (am schlimmsten wars mit ner 13-jährigen, die jetzt aber nicht mehr am Stall ist), die sich überaus leicht einschüchtern lassen, dauerte es natürlich nicht lange und es wurde mit Futter nach ihr geworfen, damit sie weg geht.
Das gleiche machte sie auf der Wiesen, wenn es Brötchen gab oder dergleichen. Sie wusste sogar schon genau, wer so große Angst vor ihr hat, dass er ein Brötchen in der Tasche hat, um es nach ihr zu werfen, wenn sie auf der Wiese zu nahe kommt.

Bis dato wusste ich nicht, wie sich diese Angriffe äußern, da sie es bei mir nicht gemacht hatte. Bis letzten Freitag. Ich hatte sie zum Wälzen auf dem Platz stehen gelassen und ihr dort auch ihr Futter gegeben (leider MUSS sie zugefüttert werden). Nachdem sie fertig war, wollte ich sie holen gehen, was ihr aber wohl missfiel, weil die Pferde aktuell hinter dem Reitplatz stehen und sie natürlich lieber wieder zu den Kumpels wollte (wer braucht schon saubere Hufe…). Ich ging also auf sie zu (ohne irgendeine Waffe – stellte sich schnell heraus, war ne doofe Idee), sprach sie an und sie legte die Ohren an. Da ich mich davon nicht beeindrucken lasse, ging ich weiter auf sie zu und sprach ruhig mit ihr. Plötzlich ging sie vorne hoch, schlug mit den Vorderbeinen auf den Boden und sprang giftend auf mich zu.
Natürlich wich ich erst mal einen Schritt zurück denn das sieht wirklich BÖSARTIG aus.
Ein paar wenige Sekunden benötigte ich, um mich zu sammeln, dann ging ich schimpfend und mit erhobenen Armen auf sie zu. Sie sprang daraufhin noch mal auf mich zu, ging vorne sogar weiter hoch, drehte dann aber ab und tänzelte schweifschlagend und giftend um mich herum, ich wurde daraufhin lauter und ging Armerudernd auf sie zu. Sie drehte ab und galoppierte weg.
Erst mal ein gutes Zeichen, denn damit hat sie mir ja den „Respekt“ erwiesen, den sie einem höhergestellten zu erweisen hat.
Ich habe sie dann bestimmt 20 Minuten auf dem Platz „gescheucht“ also in Bewegung gehalten. Normalerweise ist da ja die Regel, dass sie irgendwann den Kopf in die Mitte drehen und versuchen reinzubrechen, woraufhin sie wieder rausgescheucht werden, bis ICH, als ranghöherer sage, dass sie kommen DARF.
Dies blieb leider aus und weil es irgendwann anfing zu schütten wie aus Eimern, musste ich das Ganze wegen der Verletzungsgefahr abbrechen.
Ich hab sie dann im Regen auf dem Platz stehen gelassen und wollte sie abholen, als es aufhörte. Sie griff zwar nicht mehr an, aber sie giftete ganz stark in meine Richtung. Für den Notfall hatte ich eine Gerte unterm Arm, die ich aber nicht gebrauchte.

Zum Umfeld:
Ich bin halt NUR die Retbeteiligung, hab also wenig zu sagen und will der Besitzerin auch nicht ins Handwerk fuschen, gerade weil die Stute das bei ihr überhaupt nicht macht. Von ihr lässt sie sich ohne weiteres Halftern und mitnehmen und sie wird auch nicht angegriffen. Ein paar wenige am Stall haben sich ebenfalls den "Rang" erkämpfen können, andere nicht und die haben Angst (irgendwie verständlicherweise)

Sie ist eigentlich wirklich ne sehr liebe Stute, wenn man sie denn erst mal am Halfter oder unterm Sattel hat. Sie macht das ausschließlich, wenn sie frei läuft und bei den anderen hauptsächlich, wenn es ums Futter geht.

Es gibt hier also zwei Probleme

- Pferdchen und ich
sowie
- Pferdchen und andere Personen, die die Wiese passieren müssen, um ihre Pferde zu holen.

Ich bin mit meinem Latein ein wenig am Ende weil ich das in der Form echt noch nicht erlebt habe und mein Handlunsgspielraum leider auch sehr klein ist, wenn man sie nicht am Halter oder dergleichen hat.

--------------
Update:
Bei meinem nächsten Besuch wollte die kleine Kuh sich nicht fangen lassen (ich nennen sie jetzt Kuhpferd :D) und galoppierte immer giftend weg, sobald ich nahe kam.
Ende vom Lied war dann, dass ich die andere Stute (übrigens die Leitstute der Herde), mit der sie aktuell zusammen auf der Wiese steht, runter nehmen und mit dem Pferdchen ein riesen Rennen veranstaltet habe. Wenn sie weglief, habe ich sie weiter angetrieben, bis sie sich ein wenig beruhigte, dann hab ich sie mit der Stimme versucht soweit zu beruhigen, dass sie stehen blieb und bin dann wieder mit ruhiger Stimme auf sie zugegangen. Wenn sie dann wieder losfetzte, hab ich sie wieder angetrieben. Das Ganze zog sich 20 Minuten. Pferd und ich waren irgendwann völlig durchgeschwitzt aber irgendwann lies sie sich packen. Ich hab sie dann ganz überschwänglich gelobt, ihr den Mähnenkamm gekrault und sie erst mal noch ne halbe Stune trocken geführt, bis ich überhaupt putzen konnte und danach natürlich nru noch Schrittarbeit gemacht.
Ich denke, das war schon mal ein kleiner Fortschritt.

Bliebt die Frage, habt ihr Ideen, die mich und das Pferd nicht ganz so schaffen? Und habt ihr Ideen, wie die restlichen Reiter mit der Sache umgehen könnten?

Ich bin dankbar um jede Idee, aber ich betone noch mal, am Strick macht sie das nicht. An der Hand ist sie recht artig.

Liebe Grüße,
Kim
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #2
mhhh das ist schon problematisch.
Ich wuerde mich vllt erstmal mit der Besitzerin zusammen setzt und das Problem besprechen.
Den es liegt ja sicherlich auch in ihrem Interesse, dass niemand schwerer verletzt wird.
Dann wuerde ich vllt erstmal mit Bodenarbeit zur Rangordnungsklaerung anfangen. (Klar du hast dich jetzt schon bei ihr bewiesen, aber sicher ist sicher :) )
Wenn sie auf der Wiese steht, wuerde ich ihr konsequent nichts mehr zu fressen geben! Fressen gibts nurnoch, wenns sie sich brav einfangen laesst. Da muessen dann leider auch die anderen durch. Ich wuerde mich an den Eingang der Weide stellen oder setzen, mit ein paar leckerchen. Geh nicht auf sie zu, lass sie kommen. Wenn sie giftet, gehst du und laesst sie auf der Wiese stehen (am besten waere es noch wenn man das auf einem Paddock oder so uebt, damit sie kein Gras zum fressen hat) Glaub mir, wenn der Hunger kommt, kommt sie auch. Wie gesagt, sollte sie zickig sein oder dich angreifen, gehst du fuer 5 Minuten. Kommt sie ohne Zzu dir, bekommt sie was zu fressen. Wichtig ist aber wirklich, dass sie nichts von anderen Personen bekommt.

Viel Glueck
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #3
Das Problem ist ja einfach auch, dass sie eine Gefahr für die anderen darstellt. Und das bereitet mir etwas Bauchweh. So ein Friesenmix ist ja nunmal kein Shetty sondern gleich großkalibrig.
Sonst muss ich gestehen, dass ich die Idee gar nicht verkehrt finde.

Auch haben wir in dem anderen Forum schon ueberlegt, ob es ebenso an ihrer Frustrationsgrenze liegen kann, und dass diese eben zu niedrig ist.
Fragt sich nur, wie man sowas trainiert ;(
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #4
@tschucki
ich befürchte, die kuh ist sturer als man glaubt.. die frage ist, wer am ende den längeren atem hat :D
aber ich versuche das mal. wollte mich am sonntag mal mit der besitzerin zusammen setzen und besprechen, welche verhaltensregeln wir für die anderen personen am stall aufstellen damit wir da ne völlig klare linie fahren können.

futterverbot auf der wiese wurde bereits erteilt und ich hoffe schwer, dass sich alle daran halten denn vllt verliert sie auch einfach das interesse daran, die anderen zu foppen wenn sie weiß, dass es nichts gibt...

zunächst mal besorge ich dann doch schweren herzens leckerchen um diese platznummer mit ihr zu üben ;)

schon mal danke!
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #5
na dann hoffe ich mal, dass du bzw ihr den laengeren Atem habt :)
Muessen ja keine Leckerchen sein, moehren reichen ja auch ;) Iwas, was sie gerne frisst :)
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #6
@tschucki
ich versuchs mal. eigentlich soll das biest im moment nix aus der hand haben... aber vllt is sie ja tatsächlich eigentlich frustriert und man weiß nicht wieso. da ists natürlich wichtig, ne teifere vertrauensebene zu finden... ay ay ay das wird noch ein späßchen mit der :D
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #7
ja das glaube ich auch, ihr werdet da ein ganz schoenes stueck arbeit habe.
Aber wie man die Frustrationsgrenze was trainieren kann, wuesste ich leider auch nicht :/
 
  • Das Pferd greift auf der Wiese an... Beitrag #8
Hi

also im grunde genommen haben wir ja schon das Problem, dass das Pferd weiß wo der Hase lang läuft und den Menschzen angst machen kann.
Das kennt man ja auch von den ach so bliebten Schulpferden, die schon das beißen und schlagen anfangen, wenn man sich ihrer Box nähert.
Die Kiddis bekommen angst und gehen weg, das Pferd hat seine Ruhe.

Es wäre vieleicht interessant die Vorgeschichte zu kennen.
Wie alt ist das Pferd?
Wie lange schon bei den Besitzern?
Wie lange schon in dem Stall?
Wurde dort immer auf der Weide gefüttert?
Und warum zum Teufel wirft man mit Futter? sowas macht man ja nun echt nicht (Pferd ist böse, Pferd bekommt Futter zugeworfen, Pferd denkt sich: ey das klappt ja super, das muss also richtig sein)
Da nehme man doch lieber eine Gerte oder für mehr Abstand eine Peitsche mit.

Ich persönlich würde dazu raten, um andere Personen nicht zu gefährden, das Pferd mit einem Zaun von den Anderen zu trennen solange man die Ursache nicht weiß und nicht bekämpfen kann.
Ein 12-14 jähriges Mädel wird sich niemals von einem solchen Tier wehren können oder es muss jemand mitgehen, der weiß wie man das Tier auf abstand hält (ohne Futter versteht sich).

Was die Bodenarbeit anbetrifft schau mal hier


ist zwar noch im aufbau aber evtl. nützlich.

LG
Integra
 
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