Bei den Nackthunden sehe ich es nicht so eng, vielleicht auch, weil ich persönlich keine kenne.
Bei nordischen Rassen sehe ich es etwas anders.
Viele dieser Hunde laufen hier herum und leiden unter den warmen Temperaturen im Sommer.
Mit ein bisschen mehr Haare verlieren gleichen sie das auch nicht aus.
Selbst meiner ist im Sommer kaum zu bewegen, da er auch gut Unterwolle hat, obwohl das Deckhaar nicht einmal derart dick ist.
Meiner schnauft bei diesen Temperaturen ja schon stark, sodass wir nur früh morgens und spät abends eine große Runde gehen können.
Wie ist das erst bei einer nordischen Rasse, die noch viel dichteres, festeres Fell mit mehr Unterwolle hat?
In Deutschland ist es noch im Rahmen würde ich sagen.
Ich finde aber, es gibt Rassen, die haben hier oder in Spanien oder auf Mallorca usw. nichts zu suchen, da sie meistens weder artgerecht gehalten werden noch an die Temperaturen angepasst sind.
Habt ihr mal einen Husky, Samojede oder Malamute in Italien gesehen? Das grenzt wirklich an Tierquälerei, mitunter aber vor allem deshalb, weil die Leute keine Rücksicht auf die Hunde nehmen.
Hier kann kein Hund bei Regen vor die Türe, aber bei 40° im Schatten geht man dann zwei Stunden in der prallen Sonne spazieren, ohne Wasser und ohne Pause.
So stelle ich mir den Sommer hier für eine nordische Rasse vor, wenn die Leute dann mit ihrem Prachthund - der natürlich nicht geschoren werden darf - lieber in der angenehm prallen Sonne als morgens früh oder abends spät spazieren gehen.
Allerdings würde ich es wirklich nicht als Tierquälerei bezeichnen, darunter stelle ich mir etwas ganz anderes vor und mit dem Wort ist weit mehr gemeint als so etwas.
Ich würde es als grenzwertig betrachten. Es kommt darauf an, was ich dem Hund hier biete und wie ich mich auf ihn und seine Bedürfnisse (beim Husky wie beim Nackthund) einstelle.
Liebe Grüße