Leishmaniose Impfung

Diskutiere Leishmaniose Impfung im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ins Forum.... Ich bekam vorgestern die Info, es gibt jetzt einen neuen Impfstoff für Leishmaniose.... Vielleicht interessiert es den einen...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Leishmaniose Impfung Beitrag #1
C

ChiTac

Beiträge
82
Punkte Reaktionen
0
Hallo ins Forum....
Ich bekam vorgestern die Info, es gibt jetzt einen neuen Impfstoff für Leishmaniose....
Vielleicht interessiert es den einen oder anderen? Mein TA hat mich darauf aufmerksam gemacht:

Leishmaniose - Die Gefahr aus dem Süden!
Seit Anfang Mai ist beim Hund endlich ein Impfstoff verfügbar:

(Auszug aus der Produktinformation des Herstellers):
Die Hundeleishmaniose ist die in Deutschland am häufigsten eingeschleppte Infektionskrankheit (Hundetourismus, Import von Tieren aus Mittelmeerländern durch Tierschutzorganisationen). Sie ist eine granulomatöse (knötchenbildende Entzündung) Haut- und Organkrankheit, die durch Protozoen (Einzeller), die sogenannten Leishmanien, verursacht wird. In Europa gelten vor allem die an den Mittelmeerraum grenzenden Länder als Risikogebiete. In Italien, Südfrankreich, Spanien, Portugal und Griechenland ist der Infektionsdruck besonders hoch. Allein im Mittelmeergebiet sind ca, 2,5 Millionen Hunde mit Leishmanien infiziert. Prinzipiell können alle Hunderassen an Leishmaniose erkranken Rottweiler, Boxer, der Deutsche Schäferhund und Cocker Spaniel scheinen aber häufiger an Leishmaniose zu erkranken.Zahlreiche Wild- und Haustiere (z.B. Nagetiere, Füchse, Hunde und Katzen) stellen das Erregerreservoir dar, aber auch der Mensch kann als Reservoirwirt dienen. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch den Stich der weiblichen, sogenannten Sand- oder Schmetterlingsmücke, die die mikroskopisch kleinen Einzeller überträgt. Die parasitäre Erkrankung kann jahrelang unbemerkt bestehen (aber Ansteckungsgefahr!) oder äußert sich Monate nach der Infektion in recht unspezifischen, oft schubweise auftretenden Symptomen, wie sie genauso bei vielen anderen Krankheiten vorkommen können: Fieberschübe, Mattigkeit, gelichtetes Haarkleid, Abmagerung, Muskelschwäche, Durchfall. Um so wichtiger ist es, den Tierarzt im Krankheitsfall auf einen zurückliegenden Auslandsaufenthalt aufmerksam zu machen. Hochverdächtig ist eine nicht juckende Hautentzündung mit Haarausfall an Nasenrücken, Ohrspitzen und um die Augen herum Brillenbildung. Es fallen große, leicht fettige, kreideweiße Schuppen auf. Diese Hautveränderungen können sich auf den ganzen Körper ausbreiten und bis zu Haut- und Schleimhautgeschwüren führen. Typisch ist auch Nasenbluten. Infolge Entzündung des Krallenbettes kommt es zu einem übermäßigen Krallenwachstum, das Krallenhorn wird brüchig. Die Bauchgegend kann durch Vergrößerung von Milz und Leber schmerzempfindlich sein, Nierenentzündung führt zu blutigem Urin, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt zu blutigem Kot, blasse Schleimhäute sind Zeichen einer fortschreitenden Anämie. Die Körperlymphknoten sind vergrößert, es kommt zur Augenentzündung, zur Muskelentzündung mit starker Atrophie (Muskelschwund) speziell der Kopfmuskeln und zur Polyarthritis mit Lahmheit.Die Behandlung der Leishmaniose ist aufwendig.Die Prognose ist trotz intensiver Therapie über Wochen bis Monate vorsichtig zu stellen, obwohl sich der Behandlungserfolg dank neuer Medikamente sichtlich verbessert hat. Trotzdem wird mit der Behandlung meistens nur eine vorübergehende Besserung und nur in einem sehr geringen Prozentsatz Heilung erreicht. Rezidive müssen immer wieder behandelt werden. Ohne Behandlung sterben bis zu 90% der Leishmaniosepatienten innerhalb eines Jahres, viele davon an einem Nierenversagen.Um Ihren Hund im Urlaub in den gefährdeten Gebieten zu schützen, gab es bislang nur die Möglichkeit, Insektizide in Form von speziellen Spot-on-Präparaten oder Halsbändern anzuwenden. Diese sollen die Sandmücken abwehren und ein Stechen verhindern. Einen 100%igen Schutz bieten sie aber leider nicht.20 Jahre Forschung und eine neuartige Impfstofftechnologie haben jetzt zu dem 1. Impfstoff in Europa gegen die Leishmaniose des Hundes geführt. Für die Herstellung des Impfstoffes wurde ein ganz neues Verfahren entwickelt, bei dem nicht Krankheitserreger selbst zur Antikörperbildung verwendet werden, sondern von Leishmanien gebildete Proteine, die eine zelluläre Immunantwort gezielt gegen die Erzeugen erzeugen. Da der Impfstoff keine Leishmanien enthält, kommen Hunde bei der Impfung auch nicht mit dem Erreger in Kontakt, so daß die Impfung in der Regel sehr gut vertragen wird.Seit April diesen Jahres ist der neue Impfstoff nun in Deutschland auf dem Markt, der das Leishmanioseinfektionsrisiko weiter zu minimieren hilft. Eine Studie in den Risikogebieten zeigte, daß geimpfte Tiere viermal seltener erkrankten als ungeimpfte.Zur Grundimmunisierung müssen die Hunde dreimal im Abstand von 3 Wochen geimpft werden. Der Impfschutz setzt 4 Wochen nach der 3. Impfung ein und muß im jährlichen Abstand aufgefrischt werden. Hunde können ab einem Alter von 6 Monaten geimpft werden. Bei Tieren, die zuvor schon in Leishmaniosegebieten waren, ist vor der Impfung ein Leishmaniosetest durchzuführen, um eine bereits vorliegende, bislang unerkannte Leishmanioseinfektion auszuschließen. Nur negativ getestete und gesunde Tiere sollten geimpft werden. Auch wenn die Impfung mit diesem neuen Impfstoff die Widerstandsfähigkeit des eigenen Immunsystems gegen die Leishmaniose effektiv erhöht, gibt eine zusätzliche Prophylaxe gegen die Sandmücke während der Urlaubszeit noch größere Sicherheit. Mit der Hundeleishmaniose ist nicht zu spaßen - lassen sie sich deshalb rechtzeitig vor Reiseantritt von ihrem Tierarzt beraten, wie sie ihren Vierbeiner am sichersten schützen können, damit die schönste Zeit des Jahres nicht mit einem bösen Erwachen endet.

Quelle: Facebook Tierarztpraxis Thul
 
  • Leishmaniose Impfung Beitrag #2
moin, das ganze mal etwas kritisch betrachtet:
.. Da der Impfstoff keine Leishmanien enthält, kommen Hunde bei der Impfung auch nicht mit dem Erreger in Kontakt, so daß die Impfung in der Regel sehr gut vertragen wird.
Bei den Impfstoff gegen Leishmaniose werden Saponine als Hilfsstoffe eingesetzt, die sind injiziert unter anderen Gewebe-schädigend.
Beim Tier scheint das wohl keine sehr große Rolle zu spielen, für Menschen steht hingegen kein Mittel zur Verfügung, es wird noch geforscht.
(Leishmanien sind Einzeller und können auch beim Menschen schwerste Erkrankungen verursachen.)

ps: Eine Aussagekräftige Studie wäre eine große Hilfe

.
 
  • Leishmaniose Impfung Beitrag #3
Gab es nicht schon einmal so etwas, wo behauptet wurde, man könne nun präventiv etwas tun? :eusa_think:
Ich meine, ich erinnere mich an so etwas...

Ich finde die Impfung von diesen Proteinen äußerst fragwürdig. Wieso wird hier kein Totimpfstoff verwendet? Gibt es dazu irgendwelche Begründungen?
Die gesamte Studie würde mich allerdings auch interessieren. Was sind denn betroffene Gebiete? Wie viele Hunde wurden unter welchen Bedingungen getestet? Ist denn überhaupt sicher, dass sich die Hunde angesteckt hätten, wären sie nicht geimpft gewesen?
Es werden einfach immer mehr Impfstoffe auf den Markt geworfen, was auch logisch ist, die Leute haben Angst und lassen es impfen.
Ob das aber wirklich sinnvoll ist? Ich bin da noch etwas skeptisch...

LG
 
  • Leishmaniose Impfung Beitrag #4
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Leishmaniose Impfung

Leishmaniose Impfung - Ähnliche Themen

Lasst Ihr Jährlich euren Hund impfen?: Hallo zusammen, Es geht bei mir um das Thema Impfung, laut meinem Tierarzt müsste der Hund (2 Jähriger Mischling) jedes Jahr auf neue hinaus...
Kastration bei Katzen: Kastrierte Katzen leben länger. Gleichzeitig helfen verantwortungsvolle Katzenhalter mit der Kastration ihrer Tiere dabei, das Katzenelend zu...
Infothread zum Thema Impfen: Hallo alle miteinander, wie viele vielleicht gesehen haben, haben wir unsere beiden Impfthemen zusammen gelegt, außerdem haben wir die Themen der...
Saatkrähenästling aufgenommen: Liebe Tierfreunde, ich möchte Euch unsere Geschichte erzählen. Nehmt euch Bitte einen Moment Zeit zum lesen..... Mein Lebensgefährte und ich...
Integration von Farbratten: Ratten sind sehr soziale, aber leider auch recht kurzlebige Nagetiere. Früher oder später steht jeder Halter, der nicht nach der ersten Generation...
Oben