- Kopf gegen Herz Beitrag #1
S
Substantia Nigra
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Hallo zusammen 
ich mag mich mal ein bißchen ausheulen, wenn ich darf.
Freunde von uns sind Katzenpflegestelle, was bedeutet, dass ich da immer wieder gerne hingehe um sie und die Miezen zu besuchen, und stundenlang über die Viecher und Tierschutz zu quatschen.
Bisher hatten sie so einige Katzen und Kater da, die ich alle ganz super fand und für die ich mir ein gutes Zuhause gewünscht habe.
Ihr ahnt es vielleicht schon - irgendwann kam der Tag...
Eine andere Pflegestelle war abgesprungen, während drei arme Miezen aus dem russischen Tierschutz bereits im Flieger nach Deutschland saßen. Also kamen die Kleinen dorthin und neugierig, wie wir sind, sind mein Freund und ich natürlich sofort hin und gucken gegangen.
Gleich an der Tür wurden wir von zwei fünf Monate, schwarz-weißen Halblanghaar-Kätzchen begrüßt, die danach fröhlich weiter durch die Wohnung getobt sind und sich eine Stunde später bereits auf unseren Armen zusammengerollt und geschlafen haben.
Kätzchen Nummer drei ist etwas älter, ca. anderthalb inzwischen, eine hellrote Schönheit ohne Schwanz. Ich hab sie gleich auf den Arm genommen (ich konnte einfach nicht widerstehen!!) und sie hat sich ebenfalls angekuschelt und ist eingeschlafen. Da sie von hinten aussieht wie ein Kaninchen und beim Spielen auch genauso rumhüpft, hieß sie für mich gleich Bunny. In Russland hieß sie "Engel", weil sie so ein unglaublich sanftes, liebes Wesen ist.
Den kleinen, schwarzweißen Kater hat mein Freund gleich Rorschach getauft, weil er mit seinen Flecken auf dem Kopf aussieht, wie der Charakter aus "Watchmen" - und weil das kleine Mädchen dann meiner Meinung nach auch einen möglichst nerdigen Namen brauchte und unglaublich hübsch ist, passte nur Prinzessin Leia.
Tja, und nu hatten wir schon Namen und unser Herz verloren.
Zum Glück hieß es, dass Bunny/Angel von den Kleinen eher verunsichert sei, außerdem waren noch zwei ausgewachsene Kater auf der Pflegestelle, die sie ordentlich zusammengestaucht haben. Von daher dachten wir, sie käme vielleicht besser in ein Zuhause mit einer weiteren lieben Katze.
Und nachdem wir lange darüber geredet haben, kamen mein Freund und ich zu dem Schluss, dass wir gerade keine zwei Katzenkinder aufnehmen können.
Bis zum nächsten Besuch ein paar Tage später. Inzwischen hat sich nämlich Bunny, die ja auch noch eine junge, verspielte Katze ist, mit den beiden Kleinen angefreundet und es ist unglaublich schön zu sehen, wie sie zu dritt miteinander durch die Wohnung toben und Fußball spielen. Stundenlang hab ich mir das angeguckt, bis Bunny und das Katerchen sich zusammen in eine Ecke gekuschelt hatten und eingeschlafen waren. Die kleine Prinzessin hatte noch lange nicht genug und hat mir immer wieder einen roten Stoffetzen gebracht, mit dem ich mit ihr spielen sollte. Nach ein paar Minuten rumgewedel hab ich ihr das Ding dann überlassen, sie ist damit abgewetzt - nur um Minuten später wieder mit dem Ding im Mäulchen vor mir zu stehen.
Als wir gehen wollten, ist sie mir bis in den Flur nachgelaufen, hat das Stoffstück dahingelegt, sich danebengesetzt und zu mir hochgeguckt. Ich hab sie also damit wieder ins Wohnzimmer gespielt, den Fetzen irgendwo abgelegt und bin schnell wieder zurück zur Haustür. Aber noch bevor wir mit der Verabschiedung fertig waren, saß sie wieder da und wollte spielen.
Jetzt wäre es also der Wunsch der Pflegestelle (und meiner), die drei zusammen zu vermitteln.
Bisher konnte man bei allen Katzen sagen, die finden ein schönes Zuhause.
Aber wer nimmt schon gleich drei Katzen?
Ich würde am liebsten.
Aber es geht nicht. Da kann ich mich auf den Kopf stellen.
Abgesehen von meinen 60 qm, das ginge vielleicht irgendwie (die beiden kleinen haben in Russland im Käfig leben müssen - und das war wirklich beim Tierschutz!). Momo würd sich da auch schnell dran gewöhnen, jemanden zum Spielen zu haben und Törpe wäre überglücklich, wenn irgendwer endlich mit ihm kuscheln würde.
Aber: Momentan ist unsere finanzielle Situation mehr als unsicher. Ich bin irgendwie Hartz IV mit Nebenjob - was letztendlich dazu führt, dass ich Anfang des Monats nichtmals meine Miete zahlen kann.
Tierarztrücklagen hab ich selbst schon lange nicht mehr. Für meine beiden muss ich im Notfall meine Familie bitten, was kein Problem wäre, die wissen schließlich wie es zu der Situation gekommen ist - aber wenn ich sage "noch 3 Katzen", dann zeigen die mir (wohl berechtigt) nen Vogel.
Mein Freund ist selbst Student, da sieht es also auch nicht besser aus.
Und hinzu kommt, dass meine Allergie immer schlimmer wird. Wenn ich nicht regelmäßig sauge und Staubwische, läuft mir pausenlos die Nase und die Augen tränen. Keine Ahnung, ob es Katzenhaare oder Staub sind, aber mit drei weiteren Katzen hier, würde das mit Sicherheit nicht besser. Ich würd das gerne ignorieren, aber wenn ich auch nur für 2 Sekunden vernünftig werde, ist das Argument einfach da.
Und trotzdem, die drei sind so tolle Katzen - ihr kennt das doch alle, wenn man ausgesucht wird und einfach keine Wahl hat... aber es geht nicht, auf keinen Fall.
Aber mein Herz sagt was ganz anderes.
ich mag mich mal ein bißchen ausheulen, wenn ich darf.
Freunde von uns sind Katzenpflegestelle, was bedeutet, dass ich da immer wieder gerne hingehe um sie und die Miezen zu besuchen, und stundenlang über die Viecher und Tierschutz zu quatschen.
Bisher hatten sie so einige Katzen und Kater da, die ich alle ganz super fand und für die ich mir ein gutes Zuhause gewünscht habe.
Ihr ahnt es vielleicht schon - irgendwann kam der Tag...
Eine andere Pflegestelle war abgesprungen, während drei arme Miezen aus dem russischen Tierschutz bereits im Flieger nach Deutschland saßen. Also kamen die Kleinen dorthin und neugierig, wie wir sind, sind mein Freund und ich natürlich sofort hin und gucken gegangen.
Gleich an der Tür wurden wir von zwei fünf Monate, schwarz-weißen Halblanghaar-Kätzchen begrüßt, die danach fröhlich weiter durch die Wohnung getobt sind und sich eine Stunde später bereits auf unseren Armen zusammengerollt und geschlafen haben.
Kätzchen Nummer drei ist etwas älter, ca. anderthalb inzwischen, eine hellrote Schönheit ohne Schwanz. Ich hab sie gleich auf den Arm genommen (ich konnte einfach nicht widerstehen!!) und sie hat sich ebenfalls angekuschelt und ist eingeschlafen. Da sie von hinten aussieht wie ein Kaninchen und beim Spielen auch genauso rumhüpft, hieß sie für mich gleich Bunny. In Russland hieß sie "Engel", weil sie so ein unglaublich sanftes, liebes Wesen ist.
Den kleinen, schwarzweißen Kater hat mein Freund gleich Rorschach getauft, weil er mit seinen Flecken auf dem Kopf aussieht, wie der Charakter aus "Watchmen" - und weil das kleine Mädchen dann meiner Meinung nach auch einen möglichst nerdigen Namen brauchte und unglaublich hübsch ist, passte nur Prinzessin Leia.
Tja, und nu hatten wir schon Namen und unser Herz verloren.
Zum Glück hieß es, dass Bunny/Angel von den Kleinen eher verunsichert sei, außerdem waren noch zwei ausgewachsene Kater auf der Pflegestelle, die sie ordentlich zusammengestaucht haben. Von daher dachten wir, sie käme vielleicht besser in ein Zuhause mit einer weiteren lieben Katze.
Und nachdem wir lange darüber geredet haben, kamen mein Freund und ich zu dem Schluss, dass wir gerade keine zwei Katzenkinder aufnehmen können.
Bis zum nächsten Besuch ein paar Tage später. Inzwischen hat sich nämlich Bunny, die ja auch noch eine junge, verspielte Katze ist, mit den beiden Kleinen angefreundet und es ist unglaublich schön zu sehen, wie sie zu dritt miteinander durch die Wohnung toben und Fußball spielen. Stundenlang hab ich mir das angeguckt, bis Bunny und das Katerchen sich zusammen in eine Ecke gekuschelt hatten und eingeschlafen waren. Die kleine Prinzessin hatte noch lange nicht genug und hat mir immer wieder einen roten Stoffetzen gebracht, mit dem ich mit ihr spielen sollte. Nach ein paar Minuten rumgewedel hab ich ihr das Ding dann überlassen, sie ist damit abgewetzt - nur um Minuten später wieder mit dem Ding im Mäulchen vor mir zu stehen.
Als wir gehen wollten, ist sie mir bis in den Flur nachgelaufen, hat das Stoffstück dahingelegt, sich danebengesetzt und zu mir hochgeguckt. Ich hab sie also damit wieder ins Wohnzimmer gespielt, den Fetzen irgendwo abgelegt und bin schnell wieder zurück zur Haustür. Aber noch bevor wir mit der Verabschiedung fertig waren, saß sie wieder da und wollte spielen.
Jetzt wäre es also der Wunsch der Pflegestelle (und meiner), die drei zusammen zu vermitteln.
Bisher konnte man bei allen Katzen sagen, die finden ein schönes Zuhause.
Aber wer nimmt schon gleich drei Katzen?
Ich würde am liebsten.
Aber es geht nicht. Da kann ich mich auf den Kopf stellen.
Abgesehen von meinen 60 qm, das ginge vielleicht irgendwie (die beiden kleinen haben in Russland im Käfig leben müssen - und das war wirklich beim Tierschutz!). Momo würd sich da auch schnell dran gewöhnen, jemanden zum Spielen zu haben und Törpe wäre überglücklich, wenn irgendwer endlich mit ihm kuscheln würde.
Aber: Momentan ist unsere finanzielle Situation mehr als unsicher. Ich bin irgendwie Hartz IV mit Nebenjob - was letztendlich dazu führt, dass ich Anfang des Monats nichtmals meine Miete zahlen kann.
Tierarztrücklagen hab ich selbst schon lange nicht mehr. Für meine beiden muss ich im Notfall meine Familie bitten, was kein Problem wäre, die wissen schließlich wie es zu der Situation gekommen ist - aber wenn ich sage "noch 3 Katzen", dann zeigen die mir (wohl berechtigt) nen Vogel.
Mein Freund ist selbst Student, da sieht es also auch nicht besser aus.
Und hinzu kommt, dass meine Allergie immer schlimmer wird. Wenn ich nicht regelmäßig sauge und Staubwische, läuft mir pausenlos die Nase und die Augen tränen. Keine Ahnung, ob es Katzenhaare oder Staub sind, aber mit drei weiteren Katzen hier, würde das mit Sicherheit nicht besser. Ich würd das gerne ignorieren, aber wenn ich auch nur für 2 Sekunden vernünftig werde, ist das Argument einfach da.
Und trotzdem, die drei sind so tolle Katzen - ihr kennt das doch alle, wenn man ausgesucht wird und einfach keine Wahl hat... aber es geht nicht, auf keinen Fall.
Aber mein Herz sagt was ganz anderes.
