@ Rabbel: Das ist gar nicht so ungewöhnlich, dass der Streit nach Jahren ausbricht. Du musst Dir vorstellen, dass bei Meerschweins immer mehrere Damen mit einem Bock zusammen leben würden. Jetzt kommen aber etwa gleich viele Böcke wie Mädels auf die Welt, und der Papa akzeptiert die Jungböcke nur solange in der Gruppe, bis die selber Interesse an den Damen entwickeln - dann werden sie verjagt. Alleine leben ist zu gefährlich, irgendwo in Freier Wildbahn, mit Ozelots rundrum. Also finden sie sich zu lockeren Junggesellenverbänden zusammen.
Jetzt versuchen die Junggesellen natürlich weiterhin, ein paar Damen zu erobern und manche haben dabei auch erfolg.Die verlassen dann das Junggesellenrudel. Andere fangen immer wieder Streit an und werden von ihren Kollegen raus geworfen, wieder andere wandern ganz ab und versuchen ihr Glück woanders.
Bei so einer Bockhaltung zuhause zwingt man sie aber, zusammen zu bleiben. Auf Gedeih und verderb. Auch die Indios die Meerschweinchen als Nahrung hielten wussten, dass es immer wieder Probleme gab und haben eben im zweifel die Rabauken etwas eher geschlachtet, aber ganz raus bekommen haben sie das Verhalten trotzdem nicht.
Es sind eben Böcke, die keine Möglichkeit haben, sich wirklich aus dem Weg zu gehen, die nie eigene Weibchen erobern können, und zwischen denen es deswegen immer wieder Spannungen gibt. Und irgendwann sind die beiden eben richtig erwachsen geworden... wo sie als Halbwüchsige mit dem Junggesellenrudel noch ganz zufrieden waren ist es eben jetzt endgültig vorbei.
@ blackdobermann:
Das ist eine der vielen Schwachstellen bei die Brain...
Quelle für alle Zitate:
http://www.diebrain.de/I-verh.html#ver
Häufig sind die Sprünge mit wildem Umherlaufen verbunden. Diese Sprünge sind eine Übersprungshandlung. Das Meerschweinchen ist aus irgendeinem Grund irritiert und weil es nicht so recht weiter weiß, springt es. Das Springen kann vom Meerschweinchen sehr wahrscheinlich nicht bewusst gesteuert werden, es ist also ein unbewusst eintretender Prozess.
Soweit stimme ich voll und ganz zu.
Weiter gehts im Text:
Meist springen die Tiere aus purer Übermut. Die Tiere springen wenn sie gerade gefüttert werden, sie springen wenn sie Spaß miteinander haben und sie springen wenn sie etwas Neues entdecken. Man bekommt auch das Gefühl, dass ein Meerschweinchen das etwas aufregendes erlebt ganz automatisch anfängt zu hüpfen - aus purem Übermut. Junge Meerschweinchen popcornen sehr sehr oft, was wohl auch damit zusammen hängt, dass sie ständig vom Leben aufs neue Überrascht werden und sie auch sehr unsicher sind, auch eine Unsicherheit wird durch das Popcornen überdeckt. Die älteren Semester sind ja meist etwas ruhiger und sie popcornen nur selten - und mit einer gewissen fehlenden Leichtigkeit (rums - die Erde bebt).
Wie man jetzt von der oberen These hierauf kommt erschließt sich mir nicht wirklich, und ob man Meerschweinchen wirklich "Freude über ein sauberes Gehege" unterstellen darf finde ich sehr stark vermenschlicht. Von anderen Kleintieren ist ja eher bekannt, dass fremde, unbekannt riechende Umgebungen ihnen Angst machen, sie hektisch erkunden und übermarkieren, teilweise sogar Streit in der Gruppe anfangen.
In kleineren Gehegen wird aber sicher das Popcornen durch häufige soziale Kontakte und mitunter auch durch leichten Stress und daraus resultierender Unsicherheit hervorgerufen. [...]
Luftsprünge mit unangenehmem Quieken können auch Hinweis auf Juckreiz (Haarlinge, Milben) oder Schmerzen beim Wasserlassen sein!
Der Schluss hat ja auch wieder einen ganz anderen Unterton, dem ich wiederrum deutlich mehr zustimmen kann.
Kommt davon, wenn an den Texten auf einer Seite jahrelang rumgebastelt wird, sie aber nicht auch mal im Ganzen neu überarbeitet wird...