- Robo-Vergesellschaftung Beitrag #1
Casimir
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Huhu!
Nun möchte ich euch auch mal von meinem derzeitigen Projekt erzählen. Mir ist bewusst, dass dem nicht alle positiv gegenüberstehen.
Ich muss jedoch jetzt betonen, dass ich es keineswegs auf die leichte Schulter nehme. Ich habe mich monatelang mit der Gruppenhaltung bei Campbells beschäftigt, mit vielen Züchtern und Haltern unterhalten und auch vor diesem Schritt sehr lange gelesen und gefragt.
Ich bitte daher jeden von euch, nicht einfach loszuziehen, zwei Hamster zu kaufen, die zusammen in ein Gehege zu setzen und zu hoffen dass alles klappt!
So, genug der Belehrungen.
Vor kurzem zog ein kleiner Robomann hier bei mir ein: Mino. Er kommt von einer Züchterin und ist deswegen Gruppenhaltung gewöhnt und weiß, wie man mit Artgenossen umzugehen hat.

Der Kleine saß erstmal seperat um zu schauen, wie er die Trennung und den Umzug verkraftet. Ich habe mich für die Vergesellschaftung für die Trenngittermethode entschieden.
Ich möchte hier so eine Art Tagebuch führen und euch über den Fortschritt auf dem Laufenden halten, wenn ihr denn möchtet. Ich bin selbst sehr gespannt, wie und ob das alles klappt!
Sollte die Vergesellschaftung nicht funktionieren bekommt Mino selbstverständlich sein eigenes Gehege.
Tag 1
Heute haben wir die große Samla aus dem Keller geholt und mein Freund durfte die Abtrennung bauen. Ich hab größtenteils alles mit Sand eingestreut, weil sie ja am Ende auch auf einem großen Sandbereich leben werden. Es ist wenig Platz derzeit, aber das soll ja nicht auf Dauer sein, sie sollen ja schon miteinander konfrontiert sein.
Das Gitter ist doppelt, sodass keiner sein Mäulchen durchstecken und den anderen beißen kann. Bin ja auch keine 24h am Tag zu Hause um da jederzeit einschreiten zu können.
Nachdem die beiden in ihrer Hälfte saßen war erstmal großes Erkunden angesagt. Zwar hatte jeder etwas mit drin, was schon nach ihm roch, aber der Rest war ja trotzdem "frisch".
Und dann...haben sie sich gesehen und sind beide wie vom Blitz getroffen ins Laufrad gerannt und haben Vollgas gegeben. Nachdem der Schock überwunden war spielte Mio den Desinteressierten und kümmerte sich um seine Pinienkerne. Mino, der ja sowieso super neugierig ist, untersuchte jeden Sandkorn und jede Ecke. Und Mio hatte den Kleinen voll im Blick, das war ein herrliches Spiel mit seinen Ohren!

Tag 2
Da die zwei so einen total entspannten Eindruck machten, haben wir sie nun umgesetzt.
Und da gings los, du meine Güte! Mio ist total panisch in seiner neuen Hälfte rumgerannt, vor jedem Stück Einrichtung zurückgezuckt und hat dann sogar versucht an der Trennwand hochzuklettern und wer weiß wohin zu flüchten. Sein ganzes Verhalten hat anfangs eigentlich nur einen Eindruck vermittelt: ICH WILL HIER RAUS!
Mino hingegen ist gleich überall rein und drunter, war aufgeschlossen und neugierig. Ein bisschen aufgeregt war er aber auch.
Nachdem ein bisschen Zeit vergangen war, haben sich beide wieder beruhigt und bewegten sich wieder in einer normalen Geschwindigkeit fort. Mio hat sich dann gleich ans Werk gemacht und jeden Sandkorn markiert während Mino Mios Futtervorrat geplündert hat.
Tag 4
Heute wurde das zweite Mal die Seiten getauscht und es lief anders ab als beim ersten Umsetzen. Die Räder habe ich erstmal weggelassen aber die waren auch etwas uninteressant an diesem Abend.
Mio ist gleich Minos Wege entlanggegangen und hat jedes Sandkorn beschuppert. Er musste sich überall da durchquetschen wo Mini-Mino Problemlos durchgepasst hat, was sich für den etwas....korpulenten Mio als eine schwierige Sache herausgestellt hat. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Es lief alles viel entspannter ab, die beiden haben sich sehr schnell wieder beruhigt und sind ihre eigenen Wege gegangen.
Und einen Vorteil von der Anwesenheit hat sich auch schon herauskristallisiert: Mio frisst endlich Frischfutter! Ist das Futter früher eher verschimmelt als dass er einen Bissen davon genommen hat ist der Napf nun auf einmal leergefuttert. Ebenso bei Mino, der sich vorher immer nur etwas herausgepickt und den Rest liegen gelassen hat.
Mio in Minos Nest:

Mino in Mios Nest:

Tag 6
Wir haben es heute mal gewagt. Eigentlich wollte ich nur wieder Seiten tauschen. Haben wir gemacht und zwei total entspannte Robos gesehen, ja schon fast gelangweilte.
Also haben wir das Gitter komplett entfernt, Laufräder ebenso. Hach, das war zu niedlich und zu spannend. Anfangs haben die das gar nicht richtig registriert. Ich könnte jetzt jeden einzelnen Schritt beschreiben, aber größtenteils lief es so ab: Beide wollten immer wieder unter Mios super tolle Wurzel. Und beide waren seeehr neugierig. Ich weiß nicht, aber mir schien es, dass rein aus Prinzip einer der beiden ganz kurzfristig spontan doch wegrennen musste. Es gab keinen Kampf, kein Gequietsche, nur pure Neugierde. Auch um die Wurzel haben sie sich nicht gezofft. Es war eher... wie ein Tanz. Hin zueinander und wieder weg. Wieder die Nähe suchen und wieder weg und aus sicherer Enfernung erstmal gucken.
Das Gitter haben wir jetzt über Nacht aber nochmal reingesetzt und werden uns einen Zeitpunkt für das entgültige Zusammensetzen suchen, wo wir richtig viel Zeit für die Kleinen haben. Ich hoffe ja, dass das diese Woche noch klappt!
Es war so toll zu sehen wie sie eigentlich beide zueinander wollten, aber im letzten Schritt ihre Angst (?) nicht überwinden konnten. Ich hab dann Trockenfutter ausgestreut und sie saßen seelenruhig da und haben etwas Futter aufgesammelt. Dabei auch nicht so viel und schnell das man meinen könnt jeder wollte jedes Korn für sich alleine.
Nun möchte ich euch auch mal von meinem derzeitigen Projekt erzählen. Mir ist bewusst, dass dem nicht alle positiv gegenüberstehen.
Ich muss jedoch jetzt betonen, dass ich es keineswegs auf die leichte Schulter nehme. Ich habe mich monatelang mit der Gruppenhaltung bei Campbells beschäftigt, mit vielen Züchtern und Haltern unterhalten und auch vor diesem Schritt sehr lange gelesen und gefragt.
Ich bitte daher jeden von euch, nicht einfach loszuziehen, zwei Hamster zu kaufen, die zusammen in ein Gehege zu setzen und zu hoffen dass alles klappt!
So, genug der Belehrungen.
Vor kurzem zog ein kleiner Robomann hier bei mir ein: Mino. Er kommt von einer Züchterin und ist deswegen Gruppenhaltung gewöhnt und weiß, wie man mit Artgenossen umzugehen hat.

Der Kleine saß erstmal seperat um zu schauen, wie er die Trennung und den Umzug verkraftet. Ich habe mich für die Vergesellschaftung für die Trenngittermethode entschieden.
Ich möchte hier so eine Art Tagebuch führen und euch über den Fortschritt auf dem Laufenden halten, wenn ihr denn möchtet. Ich bin selbst sehr gespannt, wie und ob das alles klappt!
Sollte die Vergesellschaftung nicht funktionieren bekommt Mino selbstverständlich sein eigenes Gehege.
Tag 1
Heute haben wir die große Samla aus dem Keller geholt und mein Freund durfte die Abtrennung bauen. Ich hab größtenteils alles mit Sand eingestreut, weil sie ja am Ende auch auf einem großen Sandbereich leben werden. Es ist wenig Platz derzeit, aber das soll ja nicht auf Dauer sein, sie sollen ja schon miteinander konfrontiert sein.
Das Gitter ist doppelt, sodass keiner sein Mäulchen durchstecken und den anderen beißen kann. Bin ja auch keine 24h am Tag zu Hause um da jederzeit einschreiten zu können.
Nachdem die beiden in ihrer Hälfte saßen war erstmal großes Erkunden angesagt. Zwar hatte jeder etwas mit drin, was schon nach ihm roch, aber der Rest war ja trotzdem "frisch".
Und dann...haben sie sich gesehen und sind beide wie vom Blitz getroffen ins Laufrad gerannt und haben Vollgas gegeben. Nachdem der Schock überwunden war spielte Mio den Desinteressierten und kümmerte sich um seine Pinienkerne. Mino, der ja sowieso super neugierig ist, untersuchte jeden Sandkorn und jede Ecke. Und Mio hatte den Kleinen voll im Blick, das war ein herrliches Spiel mit seinen Ohren!

Tag 2
Da die zwei so einen total entspannten Eindruck machten, haben wir sie nun umgesetzt.
Und da gings los, du meine Güte! Mio ist total panisch in seiner neuen Hälfte rumgerannt, vor jedem Stück Einrichtung zurückgezuckt und hat dann sogar versucht an der Trennwand hochzuklettern und wer weiß wohin zu flüchten. Sein ganzes Verhalten hat anfangs eigentlich nur einen Eindruck vermittelt: ICH WILL HIER RAUS!
Mino hingegen ist gleich überall rein und drunter, war aufgeschlossen und neugierig. Ein bisschen aufgeregt war er aber auch.
Nachdem ein bisschen Zeit vergangen war, haben sich beide wieder beruhigt und bewegten sich wieder in einer normalen Geschwindigkeit fort. Mio hat sich dann gleich ans Werk gemacht und jeden Sandkorn markiert während Mino Mios Futtervorrat geplündert hat.
Tag 4
Heute wurde das zweite Mal die Seiten getauscht und es lief anders ab als beim ersten Umsetzen. Die Räder habe ich erstmal weggelassen aber die waren auch etwas uninteressant an diesem Abend.
Mio ist gleich Minos Wege entlanggegangen und hat jedes Sandkorn beschuppert. Er musste sich überall da durchquetschen wo Mini-Mino Problemlos durchgepasst hat, was sich für den etwas....korpulenten Mio als eine schwierige Sache herausgestellt hat. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
Es lief alles viel entspannter ab, die beiden haben sich sehr schnell wieder beruhigt und sind ihre eigenen Wege gegangen.
Und einen Vorteil von der Anwesenheit hat sich auch schon herauskristallisiert: Mio frisst endlich Frischfutter! Ist das Futter früher eher verschimmelt als dass er einen Bissen davon genommen hat ist der Napf nun auf einmal leergefuttert. Ebenso bei Mino, der sich vorher immer nur etwas herausgepickt und den Rest liegen gelassen hat.
Mio in Minos Nest:

Mino in Mios Nest:

Tag 6
Wir haben es heute mal gewagt. Eigentlich wollte ich nur wieder Seiten tauschen. Haben wir gemacht und zwei total entspannte Robos gesehen, ja schon fast gelangweilte.
Also haben wir das Gitter komplett entfernt, Laufräder ebenso. Hach, das war zu niedlich und zu spannend. Anfangs haben die das gar nicht richtig registriert. Ich könnte jetzt jeden einzelnen Schritt beschreiben, aber größtenteils lief es so ab: Beide wollten immer wieder unter Mios super tolle Wurzel. Und beide waren seeehr neugierig. Ich weiß nicht, aber mir schien es, dass rein aus Prinzip einer der beiden ganz kurzfristig spontan doch wegrennen musste. Es gab keinen Kampf, kein Gequietsche, nur pure Neugierde. Auch um die Wurzel haben sie sich nicht gezofft. Es war eher... wie ein Tanz. Hin zueinander und wieder weg. Wieder die Nähe suchen und wieder weg und aus sicherer Enfernung erstmal gucken.
Das Gitter haben wir jetzt über Nacht aber nochmal reingesetzt und werden uns einen Zeitpunkt für das entgültige Zusammensetzen suchen, wo wir richtig viel Zeit für die Kleinen haben. Ich hoffe ja, dass das diese Woche noch klappt!
Es war so toll zu sehen wie sie eigentlich beide zueinander wollten, aber im letzten Schritt ihre Angst (?) nicht überwinden konnten. Ich hab dann Trockenfutter ausgestreut und sie saßen seelenruhig da und haben etwas Futter aufgesammelt. Dabei auch nicht so viel und schnell das man meinen könnt jeder wollte jedes Korn für sich alleine.








