Nierenproblem

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bonnie1963

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Hallo, ich bin neu hier und bin ganz verzweifelt, da meine 15-jährige Hündin anscheinend ein beginnendes Nierenproblem haben soll.
Alles begann damit, dass sich bei einer Blutuntersuchung herausstellte, dass ihre Leucozyten-, Erytrozyten-, Hämoglobin-, sowie T4-Werte zu niedrig sind. Nach einem Ultraschall musste ihr die stark vergrößerte Milz (Gewicht ca. 2 kg) entfernt werden. Sie hat sich von der schweren Operation super erholt.
Dann war ich mit ihr wieder beim Tierarzt zur Nachkontrolle ihres Blutbildes.
Ihr rot-weisses Blutbild sowie der Hämoglobin-Wert sind wieder im Normalbereich, jedoch erklärte mir meine TÄin, dass meine Hündin ein beginnendes Nierenproblem hätte, da die Werte: Harnstoff 55, Kreatinin 1,7 und Phosphat 2,9. Ihr Vorschlag lautet, meiner Hündin Phosphat-Binder, protein- und phosphatarmes Nierendiätfutter, sowie zweimal wöchentlich eine Infusion subcutan zu verabreichen. Zusätzlich könne man noch ein homöopathisches Mittel geben.
Mein Hund bekommt seit ca. anfang des Jahres Rohfutter. Meine TÄin ist der Meinung, dass eine ausschließliche Fütterung mit Rohfutter jetzt nicht mehr ausreichen würde.

Durch recherchieren im Internet fand ich heraus, dass die Nierenwerte bei gebarften Hunden verändert sein können. Da mich dies verunsichert hat und ich meiner Hündin die zweimal wöchentliche Infusion nicht zumuten will, habe ich eine zweite Meinung einer anderen TÄin eingeholt. Diese hat mir zu folgendem geraten:
Ernährung: 50 % Fleisch plus 50% Buchweizen,Quinoa,Amaranth,Hirse oder Gemüse. KEIN Getreide. Innereien etwa ein Drittel der Fleischportion.
Dazu Öl, Lachsöl, Nachtkerzenöl oder Schwarzkümmelöl (einige Tropfen auf jedes Fressen).
Keine Milchprodukte!
1. Darmsanierung (Brottrunk) tgl.einen Eßlöffel vor dem Fressen
2. Vitalpilze Cordiceps tgl.eine Kapsel
3. Citrokehlampullen 2mal pro Woche subcutan spritzen
4. Sankombi Tropfen tgl.einen Tropfen auf die Innenseite des Ohres einreiben

Da ich zu beiden Behandlungsmethoden nur sehr wenig, bis gar keine Informationen gefunden habe, hoffe ich sehr, dass hier jemand bereits Erfahrung in diesem Bereich hat. Ich bin ziemlich ratlos was jetzt das Beste für meine Hündin ist. Für jegliche Informationen bin ich sehr dankbar.

Lg bonnie1963
 
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  • Nierenproblem Beitrag #2
Hallo und Willkommen hier :D.

Ihr zwei habt ja schon eine ganze Menge hinter euch...
Kurz zu den Werten: Die Werte sind leicht erhöht, das stimmt. Die Frage ist, was die Ursache ist.
Wie lange ist die OP denn her? Wurde dein Hund anschließend infundiert oder wurden die Nieren anderweitig prophylaktisch gespült/behandelt?
Bei älteren Hunden macht man dies meist nach einer OP, da die Narkose auf die Nieren schlagen kann.
Eine andere Möglichkeit wäre eben das Alter, was bedeutet dass die Werte langsam schlechter werden.
Durch Barf können die Nierenwerte steigen, es gibt Studien, die das belegen. Meist ist ein zu hoher Anteil Innereien daran Schuld. Magst du vielleicht mal deinen jetzigen Barfplan hier rein kopieren?
Gibt es Vergleichswerte von früheren Blutuntersuchungen?

So, jetzt zu den möglichen Behandlungen:
Den Vorschlag deiner ersten TÄ finde ich eigentlich gut, es ist eben die normale Behandlung bei Nierenproblemen.
Das spezielle Futter schlägt durchaus an, das muss man einfach sagen.
Auch die Mittelchen, die es dafür gibt (Renes Viscum usw.) helfen - das kann ich aus Erfahrung sagen - wirklich gut.
Den Phosphatbinder halte ich für nötig, da besonders der Phosphatwert erhöht ist.
Die Infusionen müsste man theoretisch nicht dauerhaft geben. Meist reicht es schon, dies eine kurze Zeit zu machen, um alles zu spülen und die Werte zu normalisieren, bis die Nierendiät anschlägt.
Die Infusionen kann man auch selbst zu Hause legen. Ich habe das auch gemacht und es ist eigentlich nicht sonderlich schwierig. Das erspart dem Hund den ständigen Gang zum TA.

Man kann natürlich auch den Barfplan entsprechend anpassen.
Allerdings würde ich hier unterscheiden: Die Medikamente, die die erste TÄ empfohlen hat, kann ich durch eine Umstellung des Futters alleine nicht ersetzen.
Ich würde eher dazu raten, die Medis auf jeden Fall zu geben und dann zu überlegen, ob du eine fertige Nierendiät nimmst oder mittels Rohfütterung selbst eine erstellst.
Ich muss aber gleich sagen, dass ich es sehr schwer finde, durch Rohfütterung eine wirksame Diät und gleichzeitig eine ausgewogene Mahlzeit zusammen zu stellen.
Wenn du das wirklich machen möchtest, würde ich vorher mit einem auf Ernährung spezialisierten TA/Wissenschaftler sprechen, der dir einen genauen Plan erstellt.
Dann müsste man über regelmäßige Kontrollen sicher stellen, dass die Diät auch anschlägt.

Ich persönlich würde den sicheren Weg wählen und die fertige Diät in Anspruch nehmen. Natürlich ist das Futter von der Zusammensetzung her für einen gesunden Hund nicht gerade toll, aber bei einer Nierenerkrankung wirkt es, das muss man einfach so sagen.
Beim Hund meiner Mutter wurde mit etwa zwei Jahren eine Nierenerkrankung festgestellt und er wird jetzt 11 Jahre alt. Deshalb vertraue ich auf diese Diäten und würde mich nicht selbst an so eine wagen. Die Angst, etwas falsch zu machen und die Situation zu verschlimmern wäre bei mir einfach zu groß, zumal es eben das wirksame Futter vom TA gibt.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr noch viel Zeit miteinander verbringen könnt.
Liebe Grüße und viel Glück!
 
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