Hallo!
Jessica, das meint eher, einen erwachsenen Kastraten mit Weibchen, wo dann etwa durch einen "Unfall" ein Babyböckchen in der Gruppe auf die Welt kommt, der dann aber auch frühkastriert werden muss, und sein ganzes Leben in dieser Gruppe bleibt.
Auch da gibt es keine Garantien, oft geht es etwa ein halbes Jahr oder Jahr ganz wunderbar, und dann entdeckt der Jungbock doch mal dass er auch Chancen bei den Damen hat, und es kommt zu zunehmenden Schwierigkeiten.
Von dem, was ich so gehört habe klappt es in etwa der Hälfte der Fälle längerfristig. Aber in den allermeisten Fällen zerbricht die Gruppe spätestens, wenn der alte Kastrat dann wirklich alt und kränklich wird, dann übernimmt der Junge die Gruppe, und man sollte dem Senior zuliebe trennen und den mit 1-2 ruhigen Damen extra halten, damit er nicht auch noch durch eine Konkurrenzsituation gestresst wird.
Gruppen mit mehreren Böcken klappen sonst vor allem dann, wenn es viele Tiere sind - ideal mehr als 5 Böcke mit zwei bis vier mal so vielen Weibchen, da bildet sich eine ganz andere Dynamik heraus, und es klappt wirklich überraschend gut. die Böcke scheinen da zu verstehen, dass sie bei einem Konkurrenten ganz gute chancen haben den zu vertreiben und die Weibchen ganz zu übernehmen, bei vier anderen Böcken aber die Aussichten mit ALLEN fertig zu werden einfach zu gering sind - also suchen sie sich ihre persönlichen Weibchen und leben dann relativ friedlich nebeneinander, teilweise sind es sogar gut abgegrenzte Untergruppen von denen jede so ihre persönliche Ecke bewohnt und es nur wenige Tiere gibt, die zwischen den gruppen wechseln.