Arbeite nach Ausbildungsskala.
Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung, Versammlung. Alles zusammen ergibt die Durchlässigkeit.
Takt, Losgelassenheit, Anlehnung = Gewöhnungsphase
Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung = Entwicklung der Schubkraft
Geraderichtung, Versammlung = Entwicklung der Tragkraft
Wenn also Takt, Losgelassenheit und Anlehnung stimmen, solltest du an der Beizäumung arbeiten. Wer vor der Anlehnung an der Beizäumung arbeitet, erhält häufig ein Pferd, das hinten blockiert ist.
Genauso wichtig ist die richtige Schenkellage des Reiters. Wenn das Pferd losgelassen ist und der Reiterschenkel richtig treibt, aktiviert man automatisch (per Muskelreflex) die HH. Sollte das nicht genügen, kann man Übungen dafür mit einflechten (aber erst wenn der Sitz stimmt).
Hierzu gehören u.A. Schultervor (nicht Schulterherein), Reiten in Außenstellung auf gebogenen Linien (bringt zusätzlich die innere Schulter hoch) und durch Treiben gut gerittene Übergänge innerhalb einer Gangart (Zulegen und Abfangen). Auch Longieren mit Körperband oder Doppellonge sind hilfreich.
Diese Übungen bringen jedoch kaum etwas, wenn man sie nicht korrekt reitet, daher kommst du vermutlich um einen Trainer nicht herum.
Empfehlen kann ich auch theoretische Kurse in Reitlehre (hier lernst du die verschiedenen Übungen der Ausbildungsskala und den Phasen der Reiteinheit zuzuordnen und Korrekturübungen) und funktioneller Anatomie (hier lernst du welche Muskeln, Sehnen und Bänder im Pferdekörper zusammenspielen -ein Aktivitätsproblem der HH kann auch ein Grundproblem im Genick oder Maul sein- und wie man es erkennt und behebt).