- Trauerarbeit Beitrag #1
Mara&Anoushka
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Hi,
ich musste heute Morgen Mara einschläfern lassen. Sie sah die letzten zwei Wochen schon etwas struppig aus, da sie aber dann auch wieder normal aussah und sich ansonsten auch wie immer verhielt, dachte ich eher an eine erneute Rauferei im Vorfeld, die ich nur nicht mitbekommen habe. Gestern Abend kam ich vom Spätdienst nach Hause und wunderte mich doch ziemlich über ihr Verhalten. Sie saß im Käfig, sah mich beinahe hilfesuchend an (soweit ich das deuten konnte), kniff die Augen leicht zusammen, pumpte ungelogen wie ein Maikäfer und sah so aus, als hätte sie nicht nur Probleme Luft zu bekommen, sondern auch starke Schmerzen.
Nach einem nächtlichen Telefonat mit der Tierklinik meines Vertrauens (ich war da vorher schon mit so ziemlich jedem Haustier, das gekrankt hat), einigte ich mich mit dem Tierarzt (der am Telefon natürlich vorsichtig mit einer Diagnose blieb) darauf, dass es sie wohl sicher krank wäre, aber es wohl auch nicht so akut lebensbedrohlich sei, dass ich mitten in der Nacht 25 km zu ihm fahre. Ich solle einfach morgens gleich kommen, wenn sie mit dem OP-Programm und dergleichen anfangen (also, wenn sie auch schön alle außerhalb der Sprechstunde da sind).
Eine Kollegin untersuchte Mara, stellte fest, dass sie schlecht Luft bekommt und schwankte zwischen Lungenentzündung und Tumor. Abtasten war schwer möglich, da Mara nicht still halten wollte (tat vermutlich weh). Nach einem kurzen Gespräch war schnell klar: Mara leidet und so wie es ihr geht, ist es unwahrscheinlich, dass sie die nächsten Tage überlebt. Also habe ich sie einschläfern lassen.
Die Tierärztin wollte es dann natürlich trotzdem genau wissen und nach dem Einschläfern wurde noch einmal abgetastet. Die Entscheidung war richtig. Ein etwa walnussgroßer Tumor (vermutlich vom Darm her) drückte gegen die Lunge. Wie lange Mara ihn schon hatte ist ungewiss, aber er war gut zu tasten (auch für mich "Laien").
Anoushka, welche ich mitgenommen hatte, weil ich ja noch davon ausging, Mara wieder mitzunehmen (und ich wusste nicht, wie sie reagiert, wenn Mara nach Tierarzt stinkt), sitzt jetzt natürlich verwirrt im Käfig und sucht ihre Schwester. Mara habe ich mit "Ach und Krach" im Garte meiner Eltern beerdigen können.
Aktuell weiß ich noch nicht so recht, ob ich Anoushka zwei neue Mädels dazu holen soll, aber ich denke, ich hab noch ein wenig Zeit, mir das zu überlegen. Immerhin steht dann eine Vergesellschaftung an und für die brauche ich mehr Zeit (also werde ich das frühestens in meinem Urlaub im April angehen können).
Natürlich bin ich im Augenblick einfach nur traurig, weil Mara gerade einmal knapp ein Jahr alt wurde und ich jetzt nur noch ihr Schwester habe.
Ich weiß nicht, wie lange Ratten in der Regel so trauern. Wenn jemand Erfahrungswerte hat, wäre ich dankbar für eine kurze Info.
lG
N.
ich musste heute Morgen Mara einschläfern lassen. Sie sah die letzten zwei Wochen schon etwas struppig aus, da sie aber dann auch wieder normal aussah und sich ansonsten auch wie immer verhielt, dachte ich eher an eine erneute Rauferei im Vorfeld, die ich nur nicht mitbekommen habe. Gestern Abend kam ich vom Spätdienst nach Hause und wunderte mich doch ziemlich über ihr Verhalten. Sie saß im Käfig, sah mich beinahe hilfesuchend an (soweit ich das deuten konnte), kniff die Augen leicht zusammen, pumpte ungelogen wie ein Maikäfer und sah so aus, als hätte sie nicht nur Probleme Luft zu bekommen, sondern auch starke Schmerzen.
Nach einem nächtlichen Telefonat mit der Tierklinik meines Vertrauens (ich war da vorher schon mit so ziemlich jedem Haustier, das gekrankt hat), einigte ich mich mit dem Tierarzt (der am Telefon natürlich vorsichtig mit einer Diagnose blieb) darauf, dass es sie wohl sicher krank wäre, aber es wohl auch nicht so akut lebensbedrohlich sei, dass ich mitten in der Nacht 25 km zu ihm fahre. Ich solle einfach morgens gleich kommen, wenn sie mit dem OP-Programm und dergleichen anfangen (also, wenn sie auch schön alle außerhalb der Sprechstunde da sind).
Eine Kollegin untersuchte Mara, stellte fest, dass sie schlecht Luft bekommt und schwankte zwischen Lungenentzündung und Tumor. Abtasten war schwer möglich, da Mara nicht still halten wollte (tat vermutlich weh). Nach einem kurzen Gespräch war schnell klar: Mara leidet und so wie es ihr geht, ist es unwahrscheinlich, dass sie die nächsten Tage überlebt. Also habe ich sie einschläfern lassen.
Die Tierärztin wollte es dann natürlich trotzdem genau wissen und nach dem Einschläfern wurde noch einmal abgetastet. Die Entscheidung war richtig. Ein etwa walnussgroßer Tumor (vermutlich vom Darm her) drückte gegen die Lunge. Wie lange Mara ihn schon hatte ist ungewiss, aber er war gut zu tasten (auch für mich "Laien").
Anoushka, welche ich mitgenommen hatte, weil ich ja noch davon ausging, Mara wieder mitzunehmen (und ich wusste nicht, wie sie reagiert, wenn Mara nach Tierarzt stinkt), sitzt jetzt natürlich verwirrt im Käfig und sucht ihre Schwester. Mara habe ich mit "Ach und Krach" im Garte meiner Eltern beerdigen können.
Aktuell weiß ich noch nicht so recht, ob ich Anoushka zwei neue Mädels dazu holen soll, aber ich denke, ich hab noch ein wenig Zeit, mir das zu überlegen. Immerhin steht dann eine Vergesellschaftung an und für die brauche ich mehr Zeit (also werde ich das frühestens in meinem Urlaub im April angehen können).
Natürlich bin ich im Augenblick einfach nur traurig, weil Mara gerade einmal knapp ein Jahr alt wurde und ich jetzt nur noch ihr Schwester habe.
Ich weiß nicht, wie lange Ratten in der Regel so trauern. Wenn jemand Erfahrungswerte hat, wäre ich dankbar für eine kurze Info.
lG
N.