Gut, dass ich das jetzt erst lese, wo schon so viele was dazu gesagt haben.... das durchzulesen hat ein wenig Zeit gebraucht und mich schon wieder ein bisschen runterkommen lassen - sonst wäre ich glatt explodiert....
Aber der Reihe nach:
@danie: Es ist schon ein Unterschied, ob man jemanden gleich als Troll verdächtigt (und somit seine Aussagen Lügen straft), oder ob man sein Entsetzen über die Geschehnisse äußert...
Ich halte die Geschichte nämlich durchaus für glaubwürdig, sowas liest und hört man leider immer wieder, es passiert tatsächlich.
Was mich aber ebenso wie alle anderen hier massiv stört, ist dass die Schuld für das Verhalten der Katze jetzt bei dem armen Tier gesucht wird und nicht bei sich selber...
Wie schon gesagt wurde - wenn Böller auf mich geworfen werden und ich dadurch nur mühsam heilende und schmerzhafte Brandwunden habe, werde ich wohl den Teufel tun, und wieder zu den Menschen gekrochen kommen, die mir das angetan haben..... Und dieses durchaus absolut verständliche Verhalten der Katze "stört echt"..... Das stört mich echt! Und es macht mich sowas von wütend.....
Wenn sie Freigängerin ist, würde ich ihr raten, sich schnellstmöglich ein anderes, LIEBEVOLLES Zuhause zu suchen, wo sie nicht stört und v. a. nicht so misshandelt wird...
Wenn sie das nicht kann (und meinen Rat wird sie hier wohl auch kaum lesen

), würde ich den Katzenhaltern dringendst raten, entweder schleunigst einzusehen, dass es gewiss nicht die Schuld der Katze ist, dass sie sich jetzt so benimmt, wie sie sich benimmt, und ich würde allerschleunigst zu gaaaaaanz viel Geduld und Liebe raten.... und andernfalls wirklich ein neues Zuhause für die Katze suchen....
Wir haben hier als Beispiel zwei Fundkatzen aus dem TH - Dinah und Poldi - die beiden galten aufgrund ihres Alters und ihrer Verhaltensgestörtheit quasi als unvermittelbar.
Beide haben die erste Woche nur in irgendwelchen Verstecken gewohnt, sind dann aber allmählich aufgetaut.
Die Dinah ließ sich aber gar nicht anfassen. Irgendwann erst vorsichtig am Köpfchen, aber sobald man weiter ging, wurde man gekratzt und gebissen. Es hat ungefähr ein halbes Jahr gedauert, bis man die Katze auch am gesamten Rücken streicheln durfte, ohne dass man mit einer Beiß- oder Kratzattacke rechnen musste. Wer weiß also, wie diese Katze vorher angefasst wurde.... Hochnehmen darf man sie immer noch nicht, dann wird sie zur Furie... und die TÄ macht auch einen großen Bogen um sie....
Dann der Pold... Der hatte eine dermaßene Angst vor Füßen, dass er schon panisch weggesprungen ist, wenn man auch in größerer Entfernung an ihm vorbeiging... kam man aus Versehen mal etwas näher, hat er fast die Krise bekommen und sich erstmal ´ne Weile nicht mehr hervorgetraut.... Wir nehmen stark an, dass er in seiner Vergangenheit des öfteren getreten wurde....
Bei ihm hat es fast ein Jahr gebraucht, bis wir ganz problemlos an ihm vorbeigehen konnten - inzwischen dürfen wir sogar über ihn drübersteigen, er bleibt sitzen, weil er weiß, dass ihm nichts passiert...
So - das sind zwei Beispiele, die Misshandlungen durch ANDERE Menschen erlebt haben - nicht durch uns. Und trotzdem hat es so lange gedauert, bis sie zu uns Vertrauen gefasst haben.
Wie lange mag es dauern, bis eine Katze, die von den "EIGENEN Leuten" so misshandelt wurde, wieder Vertrauen fasst? Falls sie es überhaupt jemals wieder tut.... Spätestens am nächsten Silvester werdet Ihr wieder eine völlig panische Katze da sitzen haben, selbst wenn sie nicht mehr mit Böllern beworfen wird.....
*seufz*
seven