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kleine-Tara

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Hallo,

unser kleines geliebtes Monster ist jetzt fast 2 Jahre alt. Wir haben sie vor jetzt einem Jahr aus dem Tierheim geholt. Sie wurde in Serbien auf der Straße geboren und dort von einem befreundeten Tierheim aufgenommen und nach Deutschland gebracht. in diesem Tierheim lebte sie gut 6Monate. Was sie in Serbien erlebt hat können wir natürlich nicht nachvollziehen.

Unser Problem ist jetzt, dass wir zwar schon gleich zu Beginn mit ihr in einer Hundeschle waren, diese aber von dem Tierheim war, wo wir sie herhaben. Dementsprechend hat sie natürlich eher nicht auf uns, sondern auf den Pfleger gehört. Da lief sie super bei Fuß und so. Bei uns geht gar nichts.
Wir haben jeden Tag bei jedem spaziergang geübt, doch macht sie alles, nur nicht das, was wir wollen -.-

Tara ist (so wie sie aussieht) eine serbische Bracke. In wie fern sie reinrassig ist als Straßenhund kann man ohne Gentest nicht sagen, aber wenn man sich Fotos im Netz ansieht, dann würde ich ihr das fast schon bescheinigen^^
Sie ist unser kleiner Sonnenschein, auch wenn sie uns manchesmal so richtig auf den Geist geht.
Wir sind schon froh, dass sie jetzt endlich wieder in ihrem Hundekörbchen schläft und sich nicht mehr nachts heimlich ins Bett kuschelt. Tara ist eine kleine Frostbeule und total kuschelbedürftig. Sie hängt total an uns und hat tierische Verlustängste. Wenn wir aus dem Haus gehen und sie merkt, dass sie nicht mit darf, dann geht sie meist auf ihren Platz und legt sich schlafen. Wenn wir sie aber aussperren (also noch in der Wohnung sind, sie aber nicht zu uns darf) ist das die Hölle für sie. Sie jault dann rum, läuft auf und ab und gibt keine Ruhe, bis sie wieder zu uns darf. Einerseits ist das ja toll, weil wir dann merken, dass sie wirklich an uns hängt, aber manchmal geht es eben nicht anders (Wenn die Nichte mal zu Besuch da ist und auf dem Boden krabbelt).
Auch hat sie sich etwas "ausgedacht" um uns so richtig auf den Geist zu gehen. Sie quietscht und quengelt rum. Es ist egal, ob wir grad von einem großen Spaziergang heim kommen, oder ob wir den Tag noch nicht draussen waren. WIr haben einen kleinen Hinterhof, da spielen wir oft mit ihr um sie mal n bissl auszupowern, aber auch dann ist sie oft am quengeln. Ich ignoriere sie dann meistens, nur hilft das nicht. Sie quengelt einfach weiter. Mein Mann ist da eher der "Brüller". Er ermahnt sie mehr oder weniger lautstark, was sie natürlich mal so gar nicht stört. Ein guter Tipp von jemandem wäre echt super, denn wir wissen langsam nicht mehr weiter.
Sie liebt auch diese Taue. Also sie liebt es die Dinger zu zerfetzen -.- Am liebsten zerkaut sie die DInger AUF UNS! Sie legt die Dinger auf unsere Beine oder auf die Schulter und zerkaut die dann. Wenn man dann aber mit ihr spielen will, ist sie nicht interessiert. Sie will zerfetzen... Zerrspiele machen wir mit ihr gar nicht. Wenn sie nicht losläßt, dann lassen wir los.

Haben uns hier und da mal Cesar Millan, Martin Rütter und wie sie alle so heissen mal angesehen und ein paar DInge probiert. Das einzige, was mehr oder weniger funktioniert ist das Autoritäre vor den Hund stellen bis er das tut, was wir wollen (ruhig werden oder Platz machen) (Cesar Millan). Diverse Tipps von Rütter oder auch von Millan klappen gar net.

Noch so ein THema bei uns: Da sie an der Leine schon nicht (bzw selten) auf uns hört, ist das mit dem losmachen so ne sache. Ein Jagdhund muss laufen. Wir haben zwar ne 10m Schleppleine, aber die hat sie schon mal angeknabbert und wirklich laufen kann sie damit auch nicht. Mein Mann ist da eher der ängstliche. Er hat immer Angst, dass sie wegläuft und nicht wiederkommt. Da wir sie in Gegenden laufen lassen, wo nichts ist (also keine große Straße oder so) bin ich da her Pragmat. DIe kommt schon wieder wenn sie merkt, das wir weit weg sind. Bisher war das auch immer so, wenn ICH sie dann mal abgemacht habe. Er ist auch der, der hinter ihr herläuft, wenn sie nicht gleich beim ersten Rufen herkommt. Ich bleibe einfach stehen. Denke, dass sie sich dann denkt "och der kommt ja hinterher, also warum soll ich denn stehenbleiben oder zu dem laufen???" Ich sag mir da, dass sie schon kommt. Spätestens wenn sie hunger bekommt. Dann warte ich eben, aber ich renne sicher nicht hinter ihr her. Da hat sie die bessere Ausdauer^^


Fazit: Viele Probleme, wenig lösungsansätze die Funzen. Wir brauchen also gute Tipps zu den Themen:
- wie bekomm ich Tara dazu bei Fuß zu gehen (leckerchen interessieren sie nicht)
- wie gewöhne ich ihr das quengeln ab (wenn sie raus muss quengelt sie auch, aber anders.)
- wie gewöhne ich ihr das "auf uns Dinge zerkeuen" ab
- wo finde ich eine gute Hundeschule (wollen nochmal zu einer anderen. Suchen also eine in Fürth, Erlangen, Nürnberg)
- was haltet ihr von Cesar Millan, Martin Rütter und co und derren Methoden? Bzw was ist davon wirklich umsetzbar
- wie trainiere ich sie darauf, dass sie wieder zu uns kommt, wenn wir sie von der Leine machen. (Pfeife interessiert sie nicht.)

Wäre echt dankbar für gute Tipps.
 
  • Fragen über Fragen... Beitrag #2
Wollt ihr, dass sie wirklich nur "bei Fuß" geht, oder soll sie einfach nur ordentlich an der Leine gehen?
Was hat euch denn die vorherige Hundeschule gezeigt? Klingt ja eher so, als hätte der Pfleger mit ihr trainiert? :eusa_think:

Quengeln
Also ich würde auch mal das "in der Wohnung getrennt" sein üben. Das heißt nämlich auch nicht zwingend, dass sie an euch hängt, sondern kann auch einfach ein Kontrollzwang sein.
Also in der Wohnung immer den Raum wechseln. Immer, wenn sie sich gerade hinlegt, wieder aufstehen und Raum wechseln. Bis es ihr zu dumm wird. Das kann etwas dauern, Ausdauer lohnt sich aber.
Auch mal rausgehen, Tür zu, Tür wieder auf und reingehen. Also wirklich im kleinsten Sekundenbereich, so dass sie erstmal keine Chance hat zu quengeln. Dann langsam ausdehnen.

Kann sie das "Nein" oder "Aus"-Kommando? Dann damit einfach unterbinden. Ignorieren sehen viele Hunde doch eher als "stille Akzeptanz"...

"auf euch Dinge zerkauen"
Mein Hund liebt es auch, seine Kuscheltiere zu zerfetzen wenn ich daneben sitze. Scheint so ein zusammenhalts-Ding zu sein oder so :)
Wenn ihr das aber nicht mögt, warum lasst ihr das zu? Immer wieder runter. Auch da. Ihr müsst einfach mehr Ausdauer als der Hund beweisen.

Hundeschule
Meiner Meinung nach ist eine gute Hundeschule die, die gewaltfrei arbeitet. Dazu zählt auch unterwerfen. Meine Trainerin bekommt alles von meinem Hund, ohne ihn überhaupt anzufassen.
Außerdem können sie deinen Hund recht schnell korrekt einschätzen und geben auf euch passende Übungen. Wenn euch etwas unklar ist könnt ihr immer nachfragen und es wird euch logisch erklärt. Außerdem werdet hauptsächlich ihr korrigiert :)


Milan, Rütter etc...
haben alle ihre Daseinsberechtigung. Die persönliche Sicht geht da aber auseinander, einfach mal die Forumssuche benutzen. Im Endeffekt muss jeder für sich und seinen Hund rausfinden, welche Methode auf euch passt und womit ihr euch wohlfühlt. Der Hund natürlich auch.
Grundsätzlich vertraue ich da lieber meinem Menschenverstand als einem Trainer alles, weswegen ich mir lieber von allem das -für uns Beste- rauspicke.
Ist aber wie gesagt auch Hundeabhängig.

Rückruftraining
Das ist wohl das Schwierigste und dein Mann liegt da mit der Schleppleine richtig. Eine Anleitung für´s Schleppleinentraining findest du hier im Forum im Thread "Schleppleinentraining". Wenn du dann noch spezielle Fragen dazu hast, kannst du die gerne dort stellen.
Ansonsten immer viele Bindungsstärkende Übungen machen, spielen, Futterdummy etc... ihr müsst einfach interessanter sein als der Rest der WElt. Und dann einfach Rückruf trainieren...
 
  • Fragen über Fragen... Beitrag #3
Wir wollen sowohl das ordentlich an der Leine gehen, als auch bei Fuß. Im besten Falle dann iwann ohne Leine bei uns bleiben, wenn wir das wollen. Aber ich glaub das dauert noch etwas....

Das mit der Kontrolle könnte hinkommen. Die folgt uns auf Schritt und tritt. Wenn wir zum Klo gehen oder aus dem Büro was holen, ect. Wenn sie richtig tief und fest schläft, dann bleibt sie, aber sonst springt sie sofort auf.
Das mit dem Aufstehen und der Tür probier ich mal aus. Die Bewegung tut uns dann sicher auch noch zusätzlich gut^^

"Nein" und "Aus" kennt sie. Nur isses ihr oft ziemlich egal :( Beim SPielen wenn sie den Dummy wieder bringt oder das Tau, dann will sie gerne das beliebte Zerrspiel mit uns spielen. Das spielen wir unr nicht mit uns. Wenn wir dann "Aus" sagen, dann läßt sie meist nicht los. Auch innen, wenn wir mit ihr spielen, oder sie etwas nicht machen soll, ignoriert sie das recht häufig. Ein beherztes in die Hände klatschen, oder wenn wir dann aufstehen, dann weiß sie, dass wir es ernst meinen und dann hört sie auf, geht auf ihren Platz oder tut eben das, was wir wollen, aber meist müssen wir recht forsch werden.

"nein" sagen wenn sie Dinge auf uns zerkaut oder es weglegen/werfen bringt gar nichts. sie kommt dann wieder und sieht das eher als spiel. Wir versuchen das schon immer zu unterbinden indem wir die Sache wegnehmen, aber sie hüpft dann fröhlich weiter rum...

Loben is auch so ne Sache bei ihr. Sobald wir "Fein" sagen, ist das für sie wie eine aufforderung, dass sie etwas nicht mehr machen muss. Egal ob es bei Fuß gehen ist, oder Sitz/Platz, komm....Sobald das Wort "Fein" fällt, steht sie auf, oder stürmt wieder fort...

Wie finde ich so eine Hundeschule denn? Den sieht man von aussen ja leider nicht an, wie die arbeiten. In der ersten wo wir waren, da kannte sie den Pfleger eben. Der hat die HUndeschule gemacht. Wenn er uns gezeigt hat, wie wir z.B. die Leine halten sollen beim bei Fuß gehen, dann ging das. Haben wir die Leine dann genommen, dann ging gar nichts mehr. Schnuppern und ziehen war toller
:?
Manchmal läuft sie annehmbar. Also zieht nicht viel und so. Und dann gibt es Tage, da ist Gassigehen echt anstrengend.

Das die Fehler wir machen und nicht der Hund ist mir klar. Wir müssen dem Hund ja sagen/zeigen, was wir wollen. Frage ist halt: Wie tun wir das?

Von der Schleppleine bin ich nicht so begeistert. Da sie recht wild und verspielt ist, wickelt sich die Leide gerne mal um die Beine oder den Körper. Wenn sie dann wieder richtig Gas gibt...Naja, hab da immer muffe, dass sie sich da mal die Beine bricht. Da lass ich sie lieber ohne laufen. Mal abgesehen davon, wenn die ihre drolligen 5 Minuten hat und dann richtig anlauf nimmt, da musst aufpassen, dass es dir nicht die Schulter ausrenkt. Das tut manchmal echt weh.
Wenn wir sie losmachen, dann hab ich generell n Tau dabei oder n Ball, ne Bockwurst oder Hundeschoki. Da fährt sie total drauf ab. Wenn ich dann tatsächlich für ne Sekunde ihre Aufmerksamkeit bekomme, dann kommt sie auch wieder angeschossen. Ist da aber auch nur ein anderer Hund, dann ist alles angeschrieben...Kann das evtl daran liegen, dass sie ein Leben im Rudel eigentlich gar nicht kennt? Im Tierheim war sie immer alleine in nem "Abteil".

Radfahren tut sie übrigens echt gut. Sie ist zwar in diesem Fall ein recht fauler Hund und tut schnell so als wenn sie gaaanz kaputt ist. Läßt man sie dann aber laufen und spielt, dann ist alles super und sie ist fit. Fühlen uns da manchmal echt auf den Arm genommen von ihr. Haben für längere Touren jetzt auch einen Anhänger gekauft. Den findet sie allerdings total doof.:(
 
  • Fragen über Fragen... Beitrag #4
Dann heißt es, Nein festigen.
Dazu einfach ein Leckerlie auf den Boden legen, anfangs sichern. Sie darf es nicht kriegen! Nie! Und nein sagen. Lässt sie es in Ruhe, bekommt sie ein anderes Leckerlie.
Später kann man das dann mal werfen und so, wenn man sicher ist dass der Hund hört :D
Es sollte schon klar sein, dass ihr es immer ernst meint. Ich denke, da fehlt hier dann die Konsequenz ;)

Spiel ist schön und gut, aber lasst euch doch nicht so benutzen :D Immer ruhig bleiben! Wenn sie ankommt, mit dem Spielzeug auf euch krabbeln will, einfach das Spielzeug nehmen, auf den Boden legen, Hund dazu bringen runter zu gehen (Ruhe ist hier ganz wichtig!) und wie vorher weiter machen. Dazu braucht es gar nicht viele Worte.

Tja, ihr scheint dem Hund gelernt zu haben, das Fein das Auflösekommando ist :D
Also auch hier wieder: Konsequenz. Wenn sie das Kommando auflöst obwohl ihr das nicht wollt, müsst ihr sie zurückholen, wieder in die Position und dann das Kommando korrekt auflösen. Nicht mit Fein :)

Naja, so eine Hundeschule findet man durch Suchen. Anrufen, fragen wie das läuft, nach welcher Methode sie arbeiten, was ihre Philosophie ist und ob du mal zuschauen kommen kannst. Wenn dir das gefällt, evtl mal ne Schnupperstunde mit Hund.


Glaub mir, mein Hund ist auch wahnsinnig verspielt und spielt wild. Aber sie gewöhnen sich recht schnell an die Schleppleine. Zuerst hilft ja das Geschirr, dass die Leine nicht nur zwischen den Beinen hängt. Am Anfang bin ich auch immer gerannt wenn mein Hund sich mal drin verheddert hatte. Bis es ihm mal zu lange gedauert hat und er einfach selbst raus gehüpft ist.
Und mit 2 Jahren und einem so gefestigten Verhalten fällt mir auch wirklich nichts anderes ein.
Das mit dem Schulter ausrenken gibt sich mit der Zeit. Wie gesagt, dafür erfordert es aber eben richtige Arbeit.
Dass Hunde einfach so kommen ist nunmal nicht einfach.
Und nein. Dass du abgeschrieben bist wenn andere Hunde in der Nähe sind liegt einfach daran, dass du nicht interessant genug bist und deinem Hund das Essen eben nicht über alles geht. Das hat mit dem Tierheim nichts zu tun.
 
  • Fragen über Fragen... Beitrag #5
Na dann geh ich mal auf die Suche. Wenn es hier in der Nähe wen gibt, der hier eine gute Hundeschule kennt, bin ich dennoch nicht böse, wenn er es mir mitteilt^^

Werden dann wohl auch ein neues Geschirr kaufen (das alte ist nämlich zu klein geworden) und die Schlepp wieder rauskramen. Die darf dann mein Mann wieder halten:p

Danke dir schonmal. Werde berichten, wie es läuft
 
  • Fragen über Fragen... Beitrag #6
Sehr gut! Sonst hätte ich dir jetzt noch aufgezählt, was für Gefahren dein Hund für sich und für andere darstellt wenn er ungesichert rumläuft :)

Und immer dran denken, das geht nicht von heute auf morgen. Man muss dran bleiben, jeden Tag üben und einfach den längeren Atem beweisen...
 
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